-v J f < , -' V. - \.>- - " *"^? : gg?^ **'* . iJ -.1- & M ty &* 5--' - ,. I! I a m a f " * ~^ 2 c: Orthoptera I. Mantidae, Phasmidae, Acrididae, Tettigonidae und Gryllidae aus dem Zentral-Afrikanischenseengebiet, Uganda und dem Ituri-Becken des Kongo. Von James A. G. Rehn. (Academy of Natural Sciences of Philadelphia 1 ).) Im Friihjahr 19 10 wurden mir die von der Deutschen Zentralafrika-Expe- dition 1907/1908 gesammelten Orthopteren, mit Ausnahme der Blattidae, zur Bearbeitung iibergeben. Diese Sammlungen, zusammen mit anderen aus den- selben Gegenden, die mir zu gleicher Zeit iibersandt wurden, bilden das bei weitem wertvollste Material zentralafrikanischer Orthopteren, welches je zu- sammengebracht worden ist, sowohl in bezug auf die Anzahl der Arten und die durch sie reprasentierten wichtigen Daten iiber ihre Verbreitung als auch der Individuenzahl nach. Die Gesamtzahl der in den Kollektionen enthaltenen Exemplare betrug 1285; davon befand sich der groBte Teil in Alkohol. Man braucht kaum hervorzuheben, daB unsere Kenntnis der zentralafrikanischen Orthopteren nur mangelhaft ist, da diese Ordnung eben in der Beziehung nicht mehr begiinstigt worden ist als die meisten anderen Gruppen. Als Erganzung zu den sehr reichhaltigen Sammlungen, die von Dr. SCHUBOTZ und anderen Mitgliedern der Expedition unter der Leitung Seiner Hoheit des Herzogs zu Mecklenburg gemacht worden sind, hatte ich ferner vor mir das von Dr. FRANZ STUHLMANN auf seiner Expedition zum Ruwenzori und der Landschaft im Westen des Semliki-Flusses, das von Herrn VON STEGMANN und STEIN im Bugoie-Wald und bei Kissenje am Kiwu-See, und das von Dr. KANDT im Kiwu-Seegebiet und von Herrn R. GRAUER am Nordende des Tanganjika, in der Gegend zwischen dem Tanganjika-See und dem oberen Lualaba-Congo und einigen anderen Lokalitaten gesammelte Material. Es ist in vorliegender Arbeit ebenfalls mitbearbeitet worden. Das gesamte Material ist Eigentum des Kgl. Museums fur Naturkunde zu Berlin. Die von Dr. KANDT gesammelten Tiere entbehrten der genauen Bezettelung, und eine Anzahl der GRAUER schen waren *) Der Wohnsitz des Autors und die dadurch erschwerte Verstandigung mit ihm machten einige in der deutschen Obersetzung des englischen Manuskripts stehengebliebene Unebenheitcn unvermeidbar. D. Herausgeber. Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. j "0459 einfach bezettelt ,,Ost-Afrika"; da ich Gelegenheit hatte, von demselben Herrn in Uganda gesammeltes Material aus dem Deutschen Entomologischen Museum, durchzusehen, so glaube ich aus der Ahnlichkeit einiger Arten schlieBen zu konnen, daB das ungeniigend bezettelte Material meist in derselben Gegend gesammelt wurde 1 ). Die aus Uganda gemeldeten Species habe ich in vorliegende Abhandlung mit aufgenommen, um sie so vollstandig wie moglich zu machen. Das zentralafrikanische Seengebiet ist hier in der von REICHENOW (diese Abhandlungen III p. 232) angegebenen Begrenzung angenommen, bis Kavi- rondo im Osten, bis zur Miindung des Victoria-Niles im Norden, bis zum Tan- ganjika im Siiden und bis zum oberen Ituri im Westen reichend. Im AnschluB daran enthalt die vorliegende Arbeit die von der Deutschen Zentralafrika- Expedition im Aruwimi-Ituri-Becken des Congo festgestellten Fundorte. Die Fundorte von Species, die in den Sammlungen nicht enthalten, aber aus dem Gebiet gemeldet waren, wurden in FuBnoten beigefugt. Die in den Kollektionen vertretenen Arten beliefen sich auf 226, von ihnen sind 8 1 neu; ferner werden 10 neue Genera und i neues Subgenus im folgenden beschrieben. Die Konservierung der meisten Exemplare in Alkohol war ein groBer Nachteil, da sie einen befriedigenden Vergleich mit trockenem Material erschwerte und die hellen und zarten Farben dadurch zerstort werden. Ich habe aus den hier zusammengebrachten Daten iiber die geographische Verbreitung keine allgemeineren Schliisse gezogen, da mir dies nach dem heu- tigen Stande unserer Kenntnis iiber innerafrikanische Orthopteren verfriiht schien, aber ich habe bei vielen Arten Angaben gemacht iiber ihre Verbreitung und die wahrscheinlichen Mittelpunkte, von denen ihre Verbreitung ausging. Die groBte Anzahl Species aus einer Lokalitat wurden auf der Kwidschwi- Insel im Kiwu-See gefangen, namlich 33, wahrend 28 im Bugoie-Wald und 18 bei Usumbura am Tanganjika-See erbeutet wurden. AuBer dem auf der Kwidsch- wi-Insel gefangenen Material wurden 59 Arten bei Kissenji und anderen Orten am Ufer des Kiwu-Sees erbeutet. Herrn Dr. H. SCHUBOTZ, dem Zoologen der Expedition, und Herrn Dr. W. LA BAUME vom Berliner Museum spreche ich meinen herzlichsten Dank dafiir aus, daB sie mir die wertvollen und sehr interessanten hier be- handelten Sammlungen zur Verfiigung stellten. 1 ) Eine Anzahl der von STUHLMANN angegebenen Ortlichkeiten habe ich auf seiner Karte nicht finden konnen und sein Text gibt auch wenig Anhaltspunkte (,,Mit Emin Pascha ins Herz. vonAfrika"). In solchen Fallen habe ich die Angaben auf den Zetteln erganzt. Ein Teil des Mate- rials, das von STUHLMANN im Osten des Gebietes und auf ode'r in der Nahe des Ruwenzori ge- sammelt wurde, ist von KARSCH bearbeitet worden (Entom. Nachr. XXIV p. 359 383; Ibid. XXVI p. 274387; Entom. Zeit. Stettin LVII p. 242359). Mantidae. Orthoderinae. 1 ) Galepsus Stal. Galepsus capitatus (Saussure) 1871. Ch[iropacha] capitata Saussure. Melanges Orthopterologiques III p. 166, pi. 4, Fig. 2 [Afrika]. Kiwu-See (Dr. R. KANDT), i d* in Alkohol. Mantinae. Entella Stal. Entella stegrnanni n. sp. Type: d", Usumbura am Tanganjika-See. November bis Dezember 1907 (VON STEGMANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Die Art ist verwandt mit E. aliena Werner von Tanga und Bagamayo, meruensis Sjostedt vom Meru, nebulosa Serville vom Kap der Guten Hoffnung, gracilipes Saussure, wahrscheinlich aus derselben Gegend, und parva Saussure aus unbekannter Lokalitat. Von aliena, meruensis und nebulosa unterscheidet sie sich hauptsachlich durch das viel schmalere Pronotum, von gracilipes durch das cephalad von der Supracoxalerweiterung nicht eingebuchtete Pronotum und durch das, im Gegensatz zu dem halbopaken griinen, dunkel schwarzbraune, mit weiBer Einfassung versehene Marginalfeld, wahrend sie von parva anschei- nend abweicht durch den etwas verengten Caudalteil des Pronotums. Die Be- schreibung von parva ist aber so diirftig ohne MaBe und Farbungscharaktere, daB iiber sie wenig Sicheres ausgesagt werden kann. Von mittlerer Gro'Be und langlicher Gestalt. Kopf betrachtlich breiter als lang; vScheitel fast abgestutzt, dorsal der rundlichen Augen, nicht erhoben; das dorsale Ocellenpaar groBer als die ventro-mediane, die des dorsalen Paares weiter von einander entfernt als von der ventralen; Stirnschild stark quer, fast dreimal so breit als lang, Dorsalrand gebogen, stumpf winklig ; Antennen fadenformig. Pronotum verlangert, fast rhombisch, seine groBte Breite (in der Mitte) i' 2 / 3 mal in der groBten Lange enthalten. Cephalrand ziemlich schmal ab- gerundet, Caudalrand abgestutzt, Seitenrander sich regelmaBig verschmalernd und, cephalad der Ausdehnung, gar nicht verengt, dagegen leicht aber deutlich l ) Elaea perloides (Saussure) gemeldet von Fort Portal, Toro. [GlGLIO-TOS in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 298.] 4 cephalad des Caudalrandes; der ganze Seitenrand sehr fein gesagt, Mittelkiel nur im Schaft schwach angedeutet, Querfurche deutlich. Tegmina den Apex des Abdomens betrachtlich iiberragend, ziemlich breit; groBte Breite iiber 4mal in der Lange enthalten, hyalin mit opakem Marginalf eld ; Apex schmal abgerundet. Fliigel den Tegmina in der Lange gleichend. Supraanalplatte gebogen drei- eckig. Cerci ziemlich kurz, an der Basis dick, dann spitz zulaufend. Vorder- coxae sehr wenig langer als das Pronotum ; Kopf rand mit ungef ahr sieben kleinen, regelmaBig verteilten Zahnchen; Vorderschenkel maBig schlank, groBte Breite iiber 3 1 / 2 ma l m der Lange enthalten, am AuBenrand be waff net mit 5 Dornen (einschliefilich desjenigen im Knielappen), Innenrand mit 13 Dornen verschie- dener GroBe und mehr oder weniger unregelmaBiger Richtung, 4 Discoidal- dornen; Tibiae (ohne Apicalklaue) deutlich kiirzer als der halbe Femur, auBen mit 7 regelmaBig verteilten Dornen bewaffnet, innen mit 9 10 Dornen; vordere Metatarsen deutlich langer als der Rest der Tarsen. Mediane und hintere Beine schlanker, das mediane Paar deutlich kiirzer als die caudalen Beine. Allgemeine Farbe (im Alkohol) lohfarben-oliv. Augen gewiirznelkebraun, Hinterhauptsregion und Gesicht mit dunklerem Braun bewolkt; Andeutungen eines schmalen hellen Querbandes finden sich an den Ocellen. Langsadern der Tegmina sparlich und unregelmaBig gesprenkelt mit langlichen braunen (Rehn : ,,prout's-brown") Flecken; Marginalfeld bister, am dunkelsten gegen den Rand, gesaumt mit einer regelmaBigen weiBen Linie. Abdomen mit seitlich schmal braunschwarz gesaumten Ventralsegmenten, diese auch mit 6 winzigen braun- lichen Sprenkeln auf dem Distalrand jedes Segmentes. Vorderbeine ohne Flecken auf der inneren Seite. MaBe. Korperlange 23,5 mm GroBte Kopfbreite 3,5 ,, Lange des Pronotums 4,2 ,, GroBte Breite des Pronotums 2,4 ,, Lange der Tegmen 20 GroBte Breite der Tegmen 4,5 ,, Lange der Vorderschenkel 5,2 ,, Das Exemplar ist das einzige, das ich von dieser Art gesehen habe. Ich widme sie einem der Sammler, Herrn VON STEGMANN. Entella flavicornis Sjostedt. 1909. Entella flavicornis Sjostedt. Wissensch. Ergebn. Schwed. Zool. Exped. Kilimandj. XVII p. 57 [Kibonoto, Kilimandjaro]. Usumbura am Tanganjika-See. November bis Dezember 1907 (VON STEGMANN und STEIN), i d* in Alkohol. Galago-See, NW-Ruanda. November 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i ( ' in Alkohol. Ruhingivu, West-Karagwe, 5. April 1890 (STUHLMANX), i cf. Beni, Sem- Hki-FluB, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Die beiden oV in Alkohol sincl typisch. Das trockene Exemplar aus Ru- hingivu dagegen hat so sehr Schaden gelitten, da!3 gerade nur seine spezifische Identitat mit den iibrigen Stiicken festgestellt werden kann. Bei dem 9 gleichen die Form des Kopfes und des Pronotums, die Anzahl der auBeren Tibialdorne und das Farbenmuster der inneren Flache der Vordercoxen sehr denen des d", wahrend die stark geringelten Beine ersteren Geschlechts viel weniger an- gedeutet sind. Da das 9 noch nicht beschrieben ist, will ich dariiber folgende Angaben zur Kenntnis der Art hinzufiigen. Kopf breiter als lang, Scheitel quer gebogen; obere Begrenzung der Augen in gleicher Hohe mit dem Scheitelrande ; Stirnschild wenig mehr als 2mal so breit als lang, Dorsalrand stumpfwinklig. GroBte Breite des Pronotums wenig mehr als 1 1 / 2 mal in der Lange enthalten ; Supracoxalerweiterung deut- lich, mit ganz schwach winkligen Randern, Schaft deutlich verengt ein wenig cephalad vom Caudalrande; Kragen breiter als die caudale Partie des Schaftes, Cephalrand gebogen, Caudalrand mesad, beinahe abgestutzt, Mittelkiel leicht angedeutet. Abdomen breit spindelf ormig ; Supraanalplatte quer, Caudalrand maBig gebogen. Vordercoxen wenig langer als das Pronotum; Vorderschenkel kraftig, 4 Discoidaldorne, der zweite (vom distalen Ende gerechnet) iibertrifft die anderen an GroBe weit; Vordertibien auBen mit 7 Dornen bewaffnet. Allgemeine Farbung (aus dem Alkohol) fast wie beim <:?, nur die Beine sehr deutlich geringelt und zwar schwarzbraun in heller Grundfarbe, wahrend die Antennen schwarzbraun sind mit 3 deutlichen, ziemlich breiten Ringeln, einer unmittelbar distad des zweiten Gelenkes, ein zweiter von diesem getrennt durch eine schwarze Zone von gleicher Breite wie die weiBen Zonen, und ein dritter liber der Mitte der Antennen. Das Pronotum hat in der Mitte ein deutliches, aber unregelmaBig begrenztes, ziemlich breites schwarzes Langsband, wahrend die Seitenrander von gleicher Farbe sind. MaBe. Korperlange 15,5 mm GroBte Kopfbreite 3,5 ,/ L,ange des Pronotums 3,8 GroBte Breite des Pronotums 2,3 ,, Lange der Vorderschenkel 3,9 ,, Die hier angegebenen Lokalitaten zuziiglich der Fundorte der Type sind die einzigen von der die Art bekannt ist. Sie kommt hiernach in einem Ge- biet vor, das sich vom Kilimandjaro bis zum Tanganjika, nordlich bis zum Se- mliki-Gebiet (Beni) erstreckt. Entella adolfi-frederici n. sp. Type: 9, Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Naher mit E. lamperti Werner von Tanga 1 ) verwandt als mit irgendeiner anderen Art, von der die 99 bekannt sind, stimmt hiermit uberein in den winkligen Seitenrandern des Pronotums, unterscheidet sich aber durch die be- trachtlichere GroBe und dadurch, daB die Vordertibien 9 statt 7 Dornen am AuBenrand besitzen. Diejenigen Arten, die im mannlichen Geschlecht bekannt geworden sind und dieser Art in den Dornenformeln nahekommen, unterscheiden sich von ihr in zahlreichen anderen Merkmalen. GroB, kraftig. GroBte Kopfbreite die Lange deutlich um eine Kleinigkeit iibertreffend ; Scheitel regelmaBig gebogen, mit auBerst geringen Andeutungen von Protuberanzen in der Nahe der Augen; Ocellen sehr klein, in einem nieder- gedriickten Dreieck stehend; Stirnschild ungefahr 2 Vernal so breit wie lang, der Dorsalrand in der Mitte quer abgestutzt, an den Seiten schrag abgestutzt. Augen maBig vortretend, gerundet; Antennen fadenformig. Pronotum i 5 / 8 mal so lang wie breit ; Cephalrand gerundet, Caudalrand abgestutzt gebogen ; Supra- coxalerweiterung seitlich betrachtlich vorgezogen; stumpf winkelig ; Schaft be- trachtlich zusammengezogen cephalad des Caudalrandes ; Seitenrander ganz fein gesagt-gezahnt ; Riicken ohne deutliche Kiele, aber mit einem Paar schwach konvergierender Erhohungen unmittelbar vor der Querfurche und einem Paar median gerundeter Protuberanzen am Caudalrand. Tegmina und Fliigel nicht entwickelt, aber angedeutet am meso- und metathorakalen Integument. Abdo- men stark spindelformig, niedergedriickt, groBte Breite in der Mitte und gleich der Lange von Kopf und Prothorax zusammen; Caudalrander der Segmente regelmaBig mit kleinen Buckeln versehen. Supraanalplatte quer, in der Mitte sehr stumpf winkelig ; die Cerci reichen nicht iiber den Apex der Subgenitalplatte heraus. Vordercoxen fast so lang wie das Pronotum, Cephalrand mit 7 zuriick- gebogenen zahnformigen Dornen, zwischen denen zahlreiche kleine Dome stehen; Vorderschenkel kraftig, 2 1 / 2 mal so lang wie breit, dorsaler UmriB sehr schwach gebogen, gesagt, AuBenrand bewaffnet mit 4 kraftigen Dornen (ausschlieBlich des Domes im Knielappen), Innenrand mit n oder 12 in 2 Reihen stehenden Dornen, diejenigen, die in groBerer Reihe stehen, nehmen proximad in der Lange zu und alle divergieren mehr oder weniger in ihrer Richtung, 4 Discoidal- dorne; Vordertibien (ohne Apicalklaue) ungefahr gleich der halben Femurlange, auBen mit 9, innen mit 7 Dornen; Vordere Metatarsen wenig langer als die iibrigen Tarsalglieder. Mittlere und Hinterbeine ziemlich kraftig, die mittleren etwas kiirzer als das hintere Paar; die hinteren Metatarsen wenig kiirzer als die iibrigen Gelenke. l ) Jahresh. Verein vaterl. Naturk. Wiirttemb. LXII p. 363 364, 1906. 7 Allgemeine Farbung (in Alkohol) mattbraun, der ganze Korper sehr fein pelz- robbenbraun betupft. Augen pelzrobbenbraun; Antennen hell; die beiden proxi- malen Glieder distad mit braunem Ringel. Rander des Pronotums und der Abdo- minalsegmente braun geperlt. Vordercoxen mit einem mehr oder weniger scharf begrenzten bleichen Ouerstrich auf der Aui3enseite; Vorderschenkel mit einem Paar ahnlicher, auf der AuBenseite angedeuteter Striche. Innenseite der Coxen stumpf ockerfarben, ausgenommen das distale Viertel, das schwarz ist, in dem Ockergelb findet sich die allgemeine Betiipfelung ; Innenseite der Schenkel sehr ahnlich der AuBenseite, iiur ist in der ventralen Partie das proximale Drittel ganz und der Rest zum Teil ganz schwarz; Innenseite der Tibien etwas mehr braunlich als die AuBenseite. Mittel- und Hinterschenkel vverden distad ganz pelz- robbenbraun, mit 2 Ringeln der Grundfarbe ; Tibien und Tarsen mehr oder weniger deutlich geringelt. MaBe. Korperlange 29 mm GroBte Kopfbreite 5,5 ,, Lange des Pronotums 6,8 ,, GroBte Breite des Pronotums 4,2 ,, GroBte Breite des Abdomens 9 Lange der Vorderschenkel 7 ,, Wenn auch das Exemplar anscheinend unreif ist, so sind seine unterschei- denden Merkmale doch so ausgepragt, daB ich nicht zogere es zu beschreiben. DemgemaB macht es mir besondere Freude, es dem erlauchten Leiter der Deut- schen Zentral-Afrika-Expedition, dem Herzog ADOLF FRIEDRICH zu MECKLEN- BURG, zu widmen. Agrionopsis Werner. Agrionopsis bacilliformis n. sp. Type: 9, Ost-Afrika (GRAUER) [Berliner Museum]. Verwandt mit A. modesta Werner 1 ), unterscheidet sich aber von dieser durch die geringere GroBe, durch den Besitz von 4, an Stelle von 3 Discoidal- dornen, durch die starker verkiirzten Tegmina, die nicht bis zum proximalen Ende des Abdomens reichen, und das nicht gelbbraune, sondern grime Marginal- feld der Tegmina. 2 ) 1 ) Berichte Senckenb. Naturf. Ges. 1908 p. 42 (Deutsch-Ost-Afrika). 2 ) Nach Fertigstellung des Manuskriptes hatte ich Gelegenheit Stiicke von bacilliformis mit einem Tier aus Natal zu vergleichen, das ich zu A. distanti (Kirby) stelle. Die neue Form ist mit dieser Art ganz nahe verwandt, scheint sich aber von ihr in den folgenden Charakteren I J I Von mittlerer GroBe. Langgestreckt, stabformig. Kopf stark quer, i%mal so breit wie lang, Scheitel sehr schwach gebogen; Ocellen klein, in einer Bogen- linie stehend, eine sehr deutliche stumpfwinklige Querfurche, dorsal von den Ocellen von Auge zu Auge reichend; Stirnschild sehr stark quer, mehr als 4mal so breit als lang; Dorsalrand 2mal eingebuchtet ; Augen nicht vorsteheiid, gerundet. Pronotum auBerst schlank, kaum 2 / 5 der ganzen Lange umfassend, iiber 7 mal so lang als breit; Kragen wenig mehr als 1 / 3 der Schaftlange, auBerst schmal, cephalad wenig breiter als die Halfte der Supracoxalerweiterung, nach dem Rande des Cephalteils allmahlich breiter werdend, Supracoxalerweiterung sehr schwach, Schaft caudad auf derselben aber wenig schmaler und schwach erweitert nach dem Caudalrand zu; Cephalrand leicht gerundet, Caudalrand sehr schwach gebogen, Seitenrander vollstandig gesagt, Mittelkiel am Schaft sehr deutlich, auf dem groBeren Teil des Kragens ersetzt durch eine eingedriickte Linie mit Spuren eines Langskieles. Tegmina sehr kurz, nicht bis zum Ende des Abdomens reichend; Apex deutlich gerundet; Marginalfeld in der Breite fast gleichbleibend, ungefahr gleich einem Drittel der Breite des Restes der Tegmina; Stigma deutlich longitudinal. Fliigel bis zum Ende der Tegmina reichend. Ab- domen im groBten Teil seiner Lange fast gleich breit; Supraanalplatte leicht spitz winklig mit einem deutlichen Mittelkiel. Beine auBerordentlich diinn und lang. Vordercoxen ungefahr gleich der halben Lange des Pronotums, Rander sehr sparlich und fein gesagt; Vorderschenkel halb so lang wie die Coxen, distad sehr schwach gebogen, iiber 8 mal so lang als breit, AuBenrand mit 4 verlangerten Dornen (zuziiglich der in den Knielappen), Innenrand mit 14 Dornen, die ungleich lang und meistens zweizeilig angeordnet sind, in der distalen Partie aber einzeilig und gleich lang; 4 Discoidaldorne, einer von ihnen von auBergewohnlicher Lange; Vordertibien (ohne Klaue) wenig mehr als ein Drittel so lang als der Femur. AuBenrand mit 8 in regelmaBigen Abstanden stehenden, distal dicker werdenden Dornen; Innenrand mit 14 distal starkeren Dornen ; vordere Metatarsen langer als die iibrigen Glieder. Vorder- und Mittel- beine sehr lang und diinn. Allgemeine Farbe (nach trockenen Stiicken) ockerfarben. Kopf mit einem verschwindenden breiten mattbraunen Querstrich unmittelbar iiber den An- tennenbasen, ein ahnlicher, aber viel schmalerer, verlauft quer iiber das Stirnschild; Augen mumienbraun, mit 2 Langslinien der Grundfarbe. Tegmina stumpf olgriin mit Ausnahme des blaugriinen Marginalfeldes. Prosternum zu unterscheiden : Durch die deutlicher dornfornrigen Seitenrander des Pronotalschaft, durch die etwas kiirzeren Beine , durch das schmalere Marginalfeld der Tegmina und durch das Vor- handensein von schwarzen Zeichnungen, die sich umschichtig an den Dornen des Innenrandes der Vorderschenkel finden. Die Zahl der Dome am Innenrande der Vordertibien variiert bei bacilliformis zwischen 12 und 14, die der Dome am AuBenrand zwischen 7 und 8. WERNERS Bestimmungstabelle fiir die Arten dieser Gattung ist nicht recht brauchbar, da die Farbung des Gesichtes und die Zeichnungen der Vorderbeine individuell zu variieren erscheinen. 9 hinter der Einlenkung der Coxen braunrot. Innenseite der Vorderbeine mit einer Anzahl schwarzer Zeichnungen, die folgendermaBen verteilt sind: Am Vorderteil der Coxaleinlenkung ein ziemlich groBer Fleck, der die ,,Biirste" am distalen Ende der femoralen Dornreihe einschlieBt, schwarze Flecke an der Basis der groBeren Dornen in den Femoralreihen und an derjenigen der 2 groBten. Discoidaldornen; endlich ein distal langlicher Fleck auf den Tibien, wahrend die. Endtarsalglieder stark schwarz bewolkt sind. MaBe. Korperlange . 58,5 mm GroBte Kopfbreite 5,5 ,, Lange des Pronotums 22,5 GroBte Breite des Pronotums 3 Lange der Tegmen 6,5 ,, Lange der Vorderschenkel . . . 13,8,, Lange der Hinterschenkel 21 ,, AuBer der Type, dem einzigen trockenen Stiick, welches ich gesehen habe, habe ich 4 Exemplare der Art in Alkohol von folgenden Lokalitaten unter- sucht : Steppe siidl. des Albert-Edward-Sees, Dez. 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i 9; Usumbura am Tanganjika-See, Nov. bis Dez. 1907 (VON STEGMANN und STEIN), i Q- Jenseits des Grenzgebirges am Nordweststrand des Tanganjika, 1900 2500 m hoch (R. GRAUER), 2 unreife Exemplare. Die beiden erwachsenen 99 in Alkohol sind in der GroBe stark verschieden und zeigen, verglichen mit der Type, die betrachtliche Weite der individuellen GroBen variation bei dieser Art. Die MaBe der beiden in Alkohol befindlichen erwachsenen 99 waren fol- gende : Steppe am Alb.-Edw.-See Usumbura Korperlange 61,5 mm 33+ mm GroBte Kopfbreite . 5 4,5 Lange des Pronotums 22,5 ,, GroBte Breite des Pronotums 2,8 ,, Lange der Tegmen 7 ,, Lange der Vorderschenkel 13,5 ,, Lange der Hinterschenkel 20,5 ,, Tenodera Burmeister. 1 ) Tenodera superstitiosa (F.). 1781. [Mantis] superstitiosa Fabr. Spec. Ins. I p. 348 [Aquatoriales Afrika]. Beni, Semliki-FluB, Jan. 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I o*. Die Mafie dieser Art sind folgende: Korperlange 79 mm Groflte Kopfbreite 5,5 Lange des Pronotums 28,5 ,, GroBte (supracoxale) Breite des Pronotums . . 3,9 Lange der Tegmen 54 GroBte Breite der Tegmen 9,2 ,, Lange der Vorderschenkel 15,5 ,, Lange der Hinterschenkel 25,5 ,, WERNER meldete diese Species von Mongalla, Sudan. Polyspilota Burmeister. Polyspilota variegata (Olivier). 2 ) 1792. Mantis variegata Olivier. Encycl. Meth. Ins. VII p. 638 [Angola]. Sesse-Inseln, Victoria-Nyanza, n. Dez. 1890 (STUHLMANN), i a*. Bu- goie-Wald am Kiwu-See, Febr. bis Nov. 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i o* in Alkohol. Wau-Insel, Kiwu-See, Sept. 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i 9 in Alkohol. Fui3 des Ruwenzori, Westseite, Febr. 1908 (Scnu- BOTZ), i a* , I 9 in Alkohol. Buginda, im Siiden des Albert-Sees, 10. Juli 1891 (STUHLMANN), i d*. Bataibo bis Duki, westl. des Albert-Sees, 7. Nov. 1891 (STUHLMANN), i Q. Wald nordl. von Beni, Semliki-Flul3, Jan. 1908 (SCHUBOTZ), i o* in Alkohol. Irumu bis Mawambi, Ituri-Wald, April 1908 (SCHUBOTZ), i o*, 19, i Nymphe in Alkohol. Mawambi am oberen Ituri, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Parumbira, Okt. 1890 (STUHLMANN), I 9. Ich habe fur diese Art den Namen von OLIVIER vorgezogen an Stelle von aeruginosa Goeze, der in den letzten Jahren von verschiedenen Autoren an- gewendet wurde, weil er ganz auf SEBA (Thesaurus IV p. 76 pi. 70 Fig. 7 8) begriindet ist, dessen Beschreibung nicht sicher gedeutet werden kann und dessen Abbildungen in diesem Falle nicht zu rekognoszieren sind. WERNER *) Paratenodera capitata (Saussure) ist gemeldet vom Ruwenzori [KlRBY, Proc. Soc. London 1902 pt. I p. 93] und Britisch-Uganda (GRAUER) [Deutsches Ent. Museum]. 2 ) Gemeldet bisher von: Fort Portal und Ibanda, Toro und Entebbe, Uganda [GlGLIO Tos, in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 298], Merule bis zu deu Murchison-Fallen, Unyoro [REHN, Proc. Acad. Nat. Sci. Phil. 1911 p. 321]. (Berichte Senckenb. Naturf.-Ges. 1908 p. 37- 39) hat sehr scharf die einzelnen Stufen der Farbenvariation dieser veranderungsfahigen Art festgelegt. Das Ruwenzori-cf, das o* vom Bugoie-Wald, das c ' von den Sesse-Inseln, das Bu- ginda-o 71 , das 9 vom Irumu-Mawambiwald und das Mawambi-9 gehoren zu der pustulata-~Form, das 9 von der Insel Waii, das < von Irumu-Mawambiwald und das Parumbira-9 stellen die striata- (oder typische variegata-) Form dar, wahrend das 9 vom Ruwenzori, das Beniwald- T und das zwischen Bataibo und Duki gefangene 9 von der ymWzs-Form sind. Das zur pustulata-Form gestellte Mawambi-9 ist nicht ganz typisch fiir diese Form, da die Tegmina nur schwach gezeichnet sind und das Tier sich in dieser Beziehung der vmWzs-Form nahert. Die Mai3e dieser Exemplare sind die folgenden: 0* B ugoiewald o" FuB des Ruwenzori 0* Buginda cf Sesse-Inseln Korperlange 62 mm 58 mm 59 mm mm GroBte Kopfbreite 68 7 2 7 v j v ) t / >& / " , , X/ange des Pronotums 18 17 S 18 16 2 > y / , D > > -*- s -' > t J.\J r t* , , GroBte Breite des Pronotums . 5,2 5-2 5 4,5 lyange der Tegmen p-r 4Q -L i \) t * "-fy jt "*_' * ' t 9 Lange der Vorderschenkel . . 13 13 12,5 ,- n,5 0* Wald nordlich von Beni 9 Insel Wau 9 FuB des Ruwenzori Korperlange ^^ mm S3 mm SQ mm GroBte Kopfbreite *_/ <*J 6,8 J t*J 8,2 J y 8,2 L J 2^ GroBte Breite des Pronotums . L/ange der Tegmen 6 48 S , , 6,2 46 s 7,2 "O " 7,2 ,, S7 Lange der Vorderschenkel . . T^'J ,, 14,8 T- W ,J 15 17.5 J/ 17.8 12 Polyspilota validissima Gerstaecker. 1883. Polyspilota validissima Gerstaecker. Mitth. Naturw. Vcr. Xeu-Vorpommern XIV p. 89 [Aburi, Goldkiiste]. Panga am Aruwimi, Congostaat, Mai 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i o* in Alkohol. Wald norcll. des Beni-Semliki, Jan. 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i mireifes Exemplar. Durch diese Exemplare wird das Yerbreitungsgebiet der Art sehr nach dem Osten verschoben, da die Species bis jetzt nur bis Gaboon und Kamerun bekannt war. Das nicht geschlechtsreife Exemplar setze ich mit einigem Zogern hierher; im allgemeinen scheint es mit den erwachsenen Exemplaren iiberein- zustimmen. Die Fliigel der ausgewachsenen Tiere zeigen einschlieBlich der proximalen und clistaleii dunklen Grundflache, 8 quere discoidale dunkelbraune Streifen. Das Exemplar aus Panga weist folgende MaBe auf : Korperlange ... 86 mm GroBte Kopfbreite 9 ,, Lange des Pronotums 31 ,, GroBte Breite des Pronotums 7 ,, Lange der Tegmen 62 ,, Lange der Vorderschenkel 18 ,, Sphodromantis Stal. 1 ) Sphodromantis centralis n. sp. Type: Q, Andebali, siidostlich Momvu [Ecke des groBen Waldes im Westen des Albert-Nyanza], 26. Sept. 1891 (STUHLMANN) [Berliner Museum]. Verwandt mit S. lincola Burmeister, deren Verbreitungsgebiet anscheinend dasjenige der neuen Form uingibt, wenigstens im Westen, Siiden und Osten; aber von ihr unterschieden durch das deutlich kiirzere, breitere und mehr bestimmt dachformige Pronotum, dessen groBte Breite nur 2mal in der Lange enthalten ist, an Stelle von 2 x / 4 und mehr Malen bei lineola. Es wurden Stiicke von lineola von Liberia bis Natal und im Norden bis nach Gallaland mit der Reihe von IT centralis-Stucken verglichen und die Unterscheidungsmerkmale waren kon- stant und deutlich ausgesprochen. Ferner habeii die groBeren Zahne an den Vordercoxen einen groBeren Basaldurchmesser und sind bei der neuen Form weniger auf den Coxalrand beschrankt. Von ziemlicher GroBe und kraftiger Gestalt. Kopf (in seiner groBten Breite) l ) Sphodromantis guttata (Thunb.) wurde gemeldet von Fort Portal, Toro und Entebbe, Uganda [GlGLIO-TOS in Abruzzi, II Rmvenzori I p. 299]. 13 wenig breiter als lang, Scheitel quer bogenformig abgestutzt, deutlich gerundet laterad der nur wenig vorspringenden Augen; Stirnschild wenig langer als breit, Dorsalrand mesad quer und laterad schrag abgestutzt; Ocellen klein, in einer stark gekrummten Bogenlinie stehend; Augen deutlich gerundet. Pronotum deutlich langer als die Vordercoxen, kraftig, 2 mal so lang wie breit, im Ouer- schnitt deutlich dachformig, Schaft sich nach hinten allmahlich verschmalernd bis zu dem gebogenen Caudalrand, wo das Pronotum kaum noch halb so breit ist wie an der Supracoxalerweiterung; Cephalrand fast gebogen rechtwinklig ; Seitenrander deutlich gekerbt-gezahnt, Mittelkiel auf dem Schaft deutlich und knotig, auf dem Kragen als eine seichte Furche angedeutet, die sich nach vorn verschmalert, der mittlere Teil des Kragens knotig, Querfurche ab- gestutzt, seitlich gerundet rechtwinklig. Tegmina beinahe den Apex des Ab- domens erreichend, breit; Apex schmal gerundet, Costalrand gebogen, zur Mitte hin fast abgestutzt, Suturalrand distad gebogen; Marginalfeld breit, in seiner groBten Breite nur eine Spur weniger breit als der dritte Teil der ganzen Tegminalbreite. Supraanalplatte quer gebogen; die Cerci ragen ein wenig iiber die Spitze der Subgenitalplatte hinaus. Seiten- und Hinterrander der Vordercoxen gesagt-gezahnt, Vorderrand be waff net mit in 2 Reihen stehen- den aufrechten Zahnen, groBere Zahne (4 bei der Type) mit betrachtlichem Basaldurchmesser an der Innenflache der Coxen; Vorderschenkel ebenso lang wie das Pronotum, kraftig, wenig mehr als 3 mal so lang wie breit, AuBenrand mit 4 Dornen, Innenrand mit 15 2reihigen Dornen, die, nach auBen betrachtet, folgende Anordnung zeigen: illlllililllnl, 4 Discoidaldornen ; Vorder- tibien auBen mit 10, innen mit 13 Dorneri. Mittel- und Hinterbeine wie gewohn- lich in diesem Genus. Grundfarbe eintonig dunkel-rotbraun. Fliigel glasartig mit lederartigen Spitzen und von der allgemeinen Grundfarbe; Stigma der Tegmina dunkel- elfenbeinfarbig-weiB, leicht schwarzbraun umrandet; Schenkel und Schienen- dornen mit schwarzei Spitze. MaBe. Korperlange 6,8 mm GroBte Kopfbreite 9,5 ,, Lange des Pronotums 19 ,, GroBte Breite des Pronotums 9,3 ,, Lange der Tegmen 42 Lange der Vorderschenkel 19,5 ,, Im AnschluB an die Type wurden 10 reife 99 der neuen Form untersucht, 3 davon waren getrocknet, die iibrigen in Alkohol. Die Daten dieser Exemplare sind die folgenden: Insel Ukerewe, Victoria-Nyanza (A. CONRADT), 2 99 in Alkohol. Insel Kwidschwi, Kiwu-See, Sept. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i 9, 2 unreife 99, in Alkohol. Kissenji, Nordufer des Kiwu-Sees, Sept. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., I 9- Kissenji, Nordufer des Kiwu-Sees, Febr. bis Nov. 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 2 99 in Alkohol. FuB des Ruwenzori, Westseite, Febr. 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., I 9 in Alko- hol. Wald nordl. von Beni, Semliki-FluB, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i 9 in Alkohol. Britisch-Uganda (GRAUER), 2 99 (Deutsch. Entom. Mus.). Die MaBe dieser Exemplare sind folgende: Korper- lange mm GroBte Kopf- breite mm Lange des Prono- tums mm GroBte Breite des Pronotums mm Lange der Tegmen mm Lange der Vorder- schenkel mm 9 Insel Ukerewe .... 60 9,6 18 9 40 18 9 Insel Ukerewe .... 65 94 18,2 9,2 40 18,6 9 Insel Kwidschwi . . . 9 Kissenji 57 71 8,9 IO,2 17,2 18,4 8,6 9,6 42 43 17,2 18,8 9 Kissenji .... / 67 IO 18,8 IO 42,5 19,5 9 Kissenji . / 60 9,4 17,5 9 41 17,5 9 FuB des Ruwenzori . 62,5 y'r 9,5 18,7 IO 47 19 9 Wald nordl. von Beni 59 9-8 18 8,5 39,5 18 9 Britisch-Uganda . . . 6i,5 9,2 i7,5 8,9 42 17,5 9 Britisch-Uganda . . . 9,4 17,8 9,2 44,8 18,5 DurchschnittsmaBe . . . 63,1 9,5 18,1 9,2 42,1 18,3 Das trockene Exemplar von Kissenji ist in der Farbung ahnlich der Type; 5 Stiicke der Serie waren anscheinend ganz grim, i Exemplar war von griiner Grundfarbe und hatte ein ganz schwach lavendelfarbiges Discoidalfeld der Tegmina, die iibrigen 3 haben ebenfalls eine griine Grundfarbe, aber einen deut- lich ausgepragten lavendelfarbigen Ton auf der erwahnten Tegminalflache. Aus den obigen Fundorten der Art geht hervor, daB sie in einem groBen Teil des Seengebietes vorkommt und im Westen auch noch in die anstoBenden Wald- landschaften eindringt. Sphodrornantis muta Wood-Mason. 1 ) 1882. Hierodula (Sphodromantis) muta Wood-Mason. Journ. Asiat. Spc. Bengal. LI p. 30 [Kamerungebirge, Westafrika]. 1895. Hierodula coxalis Saussure und Zehntner. In Grandidier ; Hist. Phys. Nat. et Polit. Madagascar. Orth. p. 200 pi. IX Fig. 25 [Tropisches Afrika]. Wald im Westen des Ruwenzori, nordwestl. von Beni, Jan. 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., i unreifes 9- l ) Sphodromantis ugandanus Rehn, Archiv fur Naturgesch., LXXVIII, p. 115 (1912) [Britisch- Uganda (GRAUER)]. 15 Gliicklicherweise ermoglicht mir der Besitz von erwachsenen Exemplaren beider Geschlechter dieser interessanten Species aus Kamerun, das zentral- afrikanische Stiick richtig unterzubringen. WERNER (Bericht. Senckenb. Naturf .- Gesellsch. 1908 p. 36) meldete die Art von Entebbe, Uganda, welcher Fundort zusammen mit dem oben genannten unsere ganze Kenntnis von der ostlichen Verbreitungsgrenze der Art darstellt. WERNER (Ibid. t. Illff. i6a c) bildet auch die Flecke auf der Innenseite der Vordercoxen von 3 Individuen ab, um die wahrscheinliche Variabilitat derselben zu zeigen. Das mir vorliegende Exemplar unterscheidet sich von diesen und 2 Exemplaren aus Kamerun (die mit WOOD-MASONS Typen iibereinstimmend sind) dadurch, daB die gelben Farbungen schmaler und deutlicher quergerichtet sind, die schwarzen Bezirke sind kaum oder gar nicht breiter wie die gelben, wahrend der gelbe, auf linken Coxa vorhandene Mittelstrich auf der rechten fehlt. Mantis L. Mantis religiosa L. 1 ) 1758. [Gryllus (Mantis)] religiosa L. Syst. Nat. X p. 426 [Afrika]. Steppe bei Kasindi am Nordufer des Albert-Edward-Sees, Jan. 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., i unreifes Q. Tanganjika-See 1908 (GRAUER), I erwachsenes o* in Alkohol. Das erwachsene mannliche Exemplar stelle ich mit einigem Zweifel zu dieser Art, da es einige Zeichnungscharaktere aufweist, die die anderen mir vorliegenden Exemplare nicht besitzen. Die Fliigel sind fast ganz dunkel- braun mit hyalinen Queradern, der Apex fast hyalin mit braunrotlichen Langs- adern. Das Marginalfeld der Tegmina ist von ahnlicher Farbe und, wie der Rand selbst, bleich gelbrot gerandet. Das Pronotum ist caudad von der Coxal- einfugung fast ganz schwarzbraun, diese Farbe ist caudad in schlecht umgrenzte Langsstreifen aufgelost, in der Mitte finden sich ein paar kleine helle Flecken. Das Pronotum ist verhaltnismal3ig kraftig und mifit 12x5 mm. Mantis pia Serville. 1839. Mantis pia Serville. Hist. Nat. Ins. Orthopt. p. 193 [Kap der Guten Hoffmmg]. Kasindi, Nordufer des Albert-Edward-Sees, Jan. 1908, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp., i unreifes a". *) Der von mir gemeldete (Proc. Acad. Nat. Sci. Phila. 1901 p. 284), Fundort Scheikh Hus- sein, Gallaland, von M. sacra bezieht sich auf M. religiosa. Ich habe nachtraglich echte sacra zu Gesicht bekommen und kann infolgedessen den Irrtum berichtigen. KlRBY (in JOHNSTON, Uganda Protect. I p. 467) hat M. sacra vom Ruwenzori gemeldet. i6 Das Exemplar stimmt sehr gut mit einem erwachsenen a* aus Natal iiber- ein. Die Grube an der Innenseite der Vorderschenkel ist, wie ein groBer Teil der Innenseite der Tibien, rot. Es ist dies der nordlichste Fundort fur die Art. Mantis victoriana Werner. 1 ) 1908. Mantis victoriana Werner. Bericht Senckenb. Naturf.-Gesellsch. 1908 p. 56, taf. Ill, Fig. 1 5 [Entebbe am Victoria- Nyanza]. Bukoba, Westufer des Victoria-Nyanza (STUHLMANN), i unreifes a*. Karewia am FuB des Ruwenzori, 6. Juni 1891 (STUHLMANN), i er- wachsenes o*. Hinter dem Grenzgebirge am Nordweststrand des Tanganjika-Sees, 19002500 m, 1908 (R. GRAUER), i unreifes 9 in Alkohol. Diese Art, bisher nur durch eine Abbildung der Innenseite von Vorder- coxen und Schenkel bekannt, scheint ganz verschieden von den iibrigen Arten des Genus, am nachsten scheint sie verwandt zu sein mit M. prasina. Ein verstiimmeltes, durch Alkohol ausgelaugtes, entfarbtes Exemplar in der Sammlung der Acad. of Nat. Sciences of Philadelphia, bezettelt ,,N'Dalla Tanda 29. Dezember 1908", gehort zu dieser Art und stellt wahrscheinlich das weibliche Geschlecht dar, da es betrachtlich groBer ist als die oV. Das Abdomen fehlt fast ganz, so daB das Geschlecht nicht mit Sicherheit be- stimmt werden kann. Mantis viridis Saussure. 2 ) 1872. Mantis viridis Saussure. Melanges Orthopt. IV p. 47 [Natal]. Kiwu-See (KANDT), r verstiimmeltes unreifes Exemplar in Alkohol. Das Exemplar stimmt, verglichen mit einem von SAUSSURE stammenden und von ihm bestimmten 9 aus Madagascar in so wesentlichen Punkten iiber- ein, wie es bei der Beschaffenheit des vorliegenden Stiickes iiberhaupt nur mog- lich ist. Es unterscheidet sich nur dadurch, daB die Femurflecke breiter sind und ohne die schmale Fortsetzung langs der Basis der Marginaldornen, die sich bei dem madagascarischen Stuck finden. Anscheinend ist dies der nord- lichste Fundort der Art. 1 ) GIGLIO-TOS (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 299) hat ein Q* von Mantis natalensis? von Mitiana, Uganda gemeldet. Nach seinen Angaben scheint es nur sehr wahrscheinlich, daB das Exemplar zu M. victoriana gehort? 2 ) Mantis callifera Wood-Mason. Durch KlRBY aus Uganda gemeldet [in JOHNSTON, Uganda Protect. I p. 467]. Hoplocorypha Stal. Hoplocorypha galeata (Gerstaecker). 1 ) 1870. Mantis [Danuria?] galeata Gerstaecker. Archiv fur Naturgesch. XXXV p. 210. [Jipe-See, Deutsch Ost-Afrika.] 2 ) Ost-Afrika (R. GRAUER), 2 99- Eine sorgfaltige Priifung dieses und anderen Materials im Vergleich mit STAL s macro, ergab, daB die 99 beider Arten sehr ahnlich sind, sich aber durch die Proportionen des Pronotums unterscheiden. Bei galeata ist die groBte Breite desselben 4 2 / 3 4 3 /4 m al in der Lange enthalten, bei macro, dagegen 5V 4 5^mal. Ferner ist der Hinterrand des Dorsums der proximalen Abdominalsegmente bei galeata in einen queren Zipfel ausgezogen, an Stelle eines schmalen, scharfen, zweikieligen Lappens bei macra. Aus dem mir zur Verfiigung stehenden Mate- rial des mannlichen Geschlechtes scheint hervorzugehen, daB die Verhaltnisse des Pronotums hier ganz ahnlich liegen, indem bei galeata die Breite 4V 4 mal in der Lange enthalten ist und bei macra 5mal. Calidomantis Rehn. Calidomantis fenestrata (F.) 3 ) 1781. [Mantis] fenestrata F. Spec. Ins. I p. 349. [Aquatoriales Afrika.] Ost-Afrika (R. GRAUER), 2 oV- Bugoie-Wald, Ruanda, Febr. bis Nov. 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 2 cf o* in Alkohol. Vulkangebiet nord- ostl. des Kiwu-Sees, Okt. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (Lieut, v. WlESE), i cf in Alkohol. Siidostufer des Kiwu-Sees, Aug. 1907, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp., 2 oV, i 9 in Alkohol. Insel Kwidschwi im Kiwu-See, Sept. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., i a*, 2 99 in Alkohol. Fu6 des Ruwen- zori, Westseite, Febr. 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., i 9- Ruwenzori, 22. Jan. 1906, Ruwenzori-Fvxp. (Acad. Nat. Sci. Philad.), i d*. Ruwenzori, Ostseite, Hohe 6000 FuB, 29. Dez. 1905, n. und 15. Jan. 1906, Ruwenzori- Exp. (Acad. Nat. Sci. Philad.), 3 0*0*. Die Art ist nahe verwandt nut C. quadripunctata Saussure und af finis Sjostedt, die beide im gleichen Teile Afrikas vorkommen. Letztere unterscheidet sich an- *) Hoplocorypha macra Stal. Gemeldet von ,,Merule bis zu den Murchison-Fallen", Unyoro [REHN, Proc. Acad. Nat. Sci. Phila. 1911 p. 322). 2 ) Siehe SjOSTEDT, Wissensch. Ergebn. Schwed. Zool. Exp. Kilimandj. XVII p. 61 62. 3 ) Diese Art wurde gemeldet von Ibanda, Toro [GlGLIO-TOS in Abrnzzi, II Ruwenzori p. 300] und Britisch-Uganda (GRAUER). Calidomantis pellucida (Saussure). Gemeldet aus Buamba, Toro [KlRBV in JOHNSTON, Uganda Protect I p. 467]. Calidomantis pharaonica (Saussure). Gemeldet von ,,Merule bis zu den Murchison-Fallen", Unyoro [REHN, Proc. Acad. Nat. Sci. Philad. 1911 p. 323]. Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. i8 scheinend durch ihre betrachtlichere GroBe und die erstere, wenigstens im mann- lichen Geschlecht, nur durch die Zahl der schwarzen Flecken auf der Innenseite der Vorderschenkel. Dieses letztere Merkmal scheint mir viel zu groBer Variabili- tat unterworfen zu sein, als daB man ihm diagnostischen Wert zuerkennen konnte. Die Weibchen dagegen sind anscheinend gut zu unterscheiden nach der Apexform der Tegmina. Die folgenden Angaben iiber die Zahl der Flecke bei den oben angefiihrten Stiicken und die MaBe des Pronotums und der Tegmina diirften von Interesse sein. Anzahl der Schenkelflecke Lange des Pronotums I/ange der Tegmen Ost-Afrika .... ..... C* ^ 8 mm 26,5 mm Ost-Afrika 3 o 31 Bugoie-Wald Ruanda j 3 y 7. S 3O,5 Bugoie-Wald Ruanda . 3 7,S 31 Vulkangebiet, NO. des Kiwu-Sees . . . SO-Ufer des Kiwu-Sees . SO-Ufer des Kiwu-Sees . Insel Kwidschwi im Kiwu-See ... Ruwenzori . . *j 3 3 3 3 2 / ' j 73 ,, 7>5 7,5 7.8 8 29 25 27 23 28,5 Ruwenzori Ostseite 6000 KuB 3 2 8,2 31,5 Rnwenzori Ostseite 6000 KuB j o 8 3O, ^ Rnwpri7ori Ostseite 6000 KuB 2 7 8 20 SO Ufer des Kiwu-Sees 9 * 9,8 "y " 8 Tnsel Kwidschwi im Kiwu-See i Q,5 8,5 ,, Insel Kwidschwi im Kiwu-See 3 9,2 8,2 ,. KuB des Ruw 7 enzori \Vestseite 2 10,8 ,, 9,8 Man kann hieraus ersehen, daB die Ruwenzori-Exemplare sich von den ubrigen durch die groBe Variabilitat in der Zahl der Schenkelflecke unterscheiden, im ubrigen aber sind sie nicht abtrennbar. Calidomantis lacualis Giglio-Tos. 1911. Calidomantis lacualis Giglio-Tos. Bull. Soc. Entom. Ital. XLI p. 175 [Langenburg, Nyassa-See; Deutsch-Ostaf rika ; Harrar, Abyssinien]. Tanganjika-See (R. GRAUER), i d 1 in Alkohol. Niansa, Ruanda, ca. 1500 m, ii. Aug. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp., I 9 in Alkohol. Diese Exemplare zeigen einige Merkmale, die sie der nahe verwandten C. abyssinica, die vielleicht nur eine Varietat von lacualis ist, nahern; so die Lange der weiblichen Tegmina und die Reduzierung der schwarzen Zeichnungen, 19 die sich bei den groBeren Dornen an der Innenseite der Yorderschenkel bis zu ihrem Apex finden, aber durch die sehr ausgesprochenen schwarzen Flecke an der Basis dieser Dornen und durch ihren Habitus stehen sie lacualis naher. Die Exemplare weisen folgende MaBe auf: Lange des Pronotums: a* 8,2 mm, 9 10,5 mm; Lange der Tegmina: a 1 22,5 mm, 9 n mm. Calidomantis asignata n. sp. Type: Q*, Mpororo Posten (Rufua), Zentral-Afrika, i. Juli 1907, Deut- sche Zentr.-Afi.-Exp. [Berliner Museum]. In Alkohol. Anscheinend mit C. lutescens (Sjostedt) aus Kamerun naher verwandt als mit irgendeiner anderen Art des Genus; sie unterscheidet sich von dieser durch die spitz -dreieckige Supraanalplatte, durch die Anwesenheit von 4, anstatt 3 Discoidaldornen und stimmt ferner nicht mit ihr in gewissen Dornen- formeln iiberein. Von fenestrata unterscheidet sie sich durch die verhaltnismaBig groBeren Ocellen, durch die starker gerundete Seitenlinie der Augen, durch den weniger stark queren Kopf und ungefleckte Femora; von planiv.ertex (Sjostedt) durch den viel schmaleren Kopf, obgleich die allgemeine GroBe fast dieselbe ist; von kilimandjarica (Sjostedt) unterscheidet sie das viel schlankere Pronotum ; wahrend menelikii (Bormans) groBer ist und einen deutlicher queren Kopf besitzt. Die vorliegende Art wurde auch mit den zahlreichen, jiingst von GiGLlO-Tos (Bull. Soc. Entom. Ital. XLI p. 153 200, 1911) beschriebenen neuen Species dieses Genus verglichen, aber sie scheint auch von alien von ihm behandelten Arten verschieden zu sein. GroBe klein ; Gestalt schlank und verlangert. GroBte Kopflange 1 1 / 2 mal in der Breite enthalten; HinterhauptumriB leicht bogenformig, sehr leicht ein- geschnitten durch die Langsfurchen ; Ocellen groB, in einem Dreieck stehend; Stirnschild stark quer, Dorsalrand stumpfwinklig mit gerundetem immedia- tem Winkel, Ventralrand gebogen-konkav; Augen vorspringend, seitlich stark gerundet, ihre Lange betragt kaum 2 /s von der des ganzen Kopfes; Antennen, wenn auch hinten gebogen, bis zum Apex des Abdomens reichend oder ein wenig dariiber hinausragend. Pronotum mit Kragen und dem Supracoxalteil des Schaftes wenig breiter als der Hauptabschnitt des letzteren, die groBte Breite kaum 4 mal in der Lange enthalten, cephaler Teil des Schaftes stark g^- rundet, die Seitenrander sehr schwach ausgebogen in der Supracoxalregion, Schaft in der Mitte deutlich, aber nicht bedeutend verengt, Caudalrand ge- bogen-abgestutzt, alle Rander ganz; ein schwacher Mittellangskiel findet sich auf dem cephalen Teile des Schaftes. Tegmina ungefahr 3 % mal so lang wie das Pronotum, die groBte Breite ist etwas weniger als 5 mal in ihrer Lange enthalten; Costalrand im distalen Viertel, stark gegen den eng gerundeten Apex gebogen. Die Fliigel ragen in der Ruhe ein wenig iiber die Tegmina hinaus. Supraanal- platte longitudinal, spitz-dreieckig, Seitenrander leicht bogenformig ausgerandet; 20 Cerci einfach, gegen die Spitze dicker werdend, ihre Lange ist fast gleich der der Vordercoxen, stark behaart; Subgenitalplattehalbzylindrisch-spatenformig, Ran- der distad konvergierend, Caudalrand eng gestutzt, Apicalstyli ungefahr 1 / 3 so lang wie die Subgenitalplatte. Vordercoxen ungefahr gleich 3 /4 der Pronotumlange ; ventrad unbewaffnet; Vorderschenkel nur wenig kiirzer als das Pronotum, 4 Dis- coidaldornen, Aui3enrand mit 5, Innenrand mit 13 14 Dornen, alle in GroBe ab- wechselnd, mit Ausnahme der Vierzehnerreihen, die einen kleinen iiberzahligen Dorn am proximalen Ende aufweisen; Vordertibien (ausgenommen die Klaue) ungefahr halb so lang wie der Schenkel, am AuBenrand mit 7, am Innenrand mit 10 Dornen (ausgenommen die Klaue), der AuBenrand mit einem betrachtlichen proximalen unbewaffneten Kamm; vordere Metatarsen den Tibien (ausschlieBlich der Klaue) an Lange fast gleich, der Rest der Vordertarsen den Metatarsen fast gleich an Lange. Mittel- und Hinterbeine sehr schlank, das hintere viel lang- gestreckter als das mittlere Paar. Die Type ist farblos wegen seiner Konservierung in Alkohol, nur die Augen sind pelzrobbenbraun. Die Schenkel sind, mit Ausnahme der schwarzen Spitzen der Dornen, zeichnungslos, eine Tatsache, die nicht auf Rechnung des Alkohols gesetzt werden kann, da die iibrigen Arten des Genus, die in der Kollektion vertreten sind, sie zeigen. MaBe. Korperlange 27 mm Lange des Pronotums 6,5 ,, Lange der Tegmen 22 ,, Lange der Vorderschenkel 6 ,, Lange der Hinterschenkel 8,5 Neben der Type lagen mir zum Vergleich vor 2 dV in Alkohol aus Siidost- Mpororo, gefunden am 15. Juli 1907, die in alien Charakteren mit der Type vollig iibereinstimmen . Calidomantis kilimandjarica (Sjostedt). 1909. Miomantis kilimandjarica (Sjostedt). Wissensch. Ergebn. Schwed. Zool. Exp. Kilimandj. XVII p. 64 [Kibonoto-Kulturzone, Kulturzone-Niederung, Kilimandj aro]. Mgunda-Mkali, Deutsch-Ost-Afrika 1895 (LANGHELJ)), i a*. Das Exemplar gehort der von SJOSTEDT erwahnten braunen Form an und zeigt auch etwas geringere als die von ihm gegebenen MaBe, und zwar folgende: Korperlange 26,5 mm GroBte Kopfbreite 4 ,, Lange des Pronotums 7,3 ,, GroBte Breite des Pronotums 1,6 ,, Lange der Tegmen 17,5+,, Lange der Vorderschenkel 6 21 Carvilia Stal. Carvilia agrionina ( Gerstaecker). 1869. Mantis (Photina) agrionina Gerstaecker. Archiv f. Naturgesch. XXXY p. 209 [Mombassa]. Muansa, Siidufer des Victoria-Nyansa, Okt. 1895 (LANGHELD), i 9. Nach Yergleichung des vorliegenden Exemplars mil Material aus Gallaland und Ab} T ssinien und nach Priifung der Literatur iiber diesen Gegenstand muB ich gestehen, dai3 ich keine trennenden Unterschiede zwischen dieser Species, zu der vincta Gerstaecker auf ein 9 begriindet, aus Prioritatsgriinden synonym ist - - und der aus Gallaland von SCHULTHESS beschriebenen minor finden kann. Es ist zwar richtig, daB die Tiere von mehr nordlicher Herkunft etwas kleiner sind, aber kein anderer Charakter scheint konstant genug, um ihm spezifischen Wert beilegen zu konnen. Die Variationsbreite der Farbung ist betrachtlich und umfaBt, meiner Meinung nach, die typische Form und die Yarietat A. GER- STAECKERs, die von KIRBY costalis genannt wurde. Das Exemplar von Muansa miiBte zu letzterer Form gestellt werden; es weist folgende MaBe auf: Korperlange 50 mm GroBte Kopfbreite 8,5 ,, Lange des Pronotums 17,5 ,, GroBte Breite des Pronotums 6 ,, Lange der Tegmen 21 Lange der Vorderschenkel 14,5 ,, Anscheinend ist dies das einzige aus der Seenregion gemeldete Stuck. Creobotrinae. Sigerpes Wood-Mason. Sigerpes crassipes n. sp. Type: o*, Panga am Aruwimi, Congostaat, Mai 1908, Deutsche (Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Es ware moglich, daB dies das o* der nach einem 9 beschriebenen C. heydeni Werner (Bericht. Senckenb. Naturf.-Gesellsch. 1908 p. 54, Taf. Ill, Fig. 5) ist, aber unsere Exemplare zeigen unterscheidende Merkmale, die mir selbst bei Beriicksichtigung des bei einigen verwandten Gattungen wie Sibylla, bekannten Geschlechtsverschiedenheiten in den Kopfanhangen, von spezifischem Wert zu sein scheinen. Der Kopf von crassipes scheint dicker zu sein, der Kopfanhang ist viel kiirzer und, von der Seite gesehen, deutlich bogenformig, 4 Discoidaldornen an Stelle der von WERNER beschriebenen 3 ; die GroBe ist viel geringer und die Anordnung der Zeichnungen verschieden. 2.2. GioBe klein; Gestait ziemlich schlank. Kopf dreieckig; die groBte Lange (mit Ausnahme des Fortsatzes) 1st I 1 / 3 mal in der groBten Breite enthalten; Kopffortsatz aufrecht, gebogen und schwach cephalad gerichtet, seine Lange fast gleich der der Augen, ventrad leicht abgeplattet, dorsad gerundet, Apex ab- geplattet, leicht erweitert, Apicalrand fast rechtwinklig ausgeraiidet, die gepaarten Winkel spitz, ein Paar lateraler Tuberkeln ein wenig distad der Mitte, der proximale Teil des Fortsatzes regelmaBig iibergehend in die dorsale Ober- flache des Kopfes; Ocellen groB, in einem flachen Dreieck stehend; Stirnschild maBig quer, der Dorsalrand stumpfwinklig, Immediatwinkel (REHN!) nicht ge- rundet. Ventralrand bogenformig ausgerandet, die ventro-lateralen Partien der Platte erstrecken sich ventrad ein wenig iiber die Naht und umfassen die Basis des Clypeus; Augen, von vorn gesehen, divergierend und ovoid, unregelmaBig nierenformig, wenn von der Seite gesehen, deutlich nierenformig, vom Riicken aus, sehr schwach brustformig ; Antennen unvollstandig, Proximalglied groB. Pronotum ziemlich kurz, die groBte (supracoxale) Breite 2% mal in der Lange enthalten; Kragen 2 / 3 so lang wie der Schaft; der Rand des ersteren cephalad stark gerundet und laterad fast parallel; Supracoxalerweiterung betrachtlich winklig-gerundet ; Schaft mesad leicht zusammengezogen ; Seitenrander, be- sonders in der Region der Erweiterung, unregelmaBig gesagt-dornig ; ein leichter Mittellangskiel vorhanden in der Nachbarschaft der Querfurche. Lange der Tegmina etwas weniger als 3mal die Lange des Pronotums, groBte Breite un- gefahr 4 mal in der Lange enthalten ; Costal- und Suturalrander im groBten Teil fast parallel, Apex deutlich gerundet. Abdomen etwas niedergedriickt, Caudo- lateralwinkel fast rechtwinklig; die des Dorsocaudalsegmentes spitz; Supraanal- platte stark quer, Caudalrand fast bogenformig, buchtig abgestutzt zur Mitte hin; Subgenitalplatte maBig vorgezogen, mesad gebogen, styli ungleich, der eine nur eine Tuberkel darstellend, der andere sehr kurz; der mittlere Teil der Caudalrander der ventralen Abdominalsegmente in einen dreieckigen Lappen ausgezogen, die Lappen der proximalen Segmente in der Nahe der Spitzen ab- gestutzt. Vordercoxen ungefahr gleich 4 /5 der Lange des Pronotums, dreieckig im Durchschnitt, maBig zusammengedriickt, der Dorsalrand ungleich gesagt- gezahnt; Vorderschenkel stark zusammengedriickt, fast rhombisch, groBte Breite 2 mal in der Lange enthalten, Dorsalrand proximad und mesad stark lamellato- cristat (REHN), groBte Breite in der Mitte, diese Plattchen deutlich, aber rund- lich, ausgeschnitten im distalen Drittel, der absteigende Rand der Lamellierung- und derjenige des disto-dorsalen Drittels des Schenkels sparlich gesagt, AuBent rand der ventralen Schenkelflache mit 5 Dornen bewehrt, der Innenrand mi- 12 13 Dornen von gewohnlich alternierender GroBe, 4 Discoidaldornen ; Vorder- tibien (ohne Klaue) ungefahr gleich der halben Lange der Schenkel, ziemlich zu sammengedruckt , am AuBenrand bewehrt mit 12 nahe beieinander stehende Dornen ; die Eigenart dieser Dornen laBt den Rand auf den ersten Blick gekerbt erscheinen, Innenrand mit 12 deutlichen Dornen, die distad an Lange zu- 23 nehmen; vordere Metatarsen ungefahr gleich 2 /s der Tibienlange. Mittelbeine ziemlich kurz, die Schenkel maBig kraftig, der Ventrocaudalrand etwas lamellos und mit einem deutlichen dreieckigen Distallappen versehen und einem etwas kleineren proximaleii von gleichem Charakter; Mitteltibien kiirzer als die Schen- kel, in der proximalen Halfte leicht verdickt. Hinterschenkel ein wenig ge- streckter als die mittleren, aber von ahnlichem Bau, nur ist der Proximallappen in der GroBe sehr reduziert; Hintertibien wenig kiirzer als die Schenkel, im allgemeinen ahnlich den Mitteltibien; hintere Metatarsen nur wenig mehr als 1 / 3 so lang als die Tibien, der Rest der Tarsen ungefahr gleich der i x /2 Lange der Metatarsen. Grundfarbe holzbraun, bewolkt, verwaschen, gestrichelt und mit fast ring- formigen Figuren von walnuB- und pelzrobbenbrauner Farbe versehen. Kopf fein betupft mit WalnuBbraun, die dorsale Flache des Kopffortsatzes fast ganz pelzrobbenbraun, die Ventralseite dagegen mit dicken walnuBbraunen Tupfen; Augen gewiirznelkebraun ; Antennen distad vom proximalen Gliede bleich-gelb- lich, Pronotum dorsad reichlich mit WalnuBbraun gezeichnet, der Schaft laterad, die Mitte des Kragens und die Marginalzahne von der gleichen Farbe. Tegmina und Fliigel gelbbraunlich, hyalin, die Hauptadern der ersteren mit einem Muster von ab wechselnd rahmweiB oder chamoisweiB und pelzrobbenbraun , die Spitzen der Fliigel leicht geschwarzt. Abdomen und der Hinterrand der Lappen siegellack- braun gesprenkelt, der Mittellappen reichlich von der gleichen Farbe. Vorder- coxen, -schenkel und -tibien auf der AuBenseite mit nur wenigen pelzrobben- braunen Punkten, eine Mittellinie an den ahnlichen Spitzen der Schenkel samt den Dornen mit gebrannter Sienna betupft; die innere Flache samt den Dornen ganz siennaerdebraun und pelzrobbenbraun, Dorsalflache derTibien mit 3 schragen, dunkelbraunen Bandern, die hellen Zwischenraume sehr schmal. Mitt el- und Hinterschenkel an den beiden Enden kraftig pelzrobbenbraun, der mittlereTeil hell gesprenkelt mit der dunkleren Farbe, Tibien ahnlich den Schenkeln gefarbt. MaBe. Korperlange 21,5 mm Lange des Kopffortsatzes 1,8 ,, Lange des Pronotums 6,5 ,, Lange der Tegmen 17,5 ,, Lange der Vorderschenkel 6 Lange der Hinterschenkel 5,2 ,, Neben der Type habe ich noch ein trockenes Exemplar (o"'), ,,Ostafrika", von GRAUCR gesammelt, vor mir. Dieses Exemplar ist etwas kleiner als das typische, der Kopffortsatz ist merklich kiirzer, aber gleich gebogen ; Tegmina und Fliigel deutlich geschwarzt , obschon die ersteren ihre deutliche Aderfarbung erkennen lassen. , ^ 1 f Phyllocrania Burmeister. Phyllocrania paradoxa Burmeister. 1838. Ph[yllocrania] paradoxa Burmeister. Handb. der Entom. II Abt. II Teil I p. 549 [Kap der Guten Hoffnung]. Njangesi, Siidufer des Victoria-Nyanza, Mai 1892 (STUHLMANN), i un- reifes 9- Wald, 90 km westl. des Albert-Edward-Sees, 1600 m hoch (GRAUER), i o*. Westseite des FuBes des Ruwenzori, Febr. 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes 9 in Alkohol. Mit Riicksicht auf die Unsicherheit, die besteht in betreff der Deutung von WESTWOODs insignis halte ich es fur das zurzeit Gegebenste, die vorliegenden Tiere zu .der altesten vSpecies zu stellen. Die einzige Figur, die ein mannliches Tier dieses Genus darstellt, ist die von WESTWOOD (Rev. Mantid. pi. XII Fig. 7), der in der Tafelerklarung Natal als Vaterland des unter dem Nam en insignis abgebildeten Exemplares angibt, obwohl diese Lokalitat ganz auBer dem Bereich des auf den vorher- gehenden Seiten desselben Werkes angegebenen Verbreitungsgebietes dieser Art ist. In der Beschreibung (auf p. 44) des abgebildeten Stiickes wird als Heimat desselben namlich Sierra Leone angegeben. Das vorliegende a* scheint von der Abbildung dadurch zu differieren, da 6 das erweiterte Pronotum elliptischer und im Vergleich zur Breite langer, wahrend der Apex der Tegmina schrag schwach abgestutzt ist. Pseudocreobotra Saussure. Pseudocreobotra ocellata (Beauvois). 1 ) 1805. Empusa ocellata Beauvois. Ins. Rec. Afr. Amer. p. no, Orth. pi. XIII Fig. 2. [,,Les deserts du royaume d'Oware"]. Kasindi, nordl. Albert-Edward-See, Dezember 1907, Januar 1908 (Deut- sche Zentr.-Afr.-Exp.), i a*, i unreifes 9- Nssangani, nordl. Albert-Edward- See, Januar 1892 (STUHLMANN), i d". Bugundi, siidl. Albert-See, Juli 1891 (STUHI,MANN), 19. Mboga, siidwestl. des Albert-Sees, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i a 1 , i 9- Ukerewe-Insel, Victoria -Nyanza (A. CON- RADT), i 9 in Alkohol. Ich habe zum Vergleich eine Serie von 20 erwachsenen Exemplaren dieses sonderbaren Genus vor mir, von Fundorten, die sich von Liberia siidlich bis Natal und ostlich bis in die Gegend des Rudolf-Sees erstrecken. Aus diesem Material geht ganz augenscheinlich hervor, daB wir in dieser Gattung 3 Formen haben, die scharf unterschieden sind und anscheinend konstant in gewissen 1 ) Die Art wurde gemeldet von Entebbe, Uganda [GlGLIO-Tos in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 300]. 25 Gebieten vorkommen, die aber wahrscheinlich Ijbergangsformen aufweisen, in den Lokalitaten, die zwischen den Konstanzgebieten liegen. Der folgende Schliissel soil dazu dienen, diese 3 Species oder Subspecies auseinanderzu- halten : A. Seitliche Erweiterungen des Pronotums kleiner, fast winklig, jede viel weniger breit als die Halfte des iibrigen Pronotums . . ocellata (Beauv.) A. a) vSeitliche Erweiterungen des Pronotums ausgedehnt, jede wenigstens so breit als die Halfte des iibrigen Pronotums, gewohnlich mehr oder weniger gerundet. B. Paarige Tuberkel am Hinterrand des Pronotums deutlich und zahn- formig; Stirnfortsatz des Kopfes so lang oder langer als der Clypeus; Ocellen kleiner wahlbergii Stal B. b) Paarige Tuberkel am Hinterrand des Pronotums ziemlich abge- stumpft; Stirnfortsatz des Kopfes betrachtlich kiirzer als der Cly- peus; Ocellen gr613er amarae Rehn. Augenscheinlich behalt ocellata ihre Charaktere siidlich bis zum siidlichen Mittelcongo (Luebo), siid- und ostwarts nimmt sie dann offenbar an GroBe zu; die Stiicke aus der Umgebung des Albert- und Albert-Edward-Sees sind in der GroBe ganz ahnlich den Exemplaren aus Luebo, nahern sich aber deutlich wahl- bergii in der starkeren Entwicklung der seitlichen Erweiterungen des Pronotums. Das Stuck von der Ukerewe-Insel im Victoria-Nyanza zeigt noch eine starkere Tendenz nach wahlbcrgii hin. Es ist durchaus ein intermediares Exemplar. Wie weit echte wahlbergii nordwarts verbreitet sind, kann ich nicht sagen, amarae stellt einen ganz anderen Typus dar, der aber moglicherweise in die anderen iibergeht. Hierfur haben wir bis jetzt aber keinen Anhaltspunkt, da das typische Stuck als das einzige bis jetzt bekannt ist. AuBer den im Schliissel angegebenen Merkmalen ist die westafrikanische ocellata bei typischer Ausbildung kleiner mit kiirzeren Tegmina, schmalerem, proximalem bleichen Band auf denselben und mit einem breiteren griinen Rand distad des Augenfleckes als typische wahlbergii und amarae. Diese Unterschiede sind bei denjenigen Stiicken, die sich wahlbergii nahern, wenig ausgesprochen, aber doch deutlich genug, um zu erkennen, in w r elcher Richtung die groBere Verwandtschaft liegt. Ein Charakter, der aber anscheinend nur von individueller Wichtigkeit ist, ist die Ausdehnung der Uberflutung von Augenfleck und Beinen mit Rosa oder Rot. Bei den 2 erwachsenen Tieren aus der Gegend des Albert-Edward-Sees sind die hellen Zonen an der Basis der Tegmina, der Augenflecke, die Spitzen der Schenkel und Teile der Tibien rosa ange- haucht. Die erwachsenen Tiere der vorliegenden Kollektion weisen folgende Mafie auf: 26 0* Korperlange mm Lange des Pronotums mm GroBte Breite des Pronotums mm Lange der Tegmen mm Lange der Vorder- schenkel mm Kasindi 25 5 5,5 26 7.5 Nssangani . ... 2,6, 5 5,2 5,5 28 7>8 Mboga 26,8 5,2 5,2 28,5 7,8 9 Bugundi 2Q 5 6,2 6 27 9,8 Mboga .... ":?> J ^0,5 6,2 7,2 27 10 Ukerewe-Insel . . . 6,5 7.5 27.5 10 Vatinae. Danuria Stal. Danuria thunbergi Stal 1 ) 1856. D[anuria] thunbergi Stal. Ofvers. Vet.-Akad. Forhandl. XIII p. 169 [Port Natal]. Siid-Ost-Mpororo, 15. Juli 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i a* in Alkohol. Kiwu-See (Dr. R. KANDT), i 9 in Alkohol. Diese Exemplare sind etwas kleiner als solche aus Natal, scheinen aber sonst mit der STALschen Type vollig iibereinzustimmen. Popa Stal. 2 ) Popa stuhlmanni n. sp. Type: 9, Ituri-Fahre (Wald) [wahrscheinlich nahe Walumba, Oberer Ituri], Congostaat, 24. Aug. 1891 (STUHLMANN) [Berliner Museum]. Verwandt mit der ost- und siidafrikanischen P. spurca Stal 3 ) und der madegassischen P. batesi Saussure und Zehntner, unterscheidet sich aber von l ) Diese Art wurde aus Mitiana, Uganda gemeldet. [GlGLlo-Tos in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 300.] z ) Popa spurca Stal als P. undata vom Mt. Elgon, Uganda [KlRBY Proc. Zool. Soc. London 1902 pi. I p. 94] und als spurca vom Mpanga-Wald, Fort Portal, Toro, 5000 FuB hoch [KlRBY, Trans. Zool. Soc. London XIX pi. I p. 64) gemeldet. 3 ) Wahrend der Abfassung des vorliegenden Manuskriptes hatte ich Gelegenheit, das Alkohol - O* dieser Art aus Kissenje (in der Beschreibung ervvahnt) mit 3 0*0* (trocken) von P. spurca aus Natal zu vergleichen. Das Exemplar von stuhlmanni differiert durch seine GroBe, die kraftigeren Vorderbeine (bei denen der distodorsale Lappen des Schenkel deutlicher und dreieckig ist), durch die kiirzeren Mittelbeine (die Tibien derselben sind fast dreieckig-lappig an beideii Randern), durch die etwas langeren Hinterbeine und durch den apikalen Teil des Randes der Subgenitalplatte, die hier deutlich winklig und nicht ziemlich abgestutzt ist. - 27 der ersteren durch das langere und schlankere Pronotum, dessen groBte Breite 3 1 / 3 mal in der Lange enthalten ist an Stelle von 2 3 / 4 3mal bei spurca, durch die starker verlangerten Vorderschenkel, die kiirzeren Hinterbeine und langeren Tegmina und Fliigel. Von bate si weicht sie ab durch das viel starker gerunzelte Pronotum, die viel kiirzeren Hinterbeine und durch die gleichmaBig rauhen Vorder- beine. GroB, sehr langgestreckt, groBter Teil der Korperoberflache mit Tuber- keln versehen oder runzlich. Kopf plump, dreieckig, etwas breiter als lang; Postokulartuberkeln am Occiput wohl entwickelt; dieses dreieckig, schwach divergierend und bedeckt mit stumpfen, niedrigen Protuberanzen ; diese Tu- berkeln dicht flankiert mesad durch ein ahnliches, aber kleineres Tuberkel, zwischen den beiden letzten Paaren der mittlere Teil des Occipitalrandes ist bogenformig ausgerandet, ein stumpf abgerundeter, aber deutlich erhabener mittlerer Supraocellarbuckel vorhanden, die Ocellen sehr klein und in einem niedergedriickten Dreieck stehend, die paarigen hinteren mesad durch ein kurzes dornformiges Tuberkel begrenzt, an dessen Basis der Ocellus steht; die seit- lichen Teile der Flache dorsad der Einfugung der Antennen deutlich, aber nicht roh, mit dornformigen Tuberkeln versehen; Stirnschild quer, bogenformig, Dorsalrand zum grofiten Teil bindenformig, Ventralrand ausgesprochen bogen- formig ausgerandet, eine leichte, in der Mitte gelegene, Protuberanz unmittel- bar dorsad des Yentralrandes; Augen von der Seite gesehen eiformig-birnen- formig, sehr vorgesprungen, ungefahr halb so breit wie der Kopf; Antennen ein- fach; wenn sie riickwarts liegen, sind sie nicht langer als das Prono um, proximales Glied spulformig. GroBte Breite des Pronotums ^/^ma]. in der Lange des Pronotums enthalten; Schaft in der Regel in der Mitte fast gleich breit; Caudalrand bogenformig, nach der Mitte zu etwas abgeflacht, durch- schnittliche Breite des Kragens deutlich schmaler als die Schaftbreite; Cephal- ende bogenformig, Supracoxalerweiterung scharf stumpf winklig ; Seitenrander dicht sageartig feindornig mit z\vei in der Regel regelmaBig abwechselnden Reihen von Dornen versehen; Kragen mit einer breiten mediolongitudinal ver- laufenden, kaum ausgepragten Area, die einen seichten, in der Mitte gelegenen Kiel aufweist und laterad mit 4 Paar deutlich dornformigen Tuberkeln bewaffnet ist; Schaft mit einem deutlichen, erhohten Mediolongitudinalkiel; die ganze Ober- flache des Pronotums und Prosternums dicht tuberkuliert ; die Tuberkeln sind zum groBten Teil in mehr oder weniger deutlich abwechselnden Reihen angeordnet. Tegmina nahezu i l / 2 mal so lang wie das Pronotum, die Spitzen der Hinterbeine bedeutend iiberragend, mit lederartiger und sehr rauher Struktur, die vorhandeiien Knoten an den Kreuzungspunkten der Haupt- und Oueradern, wie bei anderen Arten dieses Genus, verursachen, daB die Dorsalflache deutlich gezahnt erscheint, die groBte Breite des proximalen Viertels betragt ein Drittel der ganzen Lange; Marginalfeld regelmaBig nach der proximalen Halfte ausgedehnt, sehr schmal und distad sich verringernd; Suturalrand von der Analader bis in die Nahe 28 - des Apex geracle, distales Viertel des Suturalrandes schiefwinklig abgestutzt nach dem leicht spitzwinkligen Apex zu; Stigma elliptisch-linear, ein Drittel vor der Basis des Tegmen befindlich. Fliigel in Ruhelage reichen bis zum Apex der Tegmina, der Apex etwas verlangert, stumpf winklig ; ein betrachtlicher Teil dieser Gegend ebenso lederartig wie die Tegmina. Hinterrander der Dorsal- segmente des Abdomens mil unterbrochen erhohten, perlartigen, kurzen Linien und Tuberkeln, wie bei anderen Species des Genus. Supraanalplatte maBig quer, die Seitenrander nach hinten zu konvergierend, Distalrand leicht ein- gekerbt, bogig; Seitenwinkel schwach gelappt; auf dieser Platte und einigen der vorherliegenden Abdominalsegmente ist ein deutlicher mediolongitudinaler Kiel; Cerci beschadigt; Subgenitalplatte breit, proximal abgeflacht, zu- sammengedruckt, distad schnabelartig. Vorderbeine mehr oder weniger an der Oberflache tuberkuliert, mit Ausnahme der inneren Coxalflache, Vorder- coxen etwa halb so lang wie das Pronotum, Ventralseite, AuBen- und Innen- rand mit den Tuberkeln zuriickgebogen und gesagt, Dorsalrander nur leicht tuberkuliert, Distal erweiterung der Obers*eite mit EinschluB des Randes bogen- formig stumpfwinklig, feinkerbig gesagt; Vorderschenkel nahezu 2 / 3 so lang wie das Pronotum, dorsad deutlich bogenformig, im distalen Teile stark konisch; der Dorsalrand mit einem dreieckigen, etwas krummen preapikalen Lappen und nach der Mitte des Riickens zu ein wenig am Apex erhaben, AuBenrand mit 5 Dornen bewaffnet, deren distaler klein ist, Innenrand mit 15 16 Dornen, die vom distalen Ende aus angefangen, folgendermaBen angeordnet sind: llllllililm I I 1 ), das distale Diastema deutlich maschig und die langeren Dornen in den proximalen Zweidritteln der Serien deutlich nach innen gerichtet, 4 Discoidaldornen; Vordertibien (mit Ausnahme der apicalen Klaue) ungefahr halb so lang wie der Schenkel, Dorsalrand leicht bogenformig ausgerandet, AuBenrand mit 7 8 Dornen in zvvei unregelmaBig abwechselnden Reihen. Innenrand mit n Dornen besetzt, die distad an Lange zunehmen. Metatarsen der Vorderbeine ungefahr 2 / 3 so lang wie die Tibien. Mittelschenkel dorsad mit zwei- eckigen pramedianen und praapicalen Lappen, Ventralrand mit einem breiten, flachen, beinahe dreieckigen proximalen Lappen und einem praapicalen hoch bogenformigen dreieckigen, blattformigen Lappen; Mitteltibien am Dorsalrande mit einem dreieckigen, gesagten Mittellappen, Ventralrand mit einem betracht- lich kleineren von ahnlicher Beschaffenheit; mittlere Metatarsen kaum mehr als Y 2 so lang wie der Tarsenrest. Hinterschenkel schlanker und langer als die Mittel- schenkel, mit einem distodorsalen kleinen eingesagten Lappen versehen; Hinter- tibien nicht kiirzer als die Schenkel, am Dorsalrande nach der Mitte zu mit einem dreieckigen, blattartigen, am Distalrande 3zahnigen Lappen und mit einem niedrigeren rundlichen Distallappen ; Hintermetatarseii ungefahr 2 /5 ganzen Tarsenlange. J ) An einem Bein ist die regelmaBige Aufeinanderfolge im Proximalteile durch das Fehlen eines Domes unterbrochen. 29 Allgemeine Farbe braun (REHN: prouts- brown), am Abdomen ins bister iibergehend; Augen vandyckbraun; die Innenflache der cephalen Coxen ledergelb mit einem apikalen schwarzlichenFlecken, einigeMaserflecke auf denTibien von der gleichen ledergelblichen Farbe; Tegmina gesprenkelt mit ockerfarbenen Punkten, Stigmata und ein kleiner schrager Fleck mesad von den Stigmen hell ockerf arben ; Fliigel vandyckbraun (mit Ausnahme des braunen, lederartigen Apex), die Quer- adern des Radialfelds weiB umgrenzt, alle mit einem ausgesprochen violetten Schimmer. Mittelbeine mit verschwommener dunkelledergelblicher Farbe. MaBe: Korperlange 62, mm Lange des Pronotums 19,5 ,, Lange des Tegmens 29,5 ,, Lange der Vorderschenkel 13,2 ,, Lange der Hinterschenkel 10 AuBer der Type liegt noch em in Alkohol aufbewahrtes mannliches Exem- plar dieser Species aus Kissenje vom Nordufer des Kiwu-Sees (5. Sept. 1909; Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) vor. Dieses Exemplar weicht von dem weiblichen nur in den bei diesem Genus vorhandenen Geschlechtsunterschieden ab. Die hauptsachlichsten sind folgende: Stirnschild mit beinahe bogenformigem Dorsalrande. Tegmina den Apex des Abdomens wenig iiberragend, groBte proximale Breite 4 1 / 2 mal in der Lange enthalten; Marginalfeld in den proximalen Zweifiinfteln bogenformig gerandet; Textur der Tegmina weniger rauh und knotig als beim Weibchen. Fliigel nur wenig die Spitzen der Tegmina iiberragend. Supraanalplatte etwas quer quadratisch, Seitenrander langsam distad konvergierend und an den disto- lateralen Ecken abgerundet, mesad gekielt; Cerci ungefahr 3mal so lang wie die Supraanalplatte, bandformig, die Segmente distad an Lange zunehmend; Subgenitalplatte breit, abgeflacht, Distalrand nach der Mitte zu stumpfwinklig, Griffel kurz, konisch. Vorderschenkel mit einem niedrigen dorsalen Lappen; Hinterschenkel nicht gelappt. MaBe: Lange des Korpers 55 mm Lange des Pronotums . 13,5 ,, Lange des Tegmens 41,5 ,, Lange der Vorderschenkel 9,5 ,, Lange der Hinterschenkel 8 ,, Empusinae. Hemiempusa Saussure und Zehntner. Hemiempusa capensis (Burmeister) . 1838. E[mpusa] capensis Burmeister. Handb. d. Entomologie II, Abt. II pt. i p. 547 [Kap der Guten Hoffnung]. Niansa, Ruanda, in 1500 m Hohe, 17. Aug. 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i d" in Alkohol. Ukerewe-Insel, Victoria-Nyanza (A. CONRADT), i a* in Alkohol. Der Fundort von Ruanda ist der bisher am weitesten westlich gelegene dieser Art in Afrika. Ich habe auch ein Stuck aus Britisch-Uganda (GRAUER) aus der Sammlung des Deutschen Entomologischen Museums. Phasmidae. Bacillinae. Xylica Karsch. Xylica graueri n. sp. Type: a", Ost- Afrika (R. GRAUER) [Berliner Museum]. Verwandt mil X. kilimandjarica Sjostedt vom Kilimandjaro, aber von ihr verschieden durch die groBere Gestalt und dadurch, daB die lateralen Occipital- spitzen deutlicher sind als irgendeine Spitze des Occiputs, durch die weniger deut- lichen erganzenden Kiele des Mesothorax, durch die seitlichen Tuberkelreihen auf demselben, durch die ersten 6 Abdominalsegmente und dadurch, daI3 der Meso- thorax keine paarigen schwarzen Warzen aufweist. Gestalt maBig schlank und lang. Kopf etwas langer als der Prothorax, betrachtlich schmaler als lang; Augen beinahe kugelig, deutlich; 2 Homer am Kopf, deutlich, maBig spitz, etwas divergierend ; ein deutlicher, aber schwacher Mediolongitudinalkiel vorhanden; Caudalrand des Occiputs mit maBig aus- gepragten seitlichen, beinahe gezahnten Tuberkeln, getrennt vom iibrigen Teil des Occipitalrandes durch einen deutlichen longitudinal verlaufenden Sulcus, mittlerer Teil des Occipitalrandes wellig mit ein Paar zentral gelegener niedriger Tuberkeln; Antennen ungefahr 2 /s so l an g wie die Vorderschenkel, zygliedrig, proximales Glied breit, niedergedriickt, blattartig. Prothorax mit recht- eckigem Riickenteil; Seitenrander etwas konvergierend caudad, ein medio- longitudinaler und ein kurzer querer Sulcus vorhanden. Mesothorax 3 1 / 2 mal so lang wie der Prothorax, fast gleichmaBig, mit Ausnahme des caudalen Teils, wo er an der Anfiigungsstelle der Mittelbeine breiter wird ; ein schwacher, aber zusammenhangender Mediolongitudinalkiel vorhanden, verstarkt durch ungefahr in der cephalen Halite liegende stufenweise abnehmende laterale Kiele; Seiten- rander des Mesonotums mit einer Reihe von 5 in Zwischenraumen stehenden abgestumpften Tuberkeln. Metathorax beinahe 3 / 5 so lang wie der Mesothorax, dem Charakter nach dem Mesothorax ahnlich, aber kraftiger, mit nicht gut aus- gepragten seitlichen Tuberkeln; Mediansegment unbestimmt, etwas langlich. Abdomen beinahe ebenso breit wie der Mesothorax, Segmente langlich, die 6 proximalen Segmente verhaltnismaBig gleich lang, undeutlich dreikielig, der mitt- lere Kiel vor dem apicalen Rand jedes Segments stumpf und undeutlich tuber- kuliert; distales Segment des Abdomen gekielt, Analsegment breit und leicht v-formig ausgerandet, seitlich schief verstutzt; Cerci einfach, niedergedriickt, innerer Rand nahezu gerade, auBere und apicale Rander bogenformig; Subgeni- talplatte kurz schaufelformig Vorderbeine maBig lang, Schenkel zusammen- gedriickt; Tibien beinahe i 1 / 3 so lang wie die Schenkel; Mittel- und Hinterbeine kurzer, besonders die Mittelbeine. Allgemeine Farbe Marsbraun und undeutlich Holzbraun; Beine marmoriert und beinahe mit Ringen obengenannter Farben und Vandykebraun versehen; Augen lehmfarben, durchquert von einer longitudinalen Linie von vandyck- braun, diese ist eine der 3 4 mehr oder weniger gleichgefarbten Linien an jeder Seite des Kopfes; Antennen marsbraun, distad dunkler werdend mit 3 oder 4 unregelmaBigen holzbraunen Ringen. MaBe: Korperlange 38 mm Lange des Prothorax '. 2 ,, Lange des Mesothorax 8,2 ,, Lange des Metathorax 5 ,, Lange der Vorderschenkel 13,8 ,, Lange der Mittelschenkel 8,6 ,, Lange der Hinterschenkel 11,2 ,, Mit der Type sind ein Mannchen und 3 Weibchen verglichen worden. Das Mannchen stimmt vollstandig mit der Type iiberein, und die oben gegebene Beschreibung paflt auch auf die Weibchen. Der allgemeinen Gestalt nach ist das Weibchen kraftiger gebaut als das Mannchen, Weibchen mit deutlichen stumpfen Tuberkeln versehen und rauh, alle Kiele sind mehr oder weniger buchtig, Tuberkeln unregelmaBig verteilt oder in Reihen stehend. Die seitlichen Tuberkeln des Mesothorax sind deutlich, aber stumpf, wahrend das mittlere 32 Paar der occipitalen Tuberkeln ausgepragter ist als beim Mannchen, aber noch schmaler als das seitliche Paar. Antennen sind kaum mehr als halb so lang wie die Vorderschenkel und variieren bis zu 18 Gliedern. Das Analsegment des Weibchens mil 3lappigem Caudalrand, der mittlere Lappen winkelig und dorsad gekielt, die lateralen breit bogenf ormig ; Cerci deutlicher als beim Mann- chen; Subgenitaloperculum groi3, gekielt, apical spitz dreieckig. Die Mafie des typischen Weibchens sind die folgenden: Korperlange 56 mm Lange des Prothorax 3 Lange des Mesothorax 12,8 ,, Lange des Metathorax . . 8 ,, Lange der Vorderschenkel 15 Lange der Mittelschenkel 10 Lange der Hinterschenkel 12,5 Es macht mir Vergniigen, diese Species ihrem Sammler Herrn R. GRAUER zu widmen. Clitumninae. Gratidia Stal. Die Gegenden, aus denen die vorliegende Sarnmlung stammt, sind sehr reich an Arten dieses Genus. Ebenso reich wie der Kilimandjaro und Meru; aus diesen Distrikten beschrieb SjOSTEDT 17 Species des Genus. Von dieser Zahl sind 14 als neu zu betrachten. Um die Liste der auf dem Kilimandjaro und in Meru vorkommenden Arten zu vervollstandigen, miissen 3 Species von BRUNNER (furcata, insulsa und aridd), die von SJOSTEDT nicht erwahnt sind, hinzugefiigt werden. Auf diese Weise steigt die Zahl der Arten auf 20. Die mir vorliegende Ausbeute enthalt 10 Species, welche alle noch nicht beschrieben sind. Es ist sehr wahrscheinlich, daB eine Anzahl der Arten dieses Genus, deren Beschreibung nur auf einem Geschlecht basiert, sich vielleicht als Synonyma erweisen, wenn die geschlechtlichen Beziehungen mit geniigender Sicherheit dargelegt werden konnen, um die Schliisse zu rechtf ertigen ; aber so lange diese Klarheit nicht erbracht ist, ist es notig, die verschiedenen Formen in beiden Geschlechtern zu beschreiben. Es ist moglich, daB verschiedene der folgenden Formen nur die Mannchen oder Weibchen anderer hier beschriebener Arten sind. Aber das wird so leicht nicht der Fall sein, weil der Geschlechts- dimorphismus bei alien gut ausgepragt ist. In 2 Fallen erachte ich die geschlecht- lichen Beziehungen zwischen Mannchen und Weibchen, die sich in demselben Glase befanden, fur geniigend erwiesen. Darin mag ich aber immerhin irren. Jedoch das sind Fragen, die erst weiterer Untersuchungen bediirfen. 33 Um die Liste der in Zentral-Afrika vorkommenden Species des Genus Gratidia vollstandig zu machen, miissen die folgenden Arten zu den hier be- schriebenen noch hinzugefiigt werden. Gratidia forcipata Karsch, Entomol. Nachricht. ; XXIV, p. 378, Muansa, Ussukuma, Victoria-Nyanza (STUHLMANN). Gratidia talea Karsch, ebendort, p. 378. Issango Fahre [in der Nahe von St. Gustave, siidl. Beni, Semlikital] (STUHLMANN). Gratidia arida Karsch, ebendort p. 374. Tanganjika-See. Gratidia sansibara Stal, von KARSCH (ebendort p. 375), aus Butalinga gemeldet (STUHLMANN). Gratidia planicercata n. sp. Type: o 71 , Butalinga, siidl. des Albert-Nyanza, o4o' nordl. Breite, 25. Juni 1891 (STUHLMANN) [Berliner Museum], Nahe verwandt mit G. cylindrical Sjostedt (Wissensch. Ergebn. der Schwed. Exp. Kilimandjaro, XVII, p. 82, 1909 [Kilimandjaro]), unterscheidet sich aber von letzterer durch die Cerci, die etwas verbreitert und nach dem Apex zu kaum abgestutzt sind. Die Beine sind verhaltnismaBig viel langer und die allgemeine Korpergestalt groBer. Von postspinosa Sjostedt, evanescens Karsch und gracilipes Westwood unterscheidet sie sich deutlich durch die breiten, ab- geplatteten, beinahe gleichbreiten proximalen und in der Mitte gelegenen Teile der Cerci. Von postspinosa unterscheidet sie sich auBerdem noch durch das schmalere, weniger gewolbte und apikal nicht bedornte Analsegment und von evanescens durch die stark gekriimmten Cerci. Von mittlerer GroBe; Gestalt ziemlich langlich. Kopf verschmalert, deutlich langer als der Prothorax, an der Interocularregion leicht quer aufgebaucht, die Mittellinie durch eine eingedriickte Furche angedeutet, beinahe verwischt, mit Ausnahme der aufgebauschten Interocularregion; Occipitalrand mit einem mittleren Paar abgerundeter Tuberkelii ; Augen beinahe kugelig ; Antennen etwas mehr als halb so lang wie die Vorderschenkel, I7gliedrig. Prothorax und Riicken rechteckig, Cephalrand bogenformig ausgerandet, Caudalrand etwas bogenformig; Mesothorax ungefahr 5 1 / 2 mal so lang wie der Prothorax, mit einer schwachen Andeutung eines mediolongitudinalen Kieles; Metathorax 4 / 5 so lang wie der Mesothorax, ahnlich gekielt; Mediansegment etwas quer, Cephalrand stump f- winklig, Abdominalsegmente deutlich langgestreckt , vielkielig (7), nach dem Apex zu die mittleren und ganz auBen gelegenen Kiele deutlicher werdend, als die andern, die dort beinahe verwischt sind; Analsegment beinahe gewolbt, proximad eingeengt, kaum gekielt, Distalrand mesad deutlich bogenformig aus- gerandet; Cerci zusammengedriickt, breit, im distalen Teile breiter werdend und dann scharf nach dem Apex zu abgestutzt, scharf bogenformig ausgebuchtet, dorsale Flache im proximalen Teil beinahe niedergedriickt ; Subgenitalplatte auf- Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. 34 geblasen, distad verengert, Apicalrand mit ein Paar sehr kurzer, griffelformiger Fortsatze, zwischen denen der Rand beinahe bogenformig 1st. Vorderschenkel beinahe ebenso lang wie die thorakalen Segmente, Tibien fast ebenso lang wie die Schenkel ; Mittelschenkel etwas kurzer als Prothorax und Mesothorax zusammen, leicht gebogen, Tibien etwas langer als die Schenkel ; Hinterschenkel ein wenig kurzer als die Vorderschenkel, Tibien der Hinterbeine etwas langer als die Schenkel. Allgemeine Farbung braun, nach dem Mesothorax zu und den Vordertibien ins Griinliche iibergehend, Apex des Abdomens und Hinterbeine grau; Kopf mit paarigen later alen ockergelben Linien, eine dorsad und eine ventrad des Auges, die dorsale Linie erstreckt sich caudad, das Pronotum, Mesonotum und teilweise das Metanotum begrenzend. MaBe: Korperlange 52 mm Lange des Prothorax 2 Lange des Mesothorax n Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) 9,2 ,, Lange der Vorderschenkel 22 Lange der Mittelschenkel 13,5 ,, Lange der Hinterschenkel 19 Ein Mannchen, das bei Kasindi an dem Nordufer des Albert-Ed ward-Nyanza im Januar 1908 von der Expedition des Herzogs von Mecklenburg gefangen wurde, ist mit der Type verglichen worden. Der einzige hervorzuhebende Unter- schied zwischen Type und diesem Exemplar besteht darin, dai3 die Cerci am auBeren Rande gekielt sind. Das ist nicht iiberall bei der Type deutlich zu sehen. Die allgemeine Farbung ist blasser und mehr grau. Gratidia linea-alba n. sp. Type: d", Ostafrika (R. GRAUER) [Berliner Museum]. Nahe verwandt mit G. kibonotensis Sjostedt (Wissensch. Ergebnisse der schwed. zool. Exp. Kilimandjaro XVIII, p. 83, Fig. 3, 1909 [Kilimandjaro]), unterscheidet sich aber von letzterer durch die distal mehr ausgedehnten und apikal beinahe abgestutzten Cerci, durch die mehr bogenformige mediolongi- tudinale Dorsallinie des Analsegments, durch die langeren Beine und die auf- fallend andere Farbung. Von den verwandten Arten: G. insulsa, montana und specified Brunner unterscheidet sie sich dadurch, dafi die Antennen nicht die Mitte der Vorderschenkel erreichen und durch die Form der Cerci. Gestalt eher klein; Habitus vollstandig langlich, Beine sehr schlank. Kopf mehr langlich, etwas langer als der Prothorax, caudad sehr leicht verengert, 35 querdurch zwischen den Augen leicht, aber deutlich aufgeblasen; eine seichte, mediolongitudinale Furche vorhanden; Occipitalrand mit einem in der Mitte gelegenen Paar sehr niedriger, gut abgetrennter Tuberkeln; Augen beinahe kugelformig, nicht sehr hervorragend ; Antennen etwas weniger als halb so lang wie die Vorderschenkel, iSgliedrig. Prothorax und die Dorsolateralrander cephalad etwas verengert, mesad und caudad etwas bogenformig, cephale und caudale Rander abgestutzt, Riicken mit paarigen, longitudinalen, linearen Eindriicken. Mesothorax 4 5 mal so lang wie der Prothorax, sehr leicht gekielt, seitlich mit longitudinalen, submarginalen Linien. Metathorax mit dem Mediansegment etwas kiirzer als der Mesothorax, in ahnlicher Weise mit Kielen und Linien ver- sehen; Mediansegment etwas langlich. Abdomen und die Segmente langlich, die mittleren Segmente sind die langsten, Oberflache gekielt und liniiert ahnlich wie die thorakalen Segmente; die kleinen Kiele werden caudad deutlicher und die Linien undeutlicher; Analsegment etwas zusammengedruckt, dachartig ge- wolbt, der deutliche Dorsalkiel besteht aus den verdickten Enden der zusammen- stoBenden Rander einer Fissur, die nach der Basis des Segments zu ausgedehnt ist, dorsale AuBenlinie bogenformig, Caudalrand von der Seite gesehen bogen- formig abgestutzt, Ventralwinkel sehr stumpf, Ventralrand beinahe bogig; Cerci caudal gelegen, kurz, beinahe verwischt, der Apex etwas verbreitet und buchtformig abgestutzt, vom Riicken aus gesehen erscheinen die Cerci stark gebogen; Subgenitalplatte kaum aufgebaucht, schmal, Apicalrand mit einer deutlich ausgepragten v-formigen Ausbuchtung. Vorderschenkel ungefahr ebenso lang wie der Kopf und die thorakalen Segmente zusammen; Vordertibien um Kopfeslange langer als die Schenkel. Mittelschenkel etwas langer als Pro- und Mesothorax zusammen; Mitteltibien um Kopfeslange langer als die Schenkel. Hiiiterschenkel etwas kiirzer als der Meso- und Metathorax; Hintertibien ungefahr so lang wie die Vorderschenkel. Allgemeine Farbung von Olivengelb am Kopf, clurch Olgriin am Mesothorax nach Lehmfarben am Abdomen; der Apex des Abdomens mehr oder weniger griin. Der Kopf ist in der Mittellinie mehr oder weniger vandyckbraun, die breiteii postokularen Linien des Kopfes von derselben Farbe sind sehr deutlich, Antennen ganz braun mit Ausnahme der 2 proximalen Glieder, die blaugrau sind. Pronotum laterad olivengelb, nach der Mitte zu vandyckbraun. Die einge- grabenen Linien des Mesonotums dunkel gewiirznelkebraun, lateral sahnigweiB gerandet. Metanotum ahnlich wie das Mesonotum gefarbt. Abdomen mit einer mediolongitudinalen vandyckbraunen Linie und lateralen gewiirznelkebraunen Linien, welche die des Thorax fortsetzen; die weiBen Rander gehen nach und nach in die allgemeine Farbe des Abdomens iiber; die braunen medianen und lateralen Linien sind am Apex des Abdomens schwach, die lateralen Linien nach und nach undeutlich werdend. Ventralflache gelblichgriin bis griinlich- gelb. Beine ganz griin oder griinlichbraun , unregelmaBig gewiirznelkebraun marmoriert. 3* - 36 - MaBe: Korperlange 48,5 mm Lange des Prothorax 1,6 ,, Lange des Mesothorax 9,5 Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) 9 Lange der Vorderschenkel 21 Lange der Mittelschenkel 13 Lange der Hinterschenkel 16,8 ,, Zwei Mannchen sind mit der Type verglichen worden. Sie unterscheiden sich nicht sehr wesentlich von der Type, die Farbung 1st nur etwas grunlicher, heller und ausgedehnter griin, die Dorsalflache ohne Lehmfarbe und die Hinterschenkel hellolgriin ohne Marmorierung. Gratidia bugoiensis n. sp. Type: o", Bugoie-Wald, nordl. Ruanda, Februar bis November 1908 (v. STEGMANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit G. obocensis Brunner, gracilipes Westwood, inclinata Karsch und planicercata Rehn, aber abweichend wie folgt: von obocensis unterscheidet sie sich durch die kiirzeren Antennen, kleinere Gestalt und die apical zusammen- geprei3ten, beinahe abgestutzten Cerci; von gracilipes durch die zusammen- gepreBten und apical nicht abgeplatteten Cerci und kleinere Gestalt; von incli- nata durch die kleinere Gestalt und nicht zugespitzten Cerci; von planicercata durch die beinahe gleiche Breite der Cerci, kiirzeres und breiteres Analsegment, ausgepragt kiirzere Schenkel und etwas kraftigeren Korper. Von beinahe kleiner Gestalt; der Habitus ist fur das Genus beinahe kraftig zu nennen, die Beine sind verhaltnismaBig kurz. Der Kopf ist sehr wenig langer als der Prothorax, schmal, caudad etwas schmaler werdend, auf der Ober- seite mit einem Paar niedriger ,,Buckel" dicht hinter den Augen, er ist durch eine Querfurche, welche caudad fehlt, abgetrennt; Occipitalrand mit einem Paar niedriger, mittler, beinahe kegelf ormiger Tuberkeln ; die Augen sind beinahe kugelformig; die Antennen sind fast halb so lang wie die Vorderschenkel und i6gliedrig. Prothorax mit geraden Dorsolateralrandern, gewohnlich cephalad ver- laufend; der Cephal- und Caudalrand sind beinahe abgestutzt. die Querfurche ist leicht gebogen. Der Mesothorax ist beinahe 4mal so lang als der Prothorax und nicht gekielt. Der Metathorax ist beinahe 3 / 4 so lang wie die Mittelschenkel, das Mediansegment ist quadratisch, der Cephalrand etwas ausgebuchtet. Abdomen mit den Segmenten ein wenig langgestreckt, die letzten Segmente mit mehr oder weniger ausgepragten Kielen. Analsegment gewolbt, caudad maBig eingeschniirt, mit einem mittleren und ein Paar seitlichen Kielen, in der Caudalhalfte des Seg- ments ausgepragter, die seitlichen Kiele ausgebuchtet, Caudalrand mit maBiger, in derMitte gelegener Ausbuchtung ; Cerci hinter derMitte eingefugt, maBig lang, 37 beinahe zusammengepreBt, etwas verbreitert und vom Riicken aus betrachtet' nach dein Apex zu beinahe knorrig, der Apex scharf abgestutzt, von oben scheinen die Cerci scharf iri der Mitte gebogen zu sein, dorsad 1st die Oberflache der Cerci deutlich eingednickt, der auBere Teil mit einer tiefen Ventralfurche ; Subgenital- platte maBig aufgebaucht, nach der Basis des Aiialsegments zu ein wenig kurz abfallend, Oberseite rauh, Apicalrand gebogen, verdickt, mit einer sehr seichten mittleren Ausbuchtttng versehen. V T orderschenkel ungefahr 2mal so lang wie der Kopf; die Tibien iibertreffen die Lange der Schenkel um etwas weniger als die Kopflange. Mittelschenkel beinahe ebenso lang wie der Pro- und Meso- thorax zusammeri; Tibien nur sehr wenig langer als die Schenkel. Hinter- schenkel wenig lange- als der Kopf, Pro- und Mesothorax zusammen; Tibien iibertreffen die Lange der Schenkel ungefahr urn die halbe Lange des Kopfes. Allgemeine Far) ang lohfarben olivgriinlich mit vandyckbraun, die Beine mehr oder weniger regelmaBig und vollstandig in derselben Farbe geringelt. Die blasseren Teile der allgemeinen Farbung rotlichgelb, wahrend der Apex des Ab- domens fast gedieger; vandyckbraun gefleckt ist. MaBe: Korper lange 39,5 mm Lan^-. .es Prothorax. . . . . 2 Langt des Mesothorax 7,5 ., Lange des Metathorax (inkl. das mittlere Seg- ment) 7 Lange 'er Vorderschenkel 15 Laruv -r Mittelschenkel 9,2 ,, Lange -r Hinterschenkel 12,5 ,, Ein paratypisdi'r- Mannchen ist mit der Type verglichen worden, mit der erste- res in GroBe und Habitus iibereinstimmt, aber es ist fast einfarbig blafi rotlichgelb. Wieviel dieser Fart ang der Konservierungsfliissigkeit zu verdanken ist, kann nicht entschieden vverden. Gratidia ruwenzorica n. sp. Type: c 1 , FuB von Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr,-K> ! i [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt r.iit G. postspinosa Sjostedt, aber mit einem Analsegment ohne doppelte, mitt! -re oder seitliche dornformige Fortsatze und mit kiirzeren Antennen. Sie ist ai-o dicht zu planicercata (s. oben) zu stellen, da sie ahnlich gebogene und api:\-:.l verbreiterte Cerci hat. Aber ruwenzorica unterscheidet sich von dieser Form durch das kiirzere und breitere Analsegment, die ausge- randete und nicht z^-idornige Subgenitalplatte und den weniger verschmalerten Kopf. Das Weibchen zeigt Verwandtschaft mit sicca Sjostedt, unterscheidet sich aber durch das kiirzere Operculum und kiirzere Mittelbeine. Von rcducta 38 Brunner unterscheidet es sich durch die deutlichen Cerci, von graminis Sjostedt durch die kiirzeren Antennen, und von leprosa Gerstaecker durch das kiirzere siebente Ventralabdominalsegment. GroBe mittelmaBig ; Gestalt langlich, Beine sehr schlank. Kopf etwas langer als der Prothorax, caudad betrachtlich verschmalert, zwischen den Augen auf- fallend aufgebaucht und durch eine Langsfurche schwach in zwei niedrige Buckel geteilt; Occipitalrand in der Mitte mil ein Paar niedriger abgestumpft kegelf ormigen Tuberkeln ; Augen fast kugelig; Antennen kurz, ihre Lange 2 1 / 2 mal in die Schenkellange gehend, 16 I7gliedrig. Prothorax langlich, Riicken lang- lich rechteckig, Seitenrander wenig gebuchtet, Cephalrand bogenformig ausge- randet; Caudalrand abgestutzt, Querfurche caudad bogenformig, der Cephalteil in der Mitte langsgefurcht, Caudalteil gekielt. Mesothorax etwas kiirzer als die Mittelschenkel, kaum gekielt. Metathorax um die Lange des Prothorax kiirzer als der Mesothorax; Mediansegment etwas quer. Abdomen mit den Segmenten langlich, am hinteren Ende mit 7 Kielen versehen; Analsegment kurz, kaum gewolbt, deutlich eingeschnurt, ein ausgepragter Mittelkiel vorhanden, Caudal- rand ma'Big gebogen, sehr schwach zur Mitte hin ausgebuchtet. Cerci zusammen- gedriickt, gerade begrenzt, nach dem Apex zu 2 mal so breit als an der Basis, groBte Breite ventrad, Apex querdurch abgestutzt, Seitenflache zur Mitte hin gekielt, au!3er am Apex selbst; vom Riicken aus gesehen scheinen die Cerci etwas proximad niedergedriickt und in der Mitte scharf rechtwinklig gebogen; Subgenitalplatte ma'Big aufgebaucht, Oberflache gekornelt, mit ein Paar lateral zusammenlaufenden Kielen und distad mit dem Rest eines Mittelkiels, Caudalrand mit einer breiten V-formigen Ausrandung. Vorderschenkel etwas langer als der Meso- und Metathorax zusammen; Tibien sind um etwas weniger als die Lange des Kopfes langer als die Schenkel. Mittelschenkel kaum kiirzer als der Pro- und Meso- thorax ; aber die Tibien etwas langer als die Schenkel. Hinterschenkel 4 /5 der Lange der Vorderschenkel; Tibien um die Lange des Kopfes groBer als die Schenkel. Allgemeine Farbung bister, am Abdomen ins Olivfarbene iibergehend; Antennen mit den beiden Basalgliedern von der gewohnlichen Farbe mit loh- farben-olivgelblichen Flecken. Beine Marsbraun bis rohumbrafarben, schwach holzbraun marmoriert an den Tibien, Mittel- und Hinterschenkeln ; Knieregion und die Spitzen der Tibien und der proximale Teil der Vorderschenkel gewiirz- nelkebraun. MaBe. Korperlange 50 mm Lange des Prothorax 2 ,, Lange des Mesothorax 10,5 ,, Lange des Metathorax (inkl. Mittelsegment) . 9,2 ,, Lange der Vorderschenkel 21 Lange der Mittelschenkel 12,5 ,, Lange der Hinterschenkel 16,2 ,, 39 Die Geschlechtscharaktere des Weibchens sind wie folgt: Analsegment fiinf- kielig, ungefahr so lang wie das vorhergehende Abdominalsegment, Caudalrand zur Mitte hin sehr leicht ausgerandet, die kleine Supraanalplatte freilassend; Cerci zusammengedriickt, distad konisch, etwas kiirzer als das Analsegment lang; Operculum langlich-lanzettformig, dem Analsegment zustrebend, Apikal- rand zugespitzt, Oberflache laterad gekielt, nach der Mitte zu nicht gekielt; das 7. Ventralabdominalsegment scharf in einen spitzen Lappen ausgezogen, zweikielig; Abdomen 7 5kielig. Die MaBe des beschriebenen Weibchens sind fur das Geschlecht kaum charak- teristisch, da das Stiick nicht von normaler GroBe ist. Das einzige Weibchen von normaler GroBe unter dem vorhandenen Material war betrachtlich verstiimmelt, aber die GroBenangaben scheinen fiir gut entwickelte Exemplare richtig zu sein. MaBe. Korperlange 38 mm Lange des Prothorax 1,9,, Lange des Mesothorax 7 ,-. Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segments) . 6,5 ,, Lange der Vorderschenkel 11,5 ,, Lange der Mittelschenkel 6,2 ,. Lange der Hinterschenkel 8,5 ,, Die folgenden Stiicke sind mit der Type verglichen worden: FuB von Ruwenzori (Westseite), Febr. 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i o 71 , i 9, i junges 9- FuB von Ruwenzori (Westseite), in ca. 2500 m Hohe, Febr. 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 a*, 2 Q 1 ). Die Mannchen zeigen betrachtliche GroBenverschiedenheiten. Das Mate- rial enthalt Stiicke, die langer oder kleiner sind als die Type. Die Variation der Farbe ist sehr groB. Die einzelnen Stiicke variieren nach Rotlichbraun mit braunem und ebenso oft mit griinlichgelbem Anflug. Die proximale Halfte der Schenkel ist in einem Falle sehr ausgepragt rotlichbraun, wahrend die Reste der eigentlichen Farbung sich der Type nahern. Die Kiele der mannlichen Subgenitalplatte scheinen bemerkenswert zu variieren, sie sind bei einem Stiick schwacher als bei der Type. Gratidia pedunculata n. sp. Type: cf, Bugoie-Wald, nordl. Ruanda, Febr. bis Nov. 1908 (v. STEG- MANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit G. congoensis Sjostedt (Entom. Tidskrift XXX p. 269) und mit a/finis (Schulthess), von ersterer verschieden durch den schlankeren, mehr in 1 ) Die weiblichen Geschlechtscharaktere sind nach einem dieser Stiicke angegeben. 4 o die Lange gezogenen und mehr gestielten Fortsatz des Analsegments und durch die verhaTtnismaBig kiirzeren Beine. Sie unterscheidet sich von affinis durch den weit kiirzeren Fortsatz des Analsegments, mehr zusammengepreBte Cerci und kiirzere Beine. GroBe mittelmaBig ; Gestalt und Beine maBig schlank und in die Lange ge- zogen. Kopf ^/^mal so lang als der Prothorax, caudad verengert, Interocular- region bemerkenswert aufgebaucht, andeutungsweise durch eine schwache mediolongitudinal verlaufende Furche geteilt; Occipitalrand nach der Mitte zu geteilt, kaum mit Tuberkeln versehen; Augen fast kugelig; Antennen etwas weniger als halb so lang wie die Vorderschenkel, iSgliedrig. Die hintere Halfte der Dorsalplatte des Prothorax laterad, in runde, nach hinten gerichtete Lappen verlangert, die Rander des Vorderteils fast parallel, diese Rander sind im cau- dalen Teile der Platte durch schwache Kiele angedeutet; Cephalrand etwas ge- bogen, Caudalrand abgestutzt, eine Querfurche nach der Mitte zu angedeutet. Mesothorax etwas mehr als 2mal so lang wie Kopf und Pronotum zusammen, nicht gekielt. Metathorax etwas kiirzer als der Mesothorax, nicht gekielt; Mediansegment sehr wenig verlangert. Abdominalsegmente langlich, auBer dem Teil, der nach dem Apex zu gerichtet ist, wo die Segmente etwas aufgebaucht und einige beinahe quadratisch sind, gekielt, besonders am distalen Ende; Anal- segment gewolbt, scharf eingeschniirt, nicht gekielt, Caudalrand gebogen abge- stutzt, in der Mitte mit einem kurzen gestielten, apical abgerundeten Fortsatz; Cerci caudad eingefiigt, fast ganz gleichmaBig, zusammengepreBt, schwach ge- bogen, Anschwellung dorsad, Apex abgestutzt, AuBenflache mit schwach ange- deuteter Ventralfurche, nicht deutlich gekielt; vom Riicken aus gesehen eischeint der proximale Teil etwas abgeplattet, der iibrige Teil des Riickens etwas ausgehohlt. Ganzer Cercus schwach doch regelmaBig nach innen gebogen; Subgenitalplatte kurz, etwas quer, ein wenig aufgebaucht, Caudalrand bogenformig stumpfwinklig, Vorderschenkel, etwas langer als alle Thorakalsegmente; Tibien ungefahr um die Lange des Kopfes langer als die Schenkel. Mittelschenkel iibertreffen den Pro- und Mesothorax sehr schwach in der Lange; Tibien nur sehr wenig langer als die Schenkel. Hinterschenkel 3 / 4 so lang als die Vorderschenkel, Tibien um etwas weniger als die Lange des Kopfes langer als die Schenkel. Allgemeine Farbung des Kopfes, der Thorakalsegmente und Beine safran- gelb, der Kopf, Prothorax und die auBersten Teile des Meso- und Metathorax mit mattbraun verwaschen, Abdomen mattbraun, an der Basis mehr olivfarben werdend. Beine in der Kniegegend stark olivfarben maschig gezeichnet, die Tarsen undeutlich mit derselben Farbe gefleckt. Antennen mattbraun, Coxen weiBlich in auffallendem Gegensatz zu der umgebenden Farbe. MaBe. Korpeiiange 49 mm Lange des Prothorax 2 ,, Lange des Mesothorax 9,8 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 8,8 ,, Lange der Yorderschenkel 21 ,, Lange der Mittelschenkel 12 Lange der Hinterschenkel 15,8 ,, Die Type 1st nur in einem Exemplar vorhanden. Gratidia sjostedti n. sp. Type: a*, FuB am Ruwenzori (Westseite), Febr. 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit G. pedunculata (siehe oben). Unterscheidet sich aber von dieser Species durch das Analsegment, welches keinen in der Mitte ver- laufenden gestielten Fortsatz besitzt, und durch die Cerci, die etwas groBer und im allgemeinen von langlicher Form sind. Das Tier ist also verwandt mit G. arcuata Karsch, unterscheidet sich aber von ihr durch groBere Gestalt und durch die distal abgestutzten Cerci. Das Weibchen zeigt einige Verwandtschaft mit leprosa Gerstaecker und polita Sjostedt, unterscheidet sich aber von ersterer durch die verhaltnismaBig kiirzeren Beine, Cerci und Antennen, und von letzterer durch die viel kleinere Gestalt, sehr viel mehr verlangertes Operculum und durch das gekielte siebente ventrale Abdominalsegment. Im weiblichen Geschlecht scheinen die Tiere mit leprosa sehr nahe verwandt zu sein, weil der Apex des siebenten Abdominalsegments ahnlich ist, es mag auch einige Ahnlichkeit mit insolita Brunner bestehen, aber die groBe Gestalt zeichnet die letztgenannte vSpecies aus. Gestalt langlich; Korper und Beine sehr schlank. Kopf ungefahr I 1 / 2 mal so lang als der Prothorax, in der Regel caudad sich verengernd, Interocularregion und Occipitalrand wie bei pedunculata] Augen kugelig; Antennen ungefahr */ 4 so lang als die Vorderschenkel 1 ). Prothorax dem von pedunculata verwandt. Meso- thorax ungefahr 2 1 / 2 mal so lang als Kopf und Prothorax zusammen. Metathorax etwas weniger als halb so lang wie die Vorderschenkel; das Mediansegment sehr wenig langlich. Abdomen und Analsegment der pedunculata ahnlich; Cerci sind denen von pedunculata auBerst ahnlich, aber langer als das Analsegment, unmittelbar vor dem Apex etwas eingeschniirt und apical leicht buchtig ab- gestutzt, vom Riicken aus gesehen erscheinen die Cerci ausgebogen wie bei Pedunculata, aber die dorsale Depression und die Aushohlung sind kaum deut- lich; Subgenitalplatte kurz, etwas quer, Apicalrand ausgebogen, etwas nach der Mitte zu abgestutzt, laterad mit einem ausgepragten spitzen Zahn, der ] ) Antennen offenbar verstiimmelt. 42 durch eine tiefe V-formige Ausbuchtung vom mittleren Teile des Randes ge- trennt 1st. Vorderschenkel ungefahr so lang wie Kopt und Thorakalsegmente zu- sammen ; Vordertibien um beinahe Kopfeslange groBer als die Schenkel. Mittel- schenkel etwas groBer als Pro- und Mesothorax zusammen; Tibien kaum langer als die Schenkel. Hinterschenkel ungefahr 3 / 4 so lang wie die Vorderschenkel; Tibien um wenig als die Lange des Kopfes groBer als die Schenkel. Allgemeine Korperfarbung bister, in den mittleren Teilen des Meso- und Metathorax lohbraun olivenfarben werdend und lehmfarben an den Beinen. Distalabdominalsegmente mit wenig ausgepragten, dorsal longitudinal lehm- farbenen Streifen ; Analsegment bister, lehmfarben gerandet ; Cerci des letzteren dunkel. Beine in der Knieregion der Schenkel bister mit unregelmaBig breiten, vorm Knie gelegenen weiBlichen Ringen; Tibien schwach bister; Coxen mehr oder weniger weiBlich, Tarsalpulvillen ebenfalls weiBlich. MaBe. a* 9 Korperlange 61 mm 54 mm Lange des Prothorax 2 ,, 2,4 ,, Lange des Mesothorax 13 ,, 10,2 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . . 11,8 ,, 8,5 ,, Lange der Vorderschenkel 27 ,, 18 Lange der Mittelschenkel 16,8 ,, 9,5 ,, Lange der Hinterschenkel 20,8 ,. 13,8 ,, Die oben angegebenen MaBe des Weibchens beziehen sich auf eine Para- type. Die folgenden, nach diesem Stiick gemachten Aufzeichnungen mogen die hauptsachlichen Geschlechtscharaktere angeben : Habitus eher kraftig; Oberflache beinahe granuliert, Abdomen vielfach ge- kielt. Interocularregion des Kopfes kaum aufgebaucht, aber mit einem Paar nied- riger Kiele, welche ungefahr folgende Form < > haben; Antennen 3 1 / 2 so lang wie die Vorderschenkel, iSgliedrig. Analsegment 5kielig, Caudalrand stumpf- winklig, der Winkel selber etwas abgestutzt und ein wenig ausgerandet, und zwar so ausgerandet, daB die kleine Supraanalplatte zu sehen ist; Cerci beinahe ebenso lang wie das Analsegment, zusammengedriickt, gerade, beinahe gleich- maBig breit, aber der Dorsalrand distad bogenformig, w r odurch der Apex ventral und beinahe zugespitzt wird, AuBenrand in derMitte gekielt ; Subgenitaloperculum erreicht beinahe den Apex des Analsegmentes, lanzettlich, mit lateral ausge- buchteten Kielen, in der Mitte kein Kiel; das siebente ventrale Abdominalsegment sechsgekielt, Distalrand bogenformig und nach der Mitte zu in einen kurzen, erhabenen, fingerformigen, auffallend gerandeten Lappen ausgezogen. Allgemeine Korperfarbe gelblichgriin, am Kopf rotlichbraun und an den Beinen braunlich gesprenkelt. Wie weit diese Farbung natiirlich ist, kann nicht festgestellt werden. 43 Die mannliche Type und die oben beschriebene weibliche sind bisher die einzigen Stiicke dieser Art. Es macht mir groBes Vergniigen, diese auffallende Species Dr. YNGVE SjOSTEDT in Stockholm zu widmen, der in seinem beruhmten Werk iiber den Kilimandj aro uns eine sorgfaltige Studie gewisser Arten dieses Genus gibt. Gratidia kivuensis n. sp. Type: o", Siidostkiiste des Kiwu-Sees, Aug. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.- Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit G. furcifer Sjostedt, unterscheidet sich aber von dieser Species durch das nicht gekielte und mehr abgeplattete Analsegment, durch die rechtwinklige, in der Mitte gelegene Ausbuchtung des Caudalrandes desselben und dadurch, daB die Cerci langer sind und distad nicht verdickt. GroBe mittelmaBig; Gestalt und Beine langlich. Kopf ganz deutlich langer als der Prothorax, caudad verengert, Interocularregion schwach, aber deutlich aufgebaucht, mediolongitudinal kaum geteilt; Occipitalrand maBig nach der Mitte zu ausgezackt; Augen elliptisch und seitlich etwas abgeflacht; Antennen etwas mehr als halb so lang wie die Vorderschenkel, I7gliedrig. Prothorax in der Form dem von pedunculata sehr ahnlich. Mesothorax ungefahr halb so lang wie die Vorderschenkel. Metathorax ungefahr um die halbe Lange des Prothorax kiirzer als der Mesothorax; Mediansegment langlich, Cephalrand bogenformig. Abdominalsegmente langlich, mit Ausnahme der distalen Seg- mente stark langlich; Analsegment gewolbt, mesocaudad in einen deutlich ausgerandeten, beinahe fingerformigen Fortsatz verlangert, die Ausrandung ist rechtwinklig und die Ecken des fingerformigen Fortsatzes breit abgerundet; Cerci maBig lang, sie iibertreffen betrachtlich das Analsegment, fast iiberall gleich tief, auBer an der Stelle nach dem Apex zu, wo sich eine leichte, aber deutliche Verbreiterung vorfindet, dorsad bogenformig, Apex stumpf und ab- gerundet, Ventralrand proximad mit einem deutlichen AuBenzahn und einem weniger ausgepragten Innenzahn, vom Riicken aus gesehen erscheinen die Cerci proximad fast bogenformig, von da ab regelmaBig zusammenlaufend ; Sub- genitalplatte kurz, leicht aufgebaucht, Rand nach der Mitte V-formig aus- gerandet. Vorderschenkel etwas langer als Meso- und Metathorax; Tibien iiber- treffen die Lange der Schenkel um etwas weniger als Kopfeslange. Mittel- schenkel etwas kiirzer als der Kopf, Pro- und Mesothorax ; Tibien um betracht- lich weniger als die Lange des Kopfes langer als die Schenkel. Hinterschenkel ungefahr 4 / 5 so lang wie die Vorderschenkel; Tibien um die Lange des Kopfes die Schenkel iibertreffend. Allgemeine Farbung oben und an den Beinen lehmfarben, Ventral- und Lateralflachen blaBgelb. Kopf mit einer schwachen Mittellinie und ausgepragtem vandyckbraunen Streifen hinter den Augen, dieser Streifen ist in mehr gleich- maBig ausgepragter Weise iiber die Thorakalsegmente und proximad iiber 3 / 4 des 44 Abdomens verbreitet, die Mittellinie allein ist zum Analsegment bin fortgefiihrt; Antennen fast vollkommen vandyckbraun. MaBe. Korperlange 51,5 mm Lange des Prothorax 1,6 ,, Lange des Mesothorax 10,8 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 10,3 ,, Lange der Vorderschenkel 23 Lange der Mittelschenkel 14,5 Lange der Hinterschenkel . .18,5 ,, Es ist nur ein Stiick dieses Species vorhanden. Gratidia agrostimorpha n. sp. Type: 9, Ost-Afrika (R. GRAUER) [Berliner Museum]. Sehr nahe verwandt mit G. schaumi Karsch aus Mozambique, mit der sie in dem bogenformigen Caudalrand des siebenten Ventralabdominalsegments iiber- einstimmt, sie unterscheidet sich aber von schaumi durch die sehr viel kleinere Gestalt. vSie ist namlich kaum mehr als halb so lang wie schaumi. Die Original- beschreibung der letzteren ist so kurz, daB sehr wenig Charaktere fur den Ver- gleich verwendbar sind. Gestalt maBig groB; Habitus fiir das Genus normal, Beine nicht merklicli verlangert. Kopf I 1 / 2 mal so lang wie der Prothorax, caudad etwas verengert, Interocularregion ohne Aufbauchung oder Kiele; Occipitalrand nach der Mitte zu leicht in ein Paar wohl abgesonderter, sehr niedriger, beinahe kegelformiger Tuberkeln verlangert; Augen beinahe kugelig; Antennen etwas weniger als x / 3 so lang wie die Vorderschenkel, iSgliedrig. Prothorax langlich-viereckig, derCephal- rand bogenformig ausgerandet, Caudalrand ausgebuchtet. Mesothorax ungefahr ebenso lang wie die Mittelschenkel, mit deutlichen mittleren und seitlichen Kielen, einer der mittleren Kiele flankiert von einem Paar wenig ausgepragten Kiel en. Metathorax um etw y as weniger als die Lange des Prothorax, kiirzer als der Mesothorax, in ahnlicher Weise gekielt; Mediansegment etwas quer. Abdominalsegmente mehr oder weniger langlich, untleutlich 7 5 (distad) kielig, die Dorsalkiele sind allein ganz deutlich ausgepragt; Analsegment langlich, 5 kielig, dachformig, Caudalrand ausgebuchtet, nach der Mitte zu leicht aus- gerandet; die kurze spitze Supraanalplatte frei; Cerci ungefahr 2 / 3 so lang wie das Analsegment, zusammengepreBt, konisch, Apex spitz, ganz auBen nach der Mitte zu gekielt; Operculum lanzettlich, bis zur Mitte des Analsegments reichend, seitlich gekielt, aber nicht in der Mitte; si'ebentes Ventralabdominalsegment in den proximalen zwei Dritteln nach der Mitte zu 2 kielig, der distale Rand rundbogenformig. Vorderschenkel ebenso lang wie der Meso- und Metathorax zusammen ; Tibien nicht ganz um die Lange des Mediansegments langer als die 45 Schenkel. Mittelschenkel ebenso lang wie der Mesothorax; Tibien etwas langer als die Schenkel. Hinterschenkel etwas kiirzer als der Kopf, Pro- und Mesotho- rax; Tibien beinahe um die Lange des Prothorax langer als die Schenkel. Allgemeine Farbung braunlich, im Leben wahrscheinlich zum Teil oder vollstandig grim; distal 2 /a des Abdomens, mehr oder weniger griinlich; Thora- kalsegmente und der groBte Teil der Beine rohumbraf arben ; Antennen voll- standig und der Kopf zum Teil gewiirznelkebraun. MaBe. Korperlange 61,5 mm Lange des Prothorax 2,8 ,, Lange des Mesothorax 11,5 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 9,5 ,, Lange der Vorderschenkel 21 Lange der Mittelschenkel 11,8 ,, Lange der Hinterschenkel 16,5 ,, Die Type ist das einzige Stuck der beschriebenen Art. Es ist jedoch mog- lich, daB diese Form sich als das Weibchen zu G. linea-alba, welche Form hier beschrieben wurde, erweisen mochte. Gratidia aphrodite n. sp. Type: 9, Steppe siidl. des Albert-Edward-Nyanza, Dez. 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Ahnlich G. agrostimorpha (siehe oben), aber die Beine und der Korper sind mehr langlich, die Antennen kiirzer und die Thorakalsegmente nicht gekielt. Von der einzigen anderen Verwandten, G. schaumi, die sehr kurz beschrieben ist, unterscheidet sie sich dadurch, daB die Mittelschenkel langer, anstatt kiirzer als der Metathorax sind, und dadurch, daB die Beine im Verhaltnis zum Korper auffallend langer sind. Gestalt groB; Habitus ausgepragt langlich, Beine sehr schlank. Kopf iV 2 m al so lang wie der Prothorax, caudad sehr wenig und sehr regelmaBig stufenweise verschmalert, Interocularregion mit einer auBerst flachen Aufbauchung, Occipitalrand nach der Mitte zu sehr leicht geteilt; Augen elliptisch, nicht iiberall deutlich; Antennen 3 1 / 2 rnal kiirzer als die Vorderschenkel, I7gliedrig. Prothorax cephalad mit der dorsalen Flache regelmaBig verschmalert, Cephalrand leicht bogenformig ausgerandet, Caudalrand beinahe abgestutzt. Mesothorax beinahe ebenso lang wie die Mittelschenkel, nicht gekielt. Metathorax um beinahe die Lange des Prothorax nicht gekielt, kiirzer als der Mesothorax; Mediansegment quer, sowohl der Cephalrand als auch die caudalen Rander cephalad ausgepragt bogenformig. Abdominalsegmente beinahe vollstandig oder ganz und gar (distal nach der Mitte zu) langlich, distad mit angedeuteten mittleren und seit- lichen Kielen; Analsegment langlich, caudad verschmalert, nach der Mitte zu 46 gekielt, beinahe dachformig, Caudalrand scharf bogenformig, mit einer aus- gepragten V-formigen mittleren Ausrandung, wodurch die kurze, dreieckige, scharf gekielte Supraanalplatte sichtbar wird; Cerci nicht mehr als halb so lang wie das Analsegment, mafiig zusammengedriickt, Ventralrand gerade, Dorsalrand bogen- formig, Apex ventral und rechtwinklig, aufiere Flache undeutlich nach der Mitte zu gekielt; Operculum lanzettlich, die Basis des Analsegments erreichend, laterad mit einem Paar ausgebuchteter Kiele, proximad deutlich einander zugeneigt, keine ausgepragten mittleren Kiele vorhanden, obgleich ein Paar distad angedeutet sind; siebenter Ventralabdominalsegment mit einem Paar lateraler, beinahe paralleler Kiele, Mittelkiele nicht vorhanden, distaler Rand mafiig bogenformig, kaum ver- langert. Vorderschenkel etwas langer als der Kopf, Pro- und Mesothorax; Tibien nicht langer als die Schenkel. Mittelschenkel ungefahr ebenso lang wie der Meso- thorax; Tibien beinahe ebenso lang wie die Schenkel. Hinterschenkel sehr wenig kiirzer als die Vorderschenkel; Tibien wenigstens um die halbe Lange des Pro- thorax kiirzer als die Schenkel. Allgemeine Farbung gelblich-griin, an den Beinen mehr oder weniger ins Braunliche iibergehend, Kopf und Apex des Abdomens und der postoculare Streifen walnuBbraun, Krallelappen ventrad schwarz. MaBe. Korperlange 8,5 mm Lange des Prothorax 2,6 ,, Lange des Mesothorax 17 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 15,5 ,, Lange der Vorderschenkel . . . . 26 ,, Lange der Mittelschenkel 18 Lange der Hinterschenkel 24,5 ,, Die Type ist das einzige von mir untersuchte Exemplar dieser Art. Gratidia xiphidophora n. sp. Type: Q, Kasindi, Nordkiiste des Albert-Edward-Nyanza, Jan. 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Verwandt mit G. reducta Brunner vom Luitpold-Gebirge, Deutsch-Ost-Afrika, iibereinstimmend in den verborgenen Cerci, unterscheidet sich aber von reducta durch das langliche Operculum, welches bis zum Apex des Analsegments reicht. Von G. cryptocercata Rehn vom Congo ist sie sehr gut durch den deutlich gekielten Metathorax und das nicht verlangerte 7. Abdominalsegment zu unterscheiden. Von kleiner Gestalt; Habitus etwas kraftig. Kopf ungefahr 2mal so lang wie der Prothorax, Interocularregion nicht bemerkenswert aufgebaucht; Occipi- talrand mit einem schwachen mittleren Eindruck; Augen beinahe kugelig, nicht vorgewolbt; Antennen verstummelt. Prothorax mit den Lateralrandern beinahe parallel, Cephalrand schwach stumpfwinklig ausgerandet, Caudalrand etwas 47 bogenformig; Quersulcus gerade. Mesothorax 2 / 3 so lang wie die Hinterschenkel, mit einem deutlichen, aber schwachen Mittelkiel, Spuren verschiedener seitlicher Kiele und stark granuliert; Granulation besonders laterad. Metathorax etwas kiirzer als der Mesothorax, ungefahr um die Lange des Prothorax kiirzer, ahn- lich gekielt und granuliert; Mediansegment deutlich quer, Cephalrand ent- sprechend mesad abgestutzt, laterad schief abgestutzt, Caudalrand abgestutzt. Abdomen dorsad und ventrad vielkielig, Segmente maBig langlich ; Analsegment zusammengedruckt, konisch, dachformig, mit einem deutlichen Mittelkiel, Cau- dalrand bogenformig mit einer sehr schwachen und sehr breiten stumpfwinkligen mittleren Ausbuchtung, welche die schmale dreieckige Supraanalplatte sichtbar macht; Cerci verborgen; Operculum lanzettlich, bis zum Caudalrande des Anal- segments reichend, mit deutlichen, nach innen gebogenen, lateralen Kielen, innen von deutlichen Sulci begrenzt, kein in der Mitte gelegener Kiel vorhanden; siebentes Abdominalsegment ventrad mit einem Paar mittleren Kielen, die distad etwas konvergieren, und mit deutlichen spitzeren lateralen Kielen, Distalrand nicht verlangert, bogenfotmig. Vorder- und Mittelbeine fehlen; Hinterschenkel un- gefahr ebenso lang wie der Kopf, Pro- und Mesothorax; Tibien um beinahe die halbe Prothoraxlange langer als die Schenkel. Allgemeine Farbung rotlichgelb, langs der Mittellinie wolkig angedunkelt, laterad und am Apex des Abdomens vandyckbraun, postocularer Streif von derselben Farbe; Beine distad vandyckbraun verwaschen. MaBe. Korperlange 56,5 mm Lange des Prothorax 2,4 ,, Lange des Mesothorax II Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 8,9 ,, Lange der Hinterschenkel 16,5 ,, Die Type ist das einzige Stuck der Art. Es ist moglich, daI3 xiphidophora das Weibchen von G. planicercata (siehe oben) ist, von welcher Art ich ein Mannchen aus Kasindi untersucht habe. Aber es liegt kein Beweis vor, daB xiphidophora das Weibchen zu planicercata in der Tat ist. Gratidia sororcula n. sp. T}rpe: 9, Mpororo, Zentral-Afrika, I. Juli 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit G. sansibara Stal, leprosa Gerstaecker, evanescens Karsch, massaica, graminis, sicca und kibonotensis Sjostedt. Sie unterscheidet sich aber von diesen Arten wie folgt: Von sansibara durch die kiirzeren Beine, das vielkielige Abdomen, die deut- liche Supraanalplatte, das kaum zusammengedriickte Analsegment und das viel- kielige Operculum. 48 Von leprosa durch das kiirzere siebente Ventralabdominalsegment und das andersformige Operculum. Von evanescens durch das langliche Operculum, den nicht dreieckigen Lappen des siebenten Ventralabdominalsegmentes und die deutlichen Kiele desselben. Von graminis durch die kiirzeren Antennen, den weniger verlangerten Rand des siebenten Ventralabdominalsegments und ein gekieltes und mehr verlangertes Operculum. Von sicca durch die langeren Antennen, das gekielte und mehr verlangerte Operculum und weniger verlangertes siebente Ventralabdominalsegment. Von kibonotensis durch die langeren Antennen, die kiirzeren Cerci und das Operculum. Gestalt maBig groB; Habitus langlich; Oberflache der thorakalen Segmente und des Abdomens vielkielig. Kopf beinahe 2mal so lang wie der Prothorax, sehr leicht und gleichmaBig caudad verschmalert ; Interocularregion nicht deut- lich aufgebaucht; Occipitalrand mesad sehr undeutlich mit 2 Tuberkeln ver- sehen; Augen beinahe elliptisch am basalen UmriB, etwas vorgewolbt; Antennen deutlich weniger als halb so lang wie die Vorderschenkel , iSgliedrig. Pro- thorax mit den Dorsolateralrandern beinahe parallel; Cephalrand bogenformig ausgerandet, Caudalrand beinahe abgestutzt. Mesothorax ungefahr 4 1 / 2 mal so lang wie der Prothorax; Mediolongitudinalkiel nicht deutlicher als die anderen Kiele. Metathorax um nicht ganz die Lange des Prothorax kiirzer als der Mesothorax; mediolongitudinaler Kiel ahnlich dem des Mesothorax; Median- segment quer, cephale und caudale Rander aber nur wenig bogenformig. Ab- dominalsegmente ausgesprochen langlich, mit Ausnahme der proximalen und distalen; Analsegment nur sehr wenig konisch, 5kielig, Caudalrand stumpf- winklig und der Apex sehr schmal ausgerandet, die konische, beinahe gestreckte und ungefahr fingerformige Supraanalplatte sichtbar lassend; Cerci beinahe ebenso lang wie das Analsegment, beinahe zusammengedruckt, dorsad etwas abgeplattet, von der Seite gesehen schmal, dorsad etwas bogenformig, der Apex stumpf, Lateralflache in der Mitte gekielt; Operculum lanzettlich, bis zum Apex des Analsegments reichend, mit einem schwacheren und mehr oder weniger ausgebuchteten Paar mittlerer Kiele und einem etwas buchtig, proximal kon- vergierenden Paar ausgesprochener lateraler Kiele; distaler Rand wenig bogen- formig, nicht deutlich. Vorderschenkel ungefahr ebenso lang wie der Kopf, Pro- und Mesothorax zusammen; Tibien beinahe so lang wie die Schenkel; Mittel- schenkel ebenso lang w r ie der Metathorax; Tibien so lang wie die Schenkel; Hinterschenkel um die halbe I/ange des Kopfes kiirzer als die Vorderschenkel. Tibien beinahe so lang wie die Schenkel. Allgemeine Farbung blaB-purpurn, die Beine (besonders die Vorder- und Mittelbeine) mehr wolkig, gesprenkelt mit Purpurbraun, thorakale Tuberkeln zum Teil mit einem Anflug derselben Farbe. 49 MaBe. Korperlange 63 mm Lange des Prothorax 2,4 Lange des Mesothorax 11,2 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 9,5 ,, Lange der Vorderschenkel 17,5 ,, Lange der Mittelschenkel 11,2 ,, Lange der Hinterschenkel 16 KinWeibchen aus dem Wald am FuB des Ruwenzori (Westseite), im Februar 1908 gefangen, ist mit der Type verglichen worden. Das Tier ist etwas kleiner als die Type, aber es weist keine vom Mannchen verschiedene Merkmale auf. Gratidia sp. Steppe bei Kasindi, Febr. 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i nicht ausgebildetes Q. Dieses Exemplar ist zu wenig ausgebildet, um irgendwie determiniert zu werden. Leptynia Pantel. Leptynia pluto n. sp. Type: 9, Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, Sept. 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit L. zambesica Brunner, aus der Gegend vom Zambesi, aber verschieden durch die Antennen, welche kaum */ 4 so lang sind wie die Vorder- schenkel, durch das Fehlen der kleinen zahnchenartigen Bildungen an den Hinter- schenkeln (wahrscheinlich auch an den Mittelschenkeln, welche bei der Type von pluto fehlen), durch den schlankeren Korper und durch die beinahe gelappten Hinterschenkel. Gestalt ziemlich klein; Habitus langlich, ein sehr schwacher und unvoll- standiger mediolongitudinaler Kiel auf dem Meso-, Metathorax und dem Ab- domen. Kopf i 1 / 2 mal so lang wie der Prothorax, caudad ausgesprochen schmaler; Interocularregion mit einer bogenformigen Aufbauchung, welche einen unter- brochenen bogigen Kiel tragt; Occipitalrand kaum tuberkuliert ; Augen bei- nahe kugelig, mafiig vorgewolbt; Antennen weniger als x / 4 so lang wie die Vorder- beine, nach dem Apex zu beinahe knorrig. Prothorax und die dorsolateralen Rander etwas caudad verbreitert, Cephalrand beinahe bogenformig aus- gerandet, Caudalrand beinahe abgestutzt. Mesothorax etwas mehr als 2 mal so lang wie Kopf und Prothorax zusammen. Metathorax beinahe ebenso lang wu der Mesothorax; Mediansegment etwas quer, Cephalrand bogenformig ab- gestutzt. Abdominalsegmente, mit Ausnahme desjenigen, das vor dem Anal- segment liegt, ausgesprochen langlich; Analsegment ebenso lang wie das vor- Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. 50 hergehende Abdominalsegment, beinahe gleich breit, dorsad dachformig, itn Querschnitt 3 kielig, der mittlere Kiel am deutlichsten, Caudalrand bogenformig, mit einer sehr kleinen mittleren V-formigen Ausrandung, wodurch die kleine stumpfwinklige Supraanalplatte sichtbar wird; Cerci beinahe halb so lang wie das Analsegment, mesodistad des Analsegments eingefiigt, zusammengedriickt, von der Seite gesehen beinahe elliptisch, Seitenflache nach der Mitte zu gekielt; Operculum beinahe lanzettlich, bis zur Mitte des vor dem Analsegment gelegenen Segments reichend, mesad uicht gekielt; siebentes Ventralabdominalsegment distad mit einem Paar in der Mitte gelegener kurzer, deutlicher und erhabener Kiele, diese laufen leicht in einen Lobus aus. Vorderschenkel nur etwas langer als der Kopf, Pro- und Mesothorax; Tibien um etwas mehr als die Lange des Prothorax langer als die Schenkel. Mittelbeine fehlend. Hinterschenkel ebenso lang wie der Metathorax, ventrad nicht gezahnt, aber mit paarigen, niedrigen, abgerundeten, proximalen Randloben; Tibien um die Lange des Prothorax langer als die Schenkel. Allgemeine Farbung blaBhaarbraun , am Kopf seehundsbraun , ebenso der Prothorax und die Einfiigungsstellen der Mittelbeine, die Beine sind blaB- rotlichgelb bis weiBlich, Grundfarbe unregelmaBig mit braunlicher Farbe ge- mischt. Riicken des Kopfes mit feinen zahlreichen blaBroten Linien. MaBe. Korperlange 55 mm Lange des Prothorax 2 Lange des Mesothorax 10,3 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) . 10,5 ,, Lange der Vorderschenkel 16 ,, Lange der Mittelschenkel Lange der Hinterschenkel 10,8 ,, Die Type ist das einzige vorhandene Stuck der Art. Leptynia incerta n. sp. Type: 9, Kassenje, Albert-Nyanza, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Augenscheinlich mit L. pluto (siehe oben) sehr nahe verwandt, sie unter- scheidet sich aber von pluto durch den kraftigeren, deutlich gekielten Korper, die nicht gelappten Beine, die langlicheren Cerci und das langlichere siebente Abdominalsegment. Gestalt klein; Habitus maBig langlich; Oberflache vielkielig. Kopf i l / 2 mal so lang wie der Prothorax, caudad etwas verschmalert ; Interocularregion etwas auf- gebaucht; Occipitalrand mesad leicht eingedriickt, Augen beinahe elliptisch am basalen UmriB, etwas vorgewolbt ; Antennen 3 x / 2 mal kleiner als die Vorderschenkel, distad nicht verdickt. Prothorax am dorsocephalen Rand bogenformig ausgerandet, dorsocaudaler Rand beinahe abgestutzt. Mesothorax beinahe 2 / 3 so lang wie die Yorderschenkel. Metathorax um mehr als die halbe Lange des Prothorax kiirzer als der Mesothorax; Mediaiisegment etwas quer, Cephal- und Caudalrander cephalad bogenformig. Abdominalsegmente alle mehr oder weniger langlich; Analsegment beinahe ebenso lang wie das vorhergehende Abdominalsegment, schwach 5kielig, der mittlere Kiel ist der deutlichste, Caudalrand deutlich bogenformig, mesad verschmalert abgestutzt; Supraanalplatte frei, kurz, beinahe dreieckig; Cerci etwas kiirzer als das Analsegment, zusammengedriickt, von der Seite gesehen stumpf lanzettlich; Operculum lanzettlich, nicht voll- standig bis zum Analsegment reichend, mesad nicht gekielt, aber mit paarigen, schwachen, lateralen Kielen; siebentes Ventralabdominalsegmentbildetmitseinem distalen Rand einen sehr schwachen Winkel, mit distal konvergierenden paari- gen mittleren Kielen und einem Paar deutlicherer Lateralkiele. Vorderschenkel etwas langer als der Kopf, Pro- und Mesothorax; Tibien nur sehr wenig kiirzer als die Schenkel. Mittelschenkel etwas langer als der Mesothorax, unbedornt und ohne Lappen ; Tibien etwas kiirzer als die Schenkel. Hinterschenkel etwas langer als der Pro- und Mesothorax, unbedornt und ohne Lappen ; Tibien etwas kiirzer als die Schenkel. Bei dem Stuck ist die Farbung offenbar durch die Konservierungsfliissig- keit vernichtet. Im jetzigen Zustande einfarbig blaBgelb. MaBe. Korperlange 40 mm Lange des Prothorax 1,8 ,, Lange des Mesothorax 8,3 ,, Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) .7 Lange der Vorderschenkel 13 ,, Lange der Mittelschenkel 8,6 ,, Lange der Hinterschenkel 10,6 Die Type ist das einzige Stuck der Art. Es ist moglich, dai3 die Typen der Arten pluto und incerta nicht vollkommen ausgewachsene Tiere sind, aber ihre Charaktere sind zum groBen Teil solche, die sich beim ausgewachsenen Tiere nicht andern wiirden, sollten die vorhandenen Exemplare nicht ganz erwachsen sein. Leptynia undussumensis n. sp. Type: 9, Undussuma, siidwestl. des Albert-Nyanza, in 1050 m Hohe, Ende Juli 1891 (STUHLMANN) [Berliner Museum]. Verwandt mit L. incerta (siehe oben), unterscheidet sich aber von dieser durch die langeren Vorder- und Hinterbeine, die weniger spitzen Cerci und das apikal ausgerandete Operculum. Gestalt ziemlich klein; Habitus maBig schlank; Oberseite vielkielig. Kopf ungefahr 2mal so lang wie der Prothorax, caudad etwas verschmalert; Occipital- rand mit einem Paar deutlicher, aber niedriger, beinahe konischer Tuberkeln, die durch einen ausgesprochenen Einschnitt voneinander getrennt sind; Augen am 4* 52 basalen UmriB beinahe elliptisch, maCig vorgewolbt, Antennen urivollstandig. Die dorsolateralen Rander des Prothorax beinahe parallel ; Cephalrand beinahe stumpf- winklig ausgerandet, Caudalrand beinahe abgestutzt. Mesothorax nur etwas langer als die Mittelschenkel. Metathorax etwa um die halbe Lange des Prothorax kiirzer als der Mesothorax; Mediansegment etwas quer, Cephalrand cephalad etwas bogenformig, Caudalrand beinahe abgestutzt. Abdominalsegmente mehr oder weniger langlich; Analsegment ungefahr 2 / 3 so lang wie das vorher- gehende Abdominalsegment, dachformig in Querschnitten, 5 kielig, der mittlere Kiel im Vergleich zu den andern deutlich erhaben, Caudalrand breit stumpfwinklig, die kleine, etwas gestreckte, konische, beinahe fingerformige Supraanalplatte frei- lassend; Cerci so lang wie das Analsegment, deutlich zusammengedriickt, von der Seite gesehen scheinen sie proximad halb so breit wie lang zu sein, sehr wenig konisch, der Apex sehr breit und stumpf abgerundet, Lateralflache ausgehohlt, Operculum nur wenig schmaler an der Basis des Analsegments, sehr schwach aufgebaucht, nicht gekielt, Distalrand sehr schmal stumpfwinklig ausgerandet. Vorderschenkel betrachtlich langer als der Kopf, Pro- und Mesothorax; Tibien ungefahr ebenso lang wie die Schenkel. Mittelschenkel ebenso lang wie der Mesothorax, ventrad unbedornt und nicht gelappt; Tibien verstiimmelt. Hinter- schenkel etwas langer als der Pro- und Mesothorax, ungedornt und ungelappt; Tibien beschadigt. Allgemeine Farbung bister, mehr oder weniger verwaschen mit holzbraunen Flecken. MaBe. Korperlange 42,5 mm Lange des Prothorax 1,6 ,, Lange des Mesothorax 9 Lange des Metathorax (inkl. Med. -Segment) .8 Lange der Vorderschenkel 15 Lange der Mittelschenkel 9 Lange der Hinterschenkel 11 Die Type ist das einzige bekannte Stuck dieser Art. Leptynia sp. 1 ) Hinter den Randgebirgen der nordwestl. Kiiste des Tanganjika-Sees, in 1900 2500 m Hohe (R. GRAUER). 3 nicht erwachsene Stiicke. Es ist eine sehr schlanke Art, entschieden noch nicht beschrieben, aber das Material ist nicht so beschaffen, daft eine Beschreibung moglich ist. J ) Palophus brongniarti Redtenbacher. Insekt.-Fam. Phasm., p. 304 [Tanganjika-See]. Pa- lophus episcopalis (Kirby). Ischnopoda episcopalis Kirby, Trans. Linn. Soc. London, Zool. VI, pt. 6 p. 466 [Tanganyika]. 53 Acrididae. Acrydiinae. Xerophyllum Fairmaire. Xerophyllum russisianum n. sp. Type : 9, Ufer des Russisi-FluB in der Ebene auf der Congoseite, Zentral- Afrika 1 ), Mai 1908 (R. GRAUER) [Berliner Museum]. In Alkohol. Diese Species ist nahe verwandt mit X. galeatum Karsch aus dem west- lichen Congostaate (zwischen Kwako und Kimpoko), jedoch vveicht sie in dern niedrigeren, weniger halbkreisformigen Pronotalkamme ab, der an seiner brei- testen Stelle nur einhalb so breit ist, wie seine Lange betragt, wahrend bei ga- leatum die Breite eineinhalb der Lange betragt. Gestalt maBig groB ; Habitus wie ge wohnlich bei diesem Genus. Oberf lache rauh . Kopf tiefliegend; Vertex ungefahr eineinhalbmal so breit wie die Augenbreite; Seitenpunkte deutlich, aber nicht sehr hoch, Medianprojektion derselben geteilt; Frontalcosta an den lamellierten Interantennalrandern deutlich gesagt, Fascial- linie ventrad stumpf gesagt; Augen beinahe kugelformig, maBig vorstehend; Antennen kiirzer als die Kopfbreite. Pronotum zusammengedriickt, Riicken lamelliert wie gewohnlich bei dem Genus, cephalocaudad bogenformig, mesad sehr wenig abgeflacht, die groBte Breite des ganzen Pronotums gleich der halben Lange, Peripherie des Kammes doppelrandig und gefurcht wie bei anderen Species des Genus, caudad liickenhaft gezahnt; Supracephalprojektion mit schragem Rand ventrad. Tegmina beinahe lanzettlich, ein wenig kiirzer als die Seitenlappen des Pronotums breit. Yorder- und Mittelschenkel stark zu- sammengedriickt, spatelformig, Dorsal- und Ventralkamm unregelmaBig ge- sagt-gezahnt, die Ventralkamme mehr oder weniger deutlich drei- oder vier- lappig; Vorder- und Mitteltibien zusammengedriickt, beinahe spindelformig, Distalende schlanker als der proximale Teil. Hinterschenkel sehr kraftig, zu- sammengedriickt, kurz hinter dem caudalen Teil des Pronotums eingelenkt und den Apex des Abdomens nicht erreichend, Dorsalkiel liickenhaft lappig; Dorso- lateralseite mit zerstreuten Dornchen und einem dorsalen und einem late- ralen, ausgebissenen, dornformigen, pragenicularen Fortsatz, Ventrolateralkiel mit einem Paar gesagter Lappen, Ventralkiel gesagt, mit drei mehr oder weniger deutlichen Lappen; Hintertibien mit sieben Dornen an jedem Rande, deren distaler am Innenrande von den iibrigen betrachtlich weit entfernt ist; das erste Tarsenglied fast zweimal so lang wie das dritte. *) Aus den Karten iiber den Weg der Expedition und Herrn (".RAUERs Sonderreise geht her- A-or, daI3 die Lokalitat an der Spitze des Tanganyika in der Nahe von Uvira liegt. 54 Allgemeine Farbung seehundsbraun, Peripherie des Pronotums, Seitenlappen des Pronotums, Tegmina und Dorsaloberflache der Hinterschenkel rostfarben maschig gezeichnet. Ma Be. Korperlange 10,8 mm Lange des Pronotums 13 GroBte Breite des Pronotums 6,5 ,. Lange der Hinterschenkel 6,2 ,, Nur die Type bekannt. Trypophyllum Karsch. Trypophyllum cranonotum 1 ) n. sp. Type: 9- FuB von Ruwenzori (Westseite), nordlich des Albert-Edward- Nyanza, Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Verwandt mit T. glabrifrons Karsch aus dem wesl lichen Congostaat (zwischen Kwako und Kimpoko), jedoch abweichend durch den nicht durchlocherten Pronotalkamm, das starker vorragende Caudalende desselben und die kiirzeren Fliigel. Gestalt maBig lang; Habitus wie bei T. glabrifrons; Oberseite gekornelt. Kopf tiefliegend; Vertex nicht breiter als eines der Augen; Mittelkiel deutlich vorragend; Facialkiel zwischen den Ocellen gabelig, Rami deutlich getrennt, das eingeschlossene Scutellum beinahe konkav; Kiel betrachtlich nach dem ventralen Ocellus eingedriickt; Augen maiBig vorstehend; Antennen ein \venig kiirzer als der Kopf breit. Pronotum mit dem Dorsalkamm stark lamelliert, erhoht, nicht durchldchert, die Supracephalprojektion weit liber den Kopf hinausragend, beinahe spitzwinklig, caudaler Teil die Enden der Hinterschenkel und den Apex des Abdomens etwa zwei Drittel der Kopfbreite iiberragend; derhochste Punkt des DorsalauBenrandes der Pronotalerweiterung etwas caudad der Insertion der Hinterschenkel, der Rand maBig gerade, jedoch von dorsad iiber der Insertion der Vorderschenkel ab leicht cephalad abwarts geneigt; Cephalen- teil geneigt, ausgebogen, caudad beinahe konkav abfallend, Caudalecken winklig abgerundet; Seitenlappen mit ihreii Yentrolateralwinkeln etwas verlangert, schrag abgestutzt, Humeralausbuchtung flach. Tegmina verlangert, spitz-lanzettlich, von gleicher Lange wie die Mittelschenkel. Fliigel bis zur Basis des Ovipositors reichend, ganzlich unter dem Pronotum verborgen. \ T order- und Mittelschenkel zusammengedriickt, blattartig, etwa eineinhalbmal so lang wie breit, Dorsalkamm mehr oder weniger regelmaBig bogenformig, \ 7 entralkamm beinahe lappig, aus- gebuchtet; Vorder- und Mitteltibien zusammengedriickt, die letzteren proximad verbreitert. Hinterschenkel kraftig, zusammengedriickt, Dorsalkiel gekammt, == Helm, rnnr == Riicken. 55 beinahe gesagt, distad leicht ausgebuchtet; Yentralkiel leicht gewellt, Dorn am Riicken des genikularen Endes gut entwickelt; Hintertibien mit fiinf bis sechs Dornen; Canthi fein gesagt; erstes Tarsenglied eineinhalbmal so lang wie das dritte. Allgemeine Farbung ockergelb und lederfarbig mit mehr oder weniger regelmafiiger vandyckbrauner vvolkiger Zeichnung und Flecken; am Pronotum und den Beinen haselnuBfarben. MaBe. Korperlange ... 9,8 mm Lange des Pronotums 12 GroBte Breite des Pronotums 6,8 ,, Lange der Hinterschenkel 5,8 ,, Auf3er der Type befinden sich in der vorliegenden Serie fiinf andere Exem- plare von folgenden Fundorten: Fort Beni, westlich. von Ruwenzori, Januar 1908, I cf. Fui3 des Ru- wenzori (Westseite), nordlich vom Albert-Edward-Nyanza, Februar 1908, I cf (Allotype). \Yald nordwestlich von Beni, westlich von Ruwenzori, Januar 1908, 2 99- 50 km ostlich von Kasongo, Congostaat 1 ), Januar 1909 (GRAUER), 2 99 in Alkohol. Die Exemplare von Kasongo sind betrachtlich groBer als die iibrigen untersuchten Stiicke; sonst ist jedoch weiter kein Unterschied wahrzunehmen. Die Mannchen sind nur wenig kleiner als die Weibchen, beide Geschlechter weichen nur ganz wenig in der Pronotalbreite und der caudalen \Veiterung derselben ab. Bei alien Exemplaren iiberragt j edoch der Caudalf ortsatz die Enden der Hinter- schenkel um ein Bedeutendes. Kein einziges Exemplar zeigt auch nur Spuren von pronotaler Durchlocherung, und gerade diese Erscheinung ist fur T. glabri- frons spezifisch, jedoch sonst von keiner allgemeinen Bedeutung. Bei alien Exem- plaren sind die Fliigel verborgen, und die Farbennuancen sind so verschieden, daB auch nicht zwei Exemplare einander gleichgefarbt erscheinen, wenngleich die Farbentone des Typus in ihren Abschattierungen bei alien auftreten. Hippodes Karsch. Hippodes schubotzi n. sp. Type: 9, Insel Kwidschwi, Kiwu-See, September 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Diese auffallende neue Species weicht bedeutend von der Form H. vicarius Karsch 2 ) aus dem westlichen Congostaat ab. Wahrscheinlich wird der wirkliche Vergleich von Untersuchungsmaterial der zweiten Arten zu einer Gattungs- trennung oder doch wenigstens zu einer Umgestaltung der Gattungsmerkmale f iihren. 1 ) Kasongo liegt am Lualaba-FluB, kurz unterhalb der Miindung des Lulindi-Flusses. Die Exemplare wurden \vahrscheiulich in der Xahe der Lulindimiindung gesammelt. 2 ) Entomologische Nachrichten XVI p. 24. 1890. 56 Bei einem Vergleich mil vicarius ergeben sich als die auffallendsten Merk- male die geteilt bogenformige Vorderpartie und die abgeflachte Hinterpartie des Pronotums, der spitze Caudalapex desselben, die viel schmalere seitliche Flache dieses Fortsatzes und die schlankeren Hinterschenkel. VonziemlichgroBerGestalt; Habitus etwasniedergedriickt, kraftig; Oberflache groBenteils gekornelt. Kopf von dem vorragenden Teile des Pronotums bedeckt, cephalo-caudad leicht abgeflacht; Vertex zweimal so breit wie ein Auge, gewellt, stumpf bogenf ormig ; Median- oder Querkiele nicht vorhanden, laterad fossuliert; Frontalcosta zwischen den Antennen, von der Seite gesehen, bogig erhaben, dorsad sich in den Vertex abrundend, Rami von der Frontalcosta etwas abwei- chend, der Zwischenraum tief gefurcht; Augen maBig vorragend, etwas mehr als halb so lang wie die Infraocularpartie der Wange ; Ocelli paarweise ganz wenig ventrad der Mitte der Augen gelegen, betrachtlich weiter von den Augen ent- fernt als auseinanderliegend ; Antennen zwischen dem Ventralteile der Augen eingelenkt; die Breite des Kopfes deutlich iiberragend. Pronotum in der vorderen Halite dorsad merklich zusammengedruckt, cristaartig und cephalo-caudad bogenformig, dorsad des Kopfes mit einem scharfen Vorsprung, leicht bogig ansteigend in den vorderen zwei Drittem des gekammten Teiles und scharf bogig in seinem hinteren Drittel; Caudalteil des Mittelkieles fast undeutlich, beinahe gewellt; Caudalverlangerung spitz, nur ein wenig caudad bis zur Mitte der Hinterschenkel reichend; Riickenoberseite der Caudalverlangerung beinahe hockerig; Humeralregion des cristaartigen Teiles beinahe blar^nf ormig; Seiten- kiele fehlen in der Prahumeralregion; im posthumeralen Teile sind sie erhaben, bogig und beinahe hockerig; Humeralecken sehr wenig abgestumpft, laterad nicht verbreitert; Seitenlappen und ventrocephale Ecken sehr wenig winklig, Ventrocaudalecke verlangert, mit dem Apex schief abgestutzt, Caudalrand mit einer beinahe rechtwinkligen Ausbuchtung, keine Humeralausbuchtung. Tegmina undFliigel fehlen. Ovipositur maBig verlangert, stark gezahnt; Supra- analplatte sehr spitzdreieckig ; Cerci griff elformig, im Apicalteile sehr schmal. Vorder- und Mittelschenkel an ihren Randern sehr fein gewellt, am Ventralrande mit zwei rudimentaren Lappen, Mittelschenkel mit ahnlichen, aber mehr deut- lichen Lappen. Hinterschenkel ungefahr zwei Drittel so lang wie das Pronotum, maBig stark, am Dorsal- und Ventralrande sehr leicht gewellt. Hintertibien am AuBenrande mit sieben bis acht, am Innenrande mit vier bis fiinf Dornen be- waffnet, der Distalteil des Innenrandes ist unbedornt; das erste Glied der Hintertarsen etwas langer als das dritte, drittes Kissen des ersten Gliedes nur wenig langer als das zweite Glied. Allgemeine Farbung gewiirznelkebraun ; Ovipositor gebrannte Umbra- farben; Palpen ockergelb; Antennen proximad ockergelb, einige der proxi- malen Segmente mit derselben Farbe sehr wenig ringartig gezeichnet, die zwei Distalsegmente weiB, die unmittelbaren Spitzen von der allgemeinen Korperfarbe. 57 MaBe. Korperlange 17 mm Lange des Pronotums I 3,5,, GroBte Dorsalbreite des Pronotums ... 5 ,, Lange der Hinterschenkel ..... .10 Nur die Type dieser bemerkenswerten Species ist bekannt. Es ist mir ein besonderes Vergniigen, diese auBerst auffallende Form dem Herrn Dr. SCHUBOTZ, dem unermiidlich tatigen Zoologen der Deutschen Zentral- Afrika-Expedition, zu widmen, dessen lebhaftem Interesse wir den hohen Wert der vorliegenden Sammlung verdanken. Trachytettix Stal. Trachytettix alatus Bolivar. 1908. Trachytettix alatus Bolivar. Mem. Soc. Ent. Belg. XVI p. 84 [Equatorville, Congo]. StraBe zwischen Mawambi und Avakubi, Ituri-Aruwimi-FluB, Congo- staat, 20. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I Q. Mawambi, am oberen IturifluB, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I 9 in Alkohol. Irumu bis Mawambi (Wald), Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Die vorliegenden Exemplare beweisen, daB BOLIVARS Species dimorphisch ist. Das Exemplar aus dem Walde zwischen Irumu und Mawambi zeigt ein verkiirztes Pronotum, wahrend bei den andereii Exemplaren das caudale Ende des Pronotums verlangert ist. Ebenso ist es klar, daB eine betrachtliche Ver- schiedenheit jeder in geographischer oder in individueller Hinsicht in bezug auf die GroBe vorhanden ist. Mein Material ist zur Angabe genauerer Dateii unzureichend. Die MaBe der vorliegenden Tiere sind folgende: Zwischen Von Irumu nach ME Korperlange iwambi Avakubi Mawambi 10 mm 9,5 mm n,5 12,2 4,8 4,8 Maw n,5 9,8 Lange des Pronotums . . . Lange der Hinterschenkel . Trachytettix bufo (Costa). 1864. Tettix bufo Costa. Ann. Mus. Zool. Napoli II p. 58 [Natal]. Aus der Steppe in der Nahe von Kasindi, Nordkiiste des Albert-Edward- Nyanza, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I 9. 58 - Criotettix Bolivar. Criotettix humilis n. sp. Type: cf, Bundeko, nordlich des Albert-Edward-Nyanza (am westlichen Fui3 des Ruwenzori), 4. Juni 1891 (STUHLMANN) [Berliner Museum]. Verwandt mit C. durus (Karsch) aus Adeli, Togo. Beide stimmen darin iiberein, daJ3 der Vertex schmaler 1st als ein Auge im Durchmesser, humilis unterscheidet sich aber von durus dadurch, daB der mittlere Kiel des Pronotums bei erstgenannter Form kaum erhaben ist. Gestalt mittelmaBig \ Habitus etwas zusammengedriickt ; Oberflache korn- chenartig punktiert. Kopf tiefliegend; Vertex ungefahr zwei Drittel so breit wie ein Auge im Durchmesser, mittlerer Kiel deutlich, aber zarter, der schiefe seitliche Kiel ebensogut ausgepragt wie der mittlere, cephalad konvergierend, ein Paar longitudinaler, beinahe bogenformiger Andeutungen feiner Tuberkeln zwischen den Kielen; Frontalcosta zwischen der Basis der Antennen rundlich verlangert, die Rami dorsad der paarigen Ocelli divergierend, letztere liegen etwas dorsad der Mitte der Augen; Augen maBig vorgewolbt; Antennen an den ventralen Teilen der Augen einsetzend, bei der Type verstiimmelt. Riicken des Pronotums abgeflacht, etwas wellig, Caudalfortsatz reicht kaum bis hinter die Apices der Schenkel; groBte dorsale Breite ein Drittel der Lange, Mittelkiel fein angedeutet, aber nicht uberall erhaben, wellig, Later alkiele etwas konvergierend und an der Prozona schwach; Humeralecken maBig vorgezogen; laterale Loben und der Ventralrand schief abgestutzt, ventrolaterale Ecke betrachtlich vorgezogen, abgeplattet, etwas spitz, caudad abgestutzt, sowohl die humerale als auch die ventrale Ausbuchtung des Caudalrandes der Loben sehr deutlich, Tegmina elliptisch, zwei Drittel so lang wie der dorsale Teil der lateralen Loben. Fliigel iiberragen nur sehr wenig das caudale Ende des Pronotums. Vorderbeine fehlen. Rander der Mittelschenkel ganz. Nur die Apices der Hinterschenkel iiberragen die Spitze der Subgenitalplatte, maBig kraftig, beinahe zusammengedriickt, dorsale und ventrale Rander beinahe gesagt; Tibien distad deutlich verbreitert, mit fiinf bis sieben Dornen, Canthi gesagt. Allgemeine Farbung gewiirznelkebraun, Lateralloben des Pronotums, Pleura, Seiten des caudalen Fortsatzes des Pronotums und der groBte Teil der dorsalen und lateralen Flachen der Hinterschenkel matt rohsiennaf arben ; ventrolaterale Flache der Hinterschenkel schwarzlich; Augen holzbraun. Hintertibien ver- wachsen, gewiirznelkebraun und rohsiennafarben. MaBe. Korperlange n mm Lange des Pronotums 11,2 ,, Lange der Hinterschenkel 7,5 ,, Die Type ist der einzige Vertreter der Art, den ich gesehen habe. 59 Morphopus Bolivar. Morphopus pyramidatus n. sp. Type: 9, FuB von Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit M. simplex (Brancsik) aus Nossi-Be, er unterscheidet sich aber durch die deutlich gelappten Loben der \ r order- und Mittelschenkel, durch den vorhandenen Mittelkiel des Vertex und durch die nicht verbreiterten An- tennen. Diese Art kann von den anderen Species des Genus durchaus abgetrennt werden wegen der starken Verkiirzung einer der beiden Erhebungen des Pro- notalkieles. Gestalt maBig groB; Habitus etwas langlich; Oberflache kornchenartig punktiert. Occiput des Kopfes deutlich ansteigend; Vertex eineinhalbmal so breit wie ein Auge irn Durchmesser, beinahe horizontal und im Querschnitt lang- lich bikonkav, Cephalrand des Vertex etwas bogenformig ausgerandet, gesagt, der Mittelkiel ist nur sehr wenig langlich, an der Spitze fein verlangert, Lateral- winkel des Randes stumpf vorgezogen, die caudale Ausbreitung der Fossae des Vertex ist durch eine niedrige quere Erhohung angedeutet; Frontalcosta zwischen der Basis der Antennen rundlich vorgezogen, Rami regelmaBig diver- gierend, dorsad der Ocellen kurz divergierend ; paarige Ocellen liegen etwas ventrad der Mitte der Augen; Antennen deutlich ventrad der Augen inseriert, etwas langer als die Kopfbreite, sehr schlank, Glieder langlich, Apex nicht verbreitert; Augen deutlich vorgewolbt. Pronotum langlich; der caudale Fortsatz subulat, iiberragt die Spitzen der Hinterschenkel um mehr als die Lange der letzteren; Dorsalkiel unmittelbar cephalad und am caudalen Fortsatz sehr niedrig, cephalad und etwas caudad ist die Humeralecke derselben in erhabene, dreieckige, zahn- formige Loben entwickelt, deren cephaler nicht halb so hoch ist wie der caudale, in kurzer Entfernung distad des letzteren ist der Kiel wellig; Lateralkiele kurz und an der Prozona beinahe parallel ; Humeralecken stumpf, laterad etwas vorragend, die interhumerale Region bucklig und mit paarigen, kurzen, abgerundeten, beinahe parallelen Supplementkielen und undeutlicheren, mehr caudal gelegenen paarigen Buckeln; ein querer Eindruck findet sich caudad der groBten Hohe des Mittel- kiels, proximaler Teil des caudalen Fortsatzes mit drei Paaren auseinander- stehender Tuberkeln, suprategminaler Teil des Lateralkieles mit einer niedrigen, bogenformigen Erhebung; Lateralloben an beiden Ausbuchtungen tief winklig, ventrolaterale Ecke nur wenig verlangert, Apex schief abgestutzt. Tegmina sehr wenig langer als die Mittelschenkel, langlich eiformig; Apex verschmalert, sehr fein abgerundet. Fliigel nur etwas kurzer als der Apex des Pronotums. Rand der Vorderschenkel wellig gelappt, auf dem dorsalen Teile miteinem vorder Mitte und einem hinter der Mitte gelegenen langlichen, niedrigen, zahnformigen Lobus, ventrad mit einem hoheren, vor der Mitte gelegenen zahnformigen Lobus 6o und einem sehr schwachen proximalen Lobus. Mittelschenkel deutlicher wellig gelappt als die Vorderschenkel, aber die dorsalen Loben sind niedriger, ein breiterer ventralen Lobus mehr entwickelt, und ein deutlicher, aber niedriger distaler Lobus am selben Rande. Dorsalrand der Hinterschenkel wellig gesagt, ein Paar vor dem Knie gelegene Zahne am selben Rande; ventrolateraler Rand mit einem medianen dreieckig vorgezogenen Lobus ; Hintertibien distad deutlich verbreitert, zerstreut, gesagt-dornig, Canthi fein gesagt; proximales Tarsalglied etwas langer als das dritte, proximale Kissen des proximalen Gliedes kiirzer als die mitt- leren und distalen Kissen, die beinahe gleich lang sind, spitz. Allgemeine Farbe mattbraun, mehr oder weniger lehmfarben, die Kniegegend der Hinterschenkel, mehr oder weniger deutliche tibiale Ringe, der pronotale Eindruck und die Scheibe der Fliigel seehundsbraun. MaBe. Korperlange 12,2 mm Lange des Pronotums 17 ,, . Lange der Hinterschenkel 6,3. ,, Nur die Type ist bekannt. Paratettix Bolivar. 1 ) Paratettix wilverthi Bolivar. 1908. Paratettix wilverthi Bolivar. Mem. Soc. Ent. Belg. XVI p. 86 [Lulu, Banana und Boma Sundi, Congostaat]. Im Walde nordwestlich von Beni (westlich von Ruwenzori), Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 cfV, I 9- Banjoro, westlich des Albert- Nyansa, 29. Oktober 1891 (STUHLMANN), i 9. Oberer Ituri, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I 9, I o 71 in Alkohol. Alle diese Stiicke sind mit einer Anzahl von Exemplaren aus der Kameruner Gegend verglichen worden. Sie sind alle ausgesprochene Vertreter der Species. Es scheint so, als ob eine betrachtliche individuelle Variationsbreite in der Lange der lateralen Kiele der Prozona feststeht, und es ist leicht moglich, daB unter dem in meinen Handen befindlichen Material zwei Species vorhanden sind, aber ohne weiteres Material muB ich es vorziehen, alle Stiicke als zu einer Art gehorig zu betrachten. Eine Anzahl Stiicke von P. scaber weisen eine bei- nahe ebenso groBe Variationsbreite der prozonalen Lateralkiele auf. Das Weib- chen, welches nordwestlich von Beni gefangen ist, und das Weibchen von Ober-Ituri sind beide groBer als das Stuck aus Banjoro; das Exemplar aus Beni ist das groBte von den dreien. 1 ) Paratettix cinereus Bolivar. Envahnt von Entebbe, Uganda und einer nicht naher be- zeichneteu Lokalitat in Toro von GlGLIO-TOS. (In Abruzzi, II Ruwenzori I p. 306.) 6i Paratettix ruwenzoricus n. sp. Type: 9, Westseite des Ruwenzori, in ungefahr 2500 m Hohe, Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit P. wilverthi Bolivar, unterscheidet sich aber von dieser Art durch die kleineren Tegmina, deutlichere laterale (humerale) Kiele des Pronotums und nicht subulat caudales Ende derselben. Gestalt maBig klein; Habitus maBig kraftig; Oberseite runzelartig punktiert. Kopf etwas ansteigend; Vertex horizontal, beinahe bis zum cephalen Teil der Augen reichend, beinahe ebenso breit wie ein Auge im Durchmesser, abgestutzt, der mittlere Kiel maBig vorspringend, Oberflache maBig doppelt fossuliert; Frontalcosta zwischen den Antennen etwas bogenformig vorgezogen, Rami nach dem Rand des Vertex zu gabelformig, sehr deutlich; die paarigen Ocellen groB, in der Mitte zwischen den Augen gelegen; Antennen in einer Ebene mit dem Ventralrand der Augen inseriert, Glieder langlich, bei der Type unvoll- standig aber bis zur Humeralecke reichend; Augen vorgewolbt. Pronotum um etwas mehr als die Breite der Lateralloben des Pronotums kiirzer als die Apices des Abdomens und der Hinterschenkel; Mittelkiele nicht cristaartig, niedrig, wellig, cephalad der Humeralecken etwas zusammengedriickt; in der Nahe des cephalen Randes undeutlich; Cephalrand beinahe abgestutzt, caudaler Fort- satz spitz; die groBte Breite zweieindrittelmal kleiner als die Lange; Humeral- ecken abgestumpft, nicht vorgezogen, Lateralkiele der Prozona parallel, kurz; ventraler Rand der Lateralloben schief abgestutzt, ventrocaudale Ecke spitz, der Apex schmal abgerundet, untere Ausbuchtung spitzwinklig, Humeralsinus rechtwinklig. Tegmina kurz, kaum zwei Drittel so lang wie die Mittelschenkel, stumpf-eiformig, groBte Breite kaum halb so groB wie die Lange, Apex rund- lich abgestutzt. Fliigel kaum bis zur Spitze des Pronotums reichend. Rander der Vorder- und Mittelschenkel, besonders die der Mittelschenkel, etwas wellig. Hinter- schenkel maBig kraftig, zusammengedriickt, Rander gesagt, aber nicht wellig; Hintertibien distad verbreitert; das erste Glied der Vordertarsen etwas langer als das dritte; der distale Kissen der drei Kissen des ersten Tarsengliedes 1st langer als die anderen und nicht dornig wie die proximalen. Allgemeine Farbung seehundsbraun, auf dem Riicken paarige schwarz- liche, dreieckige, posthumerale Flecken und die Lateralrander der Scheibe des Pronotums lederfarben, auBere Flache der Hinterschenkel mit einem medio- longitudinalen lehmfarbenen Strich, die Kniebogen von derselben Farbe. MaBe. Korperlange 11,5 mm Lange des Pronotums 8 Lange der Hinterschenkel 6,5 ,, Zwei paratypische Mannchen und zwei Weibchen sind mit der Type ver- glichen worden. Bei den Mannchen mit der Vertex etwas schmaler als der Durch- 62 messer eines Auges, und der caudale Fortsatz des Pronotums 1st etwas langer als der Apex des Abdomens und etwas kiirzer als die Enden der Schenkel. Es ist klar, dai3 die Species in den Farbenmustern sehr variiert, da eines derWeibchen eine mediolongitudinale Linie am Kopf und Pronotum hat, alle Fortsatze des Pronotums caudad der paarigen schwarzlichen Flecken und ein breiter querer Strich auf den Hinterschenkeln lehmfarben, wahrend die anderen drei Stiicke weniger groI3e Abweichungen von der Zeichnung der Type zeigen. Paratettix sp. Oberer Ituri, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.)^ I 9 in Alkohol. Dieses betrachtlich verstiimmelte Exemplar reprasentiert eine Species der Gattung Paratettix. In einigen Merkmalen nahert es sich den beiden vorher- beschriebenen Formen, ist aber trotzdem durch eine Anzahl besonderer Charak- tere ausgezeichnet. Bei dem mangelhaften Erhaltungszustande erscheint es wenig wiinschenswert, eine Beschreibung oder Bestimmung zu versuchen. Dasyleurotettix Rehn. Dasyleurotettix curriei Rehn. 1904. Dasyleurotettix curriei Rehn. Proc. Acad. Nat. Sci. Phila., 1904 p. 658 [Mt. Coffee, Liberia]. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.) [Berliner Museum], I o* in Alkohol. HANCOCK hat neuerdings diese Species aus Umtali, Rhodesia, von den Yictoriaf alien, vom Sambesi und aus Natal erhalten. Diese .und die obengenannten Fundorte umfassen alle bekannten Lokalitaten, in denen das Genus und die Species vorkommen. Die Stiicke aus Kwidschwi stimmen vollstandig mit den Paratypen iiberein. Acrydium Geoffrey. 1 ) Acrydium waelbroecki (Bolivar). 1908. Tettix waelbroecki Bolivar. Mem. Soc. Ent. Belg. XVI p. 87 [Kinchassa, Congostaat]. Budjungus, siidlich des Albert-Nyanza, 20. Juli 1891 (STUHLMANN), i <:?. Bundeko, siidlich des Albert-Nyanza, Juli 1891 (STUHLMANN), I d*. Karewia am FuB des Ruwenzori, 6. Juli 1891 (STUHLMANN), i 9- Diese Stiicke stimmen sehr gut mit BOLIVARS Beschreibung der Species iiberein. 1 ) Acrydium bipunctatum (Linn.). Erwahnt von GlGLlO-Tos (In Abruzzi, II Ruwenzori I p. 306) von Butiti, Toro. Acrydium depressum (Bris.). Von KlRBY vom Ruwenzori erwahnt. (Trans. Linn. Soc. London XIX pt. i p. 66.) 63 Acrydium montilunorum n. sp. Type:. 9, Westseite des Ruwenzori, in 2500 m Hohe, Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mil A. gratiosum Karsch und waelbroecki (Bolivar), es unter- scheidet sich aber von beiden durch die kraftigeren Hinterbeine, den breiteren Vertex und die mehr zusammengedriickte und abgestutztere Form. Im allgemeinen Habitus ahnelt montilunorum offensichtlich A. illepidum (Karsch), aber bei letzterer Species ist der Mittelkiel des Vertex nicht vorgezogen und das dritte Kissen des proximalen Tarsalgliedes ist nicht langer als das zweite. Beide Charaktere finden sich nicht bei gratiosum, waelbroecki und montilunorum. Von kleiner Gestalt; Habitus beinahe zusammengedriickt ; Oberflache runzelartig granuliert. Occiput und Vertex des Kopfes maBig ansteigend; Vertex deutlich breiter als ein Auge im Durchmesser, laterad deutlich verbreitert, cephalad verlangert, stumpfwinklig abgerundet, Mittelkiel deutlich vorgezogen, caudad nach dem Caudalrand des Kopfes zu verlangert, maBig doppelt fossu- liert; Frontalcosta zwischen den Antennen maBig bogenformig vorgezogen, dorsad der Ocellen gegabelt, die Rami zum groBten Teil bekiahe parallel; paarige Ocelli befinden sich etwas dorsad der Mitte der Augen; Antennen zwischen den ventralen Teil der Augen eingefiigt; Augen nicht bedeutend vorgewolbt. Pronotum etwa um die groBte Breite des Pronotums kiirzer als die Spitzen der Hinterschenkel ; dorsale Oberflache dachformig, groBte Breite zweieinhalbmal in der Lange enthaltend ; Mittelkiel zusammengedriickt, cephalocaudad schwach bogen- formig; cephaler Rand der Scheibe stumpfwinklig, caudaler Fortsatz sehr scharf ; Lateralkiele der Prozona divergieren zu einem Winkel gleich dem des prahume- ralen Teiles der Rander; Humeral winkel sehr stumpf ; Ventralrand der Lateral- loben schiefbuchtig abgestutzt, Ventrocaudalecke spitzwinklig abgerundet, untere Ausbuchtung etwas stumpfwinklig, Humeralsinus beinahe rechteckig. Tegmina langlich-eiformig, Apex abgerundet. Fliigel etwas kiirzer als das Prono- tum. Rander der Vorderschenkel ganzrandig; Rander der Mittelschenkel etwas wellig. Hinterschenkel kraftig, massig aufgebaucht, beinahe zusammengedriickt, Kiele gesagt; Hintertibien distad kaum verbreitert, Canthi gesagt; proximales Glied der Hintertarsen sehr wenig langer als das distale, die dritten Kissen des ersten Tarsalgliedes beinahe den anderen beiden an Lange gleich. Allgemeine Farbung des Riickens holzbraun mit zwei Paar schwarzer drei- eckiger sammetener Flecken an den Lateralrandern der Scheibe, ein Paar cephalad der Humeralecke, das andere Paar caudad derselben; Seiten und Bauch bister, die Beine mehr oder weniger lehmfarben geringelt. MaBe. Korperlange 9,2 mm Lange des Pronotums 6 Lange der Hinterschenkel 5,2 ,, 6 4 Mit der Type 1st ein einzelnes c in Spiritus von der siidostlichen Kiiste des Kiwu-Sees verglichen worden. (August 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) Es zeigt, dai3 die Species eine groBe Verbreitung in Hohe aufweist. Dieses Stiick stimmt sonst vollkommen mit der Type iiberein. Es fehlen nur die paarigen schwarzen Flecken auf der dorsalen Seite des Pronotums. Die Ma Be des ( ' sind wie folgt: Korperlange 8 mm Lange des Pronotums 6 Lange der Hinterschenkel 4,7 ,, Acrydium dasynotum n. sp. Type: 9, FuB des Ruwenzori (Westseite), Febmar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit A. priscum (Bolivar) aus Australien und latipes (Stal) aus i Damaraland, unterscheidet sich aber von ersterem durch die groBere Gestalt, den ausgebuchteten Mittelkiel und den etwas winkligen Kopfrand des Pronotums und dadurch, daB das erste und dritte Glied der Hintertarsen beinahe gleich- lang sind. Von latipes unterscheidet es sich durch den breiteren Vertex, den absonderlichen Charakter des caudalen Endes ctes Pronotums, den ausgebuchteten Mittelkiel desselben und das kiirzere erste Glied der Hintertarsen. Gestalt ziemlich groB; Habitus kraftig; Oberseite runzelartig punktiert. Kopf mit dem Vertex beinahe horizontal, Breite desselben eineinhalbmal so breit als der Durchmesser eines Auges, cephaler Rand cephalad der Augen etwas verlangert, bogenformig abgestutzt, Mittelkiel kurz, etwas verlangert, sehr kurze Lateral-(Marginal-)Kiele vorhanden, Oberseite des Vertex mit paarigen, lateralen, langlichen Griibchen; Frontalcosta zwischen den Antennen rundlich verlangert, dorsad beinahe winklig, Rami dorsad der Ocelli etwas divergierend, ventrad der Ocellen beinahe parallel, von da ab etwas divergierend; paarige Ocellen zwischen der Mitte der Augen; Antennen eben mit dem Ventralrand der Augen inseriert, Lange der Antennen nur sehr wenig langer als die groBte Breite des Kopfes, die mittleren Glieder derselben miiBig langlich; Augen etwas vorgewolbt. Das Pronotum reicht kaum bis zur Mitte der Hinter- schenkel, dachformig, groBte dorsale Breite gleich zweieindrittel der groBten Lange, Oberseite wellig, rauh tuberkuliert ; Mittelkiel in kurzer Entfernung caudad des cephalen Randes maBig zusammengedriickt , cephalocaudad bogenformig, un- mittelbar cephalad wenig ausgepragt, in der Humeralregion deutlich bogen- formig und im caudalen Teile wellig; Kopfrand bogenformig abgestutzt, Apical- rand des Fortsatzes stumpf, beinahe zweilappig; Lateralkiele der Prozona etwas bogenformig konvergierend , Humeralecken nicht deutlich, in der Humeral- region ein Paar kurzer, bogenformiger, hockeriger Erganzungskiele ; ventraler Rand der Lateralloben schiefbuchtig, untere Ausbuchtung rechteckig, Humeral- sinus fehlt. Tegmina nicht vorhanden. Fliigel nicht sichtbar. Rander der Vorder- und Mittelschenkel mehr oder weniger wellig ausgebuchtet. Hinterschenkel kraftig, maBig aufgebaucht ; Kiele gesagt; Hintertibien distad etwas verbreitert, Canthi gesagt, Innenrand im distalen Fiinftel unbedornt; proximales Glied der Hinter- tarsen etwas langer als das distale, distale Kissen des proximalen Gliedes un- gefahr ebenso lang wie die beiden iibrigen. Allgemeine Farbung gewiirznelkebraun, Ovipositor proutschenbraun. Ma Be. Korperlange 13,5 mm Lange des Pronotums 7,7 Lange der Hinterschenkel 7,2 ,, Ich habe nur dieses einzige Stiick der bemerkenswerten Species gesehen. Acrydium virunganum n. sp. Type: Q, Ninagongo, Virunga Vulkane, Nordkiiste des Kiwu-Sees, in einer Hohe von 3000 m, 5. Oktober 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Verwandt mit dem oben beschriebenen A. dasynotum, es unterscheidet sich aber von letzteretri besonders durch den schmaleren Vertex, durch den mehr regelmaBig gebogenen und nicht ausgebuchteten Mittelkiel des Pronotums und den weniger rauhen und aufgebauchten Riicken desselben. GroBe mittelmaBig; Habitus beinahe so wie bei dasynotum, aber die Humeral- ecken deutlicher; Oberflache rauh tuberkuliert. Kopf und Occiput ansteigend; Vertex beinahe horizontal, etwas breiter als der Durchmesser eines Auges, cepha- lad der Augen sehr wenig verlangert, cephaler Rand beinahe abgestutzt, laterad in kleine Supraocularloben abgerundet, Mittelkiel cephalad leicht verlangert, caudad den caudalen Rand der Augen nicht vollstandig erreichend, Oberseite mit zwei Griibchen ; Frontalcosta bogenf ormig verlangert zwischen den Antennen , dorsad langsam in den Vertex iibergeheiid und am mittleren Ocellus scharfer eingedriickt, Rami dorsad der paarigen Ocellen deutlich gabelformig, ventrad regelmaBig ausgesprochen divergierend ; in der Mitte zwischen den Augen paarige Ocellen gelegen ; Antennen zwischen den ventralen Randern der Augen inseriert ; Augen maBig vorgewolbt. Pronotum deutlicher als bei dasynotum, nur wenig bis zur distalen Mitte der Hinterschenkel reichend; Mittelkiel etwas zusammen- gedriickt, cephalocaudad beinahe bogenf ormig, cephalad der Humeralecken ab- geplattet, zum cephalen Rande der Scheibe verlangert, caudad etwas niedergedriickt und nicht ausgebuchtet; cephaler Rand der Scheibe sehr stump fwinklig; caudaler Teil der Scheibe sehr deutlich rundlich zweilappig; Lateralkiele der Prozona deutlich, beinahe parallel, Humeralecken sehr stumpfwinklig, sehr deutlich; ventraler Rand der Lateralloben schief bogenformig abgestutzt, untere Aus- buchtung rechteckig, Humeralsinus fehlt. Tegmina fehlen. Fliigel nicht sichtbar. Beine wie bei dasynotum. Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. 66 Allgemeine Farbung vandyckbraun , die Beine mehr oder weniger zimt- farben geringelt; die distalen zwei Drittel der Hintertibien groBtenteils gewiirz- nelkebraun, auf dem Riicken des Pronotums mit einem Paar posthumeraler, fast dreieckiger schwarzlicher Flecken. MaBe. Korperlange 10 mm Lange des Pronotums 6 ,, Lange der Hinterschenkel 6 ,, 5 paratypische 99 sind mit der Type verglichen worden. Sie sind vom ty- pischen Stiick nicht sehr verschieden. 3 99 ^us dem Bugoie-Wald, von Februar bis November 1908, von VON STEGMANN und STEIN erbeutet, stimmen vollstandig mit der Type iiberein. Die beiden oben beschriebenen Species bilden zusammen mit A. priscum, latipes und dubiosum eine natiirliche Gruppe des Genus, charakterisiert durch das Fehlen deutlicher Tegmina und Fliigel. Der allgemeine Habitus dieser For- men ist derselbe, und in Ubereinstimmung mit dem gegenwartigen Bestreben, die Acrydiinae in mehrere Subgenera zu zerlegen, mag es einem zukiinftigen Bearbeiter leicht fallen, sie als Genus oder Subgenus von echten Acrydium, wie sie durch A. subulatum charakterisiert sind, abzutrennen. Ich mui3 jedoch davon so lange absehen, bis ich in der Lage bin, die oben erwahnten, alteren Species, die augenscheinlich in diese Abteilung hineingehoren, zu priifen. Eumastacinae. Thericles Stal. Thericles gnu Karsch. 1896. Thericles gnu Karsch. Stettin. Ent. Zeit. LVII p. 248 [Ru Nsororo (Ruwenzori), 2000 m Hohe, Ost-Zentralafrika]. FuB des Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i unreifes o*, i 9 in Alkohol. Beni, Semlikital, Congostaat. Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i a* in Alkohol. Die Ruwenzori-Stiicke sind tatsachlich topotypisch von dieser aus dem Material Dr. STUHLMANNS beschriebenen Species. Die Originalbeschreibung ist sehr ungeniigend, aber die Stiicke stimmen in alien wichtigen Charakteren iiber- ein. Das Weibchen hat gelbe Wangen und Occiputs, ebenso gefarbt ist es am Vertex und ventrad iiber den Kiel der Frontalcosta bis zwischen die An- tennen. Die Dornen auf beiden Randern der Hintertibien wechseln von 14 bis 15 Gliedern. Das Mannchen ist zu unentwickelt, um sich eine Vorstellung von den Charak- teren des vorlaufig unbekannten Geschlechts zu machen. 67 - Thericles quagga Karsch. 1893. Thericles quagga Karsch. Berlin. Entomol. Zeitschr. XXXYIII p. 110 [Bismarckburg, Adeli |. Bugoie-Wald, Nordwest-Ruanda, Februar bis November 1908 (v. STEG- MANX und STEIN), 8 go i n Alkohol. Diese Stiicke stimmen vollstandig mit KARSCH s Beschreibung dieser Species iiberein. Es ware jedoch wiinschenswert, wenn nahere Details angegeben waren. Im Vergleich des Bugoie-Materials mit den Tieren aus Togo (Adeli) mogen letztere Verschiedenheiten aufweisen, die sich mit der Origiiialbeschreibung nicht decken. Die Zahl der Dornen am externodorsalen Rand der Hinterschenkel variiert bei den Stiicken von zwei zu sechs, und bei einem Exemplar tragt ein Bein drei Dornen an diesem Rand und am anderen Bein sechs. Die extremen Exemplare besitzen die folgenden MaBe: Korperlange 18,5 25 mm Lange des Pronotums 2,83 Lange der Hinterschenkel 10,5 11,8 ,, Thericles zebra Gerstaecker. 1889. Thericles zebra Gerstaecker. Mitteil. d. Natunvissensch. Yerein.s fiir Xeu - Vorpommern und Riigen XXI p. 47 [Victoria und Abo, Kamerun]. Mbogo. Mbogosteppe,, Marz 1908, I c 71 in Alkohol. Dieses Stuck stimmt in alien wichtigen Teilen mit GERSTAECKER s Be- schreibung der Species iiberein, die einzigen Unterschiede bestehen in der Yer- teilung des Schwarz an den Bachen und am sichtbaren Teil des Mesonotums. Es sind offenbar individuelle Merkmale, wie BURR in bezug auf diese Species sagt: ,,L'intensite de la couleur noire varie beaucoup." Die Species ist in Gabun und Ostafrika als auch an den angegebenen Orten gesammelt worden. Euschmidtia Karsch. Euschmidtia congana n. sp. Type: 9, Wald zwischen Irumu und Mawambi, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Xahe verwandt mit E. sansibarica Karsch, aber durch die Tegmina ver- schieden, die am Apex beinahe abgestutzt sind, und durch die abweichende Farbung. Die Beine weisen weder Schwarz noch Griin auf. Gr613e mittelmaBig ; Habitus wie bei dem Genus iiblich. Kopf scharf er- haben; Occiput regelmaBig und rundlich ansteigend, interocularer Vertex etwas 5* 68 weniger als zweimal so breit wie das proximale Antennenglied, zweikielig; Fasti- gium etwas geneigt und in die Frontalcosta sehr eng abgerundet, Kiele erhaben, von dem Fastigium beinahe ansto!3end, von der Costa dorsad deutlich an- stoBend, mesad und ventrad durch einen schmalen Sulkus getrennt Facial- linie deutlich zuriicklauf end ; Antennen ungefahr ebenso lang, wie zwei Drittel der Breite des Kopfes; Augen maBig breit, aber etwas vorgewolbt. Pronotum etwas sattelformig, mit einem niedrigen Mittelkiel, der caudad ausgepragter ist, Kopfrand ausgerandet abgestutzt, Caudalrand mesad etwas dreieckig ausge- randet; Lateralloben deutlich langer als ihre groBte (caudale) Breite, cephaler Rand maBig bogenformig und nach dem schiefen, etwas ausgebauchten Ventral- rand zu deutlich abgerundet, Ventrocaudalecke etwas spitz, Ventralrand etwas ausgebuchtet. Tegmina reichen bis zum Distalrande des Proximalabdominal- segmentes, beinahe lanzettlich, Apex beinahe abgestutzt. Fliigel reichen bis zu den Enden der Tegmina. Ovipositorscheiden maBig lang, AuBenrand des dorsalen Paares zweireihig dornig, AuBenrand des ventralen Paares mit fiinf groBen Zahnen am linken und sieben kleinen Zahnen am rechten Rande; Supra- analplatte nicht gekielt, distad bogenformig; Cerci griff elf ormig, die Supra- analplatte nicht iiberragend; Distalabdominalsegmente gebildet wie bei E. sansi- barica. Vorder- und Mittelbeine maBig lang, schlank. Hinterschenkel reichen bis zur Mitte der Ovipositorscheiden, maBig schlank, sparlich bedornt (2 bis 4), an alien dreien dorsale Kiele, die fiinf Dornen in der Kniegegend klein; Tibien mit 14 bis 15 Dornen an jedem Rande, die auf dem Innenrande groBer als die des AuBenrandes; Hintertarsen beinahe zusammengedriickt, das Proximal- glied kiirzer als das distale. Hauptfarbe ockerfarben, die Vorder- und Mittelbeine gleichfarbig und rein in Farbe, Kopf und Gesicht mehr lederfarben. Tegmina mesad seehundbraun, nach den Seitenwanden zu blasser, Fliigel rauchfarben. Abdomen mit Bauch, Lateralmembran und ein betrachtlicher Teil des ganzen Apex gebr. umbra- farben, der Riicken des Abdomens mit einem Paar weiBlicher Flecken laterad auf jedem Segment, welche in langlichen Reihen angeordnet sind und distad undeutlich werden. Pronotum laterad etwas blasser als dorsad. Hinter- schenkel lohgelb, Genikularbogen, Rand der Genikularregion und Dornen schwarz; Hintertibien und Tarsen ockerfarben, Dornen schwarz. Augen loholiv. MaBe. Lange des Korpers 26 mm Lange des Pronotums 3 ,, Lange des Tegmens 5,5 ,, Lange der Hinterschenkel 14 Der Typ dieser Species ist einzig. 69 Acridinae. Acrida Linnaeus. 1 ) Acrida turrita Linnaeus. 1758. [Gryllus (Acrida)] turrita Linnaeus. >yst. Nat. X. Aufl., p. 427 [Afrika]. Sesse-Inseln, Victoria-Nyansa, u.Dezember 1890 (STUHLMANN), i reifes und i unreifes 9- Niemirembe, SW.-Ufer des Victoria-N}'ansa, 3. Novem- ber 1890 (STUHLMANN), 2. reife und i unreifes 9- Kafuro, Karagwe, Ende Februar 1891 (STUHLMANN), id*. Ruhanga, Mpororo, April 1891 (STUHL- MANN), 2 99- Niansa, Ruanda, in einer Hb'he von 2500 m, n. August 1907,. Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i 9 in Alkohol. Kiwu-See (Dr. R. KANDT), 2 : d*, 3 99, i Nymphe in Alkohol. Kissenji, Nordufer des Kiwu-Sees, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9- Bugoie- \Yald, Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i 9 in Alkohol. Steppe siidlich vom Albert-Edward-Nyanza, Dezember 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i r 71 , i 9- Beni, Semlikital, Congo, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 oV, I 9 in Alkohol. Mboga, am Ab- hang des Semlikitales, Congo, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9, i unreifes d*. Die Exemplare von den Sesse-Inseln und von. Niemirembe zeigen einige Yerschiedenheiten vom gewohnlichen Typ der Species, besonders in der schmaleren Scheibe des Pronotums und nahern sich hierdurch in etwas der A. Stall; es scheint uns jedoch infolge sorgfaltiger \ T ergleichung mit den Exemplaren der letzteren Spezies aus Liberia, daB das Material vom Nyanza die .4. turrita reprasentiert. Wir folgen demnach KIRBY, wenn wir die Bezeichnung turrita statt nasuta fiir diese Species aiiwenden, denn auch LiNNEEs Beschreibung der nasuta paBt offenbar nicht fiir diese Species, da die blutroten Fliigel bei der vorliegenden Form nicht vorhanden sind. Unreife Exemplare dieses Genus sind von nachstehenden Fundorten in der Sammlung enthalten: LTsambara, Tanganjika-See, November bis Dezember 1907 (VON STEG- MANN und STEIN), ein Alkoholpraparat. Kissenji, Kiwu-See, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), ein Alkoholpraparat. Siid- Ost-Ufer des Kiwu-Sees, August 1907, ein Alkoholpraparat. Steppe in der Nahe von Kasindi, Januar 1908, ein Alkoholpraparat. Buschsteppe, Fort Beni, Semlikital, Januar 1908, ein Alkoholpraparat. Kassenge, Albert- Nyanza, Marz 1908, 6 Alkoholpraparate. x ) Acrida ^ii^anten (Fuessly). Erwahnt von KlRBV (in Johnston, Uganda Protect. I p. 468 von Uganda. Acrida ni/csci'iis (Beauvois). Erwahnt von GlGLIO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 303) von Entebbe, Sanda und Mitiana, Uganda und Ibanda, Toro. Cannula Bolivar. Cannula linearis (Saussure). 1861. Calamus linearis Saussure. Ann. Soc. Entom. France (4) I p. 476 [Wohngebiet unbekannt]. Steppe nahe bei Kassindi, Albert-Edward-Nyanza, Januar 1908 (Deutsch- Zentr.-Afr.-Exp.), I o*, 99 in Alkohol. Kiwu-See (Dr. R. KANDT), 2 Nym- phen in Alkohol. Die vorliegenden Fundorte sind die ersten fur diese Species aus der Seen- region. Odontomelus Bolivar. 1 ) Odontomelus 2 ) kivuensis n. sp. Type: 9, Kwidschwi-Inseln, Kiwu-See, September 1907, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit 0. romi Bolivar aus der Gegend der Stanley-Falle, jedoch durch den mehr eckig ausgerandeten Caudalrand der Pronotalscheibe und die geringere GroBe von ihm abweichend. Von brachypterus Gerstaecker unter- scheidet sich der Typ durch seine weniger zusammengedriickte Form und das kiirzere Fastigium sowie durch die weniger ver-langerten Augen; von fullonius Karsch durch die bedeutend geringere GroBe und die schmaleren Tegmina; von biafrensis Bolivar durch den deutlichen medianen Kiel des Pronotums, durch das stumpfere Fastigium und durch die geringere GroBe. GroBe mittelmaBig. Habitus maBig kraftig. Oberflache schwach ge- kornelt. Kopf an der vorstehenden dorsalen Oberseite beinahe gleich der Laiige der Scheibe des Pronotums; Fastigium mit samt dem Cephalrande der Augen an Weite gleich zwei Dritteln der Fastigiallange, Apex desselben stumpfwinklig, der Mittelkiel caudad iiber das Occiput verlangert, Lateralkiele deutlich, halb- elliptischer Quereindruck deutlich; Fastigiofacialecke beinahe abgestutzt, FacialauBenlinie stark zuriicktretend, zwischen den Augen beinahe ausgebuchtet ; Frontalcosta gefurcht, schmal und beinahe gleich dem Ocellus, sich ventrad regelmaBig erweiternd ; Gesicht gekornelt ; Augen maBig vorragend , beinahe ver- langert eiformig, in Lange beinahe gleich dem Infraocularteile der Backen; Antennen etwas kiirzer als Kopf und Pronotum zusammen, niedergedriickt, scheidenformig, die Distalhalfte viel schmaler als die Proximalhalfte und nur 1 ) Diese und die folgenden Species (kwidschwianiis) zeigen einige Venvandtschaft an Par- paella Bolivar (Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IX, pg. 287) und ebenso zu Odontomelus, jedoch stecken sie offenbar in bezug auf ihren Gesamtcharakter zwischen beiden; deshalb erscheint es uns besser, den alteren Nanien auf die vorliegenden Exemplare anzuweiideii. -) Odontomelus brachypterus Gerstaecker. Erbeutet aus Fort Portal, Toro und Bihunga an der ostlichen Abdachung des Rmvenzori in einer Hohe von 2000 2400 in von GIGLIO-TOS (in Abruzzi II Ruwenzori I p. 304). Machaeridia bilineata Stal. Gefunden bei Ibaiida, Toro von GIGLIO-TOS. (Ebendaselbst p. 303.) 7 1 wenig konisch zulaufend. Pronotum scnvie Mittel- und Lateralkiele der Scheibe deutlich, die Lateralkiele leicht bogenformig, in der Nahe des Cephalrandes konvergierend, die Oberflache der Scheibe und noch deutlicher die der Lateral- loben reihig gerunzelt; Cephalrand der Scheibe beinahe abgestutzt, Caudalrand deutlich stump fwinklig ausgerandet; Prozonallange etwa dreimal so groi3 als die Metazonallange ; Dorsallange der Lateralloben etwa einundeinhalbmal groBer als deren Mittelbreite ; Cephalrand schiefwinklig ausgebuchtet, Caudalrand konkav bogenformig, Ventralrand in der cephalen Halfte leicht ausgerundet, Ventrocaudalwinkel rechtwinklig. Tegmina beinahe ebenso lang wie die Scheibe des Pronotums, lanzettlich, bis zum Apex der Caudalkoxen reichend, etwa ein- undeinhalbmal so lang als breit, Apex mafiig zugespitzt. Fliigel nur als winzige Streifchen vorhanden und unter den Tegmina verborgen. Abdomen sowie die nicht bedeckten Thorakalsegmente mit einem deutlichen medio-longitudinalen Kiel, dachformig; Supraanalplatte dreieckig, Apex abgerundet, eine medio- longitudinale Einbuchtung mit deutlich sichtbaren erhohten Randern vorhanden, die Einbuchtung ist schwach quergeteilt in zwei Teile ; Scheiden des Ovipositors nicht gezahnt. Vorderschenkel etwas kiirzer als die Lange der Pronotalscheibe. Hinterschenkel ma Big verlangert, schlank, den Apex des Abdomens nicht iiberragend; Tibien auswarts mit elf bis zwolf Dornen besetzt, innen warts mit je zwolf Dornen. Hauptfarbe zimtbraun auf dem Riicken, nach dem Bauche zu holzbraun, mit einer mehr oder weniger deutlichen dorsalen medio-longitudinalen holz- braunen Linie, die mit einem vandyckbraunen schmalen Rande versehen ist. Kopf, Pronotum und Abdomen zeigen ebenfalls mehr oder weniger zahlreiche Punkte von vandyckbrauner Farbung. Augen proutschenbraun, Antennen von derselben Farbe, distad angedunkelt ; Tegmina mesad mit vandyckbraunen Linien ; Genicularregion der Hinterschenkel dunkelmarsbraun, die Bogen vandyckbraun liniert, Hintertibien und -tarsen loholivfarben. Ma Be. Lange des Korpers 29,5 mm Lange des Pronotums (median) .... 4,8 ,, Lange des Tegmens 4,2 ,, Lange der Hinterschenkel 14,8 ,, Die Mannchen zeigen denselben Hauptcharakter wie die Weibchen und wei- chen nur in solchen Punkten von der weiblichen Form ab, wie sie durch das Geschlecht bedingt sind, auch zeigen sie einen schlankeren Habitus. Das Fasti- gium ist nur sehr wenig schmaler, die Fastigiofacialecke mehr abgerundet; die Antennen langer, die scheidenformige Basis kiirzer und w^eniger deutlich. Die Hinterschenkel ragen ein wenig iiber den Apex des Abdomens hinaus. Die Sub- genitalplatte des Mannchens ist vorgezogen, scharf konisch, die Verlangerung ebenso lang wie die Supraanalplatte; Cerci griffelformig. In der Farbe unter- scheiden sich die Mannchen ziemlich bedeutend ; sie zeigen dorsad eine fast iiber- 72 all gleichmaBige marsbraune Farbung und sind ventrad von einer medio-lateralen Linie ockerbraun; Spuren eines breiten, schwach brauiilichen Postocularstreifens vorhanden; Augen und Antennen vandyckbraun ; Beine wie beim Weibchen, jedoch in der Caudalgenikularregion dunkler und am distalen Ende der Hinter- tibien tief dunkelbraun. Ein paratypisches Mannchen hat folgende AusmaBe: Lange des Korpers 20,5 mm Lange des Pronotums 3,4 ,, Lange des Tegmens 2,8 ,, Lange der Hinterschenkel 12 ,, AuBer der Type wurden noch untersucht: 2 paratypische c f, I 9 und zwei unreife Exemplare von den Kwidschwi- Inseln; I 9 von der Wau-Insel, Kiwu-See (September 1907) und I 9 von Niansa, Ruanda (ungefahr 1500 m, n. August 1907), samtlich Alkohol- praparate. Die untersuchten Exemplare zeigten, daB die Species sowohl in GroBe als auch in bezug auf Farbe betrachtlichen Abweichungen unterliegt. Das Exemplar von Ruanda ist fast durchweg einfarbig gelb mit Ausnahme der Mediolongitu- dinallinie, das damit verglichene Weibchen von den Kwidschwi-Inseln ist, was Farbe anbetrifft, fast ein Duplikat der Type, es ist jedoch groBer. Das Exem- plar von der Wau-Insel hat die Muster der Type, wahrend sein Farbenton mehr purpurbraun erscheint. Diese letzte Farbenabweichung ist wohl auf die Ein- wirkung der Aufbewahrungsfliissigkeit zuriickzufiihren. Odontomelus kwidschwianus n. sp. Type: 9, Insel Kwidschwi, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit 0. kiwuensis, jedoch abweichend davon durch die langeren weniger stark sabelformigen Antennen, nicht reihenformig gerunzeltes Abdomen und ebensolche Lateralloben des Pronotums, durch langere Vorder- und Mittel- beine und durch das deutlich breitere Sternum. Von 0. ronii, brachypterus, fullonius und biafrensis unterschieden durch die gleichen Charaktere wie 0. ki- wuensis. Von mittelmaBiger GroBe; Habitus und Oberseite wie bei 0. kiwuensis, jedoch sind die Runzeln unregelmaBiger und weniger linear, nicht sehr deutlich an den Lateralloben des Pronotums. Kopf wie bei 0. kiwuensis, jedoch sind die Antennen fast um die Fastigiallange langer als die Dorsallange des Kopfes und des Pronotums, niedergedriickt, schwach scheidenformig und in der distalen Halfte merklich schmaler. Pronotum wie bei 0. kiwuensis, aber die Lateralkiele cephalad nicht bogenformig konvergent, dafur aber buchtig, fast parallel, und der Caudalrand der Lateralloben ist mehr bogig gekriimmt als konkav ausgerundet. Tegmina merklich kiirzer als die Lange der Scheibe des Pronotums und bis zur 73 Mitte der Caudalkoxen reichend, lanzettlich, etwa dreimal so lang als breit, Apex spitz. Fliigel sehr klein, unter den Tegmina vollig verborgen. Abdomen mit Anhangen wie bei 0. kiwuensis. Vorderschenkel gleich der Mediodorsallange des Pronotums. Hinterschenkel verlangert, schlank, bis zumEnde der Ovipositor- scheiden reichend; Hintertibien am AuJ3enrande mit elf bis dreizehn, am Innen- rande mit zwolf bis dreizehn Dornen. Hauptfarbe dunkelbraun, mit unregelmafiigen Sprenkelungen und Wolken von vandyckbrauner und seehundbrauner Farbe; Bauch holzbraun; Genikular- region der Hinterschenkel verwaschen seehundbraun ; Hintertibien an ihrer Basis roh umbrafarben, Dornen an der Spitze schwarz. Mafie. Lange des Korpers 30 mm Lange des Pronotums 5 ,, Lange des Tegmens 4,2 ,, Lange der Hinterschenkel ... 21 Es ist nur die Type bekannt. Paralobopoma n. gen. Weicht von Lobopoma Karsch l ) ab durch den deutlich ausgerundeten Caudal- rand der Pronotalscheibe, durch den ausgebuchteten Ventralrand der Lateral- loben des Pronotums sowie durch die deutlichen linearen und lateralen Tegmina. Antennen beim Mannchen leicht, beim \Yeibchen maBig scheidenformig proximad, niedergedriickt. Fastigium, Vertex und Occiput mit einem feinen medio- longitudinalen Kiel; Fastigium maBig vorragend, winklig beim Mannchen, abgerundet beim Weibchen. Pronotum dorsad dachformig abgeflacht, Lateral- kiele an der Prozona deutlich aber schwach, an der Metazona undeutlich, caudad etwas divergierend; Hauptquersulkus den Kiel caudad von der Mitte deutlich durchschneidend, Prozona iiber zweimal langer wie die Metazona, am Lateral-, aber nicht any Mediankiel von einem Quersulkus durchschnitten ; Cephalrand der Scheibe abgestutzt, Caudalrand stark stumpf winklig ausgerandet; Lateral- loben am Ventralrande cephalad stark buchtig ausgerandet, caudad ausgebuch- tet. Tegmina lateral, lappenformig, beinahe lanzettlich, proximad sich verschma- lernd, Apex stumpf abgerundet, nicht langer als das Pronotum. Metasternalloben bei beiden Geschlechtern nicht zusammenstoBend. Beine schlank. Hinterschenkel beim Weibchen mehr, beim Mannchen nur wenig den Apex des Abdomens iiberragend. Type - - P. bugoiensis n. sp. Paralobopoma bugoiensis n. sp. Type: 9, Bugoie-Wald, nordwestlich von Ruanda, Hone ungefahr 2500 m (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. 1 ) Entom. Zeit. Stettin VII p. 253 (1896). 74 Von ziemlich kleiner Gestalt; Habitus beinahe spindelformig (mehr wie bei Lobopoma); Oberflache gekornelt punktiert mit Ausnahme der Seitenflachen des Abdomens und des Bauches, die beinahe glatt sind. Kopf am Riickenteile beinahe gleich dem Pronotum; Fastigium sehr wenig breiter als lang, maBig abgerundet; Rander kaum erhaben, laterad kurz beinahe parallel; Lateral- griibchen felilen; Fastigiofacialecke beinahe rechtwinklig ; Faciallinie ventrad betrachtlich zuriickweichend, zwischen den Antennen leicht bogig ausgebuchtet; Frontalcosta ziemlich schmal, beinahe parallel mit Ausnahme einer leichten interantennalen und einer ventralen, praklypealen und terminalen Ausbreitung, dorsad zweireihig punktiert, ventrad gefurcht punktiert; Augen grob eiformig, Apex dorsocephalad, ein klein wenig langer als der Infraokularsulkus, doch leicht vorragend ; Antennen etwas langer als Kopf und Pronotum zusammen. Pronotum caudad auf der Scheibe und in der Metazona der Lateralloben deutlich reihig gekornelt; Lateralloben dorsad deutlich langer als breit, beide Winkel beinahe stumpfwinklig, Caudalrand deutlich s-formig gekriimmt. Tegmina reichen sehr wenig caudad der Abdominalohren, dorsad durch eine Flache getrennt, die der Dorsalbreite des Pronotums gleichkommt. Abdomen dorsad gekielt; Ovipositor- scheiden unbe waff net. Zwischenraum der Mesosternalloben leicht quer, Caudal- ecken der Loben stark abgerundet ; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben- quer, beinahe keilformig. Vorder- und Mittelbeine maBig lang, schlank. Hinter- schenkel etwas schlanker; Hintertibien sehr wenig kiirzer als die Schenkel, an der Innenseite mit zehn bis elf, an der AuBenseite mit acht bis neun Dornen besetzt. Hauptfarbe dorsad braunrot, ventrad loholiv, an den Seiten gebr. umbra- bis vandyckbraun. Augen glanzend schwarz; Antennen braunrot, nach unten zu etwas dunkler. Tegmina von der Farbe der Seiten. Vorder- und Mittelbeine von der Farbe der Seiten. Hinterbeine braunrot mit einigen leicht angedeu- teten dunkleren dorsalen Flecken, Seitenflache der Genikularregion seehundbraun, Distal- und Proximalenden der Caudaltibien verwaschen braun, die dazwischen liegende Region lohbraun, Dornen mit schwarzer Spitze. Ein mannliches Individuum weicht von der weiblichen Type^durch folgende wichtige Bigentiimlichkeiten ab: GroBe klein; Habitus schlanker als beim Weibchen. Fastigium etwas mehr winklig als das des Weibchens; Antennen ungefahr zweimal so lang als Kopf und Pronotum zusammen; Frontalcosta deutlicher gefurcht als beim Weibchen. Mesosternalloben durch einen schmalen, longitudinalen, beinahe keilformigen Zwischenraum getrennt, caudad nicht anstoBend. Apex des Abdomens leicht erhaben, kaum zuriickgebogen ; Dorsal- flache der Supraanalplatte von elliptischem Umrii3, proximad leicht eingedriickt, aber weder gekielt noch gefurcht, Cerci griffelformig, stumpf, etwas caudad vom Apex der Supraanalplatte reichend; Subgenitalplatte stumpf koiiisch, nicht verlangert; Apex etwas quer, beinahe abgestutzt. Farbe des Riickens wie beim Weibchen, Bauchfarbe cremelederfarben, Farbe der Seiten wie beim Weib- chen, jedoch auf ein breites, postokulares Band an Kopf und Pronotum be- 75 schrankt, das caudad nach dem Apex des Abdomens hin sich verschmiilert, der iibrige Teil der Seiten 1st von der Farbe des Bauches. Augen wie beim Weib- chen, Antennen ahnlich so, jedoch in der distalen Halfte vandyckbraun gewolkt. Beine gelber als beim Weibchen, Hinterschenkel nach dem Bauche hin weiBlich. MaBe. c* 9 (Type) Lange des Korpers 14,5 mm 23,4 mm Lange des Pronotums. . . . 2,6 ,, 3.4 ,, Lange des Tegmens .... 2,8 ,, 3,6 ,, Lange der Hinterschenkel . I'o ,, 12,6 ,, AuBer der Type wurde eine Serie von 21 reifenc f, 78 reifen 99 und 4 un- reifen Exemplaren, samtlich in Alkohol und aus dem Bugoie-Walde untersucht. Die ganze auBerst interessante Serie wurde durch v. STEGMANN und STEIN (Februar bis November 1908) gesammelt mit Ausnahme der Type und zweier para- typischer 99, die von der Deutschen Zentral-Afrika-Expedition geliefert worden sind. Bin einzelnes d" wurde von SCHUBOTZ im Rugege-Walde, siidwestlichen Ruanda, in einer Hohe von ungefahr 1800 m, am 20. August 1907 gefunden. Die Untersuchung einer so groBen Anzahl von Exemplaren zeigt deut- lich, daB das mannliche Geschlecht in der GroBe betrachtlich variiert. Die an- gegebenen ]\IaBe sind Durchschnittswerte. Die Farbung der Mannchen bleibt konstant, wenn auch die Riickenfarbe zu einer tieferen Tonung neigt. Die Weibchen dagegen zeigen in bezug auf GroBe nur geringe Abweichungen, wah- rend sie in der Farbe ungemein variieren. Von einem extremen Fall, bei welchem eine fast iiberall gleichmaBig griinlichgelbe Farbung vorherrschte mit leicht angedunkelten Genikularregionen und Tegmina findet ein t)bergang statt nach der in der Type beobachteten Farbung bis zu einer Farbe, die fast das gerade Gegenteil von der Farbung des Mannchens darbietet. Die bleichere Farbe ist immerhin sehr selten in denSerien, wahrend die Farbe der Type und die der ihm am nachsten stehenden Stiicke bedeutend haufiger vorkommt. Paracomacris Karsch. 1 ) Paracomacris 2 ) stenopterus (Schaum.) 1853. Chrysochraon stenopterus Schaum. Ber. Akad. Wiss. Berlin 1853 p. 779. Sesse-Inseln, Victoria-Nyanza, 10. Dezember 1890 (STUHLMANN), 2 99- Undussuma, Hohe 1050 m, siidwestlich vom Albert-Nyanza, 23. 29. Juli J ) Die Bestimmung der Type Ditronia Stal durch KARSCH (Entom. Xachr. XXVI p. 276) als chloronota Stal, setzt STALS Genus im Zusaminenhang mit dem gegemvartigen Genus auBer Be- tracht. Der von KARSCH aufgestellte Name Paracomacris ist daher der giiltige. Die Species Para- comacris deceptor Karsch, begriindet auf Duronia scnncannata Karsch (nee Gerstaecker) ist so diirftig definiert, da 13 \vir ihre \"erwandtschaft mit den zwei hier behandelten Species iiicht ent- scheiden konnen. BOLIVARs Diir^nia tricariuata und pooensis gehoren zu diesem Genus. 2 ) Diese Species fallt nicht strikte unter Paracomacris (Ihtronia) in BOLIVARs Tabelle der 76 1891 (STUHLMANN), i :", 2 99- Kassenje, Albert -Xyanza, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i cf in Alkohol. Paracomacris centralis n. sp. T} T pe: cf, Undussuma, siidwestlich vom Albert-Nyanza, Hohe 1050 m, 23. Juli 1891 (STUHLMANN) [Berliner Museum]. Verwandt mit P. stenopterus (Schaum), jedoch abweichend durch die weniger ausgebreiteten Tegmina, den etwas schlankeren Distalteil der Hinterbeine und die mehr braungewolbten Fliigel. KARSCHS deceptor ist so sparlich charakteri- siert, daB wir gar keine Vergleiche mit ihm aufstellen konnen. BOLIVARS tri- carinata und pooensis sind mit der neuen Form nahe verwandt, scheinen aber in gewissen Eigentiimlichkeiten abzuweichen. GroBe und Habitus ahnlich P. stenopterus. Kopf wie bei stenopterus, aber die Fastigiofacialecke ist etwas mehr abgerundet und weniger abgestutzt. Der Lateralkiel des Pronotums etwas mehr vorragend als bei stenopterus und an der Metazona starker angedeutet als bei stenopterus. Tegmina viel schwacher als bei stenopterus, fast funfuiideinhalbmal langer als an ihrer breitesten Stelle; wahrend- bei stenopterus die gleiche Messung nur eine vierundeinhalbmal so groBe Lange ergibt; Humeralflache schmal, durchaus nicht verbreitert, wie bei P. stenop- terus und kaum so breit wie die vordere Intercalarflache, wahrend sie bei stenop- terus einundeinhalb mal so breit ist; Costalrand mesad fast gerade, nicht bogen- formig, wie bei den alteren Species. Fliigel wie bei stenopterus, aber mit zahl- reicheren Queradern und folglich mit zahlreicheren Bezirken. Abdomen wie bei stenopterus, aber die Cerci etwas kiirzer und schlanker. Hinterschenkel etwas schlanker als bei stenopterus und im progenikularen Drittel mehr verengt; Tibien wie bei stenopterus. Farbe wie bei stenopterus, jedoch in der distaleii Halfte der Fliigel ausge- sprochener braungewolbt. MaBe. Lange des Korpers 15 mm lyange des Pronotums 3 ,, Lange des Tegmens 13 Lange der Hinterschenkel 10 ,, AuBer der mannlichen Type haben wir I paratypisches 9 und 3 0*0* sowie 3 99 vom Kiwu-See, Alkoholpraparate, gefangen von Dr. KANDT, untersucht. Wahrend die Verschiedenheitscharaktere der neuen Form weniger ausgepragt sind als bei dem Mannchen, sind die weiblichen Tegmina viel schmaler als bei dem Genera (Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IX p. 289), da das verbreiterte Scapularfeld der mannlichen Tegmina es in die Reihe der Chrysochraontes stellen wiirde. Die Originalfigur von stenopterus (der Type des Genus) zeigt jedoch ein solches, wie es beim Mannchen gefunden wurde. Offenbar ist die Verbreiterung des Scapularfeldes in dieser Gruppe von geringerer Bedeutung als in einigen anderen, da diese Species sicherlich nicht mit den Chrysochraontes verwandt ist. 77 gleichen Geschlecht bei stenopterus , jedoch ohne eben die geringere Entwick- lung der Humeralflache , wie solche bei stenopterus vorhanden. Die schlankeren Hinterschenkel von centralis sind sowohl beim Weibchen als auch beim Mannchen wahrnehmbar. Paracomacris pooensis (Bolivar). 1905. Duronia pooensis Bolivar. Mem. R. Soc. Espan. Hist. Nat. I p. 221 [Santa Isabel und Concepcion, Fernando Po]. Umgegend des Kiwu-Sees (Dr. KANDT), i < ' in Alkohol. Dieses Individuum der Species zuzuteilen, erscheint zweifelhaft, denn wah- rend es zum groBeren Teile mit der Beschreibung BOLIVARS iibereinstimmt, weicht es in der hinteren Furche der Pronotalscheibe ab, indem sich diese hinter der Mitte, anstatt in der Mitte befindet. Die Mafle sind genau dieselben, wie BOLIVAR sie angibt, und die Farbung ist ahnlich mit Ausnahme einer Aufhellung der Lateralbinde, die durch die Aufbewahrung des Individuums in Alkohol ver- ursacht worden ist. Diese Species scheint also folgerichtig zu Paracomacris zu gehoren. Duronia Stal. 1 ) Duronia chloronota (Stal). 1876. [Phlaeoba] chloronota Stal. Ofver. K. Vetensk. -- Akad. Forhandlingar. 1876, n. o. 3 p. 48 [Damaraland]. Kafuro, Karagwe, westlich vom Victoria-Nyanza, 29. Februar 1891 (STUHLMANN), i cf. Ufer des Russisi-Flusses (Ebene) auf der Congo- Seite (R. GRAUER), i Q in Alkohol. Diese Stiicke fallen tmter SjOSTEDTs MaBangaben fiir die Species. 2 ) Dies ist offenbar die erste Erwahnung der Species aus Zentralafrika. Duronia victoriana n. sp. Type: 9, Niemirembe, siidwestlich vom Victoria-Nyanza, 3. November 1890 (STUHLMANN) [Berliner Museum]. Diese neue Form ist nahe verwandt mit D. laeta (Bolivar) aus Madagascar, unterscheidet sich jedoch durch die Hauptquerfurche, die durch die Mitte des Pronotums geht, sowie durch gr613ere Gestalt; ferner dadurch, dai3 die Scapular- flache keine griine und die Radialadern keine schwarzliche Farbung zeigen; auch sind die Hinterfui3e nicht sonderlich behaart. Die beiden Formen stimmen iiberein in den regelmai3ig divergierenden Lateralkielen des Pronotums und anderen Hauptmerkmalen. a ) Wir konnen mit BOLIVARs Beweisgriinden in bezug auf Amvendung dieses Nainens (Mem. Soc. Ent. Belg. XVI p. 99 FuCnote) nicht iibereinstimmen, \veil wir der Ansicht sind, daC die Fest- stellung des Namens chloronota als den Typus von KARSCH den Vorschlag von BOLIVARs neuen Namen Rodunia unnotig macht. AuI3erdem erscheint uns diese Bezeichnung nichts weiter als ein Synonym von Duronia, da sie denselben Genotypus haben. 2 ) Wissenschaftl. Ergebn. Schwed. Zool. Exp. Kilimandjaro pt. 17 p. 162. 7 8 - GroBe ziemlich betrachtlich; Habitus mehr wie bei D. chloronota. Kopf am vortretenden Dorsum deutlich kiirzer als das Dorsuni des Pronotums; groBte Breite des Fastigiums kaum groBer als dessen Lange, abgerundet, Rander gar nicht erhaben, Mediankiel beinahe verschwunden ; Griibchen kaum angedeutet, ventral; Fastigiofacialecke etwas abgerundet, Gesicht betrachtlich zuriicktretend; Frontalcosta breit, ventrad leicht verbreitert und dorsad scharf verengert, am Ocellus leicht zusammengezogen , gefurcht; Antennen deutlich kiirzer als die Lange von Kopf und Pronotum; niedergedriickt, proximad maBig verbreitert und scheidenformig; Augen eiformig, kaum hervorragend. Pronotum weniger als einundeinhalbmal so lang als die groBte caudale Breite seines Dorsums, Lateral- kiele caudad regelmaBig aber nicht bedeutend divergierend, an dem Mediankiel vorragend, alle drei und durch den Hauptsulkus durchschnitten, cler den Mittel- kiel in der'Mitte schneidet; Cephalrand der Scheibe abgestutzt, Caudalrand stump fwinklig; Metazona reihig gekornelt; Lateralloben dorsad langer als breit, Ventralrand buchtig, Ecken nahezu rechtwinklig. Tegmina iiberragen die Femurralspitzen um fast die Lange des Kopfdorsums; Interkalaradern nicht vorhanden. Mesosternalloben durch einen leicht longitudinalen Zwischenraum getrennt; Metasternalloben betrachtlich davon getrennt. Hinterschenkel schlank ; Hintertibien auBen mit dreizehn, innen mit zwolf Dornen be waff net. Hauptfarbe walnuBbraun, Dorsalteil der Lateralloben dunkler, seehundbraun, dieselbe Farbe mehr oder weniger deutlich vorhanden auf der proximalen Halfte der Tegmina. Fliigel glasartig, das Axillarfeld zum groBen Teile weiBlich, Apex beinahe braun gewolkt. Abdomen am proximalen Teile dorsad gewiirznelkebraun gezeichnet. Hinterschenkel proximad und ein groBer Teil des Bauches matt isabellfarben. MaBe. Lange des Korpers 31 mm Lange des Pronotums 6,2 Lange des Tegmens 28 Lange der Hinterschenkel 20 Die Type dieser Species ist einzig. Die Ahnlichkeit dieser Species mit dem amerikanischen Truxalis brevicornis ist ebenso iiberraschend als die mit D. chloronota. Duronia duria Karsch. 1 ) 2 ) 1896. Duronia duria Karsch. Entom. Zeit. Stettin LVII p. 252 [Karewia, Zentral-Afrika]. Ruwenzori (Westseite), in einer Hohe von 2500 m, Februar 1908 (Deutsche 1 ) L>iese Species, ituriensis und pegasus, stimmeii in gewissen Erscheinungen mit D. chloronota nicht iiberein; ihre subgenerelle sovvie generelle Trennung erweist sich daher wohl als wiinschens- wert. Ihre Verwandtschaft mit Paracomacris dagegen ist nicht unwahrscheinlich, und das muB auch in einer kiinftigen Unterabteilung in Beriicksichtigung ziehen. s ) Duronia insipida Karsch, 1896. Ent. Zeit., Stettin LVII p. 252 [Sesse-Inseln, Victoria- Nyanza (STUHLMANN)]. 79 Zentr.-Afr.-Exp.), i ' in Alkohol. \Yald nordwestlich von Beni, Congo, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I S pq p > ti& mm mm mm mm mm mm mm mm mm L,ange des Pronotums 12 12,2 12,5 n,5 12 12,5 12,5 n,8 12,5 l,ange des Tegmens 35,5 38,5 38 35 36,5 37 33,5 36,2 43 Lange der Hinterschenkel .... 26,5 27 27.5 26 25,8 26,5 26,8 26,8 29 GiGLjo-Tos hat iiber diese Species aus Entebbe, Uganda berichtet (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 305). Gastrimargus vitripennis (Saussure). 1888. Oe[daleus] vitripennis Saussure. Addit. Prod. (Edipod. p. 38 [Kap der Guten Hoffnuiig]. Issango[Semliki]flul3, o 49' n. Br., Juni 1891 (STUHLMANN), I Q. Bei diesem Stuck fehlt das Fliigelband ganzlich und die Fliigel sind fast ausschlieBlich glasig mit Ausnahme der Braunung gewisser Adern, wahrend die Tegmina eine weniger deutliche ]\Iakulation zeigen und in der distalen kleiner sind als bei G. virescens. Das vorliegende Stuck unterscheidet sich von der Originalbeschreibuiig dadurch, daB die Caudalecke des Pronotums zugespitzt 1st und so in clieser Richtung sich virescens nahert, von welcher vitripennis iiber- haupt wohl iiur eine Phase zu sein scheint. Ebenso mag es mit SjOSTEDTs G. volkensi vom Kilimandscharo und Meru 1 ) sein, da diese Species auf jeden Fall Wissenschaftl. Ergebn. der Schwed. zool. Exp. Kilmandjaro pt. XVII p. 172 pi. 7, Fig. 6. 9* sehr nahe verwandt 1st und sich nur, soweit \vir bestimmen konnten, durch den mehr erhabenen und scharferen pronotalen Kiel, sovvie durch den spitzeren Winkel des Caudalrandes der pronotalen Scheibe unterscheidet. In dem ersteren Merkmal stimmt ein Stuck mit der Beschreibung von vitripennis iiberein, wahrend es in dem letzteren mehr volkensi gleicht. Da nun vitripennis der altere Name ist und SjOSTEDT es unterlassen hat, die neue Form mit ihrem nachsten Yer- wandteii zu vergleichen, so scheint es uns das beste, vorlaufig SAUSSURES Bezeichnung fiir das vorliegende vStiick zu gebrauchen. Gastrimargus marmoratus (Thunberg). 1 ) 1815. G[ryllus] marmoratus Thunberg. Mem. Acad. Imp. Sci. St. Petersbourg Y p. 232 [Kap der Guten Hoffnung], Undussuma, siidwestlich vom Albert-Nyanza, in einer Hohe von 1050 m, 27. Juli 1891 (STLTHLMANN), i 9. FuB des Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Beni, Semliki-Tal, Ja- nuar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 99 in Alkohol. Das Undussuma-Stiick dieser weitverbreiteten Species zeigt eine grau- braunliche Phase der Farbung, wahrend die Stiicke Yom Ruwenzori und aus Beni am Dorsum, an den Seiten des Kopfes, am Pronotum und dem Analfelde der Tegmina mehr oder weniger griinlich sind. KIRBY hat diese Species erwahnt aus einem Gebiete zwischen dem Yictoria-Nyanza und dem Tanganjika-See (Proc. Zool. Soc. London 1902, Vol. I p. 97) und aus Uganda (in JOHNSTON, Uganda Protect, p. 468). Trilophidia Stal. Trilophidia annulata (Thunberg). 1815. G[ryllus] annulatus Thunberg. Mem. Acad. Imp. Sci. St. Petersbourg Y p. 234 [Fundort nicht angegeben]. Sesse-Insel, Victoria-Nyanza, n. Dezember 1890 (STUHLMANN), i i 9. Bundeko, siidlich vom Albert-Nyanza, 3. Juli 1891 (STUHLMANN). i 9. Umgebung des Kiwu-Sees (Dr. KANDT), i 9 in Alkohol. Avakubi, Aruwimi-Ituri-Tal, 22. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Die Fliigelbasis und ein Teil der Fliigelplatte ist bei diesen Stiicken gelbli.cn. Die MaBverhaltnisse sind gleich oder nur wenig geringer wie bei T. minor Brunei 2 ), einer Species, deren Bezeichnung uns lediglich in bezug auf kleine Exemplare dieser weitverbreiteten und sehr variablen Species begriindet zu seiii scheint. *) Pachytylus migratoroides (Reiche und Fairmaire). Yon KlRBV erwahnt (in Johnstohn, Uganda Protect. I p. 468) aus Uganda. (Edaleus nigrofasciatus (De Geer). Erwahnt von GlGLIO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 305) aus Entebbe, Uganda. 2 ) In VOELTZKCUY, Reise in Ostafrika II p. 635. 1910. 92 GiGLiO-Tos hat diese Species erwahnt aus Entebbe, Bimbye und Kaibo, Uganda und Fort Portal, Toro (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 305). Acrotylus sp. Umgegend des Kiwu-Sees (Dr. KANDT), I o* in Alkohol. Dieses Stuck steht der .4. blondeli Saussure und .4. hyalinus Bolivar sehr nahe, zeigt aber auch einige Verwandtschaft zu .4. variegatus Brancsik, aber in Ermanglung besseren Materials scheint es nicht geraten, es als neu zu be- schreiben, obgleich es in einigen Punkten von jeder der oben erwahnten Forrnen abweicht. SAUSSURE s blondeli ist gr613er mit himmelblauen Hintertibien, wahrend hvalinus in bezug auf GroBe der Kiwu-Type gleichkommt, jedoch in der Frontal- costa und im Mittelkiel der Prozona abweicht. Das Stuck zeigt folgende Mai3e: Lange des Korpers 15,5 mm Lange des Pronotums 2,6 ,, Lange des Tegmens 17 ,, Lange der Hinterschenkel 9,2 ,, Acrotylus patruelis (Herrich-Schaffer). 1 ) 1838. Gryllus patruelis Herrich-Schaffer. Ins. Deutsch. fasc. CLVII pi. 18 [Fundort nicht angegeben]. Usumbura, Tanganjika-See, November Dezember 1907 (VON STEG- MANN und STEIN), i d" in Alkohol. Pyrgomorphinae. Chrotogonus Serville. 2 ) Chrotogonus lameerei Bolivar. 1904. Chr[otogonus] lameerei Bolivar. Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV p. 92, 93, 100 [Congo; Oberer Sanga, Franz. Congo]. Usumbura, Tanganjika-See, November Dezember 1907 (VON STEG- MANN und STEIN), 3 reife oV, 3 reife 99, i unreifes a* in Alkohol. Um- gegend des Kiwu-Sees (Dr. KANDT), 2 reife aV, 3 reife 99, i unreifes 9 in Alkohol. Kassenje, Albert-Nyanza, Marz 1908, (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i 9 Alkohol. Fort Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), ireifes9, I unreifes 9 in Alkohol. Mgoba, West- rand des Semliki-Tales, Congostaat (Deutsche Zentr.-Afr. Exp.), i 9 in J ) Mccostibns sithlnfi'is Karsch. 1896. Ent. Zeit., Stettin I/VII p. 267 [Tanganjika-See (REICHARD)]. 2 ) Chrotogonus lugubris (Blanchard). Erwahnt von GlGLIO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 300) aus Entebbe, Mitiana, Katende, Bimbye und Kaibo, Uganda, Fort Portal und Ibanda, Toro. 93 Alkohol. Buessa, siidwestlich vom Albert-Nyanza, 12. August 1891 (STUHL- MANN), 6 reife und i unreifes 99- Wald zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Diese Serie von 25 Stiicken zeigt einen sehr hohen Grad von Veranderlich- keit in der Lange der Tegmina und Fliigel und in dem braungewolkten oder nicht braungewolkten Aussehen der letzteren. Man konnte leicht den grofieren Teil der Serie nach der Lange der Tegmina und Fliigel willkiirlich in verschiedene Typen teilen, aber die Zwischenstiicke machen eine Definition dieser Typen praktisch zur Unmoglichkeit. BOLIVAR anerkannte eine Brachypterusform der Species, aber der Umfang der Variation, der in der vorliegenden Serie sich ergab, ist eben viel grower als bei dem von BOLIVAR untersuchten Material. 2 c jedoch und 2 99 gehoren zu dem echten Makropterustyp, die alle aus Usum- bara, mit Ausnahme eines Buessa-9, stammen. Die kiirzesten Tegmina wurden bei einem Usumbara-o* ermittelt. Die MaBe desselben sind folgende: Lange des Korpers 13,8 mm Lange des Pronotums 3.5 .. Lange des Tegmens 5,3 ,, Lange der Hinterschenkel 7,8 ,, Alle vorliegenden Serien mit Ausnahme verschiedener Usambara-Stiicke stimmen in der mehr oder weiiiger starken Braunwolkung der Fliigel iiberein und weichen somit von der Originalbeschreibung ab, mit welcher jedoch die Usambura-Individuen wieder iibereinstimmen, da bei diesen die Fliigel glasig sind. Andere Unterschiede sind bei den zwei Typen nicht vorhanden, und des- halb halten wir es fur angebracht, sie als ein und dieselbe Species zu betrachten. BOLIVAR hat diese Species 1 ) von einer Anzahl von Lokalitaten aus dem westlichen Teile des Congostaates und von Portugiesisch-Guinea berichtet. Die am weitesten ostlich gelegene Lokalitat ist Luluabourg. Chrotogonus hemipterus Schaum. 1853. Chrotogonus hemipterus Schaum. Berl. Akad. Wissensch., Berlin 1853 p. 780. 2 ) Niansa, Ruanda, in einer Hohe von ungefahr 1500 m, n. August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Kissenji, Kiwu-See, Februar- November 1908 (v. STEGMANN und STEIN) i o*, 3 99, i unreifes 9 in Al- kohol. !) Mem. Soc. Ent. Belg. XVI p. 88. 2 ) Da wir nicht imstande waren, diese Referenz zu bestatigen, haben wir die detailliertere Beschreibung desselben Autors, in Peters, Reise, nach Mossamb., Zool. V p. 143 pi. VII A, Fig. 12 [Inhambane] gepruft. 94 Diese Stiicke sincl mit einem Material dieser Species von verschiedenen Lokalitaten in Portugiesisch-Ost-Afrika verglichen worden und, obgleich sich unter ihnen betrachtliche Abweichungen zeigen, halten wir sie fiir Vertreter von SCHAUMS Species. Die Tegmina zweier Stiicke nahern sich dem Typ, den man in rendalli gefunden zu haben glaubt, der jedoch nichts weiter als eine Variation der wahren Species ist. Die MaJ3e der vorliegenden Serie sind folgende: Lange des Korpers Lange des Pronotums Lange des Tegmens Lange der Hinter- schenkel Apex des Tegmens 9 Niansa . . . 21,5 mm 3,5 mm 3>5 mm 8 mm Zugespitzter Innenrand ausgebuchtet Kissenji . . 21,5 4 2,7 8 Stumpf rechtwinklig Innenrand fast gerade f , ... 22,5 4-2 ,, 3,8 9 Zugespitzter Innenrand fast gerade >} ... 22 4 3,8 8,5 Zugespitzter Innenrand fast gerade a* . Kissenji . . . 13.2 ,, 2 6 ^) u 1,7 - 6,8 Abgerundet rechtwink- lig. Innenr. fast gerade Diese Species ist aus zahlreichen Lokalitaten des siidlichen Afrika berichtet worden, jedoch noch keine bisher aus der Seenregion. Taphronota Stal. Taphronota thaelephora (Stoll). 1813. G[ryllus] thaelephorus Stoll. Natur. Afbeeld. Beschr. Spooken, etc. p. 32, reg. n pi. XVI B Fig. 59 [Fundort nicht angegeben]. Awakubi, Aruwimi-Ituri-Becken, Congostaat, 22. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) i 9 in Alkohol. Dieses Stuck stimmt mit der Originalzeichnung' sowie mit Material aus Kame- run darin iiberein, daJ3 es nuf einen einzigen gelben Annulen an den Antennen hat. Versuchsweise wenigstens scheint es wiinschenswert, diese Form als verschieden von ferruginea zu behandeln, obwohl sie wahrscheinlich nur Formen derselben Species sind. KARSCHs gabonica 1 ) scheint die gleiche zu sein, wahrend apici- cornis Fairmaire, welche von BOLIVAR als synonym bezeichnet ist, sehr abwei- chend erscheint, da sie blauliche Tibien hat, und der Name kann moglicherweise WALKERS pulchripes ersetzen. GiGLio-Tos' Pyrgophyma sabaudum*) dagegen gleicht mehr dieser Species oder ist jedenfalls eine sehr nahe verwandte Form. *) KIRBY (Proc. Zool. Soc. London 1902, pt. I, p. 98) hat diese Form vom Ruwenzori be- richtet. 2 ) Bollett. Mus. Zool. Anat. Comp., Torino XXII n. 554 p. 3, [Entebbe, Uganda]. 95 Taphronota ferruginea (Fabricius). 1781. [Gryllus] ferrugineus Fabricius. Spec. Ins. I p. 367 [Mittel-Afrika]. Sesse-Inseln, Victoria-Nyanza, 12. 15. Dezember 1890 (STUHLMANN), 2 99. Fort Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i 9- Diese Stiicke stimmen mit der Originalbeschreibung sehr gut iiberein, die Antennen sind doppeltgelb geringelt bei einem Stuck von den Sesse-Inseln und dem Stiick aus Beni; bei den iibrigen Individuen von den Sesse-Inseln fehlend. Die Farbung der vorliegenden Serie zeigt geringe Yerschiedenheit bis auf die Intensitat des Orangerot auf der internalen und ventralen Qberflache der Hinterschenkel. Taphronota amaranthina Bolivar. 1904. Taphronota amaranthina Bolivar. Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV p. 400 [Togo, West-Afrika]. Bugoie-Wald, nordwestlich Ruanda, Februar November 1908 (v. STEG- MANN und STEIN), 2 reife o*, i unreifes 9 in Alkohol. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i reifes a*, i un- reifes 9 in Alkohol. Mgoba, westlicher Rand des Semliki-Tales, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i reifes und i unreifes < ' in Al- kohol. Bataibo am Duki-FluB, westlich vom Albert-Nyanza, 4. November 1891 (STUHLMANN), i 9. Ituri-Fahre, westlich vom Albert-Nyanza, 25. Au- gust 1891 (STUHLMANN), I 9. AuBer den oben angefiihrten Stiicken haben wir noch einige Ugandastiicke untersucht. Die Serie von elf reifen Stiicken zeigt, daB die purpurne Farbung der Cephal- und Caudalrander des Pronotums nicht uberall vorhanden ist, viel- mehr nur bei dem Ituri-Fahre-Stiick gefunden wurde und auch hier nicht deut- lich markiert. Die Hinterschenkel variieren zu einem betrachtlichen Grade durch ihre ganze Oberflache, die mehr oder weniger stark oder iiberhaupt nicht (die Ventraloberflache natiirlich ausgenommen) blutrot iibergossen, wahrend die Fliigelscheiben in der Tiefe der Farbe variieren. Die Antennen zeigen bei einigen wenigen Stiicken auBer den distalen mehr oder weniger vollstandige mediane gelbliche Annuli, so daB diese Stiicke in dieser Beziehung T. ferruginea ahneln. Das Fastigium zeigt betrachtliche Abweichungen in bezug auf den Grad seiner Verminderung sowie in der abgestutzten oder mehr oder weniger abgerundeten Beschaffenheit des Apex. Taphronota sp. Wald nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat. Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes in Alkohol. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes c in Alkohol. Dictyophorus Thunberg. 1 ) Dictophorus laticinctus Walker. 2 ) 1870. Petasia laticincta Walker. Catal. Derm. Salt. Brit. Mus. Ill p. 544 [Congo]. Kissenji, Kiwu-See, Februar November 1908 (v. STEGMANN und STEIN), 3 reife 99, i unreifes a* in Alkohol. Bugoie-Wald, Ruanda, Februar No- vember 1908 (v. STEGMANN und STEIN), i reifes 9 in Alkohol. Ebene am unteren Semliki-FluB, Marz 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), 2 oV in Alkohol. Diese Species, welche gewohnlich unter dem spateren Namen anchietae Bolivar aufgefiihrt wird, ist augenscheinlich sehr veranderlich und kann nicht immer durch Vergleichung der Antennenlange (siehe BOLIVAR, Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV, p. 310) von D. griseus getrennt werden. Die MaBe der Antennen und der pronotalen Lange der vorliegenden Serie sind folgende: Antennen Pronotum Kissenji, 9 12,6 mm 13 mm Kissenji, 9 13 ,, 13 ,, Kissenji, 9 n,2 12 Bugoie-Wald, 9 12,8 ,, 13,2 ,, Semliki-FluB, d* 13,5 >, I 3,8 Semliki-FluB, a* 13,5 ,, 13,2 ,, Bei alien diesen Stiicken sind die Fliigel breit, und der schwarze Rand ist iiber den Axillarteil des Fliigels fortgesetzt an dem Innenrand. Die Hinter- schenkel der meisten Stiicke bleiben in ihren AusmaBen hinter den MaBangaben BOLIVARS fiir anchietae zuriick, jedoch tritt in dieser Beziehung eine Verander- lichkeit bis iiber 2 mm auf. Dictyophorus karschi ( Bolivar) . 3 ) 1904. T[apesia] karschi Bolivar. Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV p. 315 [Oberer Maringa-FluB und Kassongo bis zu den Stanley-Fallen, Congofreistaat ; Kamerun]. Avakubi, Aruwimi-Ituri-FluB , 22. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), 2 99 in Alkohol. Wald zwischen Irumu undMawambi, Ituri-Becken, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. x ) In Obereinstimmung mit dem internationalen Kodex miissen wir diesen Namen anstatt der spateren Petasia Serville und Tapesia Bolivar annehmen. KlRBY (Trans. Ent. Soc. London 1902, p. 88) hat D. spumans als Type ausgewahlt. 2 ) Diese Species ist unter dem Synonym D. anchietae aus Entebbe, Uganda und Tanganjika von KlRBY (Proc. Zool. Soc. London 1902, pt. I p. 98) erwahnt. 3 ) Dictyophorus oberthuri Bolivar ist vom Victoria-Nyanza von BOLIVAR (Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV p. 311) berichtet. Dieses ist ein westafrikanischer Typ, der sonst nur von Lagos und Togo bekannt ist. GlGLIO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 303) hat Dictyophorus 97 Die Tegmina der Avakubi-Stiicke haben eine Lange von 24,5 und 26 mm, die des Irumu-Mawambi-Stiickes 26 mm; die Avakubi-vStiicke zeigen keine sichtbaren tibialen Ringelungen, das zuletzt angefiihrte Stiick dagegen laCt schwache Spuren einer Ringelung an einem Beine erkennen. Phymateus Thunberg. 1 ) Phymateus brunneri Bolivar. 1884. Phymateus brunneri Bolivar. Anales Soc. Espan. Hist. Nat. XIX p. 464 [Benguella, Angola]. Kissenje, Nordostkiiste des Kiwu-Sees, September 1907 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i d*. Gegend um den Kiwu-See (Dr. KANDT), 2 0*0* in Alkohol. Kiwu-See (Dr. KANDT), 2 d*d* in Alkohol. Im Walde zwischen Irumu bis Mawambi, Ituri- Aruwimi-Tal , Congo, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i 9 in Alkohol. Die Stiicke aus Kissenje stimmen vollstandig mit den Exemplaren beiderlei Geschlechts vom Kikuyu-Escarpement, Britisch-Ostafrika und mit einem un- vollstandigen Weibchen aus Benguella iiberein. Von Ph. viridipes Stal, der durch ein Weibchen aus Sheikh Husein, Galla- land, welches genau mit BOLIVARS neuer Figur dieser Art iibereinstimmt 2 ), unterscheidet sich die vorliegende Form dadurch, da!3 das Rot der Fliigel mehr karminfarben und weniger ziegelrot ist, wahrend ihre Apices weniger gelblich- griin sind. Die Ausdehnung des blauen Fleckens auf den Fliigeln und die Be- schaffenheit der Tuberkeln des Pronotums, die von BOLIVAR besonders bewertet werden (Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV, p. 406), alles dieses scheint mir fur die Diagnose nicht besonders wichtig zu sein. Soweit ich in der Lage bin, von den Stiicken, die beinahe ihre ganze urspriingliche Farbung verloren haben, etwas Sicheres auszusagen, so reprasentieren die in Alkohol aufbewahrten Exemplare dieselbe Species wie die trocken praparierten Tiere aus Kassenje. Es besteht aber natiirlich eine leichte Unsicherheit, der nicht aus dem Wege zu gehen ist, wenn in Alkohol aufbewahrtes Material mit trockenen und deutlich gefarbten Stiicken verglichen wird. Die Mai3e eines Paares sind die folgenden: griseus Reiche und Fairmaire von Nakitava, Mobuku-Tal, Ostseite des Ruvvenzori, in einer Hone- yon 3000 ni berichtet. 1 ) Phymateus aegrotns (Gerstaecker). Diese Art wurde in der Gegend zwischen Victoria- Nyanza und dem Tanganjika-See (KlRBY, Proc. Zool. Soc. London 1902, Vol. I p. 97) und ebenso in Uganda (KlRBY in Johnston, Uganda Protect. I p. 468) gefunden. Phymateus viridipes Stal. GlGLlO-TOS (in Abruzzi, II Rmvenzori I p. 303) erwahnt diese Species aus Entebbe, Uganda. 2 ) Genera Insectorum, Orth, Pyrgomorph., pi. fig. 3. Das Stiick aus Sheikh Husein ist das einzige als P. aegrotits von uns erwahnte Exemplar. (Proc. Acad. Nat. Sci. Phila. 1901, P- 374-) * Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. tf 9 Kissenje (trocken) Irumu-Mawambi (feucht) Korperlange 49 mm 65 mm Lange des Pronotums n ,, 15 ,, Lange des Tegmens 55 ,, 61 ,, Lange der Hinterschenkel . . . 25 ,, 31,5,, Das Tier 1st bei Toro aufgezeichnet von GiGUO-Tos (In Abruzzi, II Ruwen- zori, I. p. 303) und ebenso am Moero-See und am Tanganyika. Phymateus purpurascens Karsch. 1896. Phymateus purpurascens Karsch. Entom. Zeitung Stettin LVII p. 272 [Kilimandscharo]. Bugoiewald, nordwestlich Ruanda, 1907 und Februar November 1908, (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. und VON STEGMANN und STEIN), 2 99 in Al- kohol. Beni, Semliki-Tal, Congo, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Diese Exemplare sind mit trockenem Material der Species 3 0*0* aus dem Kikuyu-Escarpemeiit, Britisch-Ostafrika und einem Paar aus Britisch- Uganda verglichen worden. Sie stimmen vollkommen iiberein, wenn man naturlich auBer acht laBt, dai3 bei den in Alkohol aufbewahrten Exemplaren die Farbung der Fliigel viel schwacher ist als bei den trockenen Stiicken. Das Mannchen ist ein wenig kiirzer als die OriginalmaBe, wahrend das Weibchen die- selben iibertrifft. Diese Species war bisher nur von der von KARSCH angegebenen Lokalitat und aus Abyssinia bekannt. Phymateus sp. Kiwu-See (Dr. KANDT), 3 unreife 99 in Alkohol. Zonocerus Stal. Zonocerus elegans (Thunberg). 1815. Q[ryllus] elegans Thunberg. Mem. Acad. Imp. Acad. Sci.. St. Petersb. V p. 226 [Keine Patriaangabe]. Usumbura, am Nordende des Tanganjika-Sees, November Dezember 1907 (v. STEGMANN und STEIN), 4 oV, 3 99 in Alkohol. Alle vorliegenden Serien gehoren zum brachypterus-Typ. Die Stiicke sind fast einfarbig, aber sie sind sehr verschieden in der GroBe, besonders im mannlichen Geschlecht. Die Extreme in der GroBe bei den Mannchen weisen folgende MaBe auf: Lange des Korpers . . . 35,5 mm 42,5 mm Lange des Pronotums. . 8,2 ,, 9 ,, Lange des Tegmens . . 10,5 ,, 14 Lange der Hinterschenkel 18,5 ,, 20,5 ,, 99 Die Species ist am Xyassa-See und in Uganda (KiRBY, in JOHNSTON, Uganda Protect. I p. 468) erbeutet. Sie ist fur die ostliche uncl siidliche Steppe typisch. Zonocerus variegatus (Linnaeus). I 758. [Gryllus (Locusta)] variegatus Linnaeus. Syst. Nat. X ed p. 432 [,, America"]. Beni, Semliki-Tal, Congo, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i reifes o*, 2 reife 99, 2 unreife c ' in Alkohol. Undussuma, siidwestlich des Albert-Nyanza, in einer Hohe von 1050 m, 23. Juli bis Ende Juli 1891 (STUHLMANN), I O*, 2 99. Die vorliegenden Stiicke sind von den Vertretern des Materials aus Liberia, Kamerun und Angola, mit denen sie verglichen worden sind, nicht abzutrennen. Ein Paar aus Undussuma und die reifen Stiicke aus Beni weisen die folgenden MaJ3e auf: Undussuma Beni 0* 9 'a* 9 9 Korperlange 37-5 mm 40,5 mm 40 mm 52 l ) mm 39,5 mm Lange des Pronotums . . . 9,8 10,5 9,6 10,5 ,. 10,5 Lange des Tegmens .... 26 25 22,5 ,, 24 23 Lange der Hinterschenkel . . 20,5 20,5 ,. 20 19 19 Von den Fundorten ist die Angabe wertvoll, daB diese Species auch in Uganda (Entebbe, Mitiana und Kaibo) und Toro (Ibanda) angegeben von GiGUO Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 302), vorkommt. Parasphena Bolivar. Parasphena ruandensis n. sp. Type: 9, Ninagongo, Virungavulkane, nordlich des Kiwu-Sees, in einer Hohe von 3000 m, 5. Oktober 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Yerwandt mit P. meruensis Sjostedt 2 ) aus Meru und vom Kilimandscharo, sie unterscheidet sich aber von letzterer Form durch das langere und zugespitz- tere Fastigium, mehr niedergedriickteii und verbreiterten Korper (besonders im weiblichen Geschlecht), durch das Fehlen der schwarzen Zeichiiung auf den Antennen, durch das Fehlen der roten Farbe an den Beinen und durch zalil- reiche andere Farbenverschiedenheiten. Diese Form stimmt mit P. meruensis und pulchripes in ihrer vollstandig fliigellosen Lage iiberein. x ) Abdomen anormal lang. 2 ) Wissensch. Ergeb. Schwed. Zool. Exped. Kilimandj. XVII p. 179, Taf. 7, Fig. 7- IOO Von kleiner Gestalt; Habitus depreB, spindelformig ; Oberflache zum groBen Teil fein tuberkuliert. Die dorsale Lange des Kopfes nur etwas geringer als die des Pronotums; Interocularregion und die Basis des Fastigiums etwas depreB, die Zwischenraum beinahe so breit wie das Auge in der Tiefe; Fastigium spitz-dreieckig, der Apex sehr wenig abgerundet; Faciallinie stark zuriicktretend und konkav, der Fastigiofacialecke stark zugespitzt; Frontalcosta sehr schmal, ventrad leicht verbreitert, deutlich gefurcht; Supplementarfacialkiele regelmaBig ventrad buchtig divergierend, aber vor der Clypealsutur kiirzlich konvergierend ; Augen nur wenig vorgewolbt, im UmriB beinahe eiformig, ventrocaudad abgestutzt, etwas langer als die halbe Lange der Inf raocularsutur ; Antennen etwas langer als das Pronotum, depreB. Die Lateralloben des Pronotums stark divergierend; Cephalrand der Scheibe beinahe abgestutzt, Caudalrand beinahe abgestutzt mit einer sehr deutlichen aber seichten medianen Ausbuchtung; die Prozona ist mit einem schwachen medianen Kiel versehen, an der Metazona verschwom- men; Ouerfurchen stark vertieft, den medianen Kiel durchschneidend ; am Cephal- teil der Prozona sind sehr kurze seitliche Kiele vorhanden, Andeutungen von lateralen schulterartigen Ecken sind nirgend vorhanden; Lateralloben bedeutend langer als breit, Ventralrand schrag abgestutzt, ventrocephale Ecke stumpf- winklig abgerundet, ventrocaudale Ecke spitz winklig, die eigentliche Ecke schmal abgerundet. Der Rand des Mesonotums und des Metanotums ist dem des Pronotums ahnlich, aber die Ausrandung ist breiter. Abdomen mit einem feinen mediolongitudinalen Kiel; Schneiden des Ovipositors stark gestreckt, langlich, konisch, die Rander des dorsalen Paares fein gesagt. Prosternalprojektion stark quer, niedrig, bogenformig, kompreB ; Zwischenraum zwischen den Sternal- loben stark quer. Vorcler- und Mittelbeine schlank. Die Ventrolateralflache der Hinterschenkel sehr verbreitert, beinahe ebenso breit wie die Dorsolateralflache, die Schenkel sind im Querschnitt deutlich dreieckig und denen der Schenkellange der Ovipositorspitzen nahe reichend, die Seiten (Dorsolateralflache) von ungleicher und nur wenig ausgepragtem Muster, Lateralcarina stark ausgepragt, Genicular- loben etwas spitz; Hintertibien etwas kiirzer als die Lange der Schenkel, am AuBenrand mit sechs bis sieben Dornen versehen, am Imienrande mit zehn Dornen, der distale Teil der Tibien sehr wenig einwarts gebogen, etwas ver- breitert, Rander deutlich erhaben. Allgemeine Farbung matt Gallensteingelb, an den Beinen ins Griinliche iibergehend; Antennen proximad griinlich, distad karminf arben ; Augen nu!3- braun; Hinterbeine und Tarsen blaBlasurgriin, die auBersten Spitzen der Dornen sehr schwach braunlichschwarz angehaucht. Ma Be. 9 (Type) o* (Paratype) Korperlange 23 mm 14,8 mm Lange des Pronotums. ... 4 ,, 2,8 ,, Lange der Hinterschenkel . . 10,3 ,, 8,2 ,. 101 t)ber die Type liegen folgende Angaben vor: Ninagongo, Virungavulkane, 5. Oktober 1907 (Deutsche Zentr.-Air.- Kxp.), 5 reife und 2 unreife c ~? , 2 unreife 99 (Paratypen). Karissimbi, Yimngavulkane, in einer Hohe von 2900 m, November 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 reife c "* in Alkohol. Siidostliches Ufer des Kiwu-Sees, August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i reifes 9 in Alkohol. Rugege- Wald, Slid west-Ruanda, in einer Hohe von 1800 m, 20. August 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i unreifes 9 in Alkohol. Bugoie- Wald, Nordwest -Ruanda, in einer Hohe von 2500 m, November 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 reife 99 in Alkohol. Bugoie-Wald, Nordwest- Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 15 reife cfcf, 25 reife 99, 2 unreife 99 in Alkohol. Das mannliche Geschlecht unterscheidet sich durch die folgenden wichtigen Merkmale voni weiblichen : Gestalt schlanker und langlicher, aber" spindelf ormig. Vertex weniger deut- lich niedergedriickt, als beim weiblichen Geschlecht; Fastigium mehr zugespitzt als beim Mannchen, proximale Breite desselben nicht gr6J3er als seine Lange; Augen etwas vorgewolbter. Der Mediankiel des Pronotums meistens fehlend, und der Caudalrand der Scheibe tiefer ausgerandet; die rudimentaren Lateralkiele deutlicher und ausgepragter als beim Weibchen, die ganze Prozona bedeckend und deutlich, in der Mitte einander beriihrend; Ventralrand der L,ateralloben caudad bogenformig, der Caudalrand der Loben deutlich bogenformig aus- gerandet. Mesonotum und Metaiiotum caudad abgestutzt. Supraanalplatte drei- eckig, zugespitzt, die Oberflache glatt; Cerci kurz, griff elf ormig ; Subgenital- platte sehr kurz, etwas zusammengedriickt, der Apex ist von der Seite gesehen abgestumpft und tragt einen abgestumpften Mediolongitudinalkiel. Zwischen- raum zwischen den Mesosternalloben mal3ig quer; zwischen den Metaststernal- loben etwas langlich, die Loben konvergieren caudad sehr stark. Die Mannchen sind der Hauptsache nach ebenso gefarbt w y ie die Weibchen. Ein einziges Exemplar ist jedoch auszunehmen, von welcher in dieser Beziehung der weiblichen T} r pe nahe kommt. Bei diesem Stiick ist namlich die Ventral- flache des Abdomens 'fast vollstandig karmesin. Kernes der Mannchen hat ge- brannt karminfarbene Antennen wie die Weibchen, anstatt dessen weisen sie einen schwachen griinlichen Schimmer auf, der vom blassen Griin mehr oder weniger zum tiefen Olivengriin wolkig iibergeht. Tanita Bolivar. Tanita loosi Bolivar. 1904. T[anita] loosi Bolivar. Bol. R. Soc. Espan. Hist. Nat. IV p. 449 [Congo]. Kiwu-See (Dr. KANDT), i 9 in Alkohol. Gegend des Kiwu (Dr. KANDT), i 9 in Alkohol. Steppe in der Nahe von Kasindi, Albert-Edward-Nyanza, IO2 Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 3 c 'in Alkohol. Beni, Sem- liki-Tal, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I c : n Alkohol. Diese Stiicke stimmen vollstandig mit der Originalbeschreibung iiberein, abgesehen von einigen MaBen, die von der Type etwas verschieden sind. Die MaBe sind die folgenden: o* 9 Original Zentral-Afrika Original Zentral-Afrika Lange des Pronotums . . 3,2 mm 3,8- 4,5mm 4,8 mm 5-5 5.8 mm Lange des Tegmens . . . 15 14-515.5 19 16 -17 j t Lange der Hinterschenkel 10 9 -10 n,5 11,512 > t Diese Species ist besonders in Leopoldville und Popocabacca, Congo, er- beutet worden. Tanita semlikiana n. sp. Type: 9, Ruwenzori-FuB (Westseite), nordlich des Albert-Edward- Nyanza Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Verwandt mit T. scabrosa Bolivar aus Angola, unterscheidet sich aber von dieser Species durch die allgemein groBere Gestalt, die deutlich kiirzeren Tegmina, den stumpfwinkligen Caudalrand der Pronotalscheibe, die nicht ge- zahnte Ventrocaudalecke der Pronotalloben und durch die queren Aderchen der Tegmina, welche normal und nicht erhaben sind. Von mittelmaBiger Gestalt; Habitus etwas depreB, ventrad erweitert, der Bauch etwas abgeplattet, vom Dorsum aus gesehen spindelformig ; Oberseite des Thorax und des Kopfes rauh tuberkuliert. Dorsaler UmriB des Kopfes horizontal; zwischen den Augen etwas depreB, Occiput und Vertex nach der Basis des Fastigiums zu mit einem deutlichen mediolongitudinalen Kiele, Inter- ocularraum betrachtlich kleiner als die fastigiale Lange; die groBte proximale Breite des Fastigiums beinahe der Lange gleichkommend, die Rander cephalad etwas konvergierend im proximalen Drittel, im medianen Drittel fast parallel und rechteckig konvergierend im distalen Drittel, die Carina begrenzt den Vertex bogenformig, spitzwinklig ; Faciallinie stark bogenformig konkav, ventrad das Ocellus beinahe geradschragig, eigentliche Fastigiofacialecke rechteckig abgerundet; Frontalcosta dorsad des Ocellus auBerst schmal, ventrad etwas aber regelmaBig verbreitert, gefurcht; Supplementarfacialkiele ventrad maBig divergierend, mesad ausgebuchtet ; Augen etwas vorgewolbt, eiformig, ventro- caudad etwas schrag abgestutzt, etwa zweimal so lang wie der Infraocular- sulcus; Antennen beinahe der Pronotallange gleichkommend, depreB, derbe, maBig schwertformig, Distalsegment konisch, der unmittelbare Apex stumpf. Die groBte dorsale Breite des Pronotums eineinhalbmal so lang als die Lange desselben, Dorsum der Prozona abgerundet, Dorsum der Metazona abgeplattet, 103 Cephalrand der Scheibe abgestutzt, Caudalrand stumpfwinklig; Mediankiel im cephalen Teile der Prozona angedeutet, manchmal undeutlich, die queren Furchen deutlich aber nicht tief eingedriickt, Prozona etwas langer als die Meta- zona; Schulter der Metazona deutlich und sehr leicht ventrocephalad liber den prozoiialen Teil der Lateralloben gezogen, sie werden undeutlich, bevor sie den cephalen Rand erreichen; Lateralkiele auf der Prozona durch eine niedrige Firste mit zerstreuten Tuberkeln angedeutet, mesad etwas konvergierend ; die groBte caudale Tiefe der Lateralloben entspricht beinahe der groBten medianen Lange derselben, ventraler Rand schief, ausgebuchtet, mit einer Reihe kleiner Tuberkeln, die aber nicht alle gezahnt sind; Ventrocaudalecke schmal, schief abgestutzt. Tegmina reichen bis zur Basis der Genicularbogen, so daB der Apex des Abdomens sichtbar bleibt, lanzettlich, groBte Breite un- gefahr im letzten Drittel der Basis, in den distalen zwei Dritteln konisch werdend; Apex spitz, sehr schmal abgerundet; Suturalrand beinahe gestreckt, Costal- rand an der Stelle der groBteii Tegminalbreite breit, von da ab distad konisch werdend; Struktur der Tegmina lederartig, dicht netzartig, die Queradern und die Longitudinaladern von gleicher Hohe. Prosternum mit einer queren, recta- gonalen Platte, nur langs des cephalen Randes erhaben und auch dort nur schwach; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben etwas quer, die Loben caudad etwas konvergierend; Mesosternalloben durch einen stark queren, schmalen Lobus getrennt. Ovipositorscheiden kraftig, die Rander des oberen Paares schwach crenuliert. Hinterschenkel etwas schlanker, konisch, bis zur Basis des Ovipositors reichend, Ventrolateralflache etwas verbreitert, ungefahr halb so breit wie die Dorsolateralflache, etwas tuberkuliert, Musterzeichnung der Dorsolateral- flache deutlich und durch Tuberkeln angedeutet; Genicularloben etwas spitz; Hintertibien etwas kiirzer als die Schenkel, distad leicht ein warts gebogen, am AuBenrand mit acht Dornen versehen, am inneren Rande mit zehn Dornen (mit Ausnahme des Apicaldornes). Allgemeine Farbungmattbraun, beinahe lohfarben-oliv, die Tegmina, Pleura und Lateralloben des Pronotums mehr oder weniger schwachfleckig mit bei- nahe quadratischen bisterfarbenen Flecken. Die Postocularregion des Kopfes und der dorsale Teil der Wangebister, schief durchschnitten durch die gewohn- liche Tuberkelreihe, welche ockergelb sind; Infraocularfenestrae von derselben Farbe; eine schwache, breite, quere Ventroocellarstange von Bisterfarbe auf der Stirn vorhanden; Antennen schwarz-schokoladenfarben. Der ventrale Teil der Lateralloben des Pronotums ebenso wie die Pleura verwaschen ockergelb; Tuberkeln auf dem Dorsum des Kopfes und das Pronotum ockergelb, Vorder- und Mittelbeine ausgesprochen matt olivengriin marmorieft. Hinterschenkel hell (dorsad) oder vollstandig (ventrolaterad) tief dunkelolivengriin gezeichnet, die Genicularbogen gelb gerandet; Hintertibien nach dem Apex zu tief dunkel- braun, Dornen gelblich, an der Spitze sehr schmal schwarzbraun ; Tarsen gebraunt. ic>4 MaBe. Korperlange 31,5 mm Lange des Pronotums 7,2 ,, Lange des Tegmens 17 ,, Lange der Hinterschenkel 13,5 ,, Ich habe mit der Type 6 in Alkohol konservierte 99 mit folgenden Fundort- angaben verglichen : Steppe bei Kasindi, Xordkiiste des Albert-Edward-Nyanza, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 3 99. Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 3 99- Wenii diese Serie mit der Type verglichen vvird, dai3 eine kleine Grofien- variation bemerkbar ist, da die Tegmina allgemein kiirzer sind als bei der Type. Bei Stiicken von beiden Lokalitaten sind die Tegmina nur 13 mm lang. Atractomorpha Saussure. 1 ) Atractomorpha rufopunctata Bolivar, 1894. Atractomorpha rufopunctata Bolivar. Bull. Soc. Ent. France, 1894 p. CLXI [Togo]. Ituri-Fahre, westlich des Albert-Nyanza, 28. August 1891 (STUHL- MANN), i 9. Beni, Semliki-Tal, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i 9 in Alkohol. \Yald nordlich Beni, Semliki-Tal, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 3 c* trocken, i 9 in Alkohol. Wald zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congo, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i d* in Alkohol. Diese Stiicke zeigen, daB die rotliche Punktierung des Kopfes, des Pronotums, der Tegmina und der Hinterbeine nicht unbedingt bei dieser Art vorhanden ist. In der Tat ist sie nur bei dem Weibchen aus Ituri-Fahre und bei dem Weibchen aus dem Walde in der Nahe von Beni deutlich ausgepragt. Die Korperlange und die Lange der Hinterschenkel ist bei alien Weibchen betrachtlich geringer, als die Originalbeschreibung angibt. In diesem Punkt stimmen sie mit BOLIVARS Varietat ashantica (Bol. R. Soc. Espaii. Hist. Nat. V, p. 200) iiberein. Diese Species ist bekannt aus Togo, ,, Congo", aus Fundorten zwischen den Stanley-Fallen und Kassongo, Congo und von den oben angefiihrten Lokali- taten. Atractomorpha sp. Kassenje, Albert-Nyanza, Alarz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i un- reifes 9 in Alkohol. *) Atyactomorpha aurivillii Bolivar, (lefunden in Entebbe, Uganda nach GIGLIO-TOS (In Abruzzi, II Ruwenzori I p. 301.) Pamphaginae : Xiphicera gibba Kirby. Proc. Zool. Soc. London 1902, Vol. I p. 98 [zwischen Victoria-Nyanza und Tanganjika-See]. Locustinae. Tristria Stal. 1 ) Tristria pallida Karny? 1907. T[ristriaJ pallida Karny. Sitzungsberichte. K. Akad. d. Wissensch. \Vicii, Math.-nat. Cl., CXVI, Abt. i p. 295 296, Tat". I, Fig. 7 8 [Khor Attar, gegeniiber dem Khor Attar, Mongolia; Gondokoro ; Kordofan]. Kassenje, Albert-Nyanza, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Da bei diesem Genus die mannlichen Genitalcharaktere von betrachtlichem diagnostischen Wert sind, habe ich die Determination dieses einen Weibchens in Zweifel gestellt, obgleich es sehr gut mit der Originalbeschreibung und den dort angegebenen Maflen iibereinstimmt. Spathosternum Krauss. Spathosternum nigrotaeniatum (Stal). 1876. T[ristria] nigrotaeniata Stal. Ofvers. af K. Vetensk.-Akad. Forhandl., 1876, no. 3 p. 45 [Damara]. Beni, Semliki-Tal, Congo, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 9 in Alkohol. Diese Stiicke weisen MaJ3e auf, die betrachtlich kleiner sind als die der Type, obgleich diese Unterschiede zweifelsohne nur individuell sind, wie sie SjOSTEDT bei den Exemplaren vom Kilimandscharo fand. 2 ) Die MaI3e sind die folgenden: Korperlange 21,5 17,8 mm Lange des Pronotums 4,0- 3,8 ,, Lange des Tegmens 12,0 11,5 ,, Lange der Hinterschenkel 11,0 11,0 ,, Oxyrrhepes Stal. Oxyrrhepes procerus (Burmeister) . 1838. OLxya] procera Burmeister. Handb. d. Ent. II, Abt. II, pt. 1. p. 635 [St. Johanna, Comoro-Inseln, Golf von Mozambique]. Im Gebiet des Kiwu-Sees (Dr. KANDT), i Q in Alkohol. Undussuma, siid- westlich des Albert-Nyanza, in einer Hohe von 1050 m, Encle Juli 1891 (STUHLMANN), I cf , 2 99- 1 ) Oxya sei-ntlata (Stal)? In Entebbe, Uganda, gefunden nach GlGLIO-T()S (in Abruzzi, II Rmvenzori I p. 306). 2 ) Wissensch. Ergebn. Schwed. Zool. Exped. Kilimandj. XVII p. 196. io6 Bisher war diese Species aus Zentralafrika nur vom Kagera-FluB bekannt (B RUNNER u. NEUMANN). Die anderen Fundorte dieser Species lagen in Togo (Bismarckburg) bis zum unteren Congo (Boma Sundi und Madimba), ostlich die Kiistenregion v r on Deutsch-Ost-Afrika. Ischnacrida Stal Ischnacrida rnonteiroi Bolivar. 1890. Ischnacrida monteiroi Bolivar. Jorn, Sci. Math. Phys. Nat., Lisboa, 2 a ser. I p. 214 pi. fig. 6 [Duque de Braganca, Ambriz, Angola.] Steppe in der Nahe von Kasindi, Kiwu-See, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i o* in Alkohol. Buessa, siidwestlich des Albert-Nyanza, ii. November 1891 (STUHLMANN), I tf, i 9. Diese Stiicke stimmen sehr gut mit der Originalbeschreibung dieser Species uberein, das Weibchen aus Buessa hat die schwarze Linie am'Hinterschenkel, die von KARSCH 1 ) erwahnt wird, sehr gut entwickelt, wahrend dieselbe bei den Mann- chen von demselben Fundort nicht deutlich ausgepragt ist und bei dem Mannchen aus Kasindi vollstandig fehlt. Die MaBe des letztgenannten Mannchens sind etwas geringer als die OriginalmaBe des Geschlechts, wahrend die Stiicke aus Buessa beide etwas groBer sind. Die Species ist an einer ganzen Anzahl von Lokalitaten im Congobecken ge- fangen worden. Acanthoxia Bolivar. Acanthoxia gladiator Westwood. 1842. Opsomala gladiator Westwood. Arcana Entom. I p. 65 pi. XVII fig. i [Sierra Leone]. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Undussuma, siidwestlich des Albert-Nyanza, in einer Hohe von 1050 m, 2. Dezember 1891 (STUHLMANN), i 9. Das Stuck aus Undussuma zeigt die Eigentiimlichkeit, daB das Rostrum etwas tiefer und mehr niedergeschweift ist, als es bei den Exemplaren aus Kwidschwi der Fall ist. Dieses sind die ersten Erwahnungen, die das Vorkommen dieser Species in der Oegend des groBen Sees bekunden. Andere Fundorte sind: Sierra Leone, Togo (Bismarckburg), Oberer Congo, Luluabourg, Congo, Loango und der Agyptische Sudan (Khartum, Mongalla, Khor Attar uncl Gondokoro). l ) Berlin. Ent. Zeitschr. XXXVIII p. 114, 1893. ioy Mesopsis Bolivar. Mesopsis laticornis (Krauss). 1877. M[esopsis] laticornis Krauss. Sitzungsber. K. Akad. <1. Wissenschaften , Wien, Math. - natunv. Cl. LXXVI Abt. I p. 49 pi. II fig. 13, 133 h [Bakel, Senegal; Sierra Leone]. Steppe in der Nahe von Kasindi, Albert-Edvvard-Nyanza, Januar 1908 (DeutscheZentr.-Afr.-Exp.), 19 in Alkohol.Rutschuru-Ebene,siicllichdes Albert- Ed ward-Xyanza, Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Die MaBe dieser Stiicke stimmen mit denen des Originals im selben Geschlecht iiberein. Diese Species hat ihr Yerbreitungsgebiet vom vSenegal bis Zanzibar und vom Agyptischen Sudan bis Siid-Afrika. Locusta Linnaeus. Locusta ruficornis (Fabricius). 1787. [Gryllus] ruficornis Fabricius. Mant. Ins. I p. 237 [Sierra Leone]. Wald nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deut- sche Zentr.-Afr.-Exp.), i Q. Dieses Stuck ist der westafrikanischen Form nicht typisch gleich, aber es steht ihr naher, als der Form der ostlichen und nb'rdlichen Steppe, der L. citrina. Die Antennen sind blaBrotlich und die Hinterschenkel sind tief purpurfarben, die Dornen sehr stark verwaschen karminfarben, die Hintertarsen sind ganz karmin- farben. Ein Miinnchen aus Britisch-Uganda ist sehr viel mehr der ruficornis ahnlich als dem Stiicke aus Beni. GiGLiO-Tos (in Abruzzi II Ruwenzori I p. 307) hat diese Species aus Entebbe, Mitiana und Kaibo, Uganda und Ibanda, Toro erwahnt. Die folgenden in Alkohol aufbewahrten Stiicke konnen, weil sie ihre Originalfarbung verloren haben, nicht mit Sicherheit zu L. ruficornis oder citrina gestellt werden. Ruanda, 9. 17. Marz 1898 (HOSEMANN), i 9. Kiwu-See (Dr. KANDT), 2 99- Kissenji, Kiwu-See, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN). Bugoie-\Yald, nordwestlich Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 2 oV, 3 99- Steppe in der Nahe von Kasindi, Albert-Edward-Nyanza , Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i Mawambi, oberer Ituri, Congostaat, April 1909 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i d", i 9- Locusta citrina (Serville). 1839. Acridium citrinum Serville. Hist. Nat. Ins. Orthopt. p. 644 [Senegal]. Ruhanga, Mpororo, 21. April 1891 (STUHLMANN), i Q. Kafuro, Karagwe, 28. Februar und 12. Marz 1891, 2 0*0*- Sesse-Inseln, \'ictoria-Nyanza, 12. und 16. Dezember 1890 (STUHLMANN), 2 99. io8 Diese Species ersetzt \vahrscheinlich im vSudan, in Abyssinia, Gallaland 1 ) und im nordlichen Afrika die Form L. ruficornis. Die Stiicke von den Sesse-Inseln setze ich an diese Stelle, obgleich sie in vieler Hinsicht sich ruficornis nahern, aber die gelblichen Antennen und das Felilen des mehr oder weniger rotlichen An- f luges an den Hintertibien zeugen fiir nahere Verwandtschaft mit citrina. Die Farbung der Hintertibien vom blassen Griinlichgraublau bis zum tiefeii Blaulich- graublau. Bei einem deutlich miBfarbenen Weibchen sind die Hintertibien matt graubraun und ebenso gefarbt wie der basale Teil der Dornen, anstatt kontrast- reich gefarbt. Locusta magnifica var. orientalis (Sjostedt). 1909. Acridium (Cyrtacanthacris) magnifica var. orientalis Sjostedt. \Viss. Ergeb. Sclnved. Zool. Exped. Kilimand. XVII p. 186 [Kibonoto, Kilimandscharo]. Bukoba, Westkiiste des Victoria-Nyanza (Dr. EGGEL), i 9 in Alkohol. Yulkanische Gegend nordlich des Kiwu-Sees, Oktober 1907, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp. (vox RAVEX) ; i 9 in Alkohol. Undussuma, siidwestlich des Albert- Xyanza, in einer Hohe von 1050 m, 8. Dezember 1891 (STUHLMAXN), i Q*. Trotzdem die in Alkohol aufbewahrten Stiicke die charakteristische Farbung der Fliigel und der Hintertibien eingebiiBt haben, ist ihre Identitat mit demMann- chen aus Undussuma auBer Frage. Beim Mannchen sind die schwachen, schiefen Tegminalbander reduziert und weniger sichtlich als beim Weibchen, welche diese Bander ebenso deutlich und in derselben Breite besitzt wie L. rubella, von welcher jedoch diese Species durch die einfarbigen Lateralloben des Pronotums wohl unter- schieden ist. vSjOSTEDT hat auf diese Variabilitat hingewiesen. Das Mannchen ist etwas kleiner, als das Minimum der OriginalmaJ3e und weist die folgenden MaBe auf: Korperlange 50 mm Lange des Pronotums 13 ,, Lange des Tegmens 50 , Lange der Hinterschenkel 29 ,, In bezug auf die Lange des Korpers und des Pronotums zeigen die 99 die typischen MaBe, aber Tegmen und Hinterschenkel sind etwas kiirzer, ersteres miBt 66 und 68 mm, letzteres 36 und 38 mm. Locusta tatarica Linnaeus. 1758. [Gryllus (Locusta)] tatarica Linnaeus. Syst. Xat. 10. Aufl., p. 432. [,,Tataria"J. Steppe in der Nahe von Kasindi, Albert-Edward-Nyanza, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i reifes und i unreifes 9 in Alkohol. 1 ) Diese, bei dem gegenwartigen Avitor von Bodele, Grorgora und Sheikh Hussein, Gallaland (Proc. Acad. Xat. Soc. Phila. 1901, p. 76) envahiiten mid als Cyrtacanthacris ntficortiis bestimraten Stiicke, sind nach meinen Untersuchungen und mit dem vorliegenden Material verglichen L. citrina. 109 Wahrend diese Species aus dem groBeren Teile Afrikas bekannt 1st, wird sie hier zum zweiten Male aus der Seenregion erwahnt, KIR BY hat sie aus Uganda erwahnt (in JOHNSTON, Uganda Protect. I p. 468). Locusta hottentotta (Stal). 1 ) 1873. A[cridium] (Acridium) hottentottum Stal. Rec. Orthopt. I, p. 62. [Siid-Afrika.] Kissenji, Kiwu-See, Februar bis November 1908 (VON STEGMAXN und STEIN), 2 99 in Alkohol.. Mulera, November 1907 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i d*. Avakubi, Aruwimi-Flufl, Congostaat, 22. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i a" in Alkohol. Wir haben STALS Namen fiir diese Species gebraucht, statt BOLIVARS Be- zeichnung lineata Stoll 2 ) zu gebrauchen, die uns fiir die vorliegende Species nicht anwendbar erscheint. Wir haben die oben angefuhrten Serien mit anderen Stiicken aus Liberia und Kamerun verglichen, bei denen die dunklere Hauptfarbe stark variiert, indem sie einerseits nach dunkel karminrot, andrerseits nach olivenbraun neigt. Das Mulera-Stiick ist von letzterem Typ, wahrend der erstere durch ein o 71 aus Windhoek, Deutsch-Siidwest-Afrika reprasentiert wird. Die Avakubi und- Kissenji-Stiicke sind, soweit ihr Zustand ein Urteil zulaBt, von dem gewohnlichen Typ mit dunkelbrauner Hauptfarbe. Die blaB Mediastinlinie, welche bei der Mehrzahl der Stiicke gefunden wurde, fehlt bei dem Avakuba-cf. Diese Species ist berichtet aus einem Bezirke von Liberia siidlich bis Deutsch- Siidwest-Afrika, ostlich bis in die Umgegend des Kiwu-Sees, des Tanganjika- Sees und Mozambique; ein Bericht aus Nguela, Usambara beruht offenbar auf einem Irrtum, da viele andere aus dieser selben Lokalitat erwahnte Species wohl sicherlich nicht in jenem Landesteile gefunden worden sind, in einigen Fallen viel- mehr Formen darstellen, die auf den westlichen Waldgiirtel beschrankt sind. Locusta rugegeana n. sp. Type: a", Rugege-\Vald, siidwestliches Ruanda, Hohe etwa 1800 m, 20. August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt und sehr ahnlich der L. decipiens (Karsch) von Togo, West- Afrika 3 ); unterscheidet sich jedoch durch den breiteren Zwischenraum zwischen den Augen, die Caudaldecke des Pronotums ist spitzer und weniger abgerundet, der Superoexternalkiel der Hinterschenkel ist weniger sageartig gezahnt als der Supero- mediankiel, und die Supraanalplatte des cf ist zugespitzt statt abgerundet. Von mittlerer Gr613e (fiir das Genus); Habitus deutlich zusammengedriickt. Das Fastigium des Kopfes sehr betrachtlich geneigt, breit in die Frontalcosta, J ) Wahrscheinlich ist dieses die als Acridium liticatum (Stal, irrtiimlich Stoll) von GlGLIO- Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 307) aus Mitiana, Uganda und Ibanda, Toro erwahnte Species. ' 2 ) Jorn. vSci. Math. Phys. Nat., Lisboa, Ser. 2 a, I, p. 159; Mem. Soc. Ent. Belg. XVI, p. 108 bis 109. 3 ) Entom. Zeit. Stettin L VII, p. 298, Fig. 23. no ausgerundet, sehr breit, die Breite derScheibe des Fastigiums 1st beinahe gleich der Lange (cephalo-caudad) des Auges; Zwischenraum zwischen den Augen gleich dreiviertel der Augenlange ; Frontalcosta dorsad nur wenig mehr als halb so breit wie der Ocularzwischenraum, ventrad von den Antennen sehr schwach erweitert, durchweg dicht siebartig punktiert, am Ocellus und ventrad derselben, bei- nahe gefurcht, Rander dick erhaben; Faciallinie leicht bogenformig ; Augen etwas langer als der Inf raocularteil der Wange ; Antennen die Caudalecke des Pronotums deutlich iiberragend. Pronotum stark dachformig, beinahe geschopft; der Mediankiel bogig-erhaben, cephalad stark bogig geneigt, caudad regelmaBig ab- fallend, durchschnitten von drei Ouerfurchen; Cephalrand der Scheibe stumpf- winklig, Caudalrand rechtwinklig ; Lateralloben des Pronotums langer als breit. Cephal- und Caudalecken stumpf abgerundet; Oberflache des Pronotums rauh. Die Tegmina iiberragen die Enden der Hinterschenkel um etwa die halbe Lange des Pronotums, etwa vier und einhalbmal so lang als breit ; Costalrand proximad leicht lappig, distad iiach clem ziemlich verschmalerten, abgerundeten Apex zu gebogen; Suturalrand fast gerade. Fliigel mehr wie bei L. decipiens, aber mit weniger zahlreichen Kreuzadern. Prosternaldorn proximad zusammenge- driickt, merklich abgeflacht oder distad knollig verdickt; Caudalrand leicht schrag, Cephalrand proximad gerade, distad bogig, Apex stumpf zugespitzt und leicht caudad gerichtet. Mesosternalloben kaum langer als breit, Rander gerade, Zwischenraum leicht konisch. Lange der Supraanalplatte beinahe gleich der proximalen Weite, Seitenrander sich bis zu Zweidrittel der Lange regelmaBig verengernd, an diesem Punkte mit einer stumpfwinkligen Schulter, das Apical- drittel spitzwinklig ; Cerci beinahe bis zum Apex der Supraanalplatte reichend, beinahe zusammengedruckt, spitz zulaufend, scharf zugespitzt, die Spitzen ein- gebogen; Subgenitalplatte verlangert, scharf zugespitzt. Vorder- und Mittel- beine sehr kraftig. Hinterschenkel die Spitze der Subgenitalplatte nicht iiber- ragend, nicht merklich sich zuspitzend, Mediodorsal- und Medioventralkiel sage- artig gezahnt, die iibrigen Kiele zeigen eine Tendenz nach der gleichen Richtung, jedoch mit keiner deutlich ausgepragten Zahnelung; Hintertibien am AuBenrande mit acht Dornen, am Innenrande mit neun Dornen bewaffnet, exklusiv den Enddorn. Hauptfarbe (vom Alkohol) zimtbraun, mehr oder weniger rostfarbig werdend an den Beinen und am distalen Teile der scapularen und discoidalen Felder der Tegmina. Antennen von der Hauptfarbe; Augen gebrannt umbrafarben. Tegmina und Proximalteil des Costalfeldes, das Analfeld und verschiedene un- bestimmte schrage Flecken im distalen Teile des- Discoidalfeldes holzbraun (moglicherweise im Leben weiBlich oder gelblich). Originalfarbung der Fliigel ungewiB, im vorliegenden Falle blaB braunlich-glasig, die Adern aller Felder bis auf die des Radiatfeldes dunkelbraun. Dornen der Hintertibien mit schwarzer Spitze. Ill MaBe. d 1 9 Lange des Korpers 40,0 mm 59,5 mm Lange des Pronotums 9,2 ,, 13,8 ,, Lange des Tegmens . 34,0 ,, 42,0 ,, Lange der Hinterschenkel 20,5 ,, 29,0 ,, Aui3er der Type haben wir noch ein paratypisches 9 yor uns, dessen MaBe oben angegeben sind. Dieses Stiick stimmt mit der Type vollig iiberein mit Ausnahme von geschlechtlichen und einigen geringeren Unterschieden. Die Farbe des Proximalteiles vom Discoidalfelde der Tegmina ist vielleicht intensiver bei dem weiblichen Stiick, da sie mehr kastanienbraun als rotbraun ist. Zahl der Tibialdornen am Innenrande, exklusiv den Apicaldorn, zehn beim Weibchen. Locusta 1 ) sp. Siidostlich Mpororo, 15. Juli 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i un- reifes 9 in Alkohol. Acinotacris 2 ) nov. gen. Yenvandt mit Exochoderes Bolivar aber da von abweichend in dem geneigten, statt beinahe horizontalen Vertex, in dem abgerundeten statt zugespitzten Caudalwinkel, in dem Mediankiel des Pronotums, welcher schon vor dem Haupt- furche statt von demselben an geneigt ist, in dem Kamm, der an der Prozona nicht dreilappig ist, in den Tegmina, die bedeutend statt wenig die Apices der Hinterschenkel iiberragen, in den Fliigeln, die distad nicht ausgebuchtet sind, so- wie in dem prosternalen Dorn, der deutlich zusammengedriickt ist. Occiput beinahe knollig; Fastigium geneigt, eingedriickt; Frontalcosta zwischen den Antennen beinahe gleich ventrad von denselben. Kamm des Pronotums hoch, bogig, deutlich von nur einer Hauptfurche durchschnitten, Pronotalteil mit zwei Querfurchen, die den Kamm einschneiden, aber nicht durchtrennen , der Kamm ist caudad an der Metazona beinahe verschwindend and mehr ein Kiel; Cephalrand der Scheibe mehr oder weniger spitz, Caudal- rand derselben abgerundet (9) oder stumpfwinklig (cf). Tegmina caudad bis zur Mitte der Hintertibien reichend, Distalende abgerundet. Fliigel mit Apex schrag abgerundet, nicht ausgebuchtet. Prosternaldorn dreieckig, hoch, stark zusammen- gepreBt; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben fast ebenso lang wie 1 ) Des weiteren sind noch folgende Species dieses Genus aus nachbenannten Gegenden be- richtet worden : Locusta coyallinipes (Karsch). Ent. Zeit. Stettin LVII, p. 295. [Kakoma, Uganda.] Locusta deckeni (Gerstaecker). Kagera-Nil. [Brunner in Baumann ,,Durch Massailaud".] Lo- custa rubella (Serville). Mitiana, Uganda [GIGLIO-TOS in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 307]. Lo- custa pallidicornis (Kirby). Proc. Zool. Soc. London 1902, Vol. I p. 99 [zwischen Victoria-Nyanza und Tanganjika-See; Ruwenzori]. Das nachste Stiick kann aus der in Betracht stehenden Gegend stammen: Locusta validiceps (Karsch). Kabebe, Zentral-Afrika. Fundort der Type. 2 ) axi] = Rand, vwiov == Riicken, U>CQI^ = Heuschrecke. 112 breit oder wenig langlich, Loben mesad stark bogig; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben keilformig. Supranalplatte beim Mannchen mesad verbreitert in einen rundlich stummelformigen Lappen ; Cerci des d" walzenformig ; Subgenital- platte des d* zusammengedriickt, beinahe dornartig. Dorsalrander der Hinter- schenkel fein gesagt, Genicularloben. ventrad stark entwickelt, beinahe winklig; Hintertibien proximad ausgebuchtet, am AuBenrande mit neun Dornen be- waffnet, Apicaldorn nicht vorhanden. Type A. dromedarius n. sp. Schliissel zur Species des Genus (9). a) Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben langlich; der dorsale ein- springende Winkel der Genicularloben rechtwinklig ; Kamm des Pronotums hoher, ein Drittel der ganzen Breite des Pronotums bildend und caudad scharf geneigt dromedarius n. sp. 1 ) b) Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben in seinen Ausdehnungen fast gleich; der dorsale einspringende Winkel der Genicularloben stumpf winklig ; Kamm des Pronotums niedriger, weniger als ein Drittel der Breite des Prono- tums bildend und caudad weniger scharf geneigt hylaeus n. sp. Acinotacris dromedarius n. sp. 1901. Exochoderes aurantiacus Rehn (nicht von BOLIVAR). Proc. Acad. Nat. Sci. Phila 1901 p. 76. Type: 9, Kurava-Quellen zwischen Aimola und Le, siidliches Gallaland, 25. Marz 1895 (A. DONALDSON SMITH) [Acad. Nat. Sci. Phila. Type Nr. 5191]. GroBe betrachtlich ; Habitus maBig zusammengedriickt; groBter Teil der Oberflache des Kopfes und der Thoracalsegmente mit Ausnahme der Ventralober- flache vertieft punktiert. Kopf breit; Occiput deutlich erhaben und merklich ventrocephalad geneigt, zwischen den Augen eingedriickt und vom Fastigium in die Frontalcosta abgerundet; Interocularraum etwas breiter als die halbe Breite des Auges; Fastigium flach eingedriickt, Rander mit Ausnahme des Caudalrandes leicht erhaben; schwache Griibchen dorsad von den Lateralocelli vorhanden; Frontalcosta bis zwischen die Antennen leicht verbreitert, von da ventrad leicht verengert und unmittelbar dorsad von der Clypealsutur beinahe verschwindend, die interantennale Breite fast gleich der interocularen Breite, unmittelbar ventrad vom Ocellus eingedriickt ; Lateralf acialkiele ventrad maBig divergierend ; Augen verlangert nierenformig-eiformig, ungefahr zweimal so lang wie der Infraocularteil der Wange, leicht vorstehend ; Glieder der Antennen verlangert. Dorsalkamm des Protonums hoch, ein Drittel der ganzen Breite des Pronotums bildend, am vorderen Teil maBig bogenformig, am hinteren Teil ziemlich scharf zum kaum gekielten Marginalteile geneigt, die hintere Ouerfurche den UmriB des Kammes *) Acinotacris dromedarius n. sp. scharf durchschneidend, jedoch den eigentlichen Korper desselben nicht tief teilend, die pronotale Querfurche die Umrisse des Kammes nicht beriihrend; Vorderrand der Scheibe mesad in einen rechtwinkligen Fortsatz verlangert, Caudalrand abgerundet; Lateralloben in ihrer groi3ten Breite beinahe gleich ihrer dorsalen Lange, Ventralraiid derLoben cephalad buchtig ausgerandet, mesad stumpfwinklig. Tegmina iiberragen die Spitzen der Hinterschenkel um etwas mehr als die Lange von Kopf uiid Pronotum, Distalende schmal, schrag rund- lich abgestutzt; Marginalfeld mit einer schwach verlangerten Proximalausdehnung ; Intercalarader nicht vorhanden. Prosternaldorn zusammengedriickt pyramiden- formig; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben leicht longitudinal, die engste Stelle etwas cephalad von der Mitte, die Lateralrander cauclad stark divergierend. Hinterschenkel maBig verlangert, ungefahr halb so lang wie die Tegmina, Dorsaloberflache leicht abgeflacht, stark eingedriickt-punktiert, Geni- cularloben breit, ihr dorsaler eingehender Winkel rechtwinklig. Hauptfarbe braunrot, die Tegmina holzbraun und die Hinterschenkel lehm- farben, alles mit gewiirziielkebraunen Zeichen iiberlegt. Antennen seehundbraun mit Ausnahme der beiden Proximalglieder, die die Farbe des Kopfes haben; Augen gebrannte Umbra, ein unregelmaBiges, schmales, postoculares Band von der uberliegendeii Farbe dorso-caudad iiber einen Teil des Pronotums fortgesetzt, bildet ein V auf dem unteren Gesicht, eiiie schmale, deutlich markierte Medio- longitudinallinie von der dunkleren Farbe verlauft liber Occiput, Fastigium und Dorsalteil der Frontalcosta. Kamm des Pronotums mit einem schmalen gewiirz- iielkebraunen Rand, Ventralteil der Prozona der Lateralloben mit derselben Farbe schrag gemascht, und die Metazona mit undeutlich angedeuteten durchschossenen Linien der gleichen Farbe. Tegmina dicht gesprenkelt mit quadratischen dunkel- braunen. Zeichen, die distad an Zahl abnehmen. Hinterschenkel dorsad mit drei breiten gewiirznelkebraunen Zeichen, die auf den Lateraloberflachen nur schwach angedeutet sind ; Ventralf urche und der gr613ere Teil der Genicularloben einfarbig; Hintertibien stumpf zimtfarben, mattbraun gewolkt, die Dornen gelb- lich, mit seehundbraunen Spitzen, die Dornen des Innenrandes zeigen auf der inneren Oberflache dieselbe gleichmaBige dunkelbraune Farbe wie die dunkeln Spitzen. MaBe. Lange des Korpers 41,5 mm Lange des Pronotums 9,2 Lange des Tegmens 43,5 Lange der Hinterschenkel 21,0 ,, Das paratypische 9 von Sheikh Husein, Gallaland (i. Oktober 1894; A. D. SMITH) ist etwas kleiner als die Type, stimmt aber in alien spezifischen Merkmalen mit dieser iiberein. Die Farbung ist fast genau dieselbe wie bei der Type. Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. Acinotacris hylaeus n. sp. Type: 9, Wald zwischen Mawambi und Irumu, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1908 (Deutsche Centr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. GroBe betrachtlich ; Habitus zusammengedriickt ; Oberflache wie bei A. dro- medarius. Occiput wie bei dromedarius, die Interocularregion breiter als be jener Species und tiefer eingedriickt, mit einem schwachen kurzen Mediolongi- tudinalkiel; Fastigium mehr horizontal als bei dromedarius, ahnlich aber flacher eingedriickt, in die Frontalcosta breit abgemndet; Frontalcosta ahnlich wie bei der typischen Art, jedoch mehr ausgesprochen ventrad; Augenwiebei dromedarius, j ecloch etwas kiirzer. Pronotum ahnlich wie bei dromedarius, j edoch mit niedrigerem Kamm, der weniger als ein Drittel der Breite des Pronotums bildet, weniger scharf caudad geneigt, Vorderrand der Scheibe stumpfwinklig, Caudalrand wie bei dromedarius. Tegmina ahnlich denen von dromedarius. Prosternaldorn wie bei der typischen Art; der schmalste Teil des Zwischenraumes zwischen den Me- sosternalloben beinahe gleich der Lange, die engste Stelle befindet sich der Mitte des Zwischenraumes naher als bei dromedarius; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben etwas breiter als bei der typischen Art. Hinterschenkel wie bei dromedarius, der dorsale eingehende Winkel der Genicularloben jedoch stumpfwinklig. Farbe braunrot, annahernd iiberall gleich und mit nur geringen Spuren der iiberliegenden dunkleren Farbe der dromedarius. Augen vandyckbraun; Prono- tum und der groBere Teil des Kammes vandyckbraun gerandet; der auBerste Proximalteil der Tegmina seehundbraun gemascht, die distale Halfte mit zahl- reichen schwach kleinquadratischen Zeichen von bister Farbe, schwache An- deutungen ahnlicher Zeichen vorhanden auf der proximalen Halfte der Costal- und Discoidalfelder der Tegmina. Fliigel am proximalen Teile der Radial- felder sehr blaB gelblich, die Hauptadern sonst vandyckbraun umzogen und die distalen Dreifiinftel der ganzen Fliigel bister angeraucht; Genicularbogen der Hinterschenkel mit gebrannter Umbra liniiert; Hintertibien und die Innenflache einiger der Dornen des Innenrandes, j edoch nicht aller, braungewolkt. MaBe. cf 9 Mawambi (Type) Lange des Korpers 39,5 mm 28,0 mm Lange des Pronotums 8,9 ,, 5.8 ,, Lange des Tegmens 38,5 ,, 26,5 ,, Lange der Hinterschenkel 19,0 ,, 13,8 ,, Das mannliche Geschlecht stimmt mit der weiblichen Type uberein bis auf folgende Unterschiede : Zwischenraum zwischen den Augen etwas schmaler als die interantennale Breite der Frontalcosta; Augen mehr vorstehend; Antennen verlangert, bis zur Basis der Hinterschenkel rcichend. Caudalrand der Scheibe des Pronotums stumpfwinklig, der unmittelbare Winkel abgerundet. Tegmina im distalen Drittel breiter als beim 9- Furcula breit, abgerundete, kaum getrennte L,oben ; Supraanal- platte dreieckig verbreitert, im distalen Drittel beinahe ebenso verbreitert mid rundlich stummelformig am Apex, longitudinal gefurcht in der distalen Halfte; Cerci walzenformig, nach der Spitze zu abgestumpft, die Supraanalplatte etwas iiberragend; Subgenitalplatte beinahe dornformig, annahernd zweimal so lang wie die Cerci, beinahe zusammengedruckt, proximad verbreitert. Aul3er der Type dieser Species haben wir noch nachstehende Serien unter- sucht : Ful3 des Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.- Exp.), i reifes und i unreifes 9 in Alkohol. Wald nordwestlich von Beni, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes d 1 (trocken), i unreifes 9 in Alkohol. Mgoba, westlicher Abhang des Semliki-Tales, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes 9 in Alkohol. Ma- wambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i a* in Alkohol. (Das oben gemessene Stuck.) Oberer Ituri, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 6 unreife Individuen in Alkohol. Phyxacra Karny. 1 ) Die verlangerten Mesosternalloben dieses Genus geben ihm eine anomalische vStellung unter den Coptacrae, da das Vorhandensein von laiigeren als breiten Mesosternalloben als ein ausgesprochenes Merkmal von Locusta und ihren Ver- wandten betrachtet wurde. Zahlreiche andere Merkmale aber, die bei diesem Genus gefunden wurden, beweisen seine echte Verwandtschaft zu den Coptacrae. Phyxacra nigrispinis n. sp. Type: 9, Fui3 des Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Unterscheidet sich von den beiden friiher bekannten Species durch den unentwickelten Querkiel zwischen dem Vertex und dem Fastigium, sowie da- durch, daB die Tegmina die Spitzen der Hinterschenkel nicht iiberragen, durch die nahezu gleichmaBige Farbung derselbeii und ferner dadurch, daft die Dornen der Hintertibien an der Basis schwarz sind. Von variolosa Krauss unterschieden durch die Querfurchen des Pronotums, die tief eingedriickt sind wie bei cocrulans Karny, wahrend das Fehlen von brauneri Zeichen und schwarzlicher Punk- tierung diese Type von cocrulans trennt. GroCe maI3ig; Habitus leicht zusammengedruckt, mehr der Species des Genus Locusta ahnelnd; Oberflache des Pronotums des Gesichtes, derWange und Pleuren 1 ) Abisares viridipennis (Burmeister). Erwahnt vou GlGLIO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 307) aus Entebbe, Uganda und Fort Portal und Ibanda, Toro. 8* ti6 deutlich gerunzelt. Interocularraum des Kopfes breit, etwas schmaler als die Fastigialbreite ; Fastigium stark quer, punktiert aber nicht ausgehohlt, stark ge- neigt, breit abgerundet in die Frontalcosta ; Frontalcosta dorsad breit, ventrad sich leicht verengernd und fast verschwindend, ehe sie die Clypealsutur erreicht, leicht konkav, aber nicht deutlich gefurcht, punktiert; Augen maBig vorstehend, breit nierenformig-eiformig, etwas langer als die Infraocularfurche; Antennen, wenn caudad gerichtet, den Winkel des Caudalrandes des Pronotums um an- nahernd die Kopflange iiberragend, fadenformig. Pronotum und Dorsum der Prozona leicht abgerundet, der Metazona beinahe abgeplattet; Caudalbreite der Scheiben fast gleich der Halfte der Lange derselben; Cephalrand der Scheibe fast abgestutzt, Caudalrand nahezu rechtwinklig und am unmittelbaren Winkel a*bgerundet; Mittelkiel an der Prozona beinahe verschwindend, deutlich, wenn auch schwach, an der Metazona; Querfurchen drei, gut emgedriickt, Prozona und Metazona beinahe gleichlang ; Seiteiiecken breit abgerundet, deutliche laterale Kiele nicht vorhanden; Lateralloben deutlich langer breit, der prozonale Teil mit einer schwach umgrenzten aber deutlichen Schwellung, die sich ventro- cephalad bis zur Ventrocephalecke ausdehnt ; Ventralrand mesad stumpfwinklig, beide Grenzecken beinahe rechtwinklig abgerundet. Tegmina kurz und breit, die Apices der Hinterschenkel kaum iiberragend, ihre groBte Breite weniger als ein Viertel ihrer Lange; Distalhalfte des Discoidalfeldes quadratisch-netzformig, Proximalhalfte desselben und Marginalfeld unregelmaBig netzf ormig ; Costalrand ungleich bogenformig, die Medianpartie leicht abgeflacht; Suturalrand distad leicht bogenformig, von da an gerade; Apex breit. rundlich abgestutzt. Fliigel bis zu den Spitzen der Tegmina reichend, der Apex ahnlich dem Apex der Teg- mina. Prosternaldorn aufrecht, konisch, maBig scharf ; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben sehr leicht longitudinal, beinahe gleich in Breite, die Innen- rander der Loben gerade, die Caudalecke leicht zugescharft; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben beinahe quadratisch, die Loben caudad sich ver- schmalernd, so daB der Zwischenraum keilformig wird. Die Rander des dor- salen Paares der Ovipositorscheiden fein gezahnt. Vorder- und Mittelbeine von mittlerer Bildung. Hinterschenkel stark, etwa vier und einhalbmal so lang als an ihrer breitesten Stelle breit, bis zur pragenicularen Konstriktion sich maBig verjiingend, samtliche Kiele gesagt-gezahnt, die dorsalen und ventralen mit ein- geschalteten Auszackungen , Genicularregion etwas abgeflacht, die Loben groI3, ihr Ventralrand stark bogenformig, ihr Winkel abgerundet rechtwinklig ; Hinter- tibien stark, distad deutlich eingebogen, von derSeite gesehen leicht eingebuchtet, am AuBenrande mit acht Dornen, am Innenrande mit neun Dornen (mit Aus- nahme des Apicaldornes) bewaffnet, beide Serien wirklich bis zur Tibialbasis ausgedehnt. Hauptfarbe holzbraun; Dorsum des Abdomens lederbraun ockerig, ein medio- longitudinaler Streifen, der den groBten Teil der Analarea der Tegmina bedeckt, cremebraun. Kopf und Dorsum lehmf arbig gewolkt ; Antennen lederf arbig ; Augen 1*7 bister. Pronotum mid em schwach angedeutetes medio-longitudinales Band von blasser Farbe, die bei trockenen Stiicken wahrs.cheinlich gleich der Farbe der Tegmina ist, die schrage Anschwellung an den Lateralloben dunkler als die Hauptfarbe dieses Teiles. Basalteil der Marginal- und Discoidalfelder der Teg- mina mit proutschenbrauiieii Flecken. Fliigel blaBbraun. Voider- und Mittel- beine blaB braunrot. Genicularbogen der Hinterschenkel schwarz; Proximalteil der Hintertibien schwarzlich, die Dornen in ihrer ganzen Lange und auch an der Basis schwarz. MaBe. Lange des Korpers 39,5 mm Lange des Pronotums 8,8 ,, Lange des Tegmens 25,5 ,, Lange der Hinterschenkel 20,0 ,, Die Type dieser Species ist die einzige. Coptacra Stal. Coptacra anguliflava Karsch. 1893. CojJtacra anguliflava Karsch. Berl. Entom. Zeitschr. XXXVIII p. gz [Bismarckburg, Togo]. Wald von Irumu bis Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I /in Alkohol. Dieses Stiick entspricht vollig der kurzen Originalbeschreibung. BOLIVAR erwahnt diese Species aus Libenge am Ubangi-FluB, und GiGUO Tos hat sie aus Ibanda, Toro erwahnt. Paracoptacra Karsch. Paracoptacra ascensi Giglio-Tos. 1907. P[aracoptacra] ascensi Giglio-Tos. Boll. Mus. Zool. Anat. Comp., Torino XXII, Xr. 554 p. id [Moero-See]. Rugege-Wald, siidwestliches Ruanda, Hohe ungefahr 1800 m, 20. August 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ). i 9 in Alkohol. Vul- kanische Gegend nordostlich vom Kiwu-See, Oktober 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Bei sorgfaltiger Yergleichung mit authentischem ascc ;?sj-Material ist es mog- lich, dai3 diese Stiicke sich als verschieden davon erweisen, da jedoch der einzige Punkt, in dem sie abweichen, die Farbe betrifft, namlich der zwei- oder drei- gefleckte, statt gebanderte Charakter des Ventralteiles der auI3eren Oberflache der Hinterschenkel, so ziehen wir es vor, sie versuchsweise dieser Species zuzu- teilen. n8 Paracoptacra cauta Karsch. 1896. Paracoptacra cauta Karsch. Entom. Zeit., Stettin LA'II. p. 304 [Sesse-Inseln, Victoria-Nyanza]. Westseite des Ruwenzori, Hohe 2500 m, Februar 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), 2 c 'in Alkohol. Fort Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9- Walcl nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i cf, i 9- Die Originalbeschreibung und LA BAUMES Erganzungsfigur a ) lassen viel zu wiinschen iibrig in bezug auf eine ausfiihrliche Charakterisierung dieser Species, und eine eingehende Beschreibung erscheint hochst wiinschenswert. Die nachstehende Beschreibung bezieht sich auf das o* aus dem Walde nordwestlich von Beni. GroBe gering, Habitus maBig kraftig; Oberflache fein punktiert. Kopf und Zwischenraum zwischen den Augen nicht ganz halb so breit wie das Fastigiurn, laterad gerandet; Occiput mesad gekielt; Fastigium ziemlich tief ausgehohlt, breit zum Gesicht abgerundet; Frontalcosta zwischen den Basen der Antennen betrachtlich verbreitert, nahezu viermal so breit wie die interantennale Breite, ventrad sich allmahlich verengernd; Antennen fadenformig, distad sehr wenig verdickt, proximad leicht niedergedriickt; Augen maBig vorstehend, im Umrii3 nierenformig, etwa zweimal so lang wie der Infraocularteil der Wange. Pronotum caudad sehr leicht verbreitert; Mittelkiel niedrig, aber deutlich und gleichformig von drei Furchen durchschnitten ; Metazona etwas kiirzer als die Prozona; Cephalrand des Pronotums sehr leicht stumpfwinklig, Caudalrand stump fwinklig; Lateralecken breit abgewendet ; Lateralloben langer als breit, Ventralrand cepha- lad stark rundlich ausgerandet, Caudalecke stumpf abgerundet. Tegmina etwas langer als das Pronotum, aber deutlich kiirzer als Kopf und Pronotum zu- sammen, beinahe lanzettlich, dorsad beinahe zusammenstoBend, ungefahr ein und einhalbmal so lang als breit; Costalrand proximad stark bogig; Apex ab- gerundet spitz winklig. Prosternaldorn beinahe pyramidenformig, fast spitz; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben leicht quer, beinahe keilformig, die Loben deutlich schief abgerundet; Metasternalloben beinahe zusammenstoiBend. Apex des Abdomens leicht erhaben, kaum zuriickgebogen. Furcula wie ein Paar schlanker beinahe paralleler Finger ausgebildet, ungefahr gleich einem Viertel der Lange der Supraanalplatte ; Supraanalplatte dreieckig mit einer keilformig apicalen Projektion, die Rander der groBeren proximalen Sektion bogenformig, ein deutlich bogiger Quereindruck vorhanden; Cerci in den proxi- malen Zweidritteln maBig breit, zusammengedriickt, beinahe gleich, das distale Drittel sehr schlank, diinner werdend, S-formig, der Apex stumpf, der ganze Cercus nach innen gekriimmt, die Ecke des Dorsalrandes sehr breit abgerundet; Entom. Zeit., Stottin I.XXII p. 324. Subgenitalplatte sehr kurz, abgerundet, der Apex mesad in einen kleinen finger- formigen Fortsatz veilangert, dessen Dorsum von dem Apicalteil der Supraanal- platte bedeckt ist. Voider- und Mittelbeine durchaus nicht kraftig. Hinter- schenkel maBig kraftig, distad schlank, deutlich weiBlich behaart, Dorsalrand spar- lich gezahnt; Hintertibien 1 ) am Aui3enrande mit neun, am Innenrande mit zehn Dornen bewaffnet (mit Ausnahme des Apicaldornes). Hauptfarbe schwarzlich bis schwarzlichbraun, mit Apfelgriin und WeiB ge- zeichnet. Ein Paar seitlich sich verbreiternder Streifen verlauft caudad vom Innenrande der Augen entlang den Seitenrandern der Pronotalscheibe und der Gegend der Analader der Tegmina und erreicht den Suturalrand kurz vor dem Apex. Gesichtgriin, die Umgebung der Antennenbasis schwarzlich; Wange, Ventral- teil der Lateralloben des Pronotums und zwei kurze, schrage Streifen an den Pleuren weiBlich. Antennen distad griinlich, zum groBten Teil jedoch in ihrer Lange ockerfarben, Apex olivfarben; Augen mumienbraun. Abdomen mit paarigen dor- salen und lateralen longitudinalen Linien von griinlicher Farbe, deren dorsale breiter sind, Apex des Abdomens beinahe rostfarben, ebenso, wenn auch in ge- ringerem Grade, die Ventraloberflache desselben. Meso- und Metasternum mit drei in longitudinaler Reihe angeordneten gelben Flecken. Voider- und Mittel- beine und Hinterschenkel hellgriin, letztere in der Genicularregion schwarzlich; Hintertibien 1 ) und Tarsen zinnoberrot; die Dornen mit schwarzer Spitze. MaBe. Cf (Type) 9 (Beni) Lange des Korpers 13,5 mm 18 mm Lange des Pronotums 3,5 ,, 4,2 ,, Lange des Tegmens 4 ,, 5 ,, Lange der Hinterschenkel 10 ,, n ,, AuBer der Type liegen uns noch I paratypisches 9 vor, I 9 vom Fort Beni, Semliki-Tal, gefangen im Januar 1908 und 2 cfc ' in Alkohol aus einer Hohe von 2500 m an der Westseite des Ruwenzori, Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.). Diese Stiicke zeigen keine nennenswerten Abweichungen, aus- genommen, daB das Grim bei dem paratypischeti 9 dunkler ist als bei den andern. GlGLio-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 308) hat die Species aus Butiti, Uganda und Ibanda, Toro envahnt. Kivuia n. g. Verwandt mit Cyphocerastis Karsch, von dieser aber \-erschieden durch die Re- duktion der Tegmina und Fliigel und durch die eigentumliche Gestalt der Furcula. Interocularer Zwischenraum sehr schmal; Frontalcosta zwischen den Augen betrachtlich aufgeblasen, stufenweise schmaler werdend und ventrad beinahe ver- l ) Das einzige trockene Mannchen hat keine Caudaltibien und Tarsen, deshalb sind deren Merkmale von anderen Stiicken entnominen. 120 loschen, ohne Sulcus; Gesicht sehr deutlich vertieft punktiert; Antennen langlich, etwas depreB, distad etwas erweitert. Pronotum wie bei Cyphocerastis. Tegmina nur wenig langer als Kopf und Pronotum zusammen, Apex beinahe rund. Prosternal- dorn konisch; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben fast quadratisch, Loben caudad abgerundet; Metasternalloben zusammenhangend. Furcula sehr lang, zugespitzt, von den Basen bogenformig divergierend ; vSupraanalplatte lang- lich dreieckig, abgeplattet, Lateralrander ausgebuchtet-wellenformig, Apicalteil beinahe quadratisch, Apex abgestutzt; Cerci wie bei Cyphocerastis; Subgenital- platte wie bei letzterer Form. Hinterschenkel dorsad gesagt; Hintertibien auBen mit acht, innen auch mit neun Dornen, mit Ausnahme einer inneren apicalen Partie versehen. Type: K. falcifera n. sp. Kivuia falcifera n. sp. Type: f, Kwidschwi-Inseln, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. GroBe mittelmaBig; Habitus schlank zu nennen. Das Occiput des Kopfes betrachtlich hervorgehoben, abgerundet, Interocular vertex, der beinahe halb so breit ist wie das Fastigium, ist stumpfwinklig und nach dem Fastigium deutlich geneigt; Interocularregion und Fastigium mit einem deutlichen aber schwachen mediolongitudinalen Sulcus; Fastigium nach dem etwas protuberanten Inter- ocularteil der Frontalcosta zu abgerundet; Augen betrachtlich aufgebaucht, fast nierenformig, mehr als zweimal so lang wie die infraoculare Lange der Wange; Antennen iibertreffen den Caudalrand des Pronotums wenigstens urn die Lange des Kopfes. Der Mediankiel des Pronotums, das beinahe vollstandig vertieft punktiert ist, deutlich markiert, in der Nahe der Mitte der Prozona etwas niedriger als anderswo, deutlich von alien drei maBig eingedriickt. Furche durch- schnitten; cephaler Rand bogenformig abgestutzt; der Caudalrand beinahe rechteckig, der unmittelbare Winkel verlangert und rundlich; keine deutliche-n Lateral winkel vorhanden, sehr stumpfe Schultern vorhanden, jedoch nur an der Metazona; der ventrale Rand der Lateralloben cephalad wellig ausge- buchtet. Tegmina langlich, beinahe eiformig, liber dreimal so lang wie breit, etw r as lederartig; Costalrand proximad deutlich und breit gelappt; eine inter- calare Ader nicht vorhanden. Fliigel etwas kiirzer als die Tegmina; Apex ab- gerundet. Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben quadratisch, keilformig, schmaler als ein Lobus. Furcula sichelformig divergierend, schlank, mit Aus- nahme der etwas aufgeblasenen Basen, nadelformig, nicht vollstandig bis zur Mitte der Supraanalplatte reichend; Supraanalplatte zwischen der Furcula ge- furcht, die Rander etwas erhaben, aber sonst eben; Cerci reichen bis zum Apex der Supraanalplatte, kompreB, gestreckt, etwas lamelliert und in der proximalen Halfte gleichbreit, in der distalen Halfte zugespitzt und in der eigentiimlichen sigmoiden Kriimmung gestaltet wie bei Cyphocerastis, der dorsale Rand rechteckig an der Stelle der Yereinigung der beiden Teile, dcr Apex scharf zuriickgebogeii und hakig; vSubgenitalplatte sehr kurz, etwas blasenartig, caudad die Supra- analplatte nichtiiberragend, der Apicalrand weist einekurze, zusammengedriickte, stumpfe mediane Yerlangerung auf. Yorder- und Mittelbeine maBig kraftig. Hinterschenkel eben so lang wie das Pronotnm und die Tegmina zusammen, mittelmaBig kraftig, Genicularloben etwas zuges])itzt. Allgemeine Farbung ockergelb, mit vundyckbraunen und braunschwarzen. Zeichnungen. Die Area des Kopfes an der Basis der Antennen schwarzlich; Antennen von der allgemeinen Farbe an Basis und >Spitze, sonst schwarzlich; Augen niumienbraun. Pronotum vandyckbraun dorsad, auf der Prozona init einem konvergierenden Paar schwarzer Streifen, diese jedoch flieBen niemals zusam- men. Cephaler Rand der Scheibe mit einem schwarzen, medianen Flecken, Scheibe der Metazona mit verschiedenen kurzen, linearen, schwarzen Zeich- nungen, Caudalrand der Scheibe beinahe orangerotlich; Lateralloben des Pronotums mit einem breiten, postocularen, schwarzlichen Streifen u'ber der dorsalen Halfte, ventraler Teil von der allgemeinen Korperfarbe. Tegmina schwarzlich, die Hauptadern ockergelb gezeichnet, die Gegend der Analader etwas verwaschen ockergelb. Fliigel ockergelb vermischt mit dunkelbraun nach der Spitze zu. Abdomen dunkelbraun langs der lateralen vSutur liniiert, fein und sparsam liniiert und gefleckt mit derselben Farbe auf dem Dorsum, distaler Teil braunschwarz verwaschen, die Cerci orangerotlich gezeichnet. Genicular- gegenden und Tarsen der Yorder- und Mittelbeine schwarzlich gezeichnet; Genicularregion der Hinterschenkel deutlich verwaschen schwarzlich und die auBere Flache mehr oder weniger schief zweibindig ; binden von derselben Farbe, innen ahnlich wie die auBere distomediane Fleckenzeichnung, ringformig; Hinter- tibien blaB griinlichgelb, die Genicularregion schwarzlich, ahnlich wie die iibrigen Teile, mit Ausnahme eines hellen, pregenicularen Ringes; Tarsi schwarzlich. MaBe. S< (Type) Q (Kwidschwi). Korperlange 21,5 mm 24,5 mm L,ange des Pronotums 5 ,, 6,2 ,, L,ange des Tegmens . 9,5 9,2 ,, Lange der Hinterschenkel 12,5 ,, 15,5 ,, Folgende Serien sincl mit der Type verglichen worden: Kwidschwi-Inseln, Kiwu-See, September 1907, i reifes 9, i unreifes cf, 3 unreife 99- Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i unreifes 9- Mgoba, Westabhang des Semlikitals, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9- Oberer Ituri, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9- Wald zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat. April 1908, 2 reife i reifes 9, I unreifes 9- Alle oben ervvahnten Stiicke sind in Alkohol konserviert. 122 Mit dem t3 r pischen d* verglichen zeigt das obenerwahnte paratypische 9 folgende sexuelle Unterschiede : Augen weniger vorgewolbt, nicht mehr als zweimal so breit wie die infra- oculare Wange; Antennen iiberragen die Caudalecke des Protonums nur sehr wenig, distad nicht verbreitert wie bei dem a*. Yorder- und Mittelschenkel etwas weniger aufgeblasen als beim o*. Scheiden des Ovipositors ziemlich kurz, .ganzrandig. Die vorliegenden Serien zeigen wenig Yerschiedenheit, mit- Ausnahme eines Heller- oder Dunkelwerdens der allgemeinen Farbung. An den Hinterschen- keln bei dem unreifen Stiick aus Irumu-Mawambi finden sich drei sehr breite und dunkle, auBen schiefe Riefen, innen zwei ganz ahnliche Riefen. Gewisse unreife Stiicke besitzen ein vollstandig blaB ockergelbes Pronotum. Epistaurus Bolivar. 1 ) Epistaurus crucigerus Bolivar. 1889. Ep[istaurus] crucigerus Bolivar. Jorn. Sci. Math. Phys. Nat., Lisboa, 2 a Ser., I, p. 164 [Angola?]. Mgoba, Westabhang des Semliki-Tals, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I Q in Alkohol. Oberer Ituri, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I 9 m Alkohol. Avakubi, Aruwimi-Becken, Congostaat, 22. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I o 71 in Alkohol. Soweit man iiberhaupt bei dieser Verfassung iiber obengenannte Stiicke ein TJrteil abgeben kann, gehoren sie zu dieser Species, obgleich die Originalfarbung sehr gelitten hat. Die MaBe sind nahezu dieselben, wie sie BOLIVAR angibt. Aus den vorliegenden Berichten geht hervor, daB das Wohngebiet dieser Species sich noch weiter siidostlich erstreckt, als die bisherigen ostlichsten Fund- orte angeben, namlich bis in die Gegend des Uelle-Flusses, im FluBgebiete des Ubangi- Congo. Pteropera Karsch. Pteropera steini n. sp. Type : cf , Bugoie-Wald, Nordwest-Ruanda. Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit P. verrucigena Karsch und P. pictipes Bolivar. Sie unter- scheidet sich aber von den genannten Arten dadurch, daB die Tegmina kiirzer sind als das Pronotum, durch die bogenformigen Cerci und durch den stumpferen prosternalen Dorn; von pictipes unterscheidet sie sich durch die verhaltnisma'Big x ) Eine Species dieses Genus - wahrscheinlich signatus Bolivar - - hat GlGLIO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 308) aus Entebbe, Uganda, berichtet. 123 verschiedenen Tegmina, die mehr eiformige Gestalt derselben, den stumpferen Prosternaldorn und durch die verschiedene Farbung. Gestalt klein; Habitus ziemlich schlank; Oberseite des Pronotums, der Pleura und wenig deutlich des Occiputs, Gesicht und Dorsum des Abdomens rauh punktiert. Zwischenraum zwischen den Augen etwas, aber deutlich, schmaler -als der basale Teil der Frontalcosta; Fastigium quer, iiber zweimal so breit wie der Interocularraum, sehr wenig eingedriickt, cephalad beinahe ab- gestutzt, nach der Frontalcosta zu schmal abgerundet; Frontalcosta gleichmafiig breit, dorsad punktiert, rund um den Ocellus und ventrad desselben gefurcht, Rander deutlich erhaben und abgerundet; laterale Facialkiele ventrad etwa> divergierend, buchtig; Antennen einfach, eher plump, beinahe bis zum Apex der Tegmina reichend; Augen etwas vorgewolbt, im UmriB beinahe nierenformig, zweimal so breit wie der Infraocularteil der Wange. Pronotum dorsad quer ruiidlich, nach den Lateralloben hin abgerundet; Cephalrand der Scheib'e bogen- formig abgestutzt, Caudalrand bogenformig abgestutzt mit einer leichten, aber deutlichen medianen Ausrandung; Mediankiel des Pronotums sehr niedrig, aber cephalad und caudad deutlich, zwischen den Furchen undeutlich ; die vier queren Furchen sehr tief eingedriickt, die intermarginale Furche dorsad unvollstandig, Lange der Prozona drei Fiinftel der totalen Pronotallange; Lateralloben deutlich langer als breit, cephale und caudale Ecken des Ventralrandes stumpf und breit, cephaler Teil des Randes wellig ausgebuchtet, mesad fast winkelig. Tegmina ungefahr zwei Drittel der Pronotallange, etwas den Caudalrand des mittleren Segmentes iiberragend, langlich eiformig, dorsad etwas um die halbe Breite eines einzelnen Tegmens voneinander entfernt. Fliigel nur klein und verborgen. Proster- naldorn nur sehr wenig schief, etwas quer, Apex sehr stumpf und rundlich auf- geblasen; Zwischenraum zwischen den Mesosternallobeii fast quadratisch, etwas caudad erweitert, Loben deutlich quer; Mesosternallobeii fast zusammenhangend. Abdomen und Tympani von den Tegmina bedeckt ; Furcula wird nur durch gering- fiigige Verb reiterung des Segmentrandes gebildet; Cerci einfach, konisch, im proxi- malen Teile ungefahr df eimal so breit wie in der Mitte, von da schnell nach dem mitt- leren Teile zu schmaler werdend, welcher etwas nach dem ziemlich stumpfen Apex zu konisch auslauft, das Ganzeiiberragt deutlich dieSupraanalplatte, in der distalen Halfte dorsad und mesad betrachtlich geschweift ; Subgenitalplatte deutlich kom- prefi, Apex von dem Dorsum ausgesehen zugespitzt, von der Seite gesehen stumpf , der dorsale Rand der Scheibe vom Apex deutlich unterschieden und mit ihm durch einen deutlichen dorsalen, longitudinalen Kiel verbunden. Vorder- und Mittel- schenkel ziemlich kraftig. Hinterschenkel kraftig, dorsad gesagt, auBere Seiten mit den Quermustern rundlich rechteckig, ohne Andeutungen einer longitudinalen Furche, Genicularloben rundlich rechteckig; Hintertibien auCen mit acht bis neun Dornen, innen mit neun Dornen mit Ausnahme des apicalen Domes. Allgemeine Farbe ockerfarbe, am Dorsum des Kopfes, Postocularregion, Dorsum und der groBere dorsale Teil des Pronotums, Pleura und Tegmina mit 124 Seehundbraun venvaschen, am Kopf und ebenso laterad des Pronoturns mehr dunkler als anderswo. Augen marsbraun; Antennen von der allgemeinen Farbe. Abdomen an den Seiten der Proximalsegmente etwas wolkig. Die Seiten der Hinterschenkel vandyckbraun, die Zeichiiung mehr oder weniger von der all- gemeinen Farbung, Genicularbogen und Basen der Loben seehundbraun; Dornen der Tibien schwarzlich an der Spitze. Ma Be. 1 (Type) O (Topotype) Korperlange 16 mm 24 mm Lange des Pronotums 3,5 ,, 5 ,, Lange des Tegmens 3 ,, 4 ,, Lange der Hinterschenkel 9,5 ,, 12,2 ,, Das. oben gemessene topotypische Q zeigt die folgenden Unterschiede von dem typischen o": Zwischenraum zwischen den Augen ungefahr Zweidrittel der fastigialen Breite; Frontalcosta breiter als beim o*, ventrad weniger deutlich gefurcht; Antennen etwas den Caudalrand des Pronotums iiberragend. Tegmina etwas schmaler als beim cf, Apex schmal abgerundet, dorsad durch um die Breite eines einzelnen Tegmens abgesondert. Zwischenraum zwischen den Mesosternal- loben etwas quer; Metasternalloben deutlich aber nicht betrachtlich ge- trennt. Pronotum, im Vergleich zur allgemeinen Form, kraftiger als beim o*, die intermarginale quere Furche nach den Lateralloben hin mehr begrenzt als beim a*. Mit der Type ist eine groi3e Reihe von folgenden Lokalitaten verglichen worden : Bugoie-Wald, Nordwest-Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 6 cfto", 44 99 (Paratypen) in Alkohol. Bugoie- Wald, Nordwest-Ruanda, November 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 99 in Alkohol. Vulkangegend nordostlich des Kiwu-Sees, Oktober 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (VON WiESE), i tf, 7 99 in Alkohol. Diese groBe Reihe zeigt, daB sowohl in Anbetracht der GroBe, als auch in der Farbung bei dieser Species eine betrachtliche Verschiedenheit herrscht, einige 99 messen mehr als 4 mm weniger in der Korperlange als das obener- wahnte paratypische 9 rniBt. In der Farbung zeigen einige Stiicke eine mehr oder weniger allgemeine Verwaschung der dorsalen Flache des ganzen Kor- pers, wahrend andere Stiicke, die allgemeine Farbung nur etwas angedunkelt, mit Ausnahme eines schwachen postocularen Streifens aufweisen. Ich habe die Ehre, diese ziemlich abweichende Species des Genus einem der Herren, welcher die Hauptreihe, ebenso wie das meiste Material,, das hier von mir bearbeitet worden ist, gesammelt hat, zu dedizieren. 125 Ruwenzoracris n. sp. Verwandt mit Serpusia und Auloserpusia, aber deutlich abgesondert durch die niedrige prosternale Yerlangerung, als auch durch die Form der marmlichen Cerci, welche denen von Cyphocerastis ahnlich sind. Yon Cyphocerastis kann Ruwenzoracris jedoch gut unterschieden werden wegen des ausgerandeten Caudal- randes des Pronotums, der lappenformigen lateralen Tegmina und der allgemeineii Gestalt. Zwischenraum zwischen den Augen sehr e-ng, geringer als die fastigiale Breite; Frbntalcosta zwischen den Antennen breiter als ventrad, ohne Furche; Antennen einfach; Gesicht zuriicktretend. Pronotum caudad verbreitert, dorsad schwach gekielt ; Ouerfurche eingedriickt ; Caudalrand bogenf ormig mit deutlicher medianer Ausrandung. Tegmina lanzettlich, den Caudalrand des medianen Seg- ments nicht iiberragend. Fliigel fehlen. Prosternalprotuberanz niedrig, sehr stumpf oder kaum konisch. Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben mehr (9) oder weniger (cf) quer; Mesosternalloben durch einen keilformigen Zwischen- raum getrennt. Furcula des o* verschiedenartig entwickelt; Supraanalplatte drei- eckig, mit einem apical abgerundeten vSupplementarlobes verseheii; Cerci in der proximalen Halfte gleichartig, einwarts gebogen, distaler Teil schlank, ventro- mesad mit deni proximalen Teil einen stumpfen Winkel bildend; Subgenital- platte kurz, breit, der Apex kurz rostrat. Der dorsale Rand der Hinter- schenkel gesagt, die auBeren Seiten mit paarigen Mustern gezeichnet; Hinter- tibien auBen mit sieben bis acht, innen mit neun Dornen (mit Ausnahme des apicalen Domes). Was die Form des Prosternums anbetrifft, so nahert sich dieses Genus der Kassongia Bolivar 1 ) und ihre natiirliche Stellung ist der AnschluB an letzt- genanntes Genus, von welchem es sich durch den ausgerandeten Caudalrand des Pronotums, den nicht ausgebuchteten Caudalrand der Lateralloben des Prono- tums, die kurzen, lappenformigen Tegmina, die spitzen Genicularloben der Hinterschenkel und deutlich durch die Form der Cerci unterscheidet. Type: R. stanleyana n. sp. Schliissel der Species. A) GroBere Gestalt (Korperlange cf 15,5 mm, 9 21 mm), Habitus schlanker, Tegmina lanzettlich, bis zum Caudalrand des Mediansegments reichend; Furcula langlich, dornformig, parallel, zusammenhangend stanleyana n. sp. AA) Kleinere Gestalt (Korperlange o* 10,5 mm, 9 13 mm), Habitus mehr kraftig; Tegmina eiformig, den Caudalrand des Metanotums nicht iiberragend; Furcula breit, platt, dreieckig, divergierend latisignata n. sp. Mem. Soc. Entom. Belg. XVI, p. 113, 1908. 126 Ruwenzoracris stanleyana n. sp. Type: a 1 , Kwidschwi-Inseln, Ki\vu-See, vSepteniber 1907 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Gestalt klein; Habitus maBig schlank; Oberflache des Kopfriickens, Prono- tum und Abdomen fein punktiert, Oberflache des Bauches des Abdomens und bis auf einen kleinen Teil des Dorsums auch das Abdomen und die Beine fein behaart. Occiput mit einem schwachen, mediolongitudinalen Kiel; Zwischen- raum zwischen den Augen schmal, nicht breiter als das zweite Antennenglied; Fastigium fast ebenso breit wie lang, etwas gefurcht, betrachtlich declivent, nach dem protuberanten Interantennalteil der Frontalcosta zu abgerundet; Stirnlinie sehr zuriicktretend, der Interantennalteil etwas aufgeblasen; Frontal- costa fast ebenso breit wie der Ocellus ventrad, von da an sehr leicht ventrad verbreitert, mehr oder weniger gefurcht, ausgenommen das dorsale Viertel; Supplementarfacialkiele vorgewolbt, ventrad etwas konvergierend ; Augen vor- gewolbt, nierenformig-eiformig im UmriB, mehr als zweimal so lang wie die Infra- ocularfurche ; Antennen eihfach, fadenformig, beinahe zweimal so lang wie Kopf und Pronotum zusammen. Die Scheibe des Pronotums caudad etwas verbreitert, im Durchschnitt abgerundet-dachformig, groBte caudale Breite un- gef ahr ein und einviertel Teil der ganzen Lange ; cephaler Rand der Scheibe etwas bogenformig, Caudalrand breit stumpf ausgerandet, letzterer mesad sehr wenig erhaben; Mediankiel deutlich, nur von dem caudalen queren Sulcus durch- schnitten, dieser und die vorhergehenden Sulci eher etwas tief eingedriickt, Prozona zweimal so lang wie die Metazona ; Lateralecken breit abgerundet, Kiele nicht vorhanden; Lateralloben langer als breit, Ventralrand cephalad bogen- formig ausgerandet, Ventrocaudalecke sehr breit abgerundet. Tegmina nicht langer als das Pronotum, bis zum Caudalrand des Mediansegments reichend, lanzettlich, groBte Breite ein Drittel der Lange, Apex schmal gerundet. Fliigel fehlen. Abdomen mit den ovoiden Tympani von den Tegmina bedeckt; Furcula besteht aus einem Paar parallelen, zusammenhangenden nadelformigen Loben ein Drittel so lang wie die Supraanalplatte ; Supraanalplatte der allgemeinen Form nach dreieckig, die Lateralrander ausgebuchtet-bogenformig, der Apex ist in einen verbreiterten abgerundeten Lappen umgewandelt, der ein Yiertel so lang ist wie der Rest der Scheibe, in der Nahe der Scheibenmitte befindet sich ein Paar gut abgesonderter, gerundeterTuberkeln; Cerciim allgemeinen zusammengedriickt, etwas langer als der Apex der Supraanalplatte, vom Riicken aus gesehen sigmoid, das mediane Drittel ist einwarts gebogen und das distale Drittel scharf sub- longitudinal gezogen, von der Seite gesehen erscheint letztgenannter Teil ventro- caudad gerichtet, die proximalen zwei Drittel der Cerci sind sehr leicht konisch, die distale Halfte ist viel schmaler, mit stumpfem und etwas verdicktem Apex, die mediane Ecke des Dorsalrandes ist fast rechteckig abgerundet; Subgenital- platte kurz, abgerundet, etwas aufgeblasen, die Mitte des apicalen Randes ist 127 in einen kurzen, zusammengedriickten, schnabelformigen Fortsatz verlangert. Prosternum mit einer sehr niedrigen, stumpfen Protuberanz, die einen V-for- niigen Kiel tragt ; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben quer, die Caudal- ecken der Loben abgerundet; Metasternalloben. fast zusammenhangend. Vorder- und Mittelbeine nicht aufgeblasen, schlank. Hinterschenkel etwas den Apex des Abdomens iiberragend, schlank, konisch, dorsad sehr fein und sparsam gesagt, Genicularloben spitzwinklig abgerundet; Hintertibien von der Seite geseheii sehr wenig gebuchtet, auBen mit sieben, innen mit neun Dornen (mit Ausnahme des apicalen Domes). Allgemeine Farbung blaB ockerig, vielfleckig vandyckbraun, die Zeiclmung wie folgt: Labrum, Mandibeln und ein Teil des Clypeus fest gezeichnet, Rand der antennalen Scrobes, zwei proximale Antennenglieder und ein kleiner, gebogener Infraantennalfleck, ein breiter postocularer Strich, der sich iiber den dorsalen Teil der Lateralloben fortsetzt, sowie ein mediolongitudinaler Streifen auf dem Occiput und der cephale Teil der Prozona dunkel vandyckbraun ; Pleura zum groBten Teile braun, zwei schiefe, langliche Flecken in der braunen Area von der allgemeinen Farbe, Tegmina und das Marginalfeld braun; Dorsum des Abdomens braun, unterbrochen von langlichen Streifen, die durch mehr oder weniger vollstandige mediane und paarige Laterallinien von der allgemeinen Farbung hervorgeruf en werden ; Ventralf lache dunkel vandyckbraun mit Ausnahme eines Paares unregelmaBiger, halbkreisformiger Flecken von der allgemeinen Farbe, der eine Flecken liegt auf dem Mesonotum, der andere auf dem Meta- sternum. Von allgemeiner Korperfarbung ist auch ein querer, schmaler, bogen- formiger Streifen an der Basis der Subgenitalplatte. Der breite, blasse Streifen, welcher longitudinal den dunklen dorsalen Teil des Abdomens von der ebenfalls dunklen Ventralflache trennt, ist sehr deutlich. Genicularregion der Hinter- schenkel verwaschen rotbraun, die Bogen vandyckbraun liniiert; Hintertibien im allgemeinen vandyckbraun, proximad blasser, die Dornen mit schwarzeii Spitzen. MaBe. cf (Type) 9 (Paratype) Korperlange 15,5 mm 21 mm L,aiige des Pronotums 2,5 ,, 3,5 ,, Lange des Tegmens 2,8 ,, 3 ,, Lange der Hinterschenkel 9,2 ,, 10,5 ,, Mit der Type ist eine Serie von i a 1 und 6 weiblichen Paratypen verglichen. worden, ebenfalls i 9 stammt vom WestfuC des Ruwenzori (Februar 1908), und 3 99 von demselben Berge, aus einer Hohe von 2500 m. Das weibliche Geschlecht zeigt von der Beschreibung des a* folgende Abweichungen : Frontalcosta weniger deutlich gefurcht, gelegentlich sogar ohne Furche ; Ovipo- sitorscheiden sehr schwach kerbzahnig; Hinterschenkel den Apex des Abdomens nicht iiberragend ; Mediankiel des Pronotums oft von alien Furchen clurchschnitten. 128 Nach clem vorliegenden Material 1st es augenscheinlich, daB einige kleine GrdBenvariationen vorkommen, die Stiicke vom FuJ3e des Ruwenzori sind deut- lich kleiner als die andern 99- Die Farbung variiert etwas der Intensitat nach. Es kommt vor, daJ3 der occipitale Streifeii und der mittlere Teil der abdominalen Andunkelung fehlten. Mit groBem Vergniigen dediziere ich diese in die Augen fallende vSpecies meinem Landsmann HENRY M. STANLEY, der zuerst die groBe Spitze des Ruwen- zori erblickte, und dem die Erforschung Afrikas soviel verdankt. Ruwenzoracris latisignata n. sp. Type: a 1 , Bugoie-Wald, Nordwest- Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Unterscheidet sich von 7?. Stanley ana durch die kleinere Gestalt und die kraftigere Form, vorgewolbtere Augen, die kiirzeren und mehr eiformigen Teg- mina, die breite, flache Furcula, kraftigere Cerci und verschiedenartige Farbung. Gestalt sehr klein; Habitus und Oberflache wie bei R. Stanley ana. Kopf wie bei Stanley ana mit folgenden Ausnahmen: Interantennalteil der Frontal- costa weniger verlangert, letztere deutlich punktiert, aber ohne Furche; Augen etwas vorgewolbter ; Antennen nicht mehr als eineinhalbmal so lang wie Kopf und Pronotum zusammen. Pronotum wie bei stanleyana, aber der Mittelkiel beinahe verschwindend und von alien Querfurchen durchschnitten. Tegminareichen nicht ganz bis zum Caudalrand des Metanotums, sie sind eiformig, zweimal so lang wie breit, Apex breitgerundet. Furcula als breite, platt, dreieckig divergierende, proximal getrennte Loben entwickelt, nicht ein Drittel so lang wie die Supra- analplatte; Supraanalplatte der von stanleyana sehr ahnlich, aber die Lateral- rander mehr bogenformig, und die paarigen Tuberkeln weiter getrennt; Cerci der allgemeinen Form nach stanleyana sehr ahiilich, aber der breite, gleichmaBige Teil macht zwei Drittel der Lange aus, der distale Teil sehr schlank, etwas bogen- formig, der Apex beinahe keulenformig, der dorsale Rand stark gebogen an der Stelle der groBten breiten Entfernung, Cerci vom Riicken aus gesehen mesad gebo- gen; der schnabelformige, apicale Fortsatz der Subgenitalplatte weniger deutlich als bei stanleyana. Prosternum wie bei stanleyana; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben etwas weniger quer. Caudalschenkel etwas kraftiger als bei stanleyana] Hintertibien an jedem Rande mit acht Dornen (mit Ausnahme des apicalen Dorns am Innenrande). Riicken im allgemeinen gebrannt umbrafarben, an der Ventralflache leder- farben, an den Hinterschenkel ins blaB Ockergelbe iibergehend. Fastigium und die Occipitalrander der Augen ockergelb-lederfarben, die Stirn, die Backe und die Mundteile von derselben Farbe; Augen loholiv; Antennen neapelgelb, die proximalen Glieder, die Scrobes und die infraantennalen Flecken wie bei stanleyana. An den Schultern des Pronotums schwache Spuren von blassen Linien, besonders cephalad und caudad. Tegmina blaB, mit einer leichten 129 costalen Einfassung und einem proximalen, umbrafarbenen Flecken. Der distale Teil der ventralen Oberflache des Abdomens umbrafarben iiberzogen, der breite blasse Streifen auf dem ventralen Teile der Dorsalsegmente geht durch die Subgenitalplatte, Spuren von medianen und paarigen Laterallinien von blasser Farbe auf dem Riicken des Abdomens, ebenso wie bei Stanley ana, sehr schwach angedeutet. Tibien ebenso gefarbt wie die Schenkel, die Dornen mit schwarzen Spitzen, die Genicularloben der Hinterschenkel mit einem breiten, gelblich- weiBen Flecken. MaBe. O* (Type) 9 (Paratype) Korperlange 10,5 mm 13 mm Lange des Pronotums 2,2 ,, 2,8 ,, Lange des Tegmens I ,, 1,2 ,, Lange der Hinterschenkel 7 ,, Wir haben mit der Type eine paratypische Serie von 23 99 verglichen. Das 9 unterscheidet sich in folgenden Punkten von dem < ? : Augen weniger vorgewolbt ; Antennen nur wenig langer als Kopf und Prono- tum zusammen; cephaler Rand der Pronotalscheibe mesad schmal ausgerandet; cephaler Teil des ventralen Randes der Lateralloben des Pronotums deutlicher bogenformig ausgerandet als beim a"; Tegmina meist nicht bis zu den Caudal- randern des Metanotums reichend; die Zwischenraume der Sternalloben breiter als beim a"; die Rander der Ovipositorscheiden deutlich crenuliert. Die Serie zeigt, daB die Zahl der Dornen am auBeren Rande der Caudal- schenkel von sieben bis acht variiert, am inneren Rande von sieben bis neun. In der Farbung unterscheiden sich die 99 rnit Ausnahmen von den oV dadurch, daB die dorsalen Flachen des Thorax und des Abdomens blaB chromgrun sind, die ventrale Flache des Abdomens ist ebenso gefarbt, die Umbraf arbe zu paarigen breiten Lateralstreifen begrenzend, welche Streifen sich von den Augen bis zu dem Apex des Abdomens erstrecken. Die Subgenitalplatte hat vollstandigdieselbe Farbe, die der Ovipositorscheiden und Cerci variiert von derselben Farbe bis zu rostrot. Serpusia Karsch. Kwidschwia n. subgen. Von der eigentlichen Serpusia abw r eichend durch eiii nicht abgeflachtes Pronotum, durch eine nicht durch weg gefurchte und ventrad beinahe verschwin- dende Frontalcosta, durch die regelmaBig dreieckige Supraanalplatte des ?, sowie durch die Tegmina, die ohne paarige schwarze Flecken sind. Type: Serpusia (Kwidschwia) kivuensis n. sp. Es ist sehr wohl moglich, daB versehiedene der Species, die von friiheren Autoren der Serpusia zugewiesen worden sind, unter dieses Subgenus fallen, jedoch ist nach unserer Ansicht eine solche Zuweisung nicht gerechtfertigt. bevor nicht mehr Material zum Studium durchgeaibeitet ist. Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. 130 Serpusia (Kwidschwia) kivuensis n. sp. Type: 9, Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, vSeptember 1907 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. GroBe mittelmaBig; Habitus verlangert, fast spindelformig, maBig kraftig; Oberflache des Kopfdorsums, des Pronotums, Mesonotums, Metanotums und des Mediansegmentes, des Gesichtes, der Pleuren und des Ventralteiles der Lateral- loben des Pronotums siebartig punktiert. Kopf mit Occiput und Vertex maBig gewolbt; Interocularraum nicht breiter als der Interantennalteil der Frontal- costa; Fastigium etwas geneigt, in die Frontalcosta abgerundet, quer; Frontal- costa ventrad beinahe verschwindend, beinahe gleichbreit, eben, von der Seite gesehen zwischen den Antennen leicht vortretend, Faciallinie ventrad maBig zuriicktretend, faciale Erganzungskiele regelmaBig divergierend ; Augen kaum vorstehend, im UmriB eiformig-nierenformig, etwas langer als die Lange des Infraocularteiles der Wange; Antennen einfach, bis zum Apex des Mediankieles des Pronotums reichend. Pronotum leicht zusammengedriickt, caudad aus- gedehnt, groBte Caudalbreite des Dorsums etwas weniger als die Lange, wahrend die cephale Breite der Scheibe mehr als ein und einhalb von der Lange des- selben betragt; Dorsum der Scheibe rundlich-dachformig ; Cephalrand der Scheibe bogenformig, mit einer auBerst schwach angedeuteten Mittelausrandung, Caudal- rand abgestutzt, mit einer sehr breiten und verhaltnismaBig tiefen Ausrandung, Seitenecken der Scheibe beinahe parallel der ersten Querfurche, von da ab regelmaBig caudad sich ausdehnend; Mittelkiel gleichformig, niedrig, schwielig, von alien Furchen durchschnitten, Metazona nur w r enig langer als die vorher- gehende Intersulcalarea; Lateralloben etwas langer als breit, der Dorsalteil leicht oder iiberhaupt nicht punktiert, Ventrocephal- und Ventromedianwinkel stumpf, Ventrocaudalwinkel nahezu rechtwinklig. Mesonotum, Metanotum und Median- segment an ihren Caudalrandern beinahe abgestutzt. Tegmina lateral, verlangert- lanzettlich, die Mitte des Mediansegmentes iiberragend, an ihrer breitesten Stelle etwa einviertel so breit als lang, Proximalteil erweitert, Rander des iibrigen Teiles beinahe parallel, Apex sutural in Stellung, beinahe rechtwinklig, Costalrand distad zum Apex deutlich bogenformig. Fliigel fehlen. Prosternaldorn aufrecht, konisch, maBig scharf; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben quer, die Loben an ihren Innen- und Caudalrandern breit bogenformig; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben quer, caudad stark verengt. Supraanalplatte des Weibchens dreieckig, Apex zugespitzt, ein deutlicher Querkiel vorhanden, der cephalad an jeder Seite fast parallel zum Rande verlauft; Rander der Ovipositor- scheiden gerunzelt, nicht gesagt noch gezahnt. Vorder- und Mittelbeine schlank. Hinterschenkel bis zur Basis der Ovipositorscheiden reichend, schlank, ziem- lich regelmaBig sich verjiingend, Dorsalrand fein gesagt, Genicularloben ab- gerundet-rechtwinklig ; Hintertibien auBen mit sieben, innen mit acht Dornen bewaffnet, ausgenommen den Apicaldorn. Hauptfarbe desDorsumslohfarbig ockerig, die desBaucheslederbraun ; Gesicht und Wange blaB ockerig-fuchsrot. Kopf und ein breites Postocularband seehund- braun, dorsad deutlich ausgebildet, ventrad allmahlich sich mil der Farbe der Wange vermischend, eine schmale medio-longitudinale Linie am Occiput und eine Anzahl kleiner Punkte am Interocularraum und an der Stirn desselben von der gleichen Farbe. Augen mattbraun ; Antennen unregelmaBig dunkelbraunlich ge- wolkt. Pronotum mit einer Anzahl zerstreuter und paariger kleiner Flecken von seehundbrauner Farbe, die Lateralloben mit Ausnahmeeineslederbraunen, ventro- caulen Abschnittes durchweg seehundbraun. Tegmina von der Riickenfarbe, nicht gezeichnet mit Ausnahme einer braunlichen Linie entlang dem Costalrande. Abdomen an den Seiten der Proximalsegmente mit beinahe quadratischen Flecken von seehundbrauner Farbe. Mesosternum und Metasternum iiberall, nur nicht caudad, dicht seehundbraun gesprenkelt. Voider- und Mittelschenkel mehr oder weniger seehundbraun gesprenkelt. Innenseite der Hinterschenkel durchweg gleichmafiig seehundbraun, ausgenommen proximad und distad, AuBen- seite lederbraunlich, mesad mit einer deutlichen schiefen Leiste von seehund- brauner Farbe; cler Apex der paginae mit derselben Farbe getupft und eine schmale median-proximale Linie ahnlich gef arbt ; Tibien und die distalen Halften der Dornen schwarz. MaBe. (Type) 9 Lange des Korpers 29,5 mm 18,5 mm Lange des Pronotums 5 3,5 Lange des Tegmens .... 4,2 ,, 3,2 ,, Lange der Hinterschenkel 13,5 ,, 10,2 ,, AuBer der T}^pe liegt nns noch eine paratypische Serie von I Q* und 4 99 vor, die von derselben Expedition und zur selben Zeit wie die Type erbeutet worden sind. Obengenannte MaBe beziehen sich auf das einzige mannliche Stuck, dessen Hauptmerkmale nachstehend angegeben sind: Augen deutlich vorstehend, zweimal so lang wie der Infraocularteil der Wange ; Antennen, wenn caudad gerichtet, bis zu den Spitzen der Tegmina reichend. Pronotum und Scheibe in der vorderen Breite etwa halb so breit als lang. Teg- mina in ihrer groBten Breite nicht mehr als ein Drittel ihrer Lange. Zwischen- raum zwischen den Mesosternalloben leicht quer, die Loben abgerundet wie beim 9; Zwischenraum zwischen den Metasternalloben bedeutend schmaler als beim 9- Furcula als gut getrennte, sehr niedrige, abgerundete Loben entwickelt ; Supraanalplatte dreieckig, leicht verlangert, die Rander distad scharfer kon- vergierend als in den proximalen Zweidritteln, Apex spitz, Proximalhalfte mit einer deutlichen medio-longitudinalen Furche mit abgerundeten Seitenkielen, ein leichter medio-transverser Kiel vorhanden; Cerci einfach, griff elf ormig, den Apex der Supraanalplatte leicht iiberragend; Subgenitalplatte maBig verlangert, beinahe konisch, der Apex, vom Dorsum aus gesehen, schmal quer abgestutzt, 9* 132 von hinten geseheii V ausgerandet, Dorsalrander caudad regelmaBig konver- gierend; der richtige Rand der Scheibe vor den gekielten Randern, bogig und dorsad vom iibrigen Teile der Scheibe etwas erhaben. Hintertibien mit sieben bis acht auBeren Dornen. Die vorliegende Serie zeigt, daB in dieser vSpecies betrachtliche GroBen- abweichungen vorhanden sind, die Type ist so groB wie irgendein Exemplar der Serie, wahrend ein 9 betrachtlich kleiner ist, da es nur 24,5 mm an Korper- lange aufweist. Einige Stiicke sind in der Hauptfarbe blasser wie die Type, die Marken auf der Innenseite der Hinterschenkel variieren erheblich in Intensitat und Ausdehnung, das einzelne o* und die Type sind die einzigen Stiicke, bei denen die Aul3enseite der Hinterschenkel mit Makeln versehen ist, wahrend beim d* die lateralen dunklen Abdominalleisten caudad mehr verbreitert auftreten und cephalad iiber die Median- und Thoracalsegmente verlangert sind. Die oberflachliche Ahnlichkeit dieser Species mit Vertretern des zentral- amerikanischen Genus Microtylopteryx ist sehr auffallend. Auloserpusia 1 ) n. g. Verwandt mit Scrpusia Karsch, jedoch davon abweichend in den tiefer eingeschnittenen Ouerfurchen des Pronotums, in dem holperigen Occiput, Prono- tum, Meso- und Metanotum und in den zu sehr kleinen Wulsten reduzierten Tegmina. Kraftig, Kopf und Thoracalsegmente holperig punktiert. Fastigium stumpf, abschiissig, in die Frontalcosta abgerundet; Zwischenraum zwischen den Augen die fastigiale Breite nicht iiberschreitend ; Frontalcosta kaum oder iiberhaupt nicht zwischen den Antennen verbreitert, ventrad verschwindend oder beinahe verschwdndend ; Antennen einfach. Pronotum unrl Ouerfurchen mehr oder weniger stark eingedriickt; Caudalrand ausgerandet-abgestutzt ; Lateralloben der Prozona dorsad mehr oder \veniger beinahe aufgeblaht. Tegmina als sehr kleine Wulste vorhanden. Fliigel fehlen. Prosternaldorn aufrecht, spitz. Meso- sternalloben an ihren Innenrandern stark abgerundet, Zwischenraum quer. Hinterschenkel dorsad gesagt; AuBenseiten mit paarigem Muster; Hintertibien auBen mit sechs bis sieben, innen mit acht Dornen bewaffnet. Type: A. impennis n. sp. Dieses eigenartige Genus zeigt viel Ahnlichkeit mit dem zentralamerikani- schen Genus Rhachicreagra Rehn, kann jedoch von diesem abgetrennt werden, weil es ein mit einem weniger ausgebildeten Kamm versehenes Pronotum auf- weist, sowie tiefer eingeclriickte Querfurchen, abgerundete Mesosternalloben, starker aufgeblahte Seiten der Prozona und ein kiirzeres Fastigium besitzt. ) dfAo? ^ Grube, Rinne und Se-rpusia. 133 Auloserpusia impennis n. sp. Type: Q, Mgoba, xvestlicher Abhang des Semliki-Tales, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Von mittlerer GroBe. Kopf breit, cephalad abgeflacht; Occiput mit einem unregelmaBigen medio-longitudinalen Kiel; Frontalcosta zernagt-gefurcht, Inter- antennalteil etwas breiter alsderlnterocularraum, ventradbeinaheverschwindend; Lateralfascialkiele ventrad leicht divergierend; Antennen beinahe niedergedriickt, den Caudalrand des Pronotums um mehr als die Augenlange iiberragend ; Augen mafiig vorstehend, imUmriBnierenformig, einundeinhalbmalsolangalsder Infra- ocularteil der Wange. Pronotum sehr runzelig-punktiert; Aufblahung des Dorsal- teiles der Lateralloben der Prozona maBig angedeutet, ventro-cephalad gerichtet; Mittelkiel deutlich und vorlaufencl, aber niedrig, von alien drei Furchen durch- schnitten; Dorsum des Pronotums rundlich-dachformig, zwischen den Furchen bei- nahe aufgeblaht, Metazona beinahe abgeflacht; Querfurchen sehr tief eingedriickt, eine cephale intermarginale vollstandig, ausgenommen entlang der Mittellinie, die nachste von geringerer seitlicher Ausdehnung, die beiden Caudalen ventrad liber alle Lateralloben hinausreichend; Cephalrand der Scheibe bogenformig mesad mit einer sehr leichten mittleren Ausrandung, Caudalrand breit und flach, doch deutlich ausgerandet; Lateralloben betrachtlich langer als breit, Ventral- rand cephalad stark wellig ausgebuchtet, Ventrocaudalwinkel stumpf. Meso- notum und Metanotum an ihren Caudalrandern in ahnlicher Weise wie das Pronotum ausgerandet. Tegmina als sehr winzige lanzettliche Streifen ent- wickelt, den Caudalrand des Mesonotums kaum iiberragend. Hinterschenkel den Apex des Abdomens deutlich iiberragend, Apex des Dorsalrandes dornig, Geni- cularloben rundlich-rechtwinkelig ; Caudaltibien deutlich ausgebuchtet. Hauptfarbe des Dorsums olivengriin; das Dorsum des Kopfes sowie die Dorsal- und Lateralseiten der Thoracalsegmente verwaschen mais- bis indisch- gelb; Bauchseite des Thorax, des Abdomens, der Vorder- und Hintercoxen karmoisinrot. Gesicht und Wange unterhalb der unteren Augenhohe hell indisch- gelb; Antennen an dem Proximalgliede von der Hauptfarbe, von da bis nahezu zur Mitte karmoisinrot, dort schwarzlich, distad lehmfarbig werdend; Augen mumienbraun. Pronotum in der iiberliegenden Farbe glanzlos, klar an den seit- lichen prozonalen Aufblahungen. Abdomen mit einem deutlichen seitlichen, schwarzlichen Streifen an den Proximalsegmenten. Hinterschenkel an den Geni- cularbogen glanzlos rostf arben ; Tibialdornen strohf arbig mit schwarzen Spitzen. MaBe. Lange des Korpers 23,8 mm Lange des Pronotums 4,8 ,, Lange der Hinterschenkel 14,5 Die Type dieser Species ist die einzige. 134 Auloserpusia sylvestris n. sp. Type: Q, FuB des Ruwenzori (Westseite), Februar 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Xahe venvandt mit A. impennis (oben beschrieben) und A. lacustris (welter unten beschrieben); unterschieden von der ersteren durch die im ganzen glattere Oberflache, das weniger aufgeblahte und beinahe blasige Pronotum, sowie durch den weniger aufgeblahten Proximalteil der Hinterschenkel; von dem letzteren abweichend durch das kraftiger gebaute, niedergedriickte und gekielte Dorsum des Pronotums. Von mittlerer GroBe. Kopf am Interocularraum beinahe so breit wie der Interantennarteil der Frontalcosta ; Fastigium quer, breit, nicht ausgehohlt, aber stark punktiert, in die Frontalcosta abgerundet; Frontalcosta ziemlich schmal, ventrad weniger abschiissig als dorsad, gleichbreit, dorsad mit einer mehr oder weniger vollstandigen medianen linearen Furchung und einer deutlichen, aber unregelmaBigen Furche am und auf eine kurze Strecke ventrad vom Ocellus ; facialeErganzungskiele schwielig, unregelmaBig, maBig divergierend; Augen maBig vorstehend, im UmriB beinahe nierenformig, ungefahr ein und einhalbmal so lang wie der Inf raocularteil der Wange ; Antennen einf ach, fadenformig, den Caudalrand des Pronotums betrachtlich iiberragend. Pronotum im ganzen wie bei A. im- pennis, jedoch weniger holperig punktiert, weniger aufgeblaht dorsad und laterad zwischen denFurchenund an der ersten und zweiten vollstandigen Querfurche durch einen schmaleren Zwischenraum getrennt als die anderen; Mediankiel schwach und unvollstandig angedeutet. Tegmina sehr winzig, streifenartig, ungefahr bis zur Mitte des Metanotums reichend. Prosternaldorn aufrecht, zugespitzt, Apex spitz; Zwischenraum zwischen den Mesosternalloben wie bei impennis; Meta- sternalzwischenraum wie bei der gleichen Species. Hinterschenkel schlank, Ventral- rand nahezu gerade; Hintertibien auBen mit sieben, innen mit acht Dornen bewaffnet, ausgenommen den Apicaldorn. Hauptfarbe einfarbig holzbraun, die Seiten der proximalen Abdominal- segmente mumienbraun gewolkt, die dorsale Grenze dieser Farbe scharf markiert ; AuBenseite der Hinterschenkel zimtfarbig verwaschen, Genicularbogen seehund- braun; Augen gewiirznelkebraun ; Antennen distad roh-umbrafarbig werdend; Caudaltibien zitronengelb ; Dornen mit schwarzen Spitzen. MaBe. 9 (Type) cf (Oberer Ituri) Lange des Korpers . 22,5 mm 15,5 mm Lange des Pronotums 4,2 ,, 3,2 ,, Lange der Hinterschenkel 14,2 ,, 10 ,, AuBer der Type liegt uns vor i einzelnes d* vom Oberen Ituri, Congostaat, Januar 1908; I a* und I 9 aus dem Walde zwischen Irumu und Mawambi, Congo- staat, April 1908; und i einzelnes cf aus Avakubi, Aruwimi-Becken, Congo- 135 staat, 22. April 1908, samtlich erbeutet von cler Deutschen Zentr.-Afr.-Exp. und in Alkohol aufgehoben. Das c ' vom Oberen Ituri, dessen MaBe oben angegeben sind, unterscheidet sich vom 9 in folgenden Punkten: Augen mehr vorstehend als beim Weibchen, basaler UmriB mehr eiformig, Lange verhaltnismaBig wenig groBer; Frontalcosta zwischen den Antennen kurz gefurcht; Antennen verlangert, bis zu den Spitzen der Mittelschenkel reichend. Pronotum aufgeblahter und blasiger als beim 9, die Furchen starker eingedriickt. Tegmina nicht den Caudalrand des Mesonotums iiberragend. Furcula als ab- gerundete, beinahe dreieckige Loben entwickelt, an der Basis breiter als lang, durch eine V-formige Ausrandung getrennt; Supraanalplatte verlangert, beinahe dreieckig, die proximalen zwei Drittel der Seitenrander maBig ausgerandet kon- vergent, vom distalen Drittel durch eine stumpf rundliche Projektion getrennt, apicales Drittel spitz, Mittelteil gefurcht, und zwar proximad deutlicher als distad; Cerci einfach, griffelformig, Apex leicht abgestumpft, den Apex der Supraanalplatte nicht iiberragend; Subgenitalplatte kurz, gar nicht vorstehend, abgerundet, Apicalrand leicht erhaben-giirtelformig, den Apex der Supraanal- platte beriihrend. Sternalzwischenraume weniger quer als beim 9, Mesosternal- zwischenraume nur leicht quer, Metasternalzwischenraum stark longitudinal. Hinterschenkel den Apex des Abdomens uni nahezu die Pronotallange iiber- treffend. Offenbar herrscht in diesen Species eine betrachtliche GroBenvariation der Individuen, da das mannliche Stuck aus dem Walde zwischen Irumu und Mawambi bedeutend groBer ist als das oben gemessene und beschriebene c ' vom Oberen Ituri, wahrend das 9 erheblich kleiner ist; das <. ' aus Avakubi steht in seiner GroBe zwischen beiden. Die Furchung des Interantennalteiles der Frontalcosta beim c? ist variabel, da die Stiicke aus Avakubi und aus dem Walde zwischen Irumu und Mawambi eine nur schwach entwickelte Furchung aufweisen. Wir haben auch ein einzelnes c ' aus Britisch-Uganda untersucht, das von GRAUER erbeutet worden ist und sich im Deutschen Entomologischen National- museum befindet. Da dieses Stuck trocken ist und seine Farben wohl erhalten sind, so mogen einige Notizen hieriiber von Interesse sein: Thorakalsegmente karmoisinrot iibergossen; Ventraloberflache matt griinlichgelb, karmoisin nicht vorhanden; Vorder- und Mittelschenkel in den distalen zwei Dritteln und die Coxae f leischf arben ; Hinterschenkel am groBeren Teile der Dorsolateraloberflache gelb liniiert; Hintertibien kobaltblau; an den Antennen (unvollstandig) ist das Kar- moisinrot ersetzt durch rostrot. Die MaBe dieses Stiickes sind folgende: Lange des Korpers 14,5 mm Lange des Pronotums 3,2 ,, Lange der Hinterschenkel 9,8 ,, 136 Auloserpusia lacustris n. sp. Type: 9, Bugoie-Wald, nordwestliches Ruanda, Februar bis Novem- ber 1908 (VON STEGMANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Abweichend von A. impennis durch den schlankeren Bau, das weniger auf- geblahte und nicht so tief gefurchte Pronotum, den etwas feiner rauhpunktierten Kopf und Thorax, die gleich kurzen, aber mehr eiformigen Tegmina und die schlankeren Hinterschenkel. Von ziemlich geringer Gr613e; Oberflache des Kopfdorsums, sowie dorsale und laterale Flachen der Thorakalsegmente fein rauhpunktiert. Zwischenraum zwischen den Augen kaum mehr als halb so breit wie die Fastigialbreite ; Occiput mit einem deutlichen medio-longitudinalen Kiel; Fastigium nicht gefurcht, stark punktiert; Frontalcosta ventrad verschwindend, nicht zwischen der Basis der Antennen verbreitert, dort etwas breiter als die Interantennalregion ; Antennen iiberragen den Caudalrand des Pronotums um etwas mehr als die Breite des Auges; Augen leicht vorstehend, im Umrii3 nierenformig, etwas langer als der Infraocularteil der Wange. Pronotum wie bei A . impennis, nur entschieden schlan- ker, laterad und dorsad kaum aufgeblaht und an den Querfurchen weniger tief eingedriickt; dorsad sehr leicht dachformig, Metazona und Prozona ebenso; Rander wie bei impennis, nur da!3 der Ventro-caudal-Winkel rundlich recht- winklig ist. Tegmina nicht langer als bei impennis, jedoch mehr eiformig. Fliigel fehlen. Prosternaldorn wie bei impennis; Sternalloben wie bei derselben. Hinter- schenkel schlank, gesagt und wie bei impennis gestaltet ; Hintertibien auBen mit sechs, innen mit sieben Dornen bewaffnet, ausgenommen den Apicaldorn. Hauptfarbe lohfarben olivengriin, mit Andeutungen eines dunkleren, post- ocularen Streifens am Kopf und den Lateralloben des Pronotums; Abdomen an den Seiten der Proximalsegmente breit seehundbraun, dorsad scharf abgegrenzt; Antennen distad dunkler; Augen hasel- und seehundbraun; Hinterschenkel an den Scheiben der Seiten bisterf arben ; Hintertibien augenscheinlich im Leben griinlich, Dornen gelblich mit schwarzer Spitze. MaBe. Q (Type) cf (topotypisch) Lange des Korpers 21,5 mm 14,5 mm Lange des Pronotums 4,2 ,, 3 ,, Lange der Hinterschenkel 13,8 ,, 10 ,, Das oben gemessene topotypische d* zeigt f olgende Geschlechtsunterschiede : Seitliche Aufblahung der Prozona des Pronotums starker markiert als beim Q- Furcula und Supraanalplatte wie bei A. impennis, nur daB letztere einen weniger verlangerten Apex aufweist, obwohl von den Seitenrandern durch eine deutliche, wenn auch leichte Kerbe getrennt; Cerci und Subgenitalplatte ahnlich jenen der vorhergehenden Species, jedoch hat die Platte einen mehr abgerundeten Apicalrand. 137 AuBer der IVpe haben \vir noch die folgenden Stiicke, samtlich Alkohol- praparate, untersucht : Bugoie-Wald, nordwestliches Ruanda, Februar 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i reifesc^, i reifes 9, 2 unreife 99. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i a*. Das Bugoie-Material ist der Type ahnlich, aber das c* von der Kwidschwi- Insel ist betrachtlich groBer als das a* aus dem Bugoie-Walde. Seine MaBe sind : Lange des Korpers 18 mm Lange des Pronotums 3,8 ,, Lange der Hinterschenkel n,5 ,, Das Dorsum des Kopfes und des Thorax ist bei diesem Stuck dunkel rotlich- braun iibergossen, wahrscheinlich im Leben ahnlich wie beim beschriebenen < von A. impennis. Ptemoblax Karsch. Ptemoblax vicinus n. sp. Type: 9, Wald nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Nahe veiwandt mit P. succursor Karsch 1 ) vom Congo ohne nahere Fund- stellenangabe, jedoch von ihr abweichend in der geringeren GroBe und durch das Fehlen von paarigen glanzendschwarzen Flecken an den Tegmina, dagegen erscheint das Costalfeld der Tegmina' glanzendschwarz. Von mittlerer GroBe; Habitus rnaBig kraftig; Oberflache des Kopfes, des Pronotums, der Pleuren und des Dorsums der Proximalsegmente des Abdomens runzelig punktiert. Zwischenraum zwischen den Augen um eine Kleinigkeit schmaler als der Interantennalteil der Frontalcosta ; Occiput sehr schwach ge- kielt; groBte Breite des Fastigiums etwas mehr als ein und einhalb der Breite des Interocularraumes und breit in die Frontalcosta abgerundet; Frontalcosta ventrad vom Ocellus leicht verengert, nach dem Clypeus hin sparlich entwickelt, durchweg stark punktiert, um den Ocellus herum und fur eine kurze Strecke ventrad von ihm verschwindend gefurcht; Seitenkiele des Gesichtes ventrad regelmaBig und deutlich divergent; Antennen einfach, beinahe niedergedriickt, den Caudalrand des Pronotums etwas iiberragend; Augen leicht vorstehend, im UmriB nierenformig-eiformig, etwa zweimal so lang wie der Infraocularteil der Wange. Pronotum dorsad beinahe dachformig, Prozona dorsad schwach aufge- blaht, ebenso, wenn auch nur in einem begrenzten MaBe, laterad; Cephalrand leicht bogig mit einer schwachen Mittelausrandung, Caudalrand ahnlich ent- wickelt, jedoch mit groBerer und deutlicherer Ausrandung; Ouerfurchen deut- lich, jedoch ist nur die hintere hervorragend angedeutet, welches seinen Grund in den beiden grabenartigen Vertiefungen hat, die auf beiden Seiten des Mittel- kieles verlaufen; alle Furchen durchschneiden den bestandigen und sehr leicht schwielig erhabenen Mittelkiel; Lateralloben betrachtlich laiiger als breit, breit !) Entom. Zeit., Stettin LVII p. 312, Fig. 31, 1896. 138 abgerundet in das Dorsum mit Ausnahme einer schwachen hinteren Schulter, ein Paar glatter, wenig eingedriickter Grabenfurchen verlauft auf jeder Seite dieses Teiles der Prozona; Ventralrand cephalad schrag ausgerandet, Ventro- cephalwinkel abgerundet stumpfwinklig; Caudalecke breit rundlich rechtwinklig, Mitte des Ventralrandes stumpf. Tegmina beinahe lanzettlich, etwas kiirzer als die Mittellange des Pronotums, unregelmaBig netzadrig, jedoch zwei deut- liche Adern vorhanden; distaler Teil breiter als der proximale, Costalrand proximad gerade, distad maBig bogig erweitert, Apex am Ende der Hauptader stumpfwinklig, Suturalrand bogig, mesad leicht abgeflacht. Fliigel winzig, unter den Tegmina vollig verborgen. Prosternaldorn aufrecht, niedrig, stumpf. Zwi- schenraum zwischen den Mesosternalloben quer, caudad sich erweiternd; Meta- sternalloben durch einen queren Zwischenraum getrennt, caudad sich verschma- lernd. Abdomen dorsad gekielt. Vorder- und Mittelbeine schlank, Genicular- loben derselben Schenkel cephalad breiter als caudad. Hinterschenkel den Apex des Abdomens nur sehr wenig iiberragend, proximad kraftig, doch distad stark sich verschmalernd, dorsad stark gesagt, Genicularloben rechtwinklig abgerundet, Zeichnung der Seiten rechteckig, eine unregelmaBige medio-longitudinale Furche proximad vorhanden; Hintertibien waren nicht vorhanden. Hauptfarbe vandyckebraun, roh umbrafarbig werdend am Dorsum des Ab- domens, glanzend schwarz am Dorsalteil der Lateralloben des Pronotums und an den Seiten des Abdomens, Bauch des Abdomens und Caudalhalfte des Ster- nums gebrannte Sienna. Region zwischen den Antennalbasen, Ventralteil der Scrobes und eine longitudinale feine Linie auf der Ventralseite der Antennen schwarzlich; Gesicht vandyckbraun, blaBrot und olivengriin gesprenkelt; Augen vandyckbrauii und lohfarben. Dorsum des Kopfes und Pronotums sehr un- deutlich matt ockerig lederbraun gesprenkelt, ein langlicher Fleck an dem Ventrocaudalteile der Lateralloben hell lohfarben, der Rest der Lateralloben glanzendschwarz. Tegmina mit einem longitudinalen, beinahe gleichen glanzend- schwarzen Streifen entlang dem Costalrande. Pleuren mehr oder weniger deut- lich matt ockerig markiert. Dorsum des Abdomens mit einer schwach ,,herings- gratenartigen" Zeichnung, durch welche die dorsalen von den lateralen Farben des Abdomens voneinander getrennt werden. Vorder- und Mittelbeine oliven- griin und braunlich gesprenkelt. Hinterschenkel auf ihrer AuBenseite in verschie- denen Abschattierungen von griiner Farbe gesprenkelt, Innenseite schwarzlich, Ventraloberflachen gebrannter Karmin, Genicularbogen matt schwarzlich, Dor- sum mit schwachen Spuren verschiedener Querstreifen. MaBe. Lange des Korpers 26,5 mm Lange des Pronotums 6 ,, Lange des Tegmens 5 Lange der Hinterschenkel 15,5 ,, Die Type dieser Species ist die einzige. 139 Orbillus Stal. Orbillus coeruleus (Drury). 1773. [Qryllus Locusta] coeruleus Drury. 111. Kxot. Ins. II p. 79 and Index, pi. XLII, Fig. i [Calabar, \V est-Afrika]. Fui3 des Ruwenzori (Westseite), Februarigo3 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 3 99; 2 trocken, I in Alkohol. Wald nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 0*0*. Wald zwi- schen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1903 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Beziiglich der Originalfarbung laBt sich von dem in Alkohol aufgehobenen Material wenig Bestimmtes sagen, die trockenen Stiicke stimmen mit dem Material aus Liberia jedoch vollig uberein, wenn sie auch geringe Abweichungen in der Tiefe der Farbung der AuBenseite der Hinterschenkel aufweisen. In der GroBe sind betrachtliche Variationen vorhanden, die bis zu einem gewissen Grade in letzter Linie geographischer Natur seiii konnen, obgleich die 2 99 vom Ruwenzori zeigen, daB die Variation in manchen Fallen individuell ist. Augenscheinlich ist jedoch das westafrikanische Material durchschnittlich groBer, aber das groBere 9 (in Alkohol) vom Ruwenzori ist dem Durchschnittsstiick dieses Geschlechtes aus Liberia gleich. Friihere Berichte melden die Verbreitung dieses westafrikanischen Typus in ostlicher Richtung bis zu den Stanley-Fallen des Congo und bis zum Unter- laufe des Ubangi-Flusses. Die heutigen Berichte erweitern den Verbreitungs- bezirk betrachtlich ostwarts. Catantops Schaum. 1 ) Catantops fuscipes Karny? 1907. Catantops fuscipes Karny ? Sitzungsberichte d. K. Akad. Wissensch., \Yien, Math.-nat. Kl., CXVI, p. 313, 326 [Manow, Deutsch-Ost-Afrika]. Vulkanische Gegend nordostlich vom Kiwu-See, Oktober 1907 (Deut- sche Zentr.-Afr.-Exp.), I o", 3 99 in Alkohol. Wir erwahnen diese Stiicke hier mit erheblichem Zweifel, da ihre Farbung wegen der Aufbewahrung in Alkohol fur Bestimmungszwecke wenig Wert hat und die Originalbeschreibung viel zu wiinschen iibrig laBt, weil sie sich nur auf das 9 allein bezieht. Die an Hand befindlichen Stiicke zeigen einige Abweichungs- punkte mit der Beschreibung, da die Fliigel nach den Spitzen hin stark gewolkt l ) Catantops mellitus Karsch. Ibunda, Toro und Entebbe, Uganda (GIGLIO-TOS, in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 308). Catantops humeralis (Thunb). Bimbye, Uganda (GlGLlO-TOS, ibidem p. 309). Catantops opulent-its Karsch, Entom. Zeit., Stettin LVII p. 314, Fig. 33. [Tanganjika- See (PAUL REICHARD).] Catantops capicola Stal. Uganda (KlRBV, in JOHNSTON, Uganda Protect. I p. 468). Catantops melanostictus Schaum. Ruwenzori (KlRBV, ibidem p. 468). 140 erscheinen, die Marginal- und Discoidalf elder der Tegmina dunkler sind und die GroBe etwas geringer ist. Andrerseits stimmt die vorliegende Serie mit KARNYS Beschreibung iiberein in den tegminalen Proportionen, in dem apical blasig erweiterten Prosternaldorn, in der Trennung der Sternalloben und in der Farbung der Schenkel. Es scheint einige Verwandtschaft mit C. bipunctatus Bolivar vorhanden zu sein, aber jene Species hat viel langere Tegmina und einen gering gekielten Vertex. Einige Bemerkungen iiber die mannlichen Genitalien mogen von Interesse sein, um so mehr, als KARNY dieses Geschlecht nicht bekannt war: Supraanalplatte beinahe gleich in Lange und Breite, Lateralrander distad beinahe parallel, ausgebuchtet, distale Halfte rechtwinklig, beinahe buchtig vor dem Apex, gefurcht proximo-mesad ; Cerci einfach, konisch, eingebogen, Spitzen leicht herabgebogen, sehr leicht zusammengedruckt, zugespitzt; Subgenital- platte dorsad zusammengedruckt, beinahe schnabelformig, unmittelbarer Apex von der Seite gesehen rechtwinklig und mit dem Dorsalrande durch einen kurzen Kiel verbunden. Die MaJ3e eines Paares dieser Stiicke sind folgende: Lange des Korpers 18 mm 26,5 mm Lange des Pronotums 4 ,, 5,2 ,, Lange des Tegmens 12,5 ,, 15 Lange der Hinterschenkel 10,8 ,, 14,5 ,, Catantops ituriensis n. sp. Type: 9, Wald zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruw r imi-Becken, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Ein Glied der Gruppe des Genus, die aus kraftigen Stiicken besteht, im all- gemeinen von einfarbiger Farbung, verwandt mit nudulus Karsch von Togo, pattens Karny vom Kilimandjaro, und fretus und miles Giglio-Tos vom Congo, Von nudulus verschieden durch die solide gefarbten Marginal- und Discoidal- felder der Tegmina, durch die kiirzeren Tegmina und den nicht verbreiterten Ventralteil der Frontalcosta ; von pattens kann das Stuck unterschieden werden durch die buntgefleckten Antennen und durch die offenbar geringere GroBe (von Pattens ist nur das a* bekannt); von fretus und miles unterscheidet es sich durch den deutlich stumpfwinkligeii Caudalrand des Pronotums und durch den Caudal- rand der weiblichen Subgenitalplatte, der mesad spitzwinklig statt abgestutzt ist, und von miles allein weicht es ab durch den weniger vorstehenden Meta- zonalmittelkiel und mehr voneinanderstehende Metasternalloben, und von fretus durch die kiirzeren Tegmina. Von UbermittelgroBe ; Habitus kraftig; Oberflache der Thorakalsegmente (ausgenommen ventrad) fein siebartig punktiert, des Kopfes weniger so am 141 Occiput tmd an der Wange als am Gesicht. Occiput und Interocularregion ma!3ig aufgeblaht; Zwischenraum zwischen den Augeii schmaler als die interantennale Breite der Antennen; Fastigium quer, kaum ausgehohlt, in die Frontalcosta breit abgerundet; Faciallinie ma!3ig zuriicklaufend, sehr leicht vorragend zwischen den Antennen; Frontalcosta breit, beinahe gleichbreit, den Clypeus nicht er- reichend, punktiert, nicht gefurcht; Augen mafiig vorstehend, im Umri/3 bei- nahe eiformig, etwas weniger als zweimal so lang wie der Infraocularteil der Wange; Antennen fadenformig, die Caudalecke des Pronotums um fast die Augen- breite iiberragend. GroBte dorsale Breite des Pronotums etwa ein und eindrittel- mal in der Lange enthalten; Dorsum der Prozona sehr leicht abgerundet, das der Metazona abgeflacht ; Cephalrand der Scheibe sehr leicht ausgerandet abge- stutzt, Caudalrand stumpf winklig, Mediankiel nur durch eine moglichst schwache Erhebung angedeutet, Querfurchen tief eingedriickt; Lateralloben des Prono- tums betrachtlich langer als breit, Ventralrand cephalad stark eingebuchtet aus- gerandet, mesad stumpfwinklig, caudad nahezu rechtwinklig. Tegmina bis zu den Spitzen der Ovipositorscheiden reichend, in der distalen Halfte sich merklich verengernd; Costalrand leicht, doch deutlich proximal gelappt, das distale Drittel des Randes nach dem Apex zu bogig, der Apex ist sutural angesetzt, Sutural- rand nahezu gerade, Apex sehr schmal abgerundet. Fliigel bis zu den Spitzen der Tegmina reichend, nach dem Apex zu ist der periphere Rand wellig-lappig. Prosternaldorn schief, stumpf konisch; Zwischenraum zwischen den Metasternal- loben leicht longitudinal, die Innenrander der Loben stumpf winklig, am Meso- caudalwinkel schief abgekiirzt; Metasternalloben deutlich, aber nicht erheblich voneinander getrennt. Rander der Ovipositorscheide fein gekerbt. Hinterschenkel maI3ig kraftig, in der Pragenicularregion schlank; Hintertibien mit acht bis neun, innen mit zehn Dornen bewaffnet, ausgenommen den Apicaldorn. Hauptfarbe lohfarben, die Discoidal- und Marginalf elder der Tegmina ka- stanienbraun, Analfelder derselben ockerig; Antennen gallensteingelb, unten ein- farbig, oben sehr breit braungeringelt ; Augen gewiirznelkenbraun ; Genicularbogen der Hinterschenkels und zum geringeren Teile auch das Dorsum derselben Region vandyckbraun; Hintertibien kambodschgelb, Dornen mit schwarzen Spitzen; Fliigel zimt-weinfarben, nach dem Apex zu leicht dunkler werdend. MaBe. Lange des Korpers 30,5 mm Lange des Pronotums 6,2 ,, Lange des Tegmens 22 Lange der Hinterschenkel 16,5 ,, Die Type dieser Species ist die einzige. Catantops janus n. sp. Type: 9, Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. 142 Xahe venvandt mit C. ituriensis (oben beschrieben), jedoch von ihr abwei- chend durch die bedeutendere GroBe, die nicht gewolbten Antennen, den mehr gewickelten Caudalrand des Pronotums, das mehr abgeflachte Dorsum desselben und verhaltnismaBig weniger aufgeblahte Hinterschenkel. Diese Species ist auch verwandt mit C. vanus Karsch von Zanzibar und C. viridulus Karny aus Deutsch- Ost-Afrika, von der ersteren abweichend durch den mehr gewellten Rand der Fliigel, die stumpfere Apicalsektion derselben, den geraderen Costalrand der Tegmina, ferner dadurch, dai3 die Tegmina proximad nicht gefleckt sincl und in der kleiner GroBe; von viridulus unterschieden durch die blassen Antennen, weiter voneinander entfernte Metasternalloben, blassere Innenflache der Hinterschenkel und durch die etwas geringere GroBe. Moglicherweise ist dieses Stuck das 9 von C. pollens Karny, beschrieben vom Kilimandscharo. GroB; Habitus kraftig, Oberflache wie bei ituriensis (siehe oben), im all- gemeinen weiB behaart, stark weiB behaart an den Hinterbeinen. Hauptform des Kopfes wie bei ituriensis; Frontalcosta ventrad weniger ausgedehnt, ventrad vom Ocellus wenig angedeutet; Antennen die Caudalecke des Pronotums nur wenig iiberragend. Pronotum wie bei ituriensis, jedoch dorsad deutlicher ab- geplattet, wahrend die Caudalecke der Scheibe mehr rechtwinklig ist und seine groBte Breite ein und einhalbmal in seiner Lange enthalten ist. Tegmina die Hinterschenkel und den Apex des Abdomens deutlich iiberragend, so wie bei iturien- sis, doch am Apex etwas breiter und schief rundlich abgestutzt. Fliigel wie bei ituriensis. Prosternaldorn und sternale Zwischenraume wie bei ituriensis. Hinter- schenkel ein wenig schlanker als bei ituriensis, jedoch im allgemeinen diesen ahn- lich; Hintertibien innen und auBen mit 10 Dornen bewaffnet, ausgenommen den Apicaldorn am Innenrande. Farbenzeichnung wie bei ituriensis, jedoch ist die Hauptfarbe etwas heller, mehr ockerig, wahrend, die Antennen einfarbig kambodschgelb und die Fliigel deutlicher braun nach dem Apex zu gefarbt sind. MaBe. Lange des Korpers 35 mm Lange des Pronotums 7,5 ,, Lange des Tegmens 28 Lange der Hinterschenkel 18 Die Type dieser auffallenden Species ist die einzige. i Catantops kissenjianus n. sp. Type: o", Kissenje, Nordkiiste des Kiwu-Sees, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. Verwandt mit C. fasciatus Karny, aus Deutsch-Ost-Afrika, unterscheidet sich aber von diesem durch die Anhaufung von deutlichen linearen Flecken auf der intercalaren Area der Tegmina und durch die verschiedenen Cerci. Er 143 1st nahe verwandt mit C. mimulns, von diesem aber unterschieden durch den schlankeren Bau, den engeren dorsalen Teil der Frontalcosta, schlankere Hinter- beine, dunkle Antennen und verschiedene Femoralzeichnung. Gestalt klein; Habitus langlich; Oberflache der Pleura, Dorsum des Prono- tums, Metazona der Lateralloben und die Stirn bis auf einen kleinen Teil siebartig punktiert. Kopf dorsal sehr leicht erhaben; Zwischenraum zwischen den Augen etwas schmaler als die interantennale Breite der Frontalcosta; Fastigium etwas impreB, quer, nach der Frontalcosta zu abgerundet; Frontalcosta dorsad deut- lich verschmalert, zwischen den Antennen verbreitert, von da ab nach der Clypealsutur gleich breit, ventrad am Ocellus und kurz vorher gefurcht; Lateral- facialkiele ventrad etwas winklig divergierend ; Augen etwas protuberant, wenig schief, im UmriB beinahe eiformig; beinahe zweimal so lang wie der in- fraoculare Teil der Wange; Antennen deutlich den Caudal winkel der Pronotal- scheibe iiberragend, verdickt deutlich depreB, Apex stumpf zugespitzt. GroBte Lange des Pronotums ein eindrittelmal groBer als die groBte dorsale Breite, caudad etwas verbreitert, Prozona dorsad fast abgerundet, Metazona dorsad abgeplattet; cephaler Rand der Scheibe rundlich abgestutzt, Caudalrand stumpf gerundet; Mediankiel deutlich, bestandig, an der Metazona ausgepragter als an der Prozona, Quersulci tief impreB, den Mittelkiel schneidend; Lateralloben des Pronotums ausgesprochen langer als breit, Ventralrand cephalad wellig ausge- randet, caudad stumpfwinklig, Tegmina deutlich die Spitzen der Hinterschenkel iiberragend, Apex bestandig breit gerundet. Prosternaldorn schief, zylindrisch, stumpf nach dem Apex zu gerundet; Zwischenraum zwischen den Mesoster- nalloben deutlich longitudinal, die Loben rundlich-winklig an ihren inneren Randern, diese Rander caudad mehr divergierend als cephalad; Metasternalloben zusammenhangend, ihre Vereinigungsstelle zeigt eine gerade Sutur. Furcula fehlt; Supraanalplatte grob dreieckig, Lateralrander proximad beinahe parallel, distad scharf konvergierend, der unmittelbare Apex spitz; Cerci einfach, falci- form, sowohl dorsad als auch mesad gebogen, die Supraanalplatte etwas iiber- ragend, konisch, auBere Basis breit, im proximalen Viertel deutlich konisch, darauf sehr allmahlich und zuletzt durchaus dem stumpfen Apex nicht zuge- spitzt; Subgenitalplatte stark kompreB, schnabelformig, Apex spitz, tuberkuliert, dorsaler Rand spitzwinklig, Apex und der Rand durch einen kurzen medio- longitudinalen Kiel verbunden. Hinterschenkel schlank, den Apex des Ab- domens iiberragend; Hintertibien an jedem Rand mit 10 Dornen, ausgenommen den inneren Apicaldorn. Allgemeine Farbung des Riickens braunrot, die des Bauches rahm-lederfarbig, dieder Seiten orange-rotlichbraun. Stirn und Wange orange-rotlichbraun, Kopf- oberseite schwarzbraun gesprenkelt; Augen rostrot; die beiden proximalen Antennenglieder blaBgelblich und schwarzlich gezeichnet, der Rest schwarzlich- braun, nach dem Apex zu bistrefarben, eine Anzahl von Segmenteii in der Mitte entweder vollstandig oder teilweise orange-rotlichbraun; Postocularstreifeii 144 vandyckbraun. Die drei dorsalen Fiinftel der Lateralloben des Pronotums ebenso gefarbt \vie der postoculare Streifen, der blasse ventrale Teil deutlich orange-rotlichbraun. Die marginalen und ein Teil der discoidalen Felder der Teg- mina dicht rhit derselben Farbe wie der postoculare Streifen gesprenkelt, in der zwischenliegenden Region sind die Flecken regelmaBig quadratisch. Pleura ganz tiefbraun, schief orange-rotlichbraun begrenzt. Die aufiere Flache der Hinterschenkel ebenso gefarbt wie die Seiten. Die dorsale Flache ist ganz matt rostrot, auBere Flache mit einer mediolongitudinalen schwarzen Lime, die in ihren distalen zwei Dritteln dorsad bis zum Dorsolateralkiel reicht; Hintertibien bla!3 karminrot, die basalen Halften der Dornen gelblich, und der Rest schwarz. Ma Be. O* (Type) 9 (Rugege-Wald) Korperlange 19 mm 25 mm Lange des Pronotums 4 5 Lange des Tegmens 17 20,5 ,, Lange der Hinterschenkel 11,2 ,, 13,5 ,, Mit der Type sind verglichen worden: 2 paratypische 99 und 3 o*cf, sowie 2 99 in Alkohol aus dem Rugege-Wald, Siidwest-Ruanda, in einer Hohe von 1800 m, am 20. August 1907 von SCHUBOTZ gefangen. Die oben angegebenen MaBe des 9 sind nach einem dieser Stiicke angefiihrt, obgleich sie kaum zu den Mafien der mannlichen Type in Beziehung stehen, da die o*c* aus Rugege deutlich groBer sind, als die typischen MaBe angeben. Ein vorliegendes 5 Lange des Tegmens 4,8 ,, 2,2 ,, Lange der Vorderschenkel ... 7,8 ,, Lange der Mittelschenkel .... 7,8 ,, Lange der Hinterschenkel ... 19 ,, 19 Lange des Ovipositors ,, 7,2 ,, Das paratypische 9 1 ), dessen MaBe oben angegeben sind, zeigt folgende Abweichungen vom ? : Pronotum sehr wenig sattelformig, der ventrocaudale Teil der Lateral- loben des Pronotums mit einer sehr leichten Andeutung der beim mannlichen Geschlecht aufgefundenen Aufbauchung; Tegmina nur etwas mehr als halb so lang wie das Dorsum des Pronotums, beinahe kreisformig und etwas breiter als lang, der apicale Rand bogig abgestutzt, bis zum Caudalrand des Metanotums reichend; Ovipositor etwas langer als die Yorderschenkel kraftig, die Breite mehr als ein Drittel der Lange, in den distalen zwei Dritteln gleich breit, gebogen, die Auszahnung des distalen Drittels des Randes deutlich, aber nicht sehr tief; Subgenitalplatte spitz-dreieckig, der Apex sehr schmal gerundet; Vorder- und Mittelschenkel etwas langer als beim a*. Die Originalfarbung des Q scheint zum groBten Teile verschwunden zu sein, das vorliegende Stuck ist fast vollkommen griinlich-gelb, die Beine sind etwas schwacher gefarbt als beim cf. ') Nach der allgemeinen Beschaffenheit der Antennen bei diesem Stiick scheint es moglich, daB sie nicht dieselbe Lange erreichen wie beim Mannchen, aber da sie bei dem weiblichen Exemplar nicht vollstandig sind, so kann iiber dieseii Punkt nichts Sicheres ausgesagt \verden. 156 Die vorliegende Serie, auBer der Type, enthalt folgende Stiicke: Ost-Afrika (R. GRAUER), 2 c f, I 9 (oben beschrieben). Kwidschwi-Inseln, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp), I < in Alkohol. Westseite des Ruwenzori, in einer Hohe von 2500 m, Februar 1908, Deutsch- Zentr.-Afr.-Exp. [SCHUBOTZ], i a* in Alkohol. Ein einzelnes aus Britisch-Uganda, von GRAUER gefangen, liegt uns ebenfalls vor. Es gehort dem Deutschen Entomologischen Nationalmuseum. Die Ruwenzori- und Kwidschwi c * zeigen 'keinen Unterschied von der durch GRAUER gesammelten Reihe. Nur sind sie etwas groBer. Die MaBe sind wie f olgt : Kwidschwi-Inseln Ruwenzori Korperlange 19,5 mm 17 mm Lange des Pronotums" 4,6 ,, 5,2 ,, GroBte Breite des Pronotums . . 5,6 6 ,, Lange des Tegmens 5,2 ,, 5,5 Lange der Hinterschenkel . . .21,5 ,, 19,5,, Horatosphaga Schaum. 1 ) Horatosphaga robusta n. sp. Type: 9, Wald, 90 km westlich vom Albert-Nyanza; Hohe 1600 m, Congostaat (R. GRAUER) [Berliner Museum], Unterscheidet sich von H. serrifera Schaum, dem Typus des Genus, durch das weniger verlangerte Pronotum, die mehr eiformigen Tegmina, deren Costal- rander deutlich bogig sind, durch den etwas starker winkligen Apex der Tegmina und den entschieden kiirzeren und kraftigeren Ovipositor. Von maBiger GroBe; allgemeiner Habitus eher kraftig, Beine schlank. Kopf an der Stirn cephalad etwas abgeflacht, ventrad von den Augen eingedriickt; Fastigium des Vertex geneigt, lanzettlich, deutlich gefurcht, das Facialfastigium beriihrend, dieses letztere abgerundet und leicht vortretend; Augen kugelig, vorragend; Antennen die Spitzen der Tegmina nur wenig iiberragend, das Proxi- malglied nur wenig kleiner als das Auge. Dorsum des Pronotums deutlich ab- geflacht, die Cephal- und Caudalrander beinahe abgestutzt, jeder mit einer sehr leichten mittleren Ausrandung; Seitenrander der Scheibe deutlich, ruiizelig, fast parallel der Hauptquerfurche, caudad von derselben konvex divergierend, die groBte caudale Breite der Scheibe ungefahr das Doppelte von dem Cephalteile, des Quersulcus breit V-formig; Lateralloben laterad nach dem Bauche hin betrachtlich verbreitert, Loben ungefahr ein und einhalbmal so lang als ihre caudale Breite, Cephalbreite etwa gleich der Halfte des Caudalteiles, Cephal- a ) Rhegmatopoda peeli Burr. Berichtet aus Entebbe, Uganda und Fort Portal, Toro von GIGLIO-TOS (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 310). Hovatophaga serrifera Schaum. Berichtet aus Bimbye, Uganda (GlGLIO-Tos, in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 311). 157 und Ventralrander der Loben deutlich giirtelartig, der Cephalrand leicht bogig ausgerandet, Ventrocephalwinkel fast rechtwinklig, Ventralrand schief, fast bogenformig, leicht buchtig iiber den Coxen, Ventrocaudalecke breit abgerundet, die Humeralausbuchtung breit bogig ausgerandet. Tegmina et\va vier- bis fiinf- mal so lang als das Dorsum des Pronotums, verlangert eiformig, et\vas weniger als dreimal so lang als breit; Apex eher eng abgerundet ; Costalrand leicht verdickt ; Radialadern in ihrer ganzen Lange deutlich getrennt, mesad einander am nachsten kommend. Zweig der posterioren Ader vor der Mitte des Tegmens sehr leicht divergierend und, nachdem sie sich distad von der Mitte geteilt hat, bis zum Apex des Tegmens reichend; vordere Ulnarader fast gerade; Marginalfeld mit einer regelmaBigen Serie schiefer Oueradern. Fliigel sehr klein, nicht gebrauchs- fahig. Prosternum ungedornt; Mesosternum quer, mesocaudad ausgerandet, laterad breit, rundlich-lappig ; Metanotum. schmal, sehr stark quer, laterad rundlich, fast lappig. Ovipositor fast ebenso lang wie Kopf und Pronotum, kraftig, maBig bogig, beide Rander eine Strecke distad leicht gesagt, der Dorsal- rand fur eine groBere Strecke als der Ventralrand; Subgenitalplatte scharf drei- eckig. Schenkel an samtlichen Ventralrandern. gedornt, das Dorsum der Geni- cularregion aller Schenkel gekielt und apical gedornt, das hintere Paar distad sehr leicht blasig; Foramina der Vordertibien rimato-konchat, alle Tibien dorsad, beinahe gefurcht. Hauptfarbe apfelgriin, die Lateralrancler der Scheibe des Pronotums, die Ventralrander der Lateralloben desselben, die Sutural- und Apicalrander der Tegmina und eine mehr oder weniger deutliche dorsale Linie an den Schenkeln ockerig-lederfarben, der Costalrand der Tegmina ist nach iiinen zu von einer schwachen purpurfarbenen Linie begrenzt; Antennen purpurn, distad ockerig schwach geringelt und mesad griinlich verwaschen; Augen roll umbrafarbig; Schenkeldornen griinlich weiB ; Distalende der Tibien matt lohfarben gewolkt; Tarsen gebrannte Sienna. MaBe. Lange des Korpers 25,5 mm Lange des Pronotums 5-8 ,, GroBte dorsale Breite des Pronotums . . 4,5 ,, Lange des Tegmens 27 ,, GroBte Breite des Tegmens 9,5 ,, Lange der Vorderschenkel 12 ,, Lange der Mittelschenkel 13.5 Lange der Hinterschenkel 27 Lange des Ovipositors ,, AuBer der Type liegen uns noch folgende Serien, samtlich in Alkohol, vor : Niansa, Ruanda, Hohe ungefahr 1500 m, n. August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I 9, i Nymphe. Siidostufer des Kiwu-Sees, August 158 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 4 99- 3 Nymphen. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, August 1907 Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.; (SCHUBOTz), 2 99. Kissenje, Xordufer des Kiwu-Sees, Februar bis November 1908 (VON STEG- MANN und STEIN), i 9- Vulkanisches Gebiet nordostlich vom Kiwu-See, Oktober 1907 Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.; (VON WiESE), 299. Bugoie- wald, nordwestliches Ruanda. Februar bis November 1908 (VON STEG- MANN und STEIN), 5 99, i Nymphe. Bugoie-Wald, nordwestliches Ruanda, Hohe 2500 m, November 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.; SCHUBOTZ), i 9- Eine Untersuchung obigen Materials zeigt, dai3 diese hier als dieselbe Species angesehenen Stiicke in den Proportionen der Tegmina bedeutend abweichen, und bei einer weiteren Untersuchung wird wohl sich noch die Notwendigkeit einer Teilung der vorliegenden Serie in zwei Species ergeben; dies scheint augen- blicklich jedoch nicht ratsam. Da ist etwas wie ein Parallelismus in der Variation der Proportionen der Tegmina bei dieser Species und bei verschiedenen Formen des weiter unten beschriebenen Genus Conchotopoda, jedoch im letzteren Falle sind die Unterschiede ausgepragter und sind auBerdem noch von Aderungs- veranderungen begleitet, daher haben wir ihnen besonderen Wert beigelegt. Bei dieser Form ist das Verhaltnis der groBten tegminalen Breite zur groBten tegminalen Lange folgendes: Type 2 9 / 10 ; Siidostufer des Kiwu-Sees 3, 3 1 / 4 , 3V 3 ; Kwidschwi 2 7 / 9 ; Kissenje 3; vulkanisches Gebiet 3Y 3 , 3 1 / 3 ; Bugoie-Wald 3, 3, 3 1 /*' 3 1 /8> 3V 3 ; Niansa 3* 2 . Infolge dieser Yeranderlichkeit, die in erster Linie geographische Ursachen zu haben scheint, erscheinen die Stiicke mit mehr ver- langerten Tegmina deutlich verschieden von der Type, aber die obigen Propor- tionen und die folgenden MaBe typischer Stiicke von jeder Lokalitat zeigen, daB die Beweismittel nicht ausreichen, um gegenwartig etwa eine weitere Teilung vorzunehmen. Siidost- Kwidsch- vulk. Bugoie- Niansa ufer des Kiwu wi Kissenje Gegend Wald Lange des Pronotums . . 5,2mm 5,5 mm 6 mm 5,5 mm 5 mm 5,8mm Lange des Tegmens . . 23 /, 24 26 ,, 22,5 22,5 ,, 24 GroBte Breite des Tegmens 6,5 ,. 7-8 9 7,8 6,8 7-5 Lange der Hinterschenkel 21,5 -, 22 24 22,5 ., 22 22 Horatosphaga(P) kandti n. sp. Type: 9, Kiwu-See (Dr. KANDT) [Berliner Museum]. In Alkohol. Diese Species und die folgende sind mit einigem Zweifel unter dieses Genus gebracht, da sie einige Hinneigung nach Peronura und anderen verwandten Gattungen aufweisen. Bei dieser Species sind die Tegmina bedeutend schmaler und der Ventrocephalwinkel der pronotalen Loben weniger spitz als bei serri- - 159 /era und robusta, wahrend der Ovipositor eine mehr den vorigen gleiche Gestalt zeigt. Von mittlerer GroBe; Habitus schlanker und langer als bei H. robusta. Kopf und Fastigium des Vertex scharf lanzettlich, gefurcht, die Rander proximad leicht erhaben, der Apex kaum den des Fastigiums der Stirn beriihrend; Augen beinahe kugelformig, maBig vorragend; Antennen bis zum Apex des Abdomens reichend (bei vollkommenen Stiicken wahrscheinlich den Apex leicht iiberragend), Proximalglied fast so groB wie das Auge. Pronotum viel mehr zusammengedriickt als bei H. robusta, die Lateralloben laterad in derselben Weise, jedoch in einem geringeren Grade vorragend; Dorsum abgeflacht, Cephal- rand sehr breit V-formig ausgerandet, Caudalrand bogig; Lateralecken der Scheibe deutlich, caudad entschiedener markiert als cephalad, runzelig (wie wenn auch in geringerem Grade, das ganze Dorsum), in der vorderen Halfte fast parallel caudad leicht divergierend, die groBte caudale Breite der Scheibe ungefahr gleich der halben Lange derselben, und nicht ganz zweimal so breit als der vordere Teil, Querfurche V-formig und ungefahr in der Mitte der Scheibe; groBte caudale Breite der Lateralloben etwas groBer als ein und einhalb der Lange derselben, cephale Breite ungefahr die Halfte der caudalen Breite der Loben, Cephalrand gerade, Ventrocephalwinkel stumpfwinklig, Ventralrand cephalad schief gerade, caudad entschieden bogig, der Ventrocaudalvvinkel abgerundet, Humeralaus- buchtung sehr breit undflach. Tegmina lanzettlich, etwas mehr als viermal langer als breit, Apex sehr stumpf abgerundet, Costal- und Suturalrander sehr leicht und regelmaBig bogig ; Radialadern deutlich getrennt, jedoch proximad und distad weiter voneinander entfernt als mesad; Zweig der hinteren Radialader mesad abweichend und den Apex der Tegmina erreichend, sehr kurz vor diesen gegabelt; vordere Ulnarader gerade, den Apex erreichend, ungeteilt. Fliigel rudimentar. Prosternum unbewaffnet; Mesosternum und Metasternum wie bei H. robusta, jedoch weniger quer. Ovipositor ungefahr zweimal so lang wie das Dorsum des Pronotums, maBig bogenformig,- fast iiberall gleich breit mit Ausnahme des apicalen Fiinftels, im allgemeinen betragt die Breite weniger als ein Fiinftel von der Lange, die Rander des apicalen Drittels fein siigeartig gekerbt, der Apex spitz; Subgenitalplatte quer, der Apicalrand breit dreieckig. Beine maBig schlank; Schenkel unterwarts an beiden Randern bedornt, apical gekielt wie bei H. robusta, jedoch mit weniger deutlichem Suprageniculardornen, Genicular- loben der Vorder- und Mittelschenkel stumpf doppeldornig, die der Hinter- schenkel undeutlich eindornig, Hinterschenkel die Spitzen der Tegmina um etwa die Halfte der Lange des Dorsums des Pronotums iiberragend, die proximale blasige Auftreibung dieses Beinpaares sehr leicht; Foramina der Vordertibien etwas mehr rimat als bei H. robusta. Hauptfarbe griinlichgelb, die Lateralrander der pronotalen Scheibe und der Proximalteil der Antennen blaBrosa; Ulnarfeld des linken Tegmens etwas proxi- mad von der Mitte mit einem kreisrunden braunlichen Fleck. i6o MaBe. Lange des Korpers 26,5 mm Lange des Pronotums . 5,5 ,, GroBte dorsale Breite der pronotalen Scheibe 2,8 ,, Lange des Tegmens . 24 GroBte Breite des Tegrnen^ 6 Lange der Vorderschenkel 10 ,, Lange der Mittelschenkel 11,5 Lange der Hinterschenkel 23 ,, Lange des Ovipositors 11,8 ,, AuBer der Type liegt uns noch ein paratypisches Weibchen vor, das keine Abweichungen von der Type zeigt. Wir widmen diese Species ihrem geschatzten Sammler Dr. KANDT. Horatosphaga ( ?) kasindina n. sp. Type: Q, Steppe bei Kasindi, Nordufer des Albert-Edward-Nyanza, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit H. ( ?) kandti, die weiter oben beschrieben ist, aber von ihr abweichend durch die etwas weniger verlangerten Tegmina, deren Marginal- f elder etwas schmaler sind, sowie durch den deutlich breiteren Caudalteil des Dorsums des Pronotums und durch den etwas kiirzeren kraftigeren Ovipositor. Der Ast der hinteren Radialader divergiert weit distad von der Mitte des Teg- mens, anstatt iiahe der Mitte wie bei kandti. Von mittlerer GroBe; Habitus maBig verlangert. Fastigium des Kopfes scharf lanzettlich, stark abschiissig, proximal leicht gefurcht, die Rander schwach erhaben, der Apex den Apex des Facialf astigiums nicht ganz beriihrend ; Augen etwas langer als breit, maBig vorragend; Antennen in nicht vollkommener Ver- fassung, caudad bis zur Mitte der Tegmina reichend, Proximalglied so lang wie das Auge. Pronotum maBig zusammengedruckt, dorsad abgeplattet, das Dorsum fast gleich breit bis zu den Querfurchen, von da mit den deutlichen Lateralwinkeln regelmaBig caudad divergierend, die groBte caudale Breite deutlich mehr als die Halfte der Lange des Dorsums des Pronotums, Cephalrand der Scheibe stumpf- winklig ausgerandet, Caudalrand deutlich bogig mit einer leichten mittleren Ausrandung, Querfurche breit V-formig, Lateralschultern caudad verdickt und, wie das ganze Dorsum des Pronotums, runzelig; Lateralloben ein und ein- halbmal so lang als ihre groBte (postmediane) Breite, Ventralrand cephalad schief. beinahe bogig, ventrocaudad bogenformig, leicht caudad von der Mitte beinahe abgestutzt, Caudalrand gerade ohne Humeralausbuchtung. Tegmina den Apex des Abdomens iiberragend und bis zur Mitte des Ovipositors reichend, beinahe lanzettlich, etwa drei und eindrittelmal langer als ihre groBte Breite; Costalrand sehr schwach bogenformig, Suturalrand distad vom Analfelde gerade, Apex wohl gerundet; breitester Teil des Marginalfeldes gleich drei Viertel der discoidalen Breite; Radialadern proximad und distad voneinander vvohl getrennt, jedoch fiir den groBeren Teil ihrer Lange sich beinahe beriihrend; Ast der hinteren Radialader weit distad von der Mitte des Tegmens divergierend, kurz bevor er den Apex der Tegmina erreicht, sich gabelnd; vordere Ulnarader gerade, ungeteilt, den Apex erreichend. Fliigel rudimentar. ' Prosternum unbewaffnet ; Mesosternum und Metasternum laterad abgeruiidet. Ovipositor nahezu zweimal so lang \vk- das Dorsum des Pronotums, maBig bogig, kraftig, fiir den groBten Teil seiner Lange fast gleich breit, durchschnittliche Breite mehr als ein Fiinftel der Lange, Apex spitz, die Rander des distalen Drittels fein sageartig gekerbt; Subgenital- platte quer, dreieckig, der Apex sehr geringfiigig ausgerandet. Beine schlank, Schenkel unterwarts an beiden Randern bedornt, die dorsale Oberflache ge- kielt wie bei der anderen Species, aber ohne deutlichen vSuprageniculardorn, die Kielung bedeckt die ganze Schenkellange der Vorderbeine; Genicularloben der Vorder- und Mittelschenkel sehr geringfiigig eindornig, die der Hinterschenkel nicht bedornt; Hinterschenkel die Spitzen des Tegmens leicht iiberragend, mit leicht blasiger Auftreibung in der proximalen Halfte; Foramina der Vorder- tibien zusammengedriickt, rimato-conchat. Hauptfarbe grimlichgelb, die Lateralecken der Pronotalscheibe und der Proximalteil der Antennen zum groBen Teil matt rosarot; Vorder- und Mittel- beine mit der gleichen Farbe verwaschen. Ma Be. Lange des Korpers 23,5 mm Lange des Pronotums 6 GroBte dorsale Breite der pronotalen Scheibe 3,6 ,, Lange des Tegmens 21,5 ,, GroBte Breite des Tegmens 6,5 ,, Lange der Vorderschenkel 10,5 ,, Lange der Mittelschenkel 12 Lange der Hinterschenkel 24 Lange des Ovipositors 10,5 ,, Die Type ist einzig. Pachypyga Karsch. Pachypyga karschi n. sp. Type: 9, Mohasi-See, Ruanda, 29. Juli 1907, Deutsche Zentr.-Afr.- Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Unterscheidet sich von P. inclusa 1 ), dem Typ des Genus, durch geringere allgemeine GroBe, den schlankeren Ovipositor und die geradere vordere L T lnar- ader der Tegmina. Von geringer GroBe; Habitus maBig lang, auffallend zusammengedriickt; l ) Berl. Entom. Zeitschr. XXXVIII p. 125 Fig. 17 [Togo]. Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. j j 162 Oberflache im allgemeinen fast unbehaart, das Dorsum des Pronotums siebartig- runzelig. Kopf, von vorne gesehen, laiiglich eiformig, ein und einhalbmal so lang als breit; Occiput stark abgerundet, fast vertikal abfallend zum scharf lanzett- lichen Fastigium, dieses letztere gefurcht mit deutlich erhabenen Randern, der Apex das faciale Fastigium beriihrend, das letztere cephalad von der Spitze des Fastigiums des Vertex vorragend; Augen klein, eiformig-kugelig, wenig vorstehend; Antennen unvollstandig, Proximalglied leicht niedergedriickt, so lang wie das Auge. Pronotum am Dorsum abgeplattet, die Later alecken des- selben deutlich, aber nicht gekielt, leicht aber merklich caudad divergierend, cephalomesad schwach unterbrochen ; Cephalrand der Scheibe schwach stump f- winklig ausgerandet, Caudalrand schwach bogig, mit einem mittleren abgestutzten Teile, Querfurche V-formig, mesad; Lateralloben ein und eindrittelmal so lang als breit, Ventrocephalwinkel stumpf aber deutlich, Ventralrand schief bogig caudad abfallend, Ventrocaudalwinkel schiefbogig, fast abgestutzt; Caudalrand mit einer sehr schwachen humeralen Ausbuchtung. Tegmina lanzettlich, mehr als funfmal so lang als breit in gr613ter pramedianer Breite, die Costal- und Sutural- rander in ihren distalen zwei Dritteln distad sehr leicht konvergierend, der Apex schmal abgerundet; Radialadern proximad gut getrennt, sonst nahe beieinander, ausgenommen in der Nahe der Vereinigungsstelle der vorderen mit dem Costal- rande; Ast der hinteren Radialrader distad von der Mitte der Tegmina diver- gierend und den Apex derselben ungeteilt erreichend; vordere Ulnarader durch- aus gerade und den Apex des Tegmens erreichend, der radiale Ast gleich weit entfernt von der hinteren Radialader und der vorderen Ulnarader. Fliigel rudimentar. Prosternum unbewaffnet mit einem queren, kreuzformigen Ein- druck; Mesosternalloben caudolaterad schief abgestutzt; Metasternalloben caudo- laterad stark schief abgestutzt, der Caudalrand derselben abgestutzt. Supra- analplatte bogenformig winklig, proximad eingedriickt; Cerci walzenformig, mesodorsad leicht bogig; Ovipositor plump, mehr als halb so lang wie das Tegmen, die mediane Breite ungefahr ein Fiinftel der Lange, die proximale Halfte konisch, das distale Viertel sich zu dem spitzen Apex verschmalernd, die Rander der distalen Halfte fein gekerbt; Subgenitalplatte quer, der Rand laterad ab- gerundet und caudad stumpf winklig, der unmittelbare Winkel sehr schwach ausgerandet. Alle Schenkel unterwarts an beiden Randern bedornt, die Apices aller auf ihrer Dorsalflache mit einem kurzen Kiel, der Kiel in einen leicht supra- genicularen Zahn vorstehend, Mittelschenkel ein und ein drittelmal so lang wie die Vorderschenkel, Hinterschenkel deutlich langer als der Korper, die proximale blasige Auf treibung leicht, Genicularloben derVorder- und Mittelschenkel schwach paarig gedornt, die der Hinterschenkel undeutlich eindornig ; Vordertibien an alien Randern mit Dornen bewaffnet, Foramina derselben zusammengedriickt, rimato- conchat; Mittel- und Hintertibien ahnlich dem vorderen Paar bewaffnet. Hauptfarbe dunkel gelblich, die einzigen ausgepragten Unterschiede sind folgende: Augen matt braun; L,ateralecken der Scheibe des Pronotums un- - i6 3 gleich rosarot markiert; Tegmina am proximalen Teile des Costalrandes undurch- sichtig weiB gerandet und mil einer unregelmaBig gruppierten Serie kleiner kreisrunder rotlichbrauner Flecken; das Occiput und postoculare Regionen weisen Andeutungen von rotbraunem Maschenwerk auf. Ma Be. Lange des Korpers 20 mm Lange des Pronotums 5,5 ,, GroBte dorsale Breite der pronotalen vScheibe 3 Lange des Tegmens 20,5 ,, GroBte Breite des Tegmens 4 ,, Lange der Vorderschenkel 9,5 ,, Lange der Mittelschenkel 12,2,, Lange der Hinterschenkel 24 ,, Lange der Ovipositors . . . . n ,, Die Type dieser interessanten Species ist einzig. Es ist uns ein besonderes Vergniigen, diese Species dem Gelehrten zu widmen, dessen Name an der Spitze der Arbeiter auf dem Gebiete der Orthopteren Afrikas steht Dr. FERDINAND KARSCH. Conchotopoda Karsch. Conchotopoda elongata n. sp. Type: a*, Usumbura, Tangaiijika-See, November bis Dezember 1907 (VON STEGMANN und STEIN) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit C. stuhlmanni Karsch 1 ), aber abweichend davon durch die mehr verlangerten Tegmina, die schmaleren und mehr gleich breiten Ulnar- felder, der groBeren tegminalen Breite, die fast ein Viertel anstatt drei und ein Drittel in der Lange wie bei stuhlmanni betragt, wahrend der Radialast von der hinteren Radialader ungefahr in der Viertelentfernung von der Basis divergiert, anstatt kurz vor der Mitte. Von mittlerer GroBe; Habitus maBig verlangert, betrachtlich zusammen- gedriickt. Gesicht des Kopfes etwas abgeflacht; Occiput zum Fastigium regel- maBig abfallend; letzteres spitz lanzettlich, maBig gefurcht, die Rander proximad rundlich erhaben, die Spitze des Fastigiums des Vertex das breite aber spitz- winklige Fastigium des Gesichtes kaum beriihrend, dessen medianer Occellus den groBeren proximalen Teil einnimmt ; Augen beinahe birnenformig, vorstehend, laterad leicht abgeflacht; Antennen wenigstens bis zu den Spitzen der Fliigel reichend. Pronotum sehr schwach sattelformig, das Dorsum maBig abgeplattet; cephalad und mesad von der Scheibe keine Lateralecken vorhanden, caudad eine rundliche Andeutung derselben gefunden; Cephalrand der Scheibe sehr schwach bogig ausgerandet, Caudalrand maBig vorgezogen, Lateralteile dieses Randes schief *) Entom. Zeitschr., Stettin L,VII p. 329; LA BAUME, ibidem LXXII p. 316, Fig. n* i6 4 konvergierend, medianer Teil bogig abgestutzt; Querfurche V-formig, der Caudal- rand mit demselben durch eine mediolongitudinale Furche verbunden; die Lange der Scheibe etwa ein und zweidrittelmal groBer als ihre groBte Caudalbreite, Lange der Lateralloben einundeinhalbmal groBer als ihre groBte postmediane Breite, Ventrocephalwinkel hoch an der Lobe, sehr stumpf, Ventralrand stark bogig, Ventrocaudalwinkel rundlich rechtwinklig, Humeralausbuchtung sehr flach, wohl gerundet. Tegmina lanzettlich, etwa viermal so lang als ihre groBte Breite; Costalrand regelmaBig, aber sehr leicht bogig, Suturalrand zum groBeren Teile ge- streckt, Apex breit gerundet, nur wenig sich verschmalernd; groBte Breite der Marginalarea etwas geringer als die halbe tegminale Breite, Costaladern zahl- reich, beinahe parallel, zum groBen Teile leicht bogig; Radialadern gut getrennt mit Ausnahme einer Area, wo sie konvergieren, ein Drittel der Gesamtlange von der Basis; Radialast von der hinteren Radialader ein Viertel der Lange vor der Basis divergierend, zum groBeren Teile mitten zwischen der hinteren Radial- ader und der vorderen Ulnarader verlaufend, kurz vor dem Apex sich gabelnd; vordere Ulnarader in ihren distalen zwei Dritteln dorsad sehr schwachbogig ; Umararea nahezu gleich breit, beinahe gleich der groBten Breite der Marginal- area, die Oueradern ungefahr ebenso zahlreich wie in der letzteren Area, in clem proximalen Teile deutlich bogig, hintere Ulnarader stark bogig; Querader des Tympanums stark verdickt. Fliigel die Spitzen der Tegmina um etwa die halbe Lange des Pronotums iiberrageiid. Prosternum unbewaffnet; Meso- und Meta- sternum laterad abgerundet. Supraanalplatte leicht quer, Distalrand fast winklig; Cerci walzenformig, mit dem apicalen Ende scharf und rechtwinklig dorsomesad gebogen; Subgenitalplatte vorgezogen, sich verschmalernd, Apical- rand schmal, fast abgestutzt, durch eine niedrig gerundete Protuberanz flankiert, die ganze Platte die Spitzen der Cerci iiberragend. Beine schlank, Schenkel an. den Ventralrandern bedornt, die des hinteren Paares kleiner als die des vorderen und mittleren Paares, das auBerste Ende cler dorsalen Oberflache kurz gekielt bei alien Schenkeln, der Kiel am langsten an clem vorderen Paar, das auBerste Ende des Kieles leicht vorgezogen ; vordere und mittlere Genicularloben paarig gedornt ; Fo- ramina derVordertibien rimato-conchat; Hintertibien etwas langer als die Schenkel. Hauptfarbe griinlichgelb, Korper leicht blaBrot; Dornen der Schenkel und Tibien seehundbraun ; Augen gewiirznelkebraun. MaBe. Lange des Korpers 24 mm Lange des Pronotums 5 GroBte dorsale Breite des Pronotums ... 3 Lange des Tegmens 31,5 ,, GroBte Breite des Tegmens 8,5 ,, Lange der Vorderschenkel 10,5,, Lange der Mittelschenkel 12,5,, Lange der Hinterschenkel 25,5 ,, AuBer der Type liegt uns noch vor ein einzelnes c" in Alkohol vom Kiwu-See, gesammelt von Dr. KANDT. Dieses Stiick unterscheidet sich von der Type nur dadurch, daB der Ulnarast proximad gleich weit entfernt ist von der hinteren Radialader mid der vorderen Ulnaracler, statt, wie bei der Type, naher bei der letzteren, auch ist die Subgenitalplatte distad weniger ausgerandet. Die Auf- zahlung der Schenkeldorneii als Unterscheidungsmerkmal scheint bei diesem Genus wertlos, bei den zwei Stucken dieser Species findet sich nachstehende Anzahl : Vorderschenkel Mittelschenkel Hinterschenkel Usumbura ( Cephalrand 9 n n 13 n (Type) 1 Caudalrand 9 n n 13 7 9 | Cephalrand 9 12 2 n 10 Kiwu-See \ Caudalrand 12 13 2 u 13 Conchotopoda amplipennis n. sp. Type: a", Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Verwandt mit C. stuhlmanni Karsch, unterscheidet sich jedoch durch die viel breiteren Tegmina, die wenigstens dreimal so lang sind als ihre groBte Breite, die groBte tegminale Breite befindet sich ein Drittel der Gesamtlange vor dem Apex, sowie dadurch, daB die Ulnararea der Tegmina breiter ist als bei stuhl- manni, und das Tympanalfeld ist einundeinhalbmal langer als die Breite der Ulnararea, anstatt zweimal, wie bei den alteren Species; ferner dadurch, daB die vordere Ulnarader stark bogenformig ist und die Oueradern der Ulnararea gleich gebogen sind. GroBe eher bedeutend; allgemeiner Habitus mehr wie bei stuhlmanni und elongata. Kopf wie bei elongata; Augen mehr kugelig, nicht abgeflacht; Antennen die Spitzen der Fliigel mehr iiberragend. Pronotum sattelformig, das Dorsum caudad erhaben und alles in allem mehr oder weniger abgeflacht, an der Scheibe deutliche Lateralecken nicht vorhanden; Cephalrand der Scheibe und Lateral- loben abgestutzt, Caudalrand der Metazona stark bogenformig mit einer sehr leichten medianen Ausranduiig;Metazonalscheibe etwa einundeindrittelmal langer als die groBte Breite derselben ausgedehnten Scheibe ; Querfurche sehr brei" V- formig, Lateralloben sich in das Dorsum abrundend, Loben einundeindrittelmal langer als ihre groBte caudale Breite, Ventrocephalwinkel stumpf, aber durchaus nicht abgerundet, Ventralrand caudad schief absteigend, leicht bogig; Ventro- caudalwinkel sehr breit abgerundet, Humeralausbuchtung gut eingedriickt, breit, rundlich rechtwinklig. Tegmina mehr wie bei stuhlmanni, jedoch in dem distalen Drittel am breitesten und weniger als dreimal so lang wie breit; Costalrand gut bogenformig, Suturalrand leicht bogig ausgerandet, Apex breit, rundlich stumpf- winklig; Marginalarea in ihrem breitesten Teile schmaler als der breiteste Teil der Ulnararea, Aderung der Area wie bei stuhlmanni] Radialadern wie bei der 166 letzteren, der Ast der hinteren Radialader ein Drittel der Gesamtlange von der Basis divergierend, leicht distad von der Mitte gegabelt; der gefaltete sack- formige Teil an der Basis der Ulnararea wie bei stuhlmanni, die zahlreichen Queradern desselben Teiles regelmaBig verteilt; vordere Ulnarader ausgebuchtet, doppelbogig, der distale Bogen zwei Drittel der Aderlange einnehmencl und die Ulnararea sichtbar verbreiternd, die grdBte Breite der letzteren nahezu die Halite der tegminalen Breite einnehmend, Tympanalfeld einundeinhalbmal langer als die groBte Breite der Ulnararea; hintere Ulnarader im distalen Teile scharf bogig; Querader des Tympanums stark verdickt. Fliigel die Spitzen der Tegmina um etwa die halbe pronotale Lange iiberragend. Prosternum unbe waff net, mit einer deutlich eingedriickten kreuzformigen Zeichnung; Mesosternalloben schmal, abgerundet; Metasternalloben breit, laterad abgerundet, caudad beinahe abgestutzt. Supraanalplatte dreieckig; Apex stumpf, Lateralrander leicht bogig; Cerci wie bei elongata, jedoch etwas schlanker, weniger gekriimmt und weniger dorsad gerichtet; Subgenitalplatte weniger vorgezogen als bei elongata, der schmale Apex V-formig ausgerandet, Lateralwinkel stumpf. Beine wie bei elongata. Hauptfarbe griinlichgelb ; Abdomen matt bra.unlich; Schenkeldornen mehr oder weniger deutlich braunlich getupft; Augen blaB braun; groBter Teil der metazonalen Scheibe blaB gewiirznelkebraun verwaschen. MaBe. Lange des Korpers , 24 mm Lange des Pronotums 5,8 ,, GroBte Breite der metazonalen Scheibe des Pronotums 4,2 ,, Lange des Tegmens 36 GroBte Breite des Tegmens 12,8 ,, Lange der Vorderschenkel 10,5 ,, Lange der Mittelschenkel 13,2 ,, Lange der Hinterschenkel 27 ,, AuBer der Type liegt uns noch eine Serie von 13 0*0* von folgenden Fund- orten vor: Ostafrika, (R. GRAUER), 2 0*0*. Mulera, November 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i cf. Siidostufer des Kiwu-Sees, August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 4 dV in Alkohol. Bugoie-Wald, nordwestliches Ruanda, Februar bis November 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 4 d*c? in Alkohol. Westseite des Ruwenzori, 2000 2500 m Hohe, Februar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 d*a* in Alkohol. Von diesen Stiicken sind die vom Ufer des Kiwu-Sees und die aus ,,Ost- Afrika" bezeichneten von der Type nicht zu unterscheiden, dagegen unterschei- den sich die Exemplare vom Ruwenzori, aus dem Bugoie-Walde und von Mulera 167 von der Type etwas dadurch, daB die Tegmina im allgemeinen und die Ulnar- area der ins besondere merklich schmaler sind. Daher ist auch die vordere Ulnarader etwas weniger gebogen, und die Queradern der Ulnararea sind gestreckter. Diese Unterschiede scheinen jedoch flir eine weitere Teilung des Materials nicht hinreichend, weil sie so gering sind, daB sie bei weiterem Material sich moglicherweise nur als individuell herausstellen werden, obgleich sie wahrscheinlich geographischer Natur sind. Bei Vergleichung mit der oben beschriebenen C. dongata scheinen diese Stiicke davon sehr verschieden zu sein; die allgemeinen Proportionen der Tegmina, der Ulnararea derselben und die deutliche Bogenform der vorderen Ulnarader sowie der Queradern der Ulnar- area sind gleich denen der Type von amplipennis. Conchotopoda linearis n. sp. Type: d", Mpororo-Post (Rufua), Mpororo, I. Juli 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Unterscheidet sich von alien anderen Species des Genus durch die schmaleren, beinahe lanzettlichen Tegmina und die breit vortretende kahnformige Subgenital- platte, die auch mesodistad abgestutzt ist. Die Form der Tegmina und der nicht verzweigte Ast der Radialader konnte Euthyphlebia SchultheB vermuten lassen, aber bei jenem Genus sind die Tibialforamina rimat, wahrend sie bei der vorliegenden Species stark conchat sind, eben starker als bei den anderen uns zur Betrachtung zur Verfiigung stehenden Species des Genus. Es ist mog- lich, daB linearis eine generelle Trennung von der Species mit mehr verbreiterten Tegmina erfordert, jedoch fiir das erste scheint es sehr ratsam, sie unter Con- chotopoda zu registrieren. Von mittlerer GroBe; Habitus wie bei der oben beschriebenen Species, jedoch mehr verlangert. Kopf tiefer und schmaler als bei amplipennis und don- gata, etwa einundeinhalbmal so lang als in breit an seiner breitesten Stelle ventrad von den Augen; Occiput und Fastigium weniger abschiissig als bei der anderen Species, das Fastigium spitz-lanzettlich aber etwas langer, deutlich gefurcht, proximolaterad weniger erhaben, Facialfastigium ahnlich wie bei den anderen Species; Augen beinahe kugelig, laterad leicht abgeflacht, vorstehend; Antennen die Spitzen der Fliigel recht bedeutend iiberragend. Pronotum sattelformig in seiner Struktur ahnlich dem von amplipennis, jedoch durch folgende Merk- male unterschieden : der verbreiterte metazonale Teil der Scheibe einundzweidrittel- mal langer als seine groBte Breite, Cephalrand der Scheibe sehr flach stumpf- winklig ausgerandet; Lateralloben einundzweidrittelmal langer als ihre groBte Breite, Rander ahnlich wie bei amplipennis, jedoch ist die Ventrocaudalecke sehr breit und scharf schief abgestutzt. Tegmina die Spitzen der Hinterschenkel nicht erreichend, langlich laiizettlich, vierundeindrittelmal langer als ihre groBte Breite (mesad); Sutural- und Costalrander im allgemeinen beinahe parallel, der i68 Costalrand maCig bogig, der Suturalrand, was den groiBten Teil seiner Lange anbetrifft, bogig ausgerandet, Apex eher schmal abgerundet; Marginalarea (das Genus betreffend) schmal, Breite der Area gleich zwei Fiinftel der tegmi- nalen Breite, cbstale Queradern schief, beinahe parallel; Radialadern gut getrennt, mit Ausnahme des proximalen Drittels, wo sie sich einander sehr nahe kommen; Ast der hinteren Radialader proximad von der Mitte leicht divergierend, nicht verzweigt, der Costalrand sehr knapp vor deni unmittelbaren Apex erreichend, im allgemeinen der Kurve der hinteren Radialader parallel laufend; vordere Ulnarader nahezu gerade; Ulnararea in dem proximalen gefalteten, sackformigen Teile gut maschig, der Rest der Ulnararea beinahe gleich breit und gleich breit wie die groBte Breite der Marginalarea, Queradern der Ulnararea parallel, proximad bogenformig, distad leicht schief; hintere Ulnarader weniger bogig als bei den anderen Species; Queradern des Tympanums stark verdickt. Fliigel caudad von den Spitzen der Tegmina urn etwas mehr als die Lange der pronotalen Scheibe vorragend, der unmittelbare Apex schmal abgerundet, Costalrand leicht bogig, Suturallinie gerade. Prosternum unbe waff net, mit einem queren, fast kreuzformigen Eindruck; Mesosternum und Metasternum mehr wie bei ampli- pennis. Supraanalplatte leicht quer, der Rand gut bogig; Cerci beinahe walzen- formig, von der Seite gesehen leicht buchtig, vom Dorsum gesehen maBig nach innen gebogen, der Apex kurz aber deutlich gekriimmt; Subgenitalplatte vor- gezogen, die Spitzen der Cerci iiberragend, beinahe kahnformig, in der distalen Kalfte mehr abgeplattet und niedergedriickt, die Lateralrander derselben bei- nahe parallel, ein schmaler mittlerer Teil des distalen Randes doppelbogig und hier laterad von paarigen, kurz griff elf ormigen dreieckigen Projektionen flankiert, laterad von denen sich die rechtwinkligen Endigungen der Lateral- rander befinden. Beine sehr schlank; Schenkel an beiden Ventralrandern be- dornt, die des hinteren Paares mit wenigeren schwacheren Dornen als die anderen; Foramina der Vordertibien conchat. Hauptfarbe griinlichgelb, der Kopf und das Abdomen leicht braunlich; Augen gewiirznelkebraun ; Querader des Tympanus gewolkt; Schenkeldornen schwarzlich; Tibialdornen braunlich. MaBe. Lange des Korpers 20 mm Lange des Pronotums 5 ,, GroBte Breite des Dorsums der Metazona 2,8 ,, Lange des Tegmens 26,5 ,, GroBte Breite des Tegmens 5,8 ,, Lange der Vorderschenkel 10,5,, Lange der Xlittelschenkel 14 ,, Lange der Hinterschenkel 27 ,, Die Type ist einzig. i6g Schubotzacris n. gen. Ein Gfied der Gruppe Ducetiae, verwandt mit den Genera Gabonia Bolivar, Ducetia Stal, Dithcla und Macedna Karsch und Niphclla Bolivar. Von all diesen Genera kann dieses neue Genus unterschieden werden durch den vorgezogenen Mittelteil des Analsegmentes und weniger klar durch die Form der Loben der Sub- genitalplatte. AuCerdem unterscheidet sich Schubotzacris von Gabonia in der Form des Fastigiums, der bedornten Vordertibien und der nicht derben Mitteltibien, wahrend sie von Dithda ebenfalls unterschieden werden kann durch die nicht keulenformigen Cerci. Es scheint uns das richtigste zu sein, dem neuen Genus eine Stellung in unmittelbarer Nahe von Macedna 1 } und Niphella 12 ) zu geben; von der ersteren unterscheidet sie sich durch die gerundete Insertion der Lateral- loben des Pronotums, welch letztere auch langer als breit sind, durch die be- dornten Hinterschenkel und Dorsalrander der Vordertibien und durch die walzen- formigen und zugespitzten Cerci; von Niphella unterscheidet sie sich durch das gefurchte Fastigium, den abgerundeten Humeralausrandung, die gut entwickelten Fliigel, die abweichende Form des Meso- und Metasternums, die mehr oder weniger dornige Beschaffenheit der Ventralrander samtlicher Schenkel, die dorsale Be- dornung der Vordertibien und die nicht gefurchten Cerei. Das Stuck, auf welches das Genus begriindet ist, ist nicht vollstandig, da die Tegmina fehlen, die zweifellos gut entwickelt waren, jedoch ist die Beschaffen- heit der Genitalien so ausgepragt, daI3 wir ohne Zogern ein neues Genus fur diese eigenartige Species aufstellen, da eine Einreihung in irgendeines der vorher aufgestellten Genera durch die Beschaffenheit dieser Gruppen unbegriindet sein wiirde. Fastigium spitz lanzettlich, gefurcht, vom Facialfastigium getrennt. Prono- tum eben und dorsad maBig abgeflacht; Metazona kaum vorgezogen; Lateral- loben in das Dorsum abgerundet, die Loben deutlich langer als breit. Tegmina ? Fliigel verlangert, Apex spitz. Prosternum unbewaffnet, mit einer V-formigeii schwieligen Zeichnung; Mesosternalloben laterad bogig abgestutzt, caudad abgestutzt; Metasternalloben caudo-laterad schief bogig abgestutzt, meso- caudad kurz abgestutzt. Supraanalplatte nicht deutlich; distales dorsales Ab- dominalsegment vorgezogen, beinahe lanzettlich, der Apex abgerundet; Cerci walzenformig, wie ein Ochsenhorn gestaltet; Loben der Subgenitalplatte zwie- fach geteilt, beide zusammengedriickt und lamelliert, vorgezogen, dorsad bogig, dem Ovipositor eines weiblichen Tettigoniden ahnelnd, die Cerci stark iiberragend, Apex spitz, Ventralrand mit einer deutlichen praapicalen rechtwinkligen Schul- ter. Alle Schenkel zusammengedriickt; vorderes Paar ventrad an beiden Ran- dern bedornt ; Mittel- und Hinterschenkel nur am ventrocephalen Rande bedornt ; alle Genicularloben paarig gedornt; Tibien an samtlichen Randern mehr oder !) Berl. Entom. Zeitschr. XXXVI p. 208 [Sumatra]. -) Ann. Soc. Entom. France LXVIII p. 763 [Madura]. 170 weniger stark bedornt, die Foramina des vorderen Paares an beiden Seiten offen, mittleres Paar nicht derb, schlank. Type: S. producta n. sp. Es macht uns groBes Vergniigen, dieses Genus dem Dr. H. SCHUBOTZ zu widmen, dem unermiidlichen Zoologen der Deutschen Zentral-Afrikanischen Expedition. Schubotzacris producta n. sp. Type: cf, Mboga, Westabhang des Semliki-Tales, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Kopf von vorn gesehen eiformig, einundeinhalbmal langer als breit an seiner breitesten Stelle (ventrad von den Augen); Occiput und Fastigium stark ab- schiissig ; Lateralrander des Fastigiums proximad maBig erhaben ; Facialf astigium spitz dreieckig, sehr schmal getrennt vom Fastigium des Vertex; Augen eiformig, maBig vorragend, deutlich abgeflacht; Antennen zerbrechlich, in mangelhafter Verfassung, fast bis zu den Spitzen der Hinterschenkel reichend. Pronotum ein- undzweidrittelmal so lang als breit in seiner groBten caudalen Breite der Scheibe ; Cephalrand der Scheibe flach bogig ausgerandet, Caudalrand der Scheibe deutlich bogig mit einer sehr leichten mittleren Abstutzung, Querfurche V-formig, ein deut- licher aber niedriger mediolongitudinaler Kiel am mittleren Teile der Prozona und an der ganzen Metazona vorhanden; Lateralloben des Pronotums einundeindrittel- mal langer als breit in ihrer groBten caudalen Breite, Cephalrand ausgebuchtet, Ventrocephalwinkel rundlich-winklig, ventrad leicht schief abgestutzt; Ventro- caudalwinkel und Caudalrand sehr breit abgerundet, Humeralausbuchtung gut ge- mascht, bogenformig. Tegmina ? . Fliigel von der Textur des Apex, die Spitzen der Tegmina iiberragend. Distales Dorsalabdominalsegment mesad stark niederge- driickt, sich dorsad iiber die Cerci erweiternd, der vorgeschobene dreieckige Teil zwischen den Cerci niedergebogen und von der Seite gesehen distad zuriickgebogen, der mediane Teil der breiten proximalen Half te des Segmentes mit einer deutlichen mediolongitudinalen Furche ; Cerci maBig verlangert, in der Mitte merklich dorso- mesad gebogen, Spitzen nadelartig; der mittlere Teil der Subgenitalplatte sich iiber zwei Drittel der Gesamtbreite der Platte ausbreitend, die Breite der lamel- lierten Loben allmahlich distad zur deutlichen rechtwinkligen, praapicalen Schulter an den Ventralrandern zunehmend, Apex spitz. Beine sehr schlank und verlangert. Vorderschenkel fast zweimal so lang als die dorsale Lange des Pronotums, Ventrocephalrand mit sieben bis neun Dornen bewaffnet, Ventro- caudalrand mit zehn Dornen; Vordertibien am Dorsocephalrande mit einem einzelnen Dorn bewaffnet, Dorsocaudalrand derselben mit fiinf Dornen, Ventro- cephalrand der Mittelschenkel mit zwolf bis vierzehn Dornen. Hinterschenkel langer als die Korperlange, etwas derb, Ventrocephalrand mit wenigen Dornen. Hauptfarbe gelblich; Augen schwarz; Dornen braunlich; Ventralflache der Hintertibien distad vandyckbraun werdend. Ma Be. Lange des Korpers (bis zum Apex der Subgenitalplatte) 22,5 mm Lange des Pronotums 4,6 ,, GroBte clorsale Breite des Pronotums 2,8 ,, Lange der Fliigel .... 39,5 Lange der Vorderschenkel . 9,5 ,, Lange der Mittelschenkel ... . . . 12 ,, Lange der Hinterschenkel 27 ,, Die Type dieser bemerkenswerten Form ist einzig. Pardalota Karsch. Pardalota asymmetrica Karsch. 1896. Pardalota asymmetrica Karsch. Entom. Zeitschr. Stettin LVII p. 330 [Karewia, Itimba, Bundeko und Bugundi, Ost-Zentral- Afrika ; Sossian-Ngoroine, Massai-Land; Ussoga, Uganda]. Von Ruanda bis zum Kiwu-See, 21. Februar bis 26. Marz 1898 (HOSE- MANN), i a", i 9 in Alkohol. Bugoie-Wald, nordwestlich Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 3 c 7 , i 9 in Alkohol. Kissenji, Kiwu-See, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i unreifes 9 in Alkohol. Wau-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i a 1 in Alkohol. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Mgoba, west- licher Abhang des Semliki-Tales, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i unreifes 9 in Alkohol. Diese Stiicke stimmen mit der Originalbeschreibung und der von ENDERLEIN 1 ) gegebenen Figur vollstandig uberein. Wie KARSCH bestatigt, ist die Species in der Farbung sehr variabel, die Intensitat der Hauptfarbe zeigt betrachtliche Schwankungen, jedoch zeigt sich die groBte Veranderlichkeit in dem Vorhanden- sein oder dem Fehlen der gewohnlichen proximalen Annulationen der Hinter- schenkel und der Beschaffenheit der Zeichnungen am Dorsum des Pronotums. AuBer den obigen Stiicken liegen uns noch vor 2 99 m it der Etikette ,,Britisch- Uganda, Grauer", die dem Deutschen Entomologischen Nationalmuseum ge- horen. GiGLlO-Tos (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 311) hat die Species aus Entebbe, Uganda und Ibanda, Toro, berichtet. Pronomapyga 2 ) n. gen. Zu den Pardalotae gehorig und verwandt mit Poecilogramma Karsch 3 ), von der sie sich gut unterscheiden Iai3t durch den vorgezogenen und apical beinahe abgestutzten medianen Teil der Supraanalplatte des cf , durch die zu- J ) Zool. Jahrb., Abt. Syst. XXV p. 199, Textfigur A, pi. 9, Abbildungen 2, 5, 10. 2 ) IlQoro/^aia = Riissel, nvyr) = SteiB. 3 ) Entom. Nachr. XIII p. 52 (1887). sammengedriickte und kahnformige vSubgenitalplatte und die walzenformigen stachelspitzigen Cerci desselben Geschlechtes und die verlangerten Tegmina beider Geschlechter, diese letzteren ganz besonders auffallend durch die zahl- reichen, beinahe parallelen Queradern in alien Area. Fastigium spitz-lanzettlich, gefurcht; Augen beinahe kugelig, vorstehend; Antennen stark verlangert. Dorsum des Pronotums beinahe abgeflacht, keine deutlichen Lateralecken ; Metazona der Scheibe beim o* betrachtlich vorgezogen; Lateralloben langer als breit, Humeralausbuchtung deutlich. Tegmina ver- langert, schmal, im allgemeinen fast gleich breit, beim Mannchen die Spitzen der Hinterschenkel iiberragend, beim 9 bedeutend kiirzer; alle Areae derselben mit zahlreichen, beinahe parallelen Queradern, diese Adern distad wenig regelmafiig. Fliigel beim c ' deutlich, beim Weibchen absolut nicht die Spitzen der Tegmina iiberragend. Prosternum unbewaf f net ; Mesosternalloben klein, caudo-laterad rundlich abgestutzt; Metasternalloben grofier, der Caudalrand bogig abgestutzt, mesad leicht ausgerandet. Supraanalplatte breit, laterad abgebogen, der mittlere Teil zu einem distad beinahe abgestutzten Fortsatz vorgezogen, Lateralrander desselben mit einer stumpfwinkligen Schulter; Cerci kurz, walzenformig, distad stachelspitzig; Subgenitalplatte kalmformig, zusammengedruckt, die Spitzen der Supraanalplatte leicht iiberragend , der VentralumriB der Platte von der Seite gesehen bogenformig, Apicalrand von hinten gesehen V-formig. Schenkel an den Ventralrandern mit wenigen oder keinen Dornen, samtliche Genicularloben ein- dornig; beide Flachen der Foramina an den Vordertibien of fen, Dorsalflache der Vorder- und Mitteltibien gefurcht, Dorsalrander unbewaffnet. Type - P. grandis n. sp. Schliissel zur Species des Genus. a) Tegmina bis zu den Spitzen der Hinterschenkel reichend; Lateralloben des Pronotums mesad deutlich breiter als cephalad und caudad leicht blasig aufgetrieben ; proximale blasige Auftreibung der Hinterschenkel deutlich weniger als die Halfte der Schenkellange; Radialadern an der Basis weit voneinander getrennt; Farbung schwarz und goldgelb grandis n. sp. b) Tegmina nicht bis zu den Spitzen der Hinterschenkel reichend, und zwar um die Lange des Pronotums kiirzer; Lateralloben des Pronotums mesad nur wenig breiter als cephalad und caudad kaum blasig aufgetrieben ; proximale blasige Auftreibung der Hinterschenkel ungefahr die halbe Schenkellange ein- nehmend; Radialadern an der Basis wenig getrennt; Farbung weniger stark kontrastierend ; keine ausgedehnten schwarzen Areae vorhanden und die Beine deutlich griinlich graueri n. sp. Pronomapyga grandis n. sp. Type: (f, Ost-Afrika (R. GRAUER) [Berliner Museum]. Von mittlerer GroBe; Habitus verlangert, zusammengedruckt. Kopf einund- eindrittelmal langer als breit, in seiner groBten Breite ventrad von den Augen; 173 Occiput beinahe blasenf ormig ; Fastigium betrachtlich abschiissig, flach gefurcht, Rander kaum erhaben, Apex das Facialfastigium beriihrend; Augen schwach eiformig. Pronotum an der Metazona des Dorsums maBig ausgebreitct und caudad merklich vorgezogen, Lange derScheibe einundeinviertelmal groBeralsdie groBte metazonale Breite, Cephalrand der Scheibe abgestutzt, Caudalrand der Metazona gut bogig, mesad leicht abgeflacht, Querfurche breit Y-f ormig und mit dem Caudalrand der Scheibe durch eine medio-longitudinale Furche ver- bunden; Lateralloben caudad leicht blasig aufgetrieben, einundeinviertelmal so lang als breit in ihrer grdBten postmedianen Breite, Cephalrand der Loben gerade, Ventrocephalecke beinahe rechtwinklig, Ventralrand schief abgestutzt, Ventralcaudalwinkel stumpf , Caudalrand bogig abgestutzt, ventro-cephalad schief absteigend, Humeralausbuchtung rundlich ausschneidend. Tegmina die Spitzen der Hinterschenkel leicht iiberragend, schmal, fiinfundeinhalbmal langer als breit, die distale Halfte etwas schmaler als die proximale Halfte, aber im allgemeinen fast gleich, Costalrand beinahe gerade, mesad sehr schwach und breit ausgerandet, Suturalrand distad von der Tympanalarea gerade, Apex gut gerundet; vordere Radialader proximad deutlich bogig, zwischen den beiden Radialadern an dieser Stelle ein betrachtliche Area frei lassend, unmittelbar distad hiervon an die hintere Radialader anstoBend und von da sehr allmahlich und leicht divergie- rend; Ast der hinteren Radialader zwei Fiinftel von der Lange vom Apex ab divergierend, den Suturalrand vor dem Apex erreichend, nicht gegabelt; vordere Ulnarader distad leicht bogenf ormig, den Suturalrand proximad vom Radial - aste erreichend; samtliche Areae der Tegmina mit mehr oder weniger regelmaBig angeordneten stark queren parallelen Adern, die am Apex ungleich werden und daselbst unregelmaBig netzartig erscheinen; Tympanalarea etwas langer als breit, Oueradern genau quer, maBig verdickt. Fliigel distad von den Tegmina um eine, der halben pronotalen Lange gleiche Strecke vorragend. Supraanal- platte breit und proximad von groBem Umfang, der distal vorgezogene Teil ungefahr ebenso lang wie der andere Teil, Medianteil der distalen zwei Drittel eingedriickt, laterad durch deutliche, aber rundliche, beinahe kielformige parallele Rippen begrenzt, Caudolateralecke schmal gerundet, die proximale Halfte des vorgezogenen Teiles et\vas breiter als die distale Halfte, sich an der oben er- wahnten lateralen Schulter verschmalernd ; von der Seite gesehen erscheint die Platte in der distalen Halfte leicht niedergedriickt ; Cerci kurz, unter der Supraanalplatte verborgen, walzenformig , die Spitzen scharf stachelspitzig- winklig; Subgenitalplatte an den Lateralrandern, von der Seite gesehen, ge- streckt. Vorder- und Mittelbeine maBig lang, die Schenkel distad leicht blasig aufgetrieben. Hinterbeine stark verlangert, die blasige Auftreibung der Schenkel viel weniger als die Halfte der sSchenkellange einnehmend, der Distalteil sehr schlank. Hauptf arbe scrrwarz, mit Ocker abwechselnd, wie f olgt : eine schmale Mittel- linie am Gesicht, paarige breitere, konvergierende suboculare Bander und der ganze Clypeus sowie das ganze Labrum; proximales Sechstel der discoidalen Area der Tegmina, die Tympanalarea und eine breitere suturale Linie; breite laterale Bander am Abdomen. Das Occiput (abgesehen von einer schmalen schwarzen, medio-longitudinalen Linie), das ganze Dorsum der Prozona und der groBere Teil der Lateralloben desselben, die proximale Interradialarea der Teg- mina sowie die ganze marginale Area distad von demselben ockrig-braunrot; die gewohnlich vorhandenen Lateralecken der prozonalen Scheibe eher breit ockerig gebandert, an der Basis ockerig-braunrot. Vorder- und Mittelschenkel im proximalen Viertel ockrig-braunrot, Proximalteil der Innenflache der Hinter- schenkel dunkel-olivenbraun. Pleuren mit zwei ockrig-braunroten Flecken. Ma Be. Lange des Korpers 16,2 mm Lange des Pronotums 4,5 , GroBte dorsale Breite des Pronotums . . 3,5 ,, Lange des Tegmens 24,5 ,, Gr613te Breite des Tegmens 4,8 ,, Lange der Vorderschenkel 7,5 ,, Lange der Mittelschenkel 8 ,, Lange der Hinterschenkel 20,8 ,, Die Type dieser auffallenden Species ist einzig. Pronomapyga graueri n. sp. Type: 9, Ost-Afrika (R. GRAUER) [Berliner Museum]. Von ziemlich geringer GroBe; Habitus mafiig zusammengedriickt; viel weniger lang als bei grand-is. Kopf wie bei grandis, jedoch am Occiput weniger blasenformig, das Fastigium weniger gefurcht und am Apex deutlich vom Fron- talfastigium getrennt. Pronotum mehr wie bei grandis, jedoch an der Scheibe der Metazona sowohl laterad als caudad weniger ausgedehnt; Lateralloben ein- undeindrittelmal so lang als breit in ihrer groBten postmedianen Breite, Cephal- rand desselben sehr leicht bogig ausgerandet, Ventralrand bogig abgestutzt, Ventrocaudalwinkel schief bogig abgestutzt, Hnmeralausbuchtung deutlich, aber flach. Tegmina bis zu den Spitzen des Ovipositors reichend, im allgemeinen jenen voti P. grandis gleich gestaltet, jedoch nicht mehr als halb so gro!3; Costalrand kaum buchtig, distad nach dem Apex zu kurz bogig, Apex mehr sutural ge- legen; Suturalrand bogig buchtig am Apex der Analarea, distad kurz und leicht schief abgestutzt nach dem rechtwinkligen Apex zu; Radialadern an der Basis getrennt, aber viel weniger breit und scharf als bei grandis ; Ast der Radialader im distalen Drittel divergierend und den Suturalrand (hintere Ulnarader) vor dem Apex erreichend ; vordere Ulnarader distad bogenf ormig, die hintere Ulnar- ader kurz vor demRadialast erreichend; Queradern wie bei grandis, aber weniger regelmaBig angeordnet. Fliigel bis zum Apex der Tegmina reichend. Supraanal- 175 platte quer, bogig; Cerci eher kurz, walzenformig ; Ovipositor etwa zwei Fiinftel der Lange der Tegmina, stark bogenformig, breit, zweiundeinhalbmal so lang als breit, Dorsalrand sehr leicht hohl bogenformig, Ventralrand stark bogenformig, Apex spitz, beide Rander zum groBten Teile ihrer Lange fein sageartig gekerbt; Subgenitalplatte langdreieckig, zusammengedriickt, Apex eher schmal V-formig ausgerandet. Beine etwas kiirzer als bei grandis, im iibrigen sehr ahnlich; Hinter- schenkel die Spitzen der Tegmina um etwa die pronotale Lange iiberragend, die proximale blasige Auftreibung die Halfte der Lange einnehmend, etwas groBer im Verhaltnis zur Lange als bei grandis. Hauptfarbe ockerig, mit schwarzer Markierung wie folgt: ein elliptischer Fleck ventrad von jedem Auge, eine schmale Linie ventrad vom Innenrande der antennalen Hohlung, eine Linie an den Mandibeln, die ganzen Antennen, ein schmaler Rand des Cephalrandes der pronotalen Scheibe, die Seiten- und Caudal- rander der Lateralloben schmal und der Caudalrand der metazonalen Schiebe breit gerandet, ein kurzer Saum des proximalen Teiles des Costalrandes und ein breites longitudinales schwarzliches Band den groBten Teil der discoidalen Area einnehmend, distad verschwindend. Palpen an den drei verlangerten distalen Segmenten schwarz, an den Gelenken sehr schmal blaBgriinlich. Augen tief walnuBbraun. Mittlerer Teil der Pronotalschiebe dunkel-rostrot, der Ventral- teil der Lateralloben breit in der gleichen Farbe verwaschen. Tegmina in beinahe dem ganzen marginalen und distalen Teil der Discoidalarea weinrot verwaschen. Vorder- und Mittelschenkel in den distalen zwei Dritteln der Ventraloberflache und in bedeutend geringerem MaBe an den seitlichen Oberflachen schwarzlich; Proximalteil der Vordertibien und Distalteile aller Tibien sowie die ganzen Tarsen in der gleichen Farbe verwaschen. Hinterschenkel mit Spuren von apfelgriiner Farbung, die distad gelblich wird, die Tibien cambodgegelb, an der Ventraloberflache schwarzlichbraun, Dornen braunlich. MaBe. Lange des Korpers 15,5 mm Lange des Pronotums 3,5 ,, GroBte Breite der pronotalen Scheibe . . 2,8 ,, Lange des Tegmens .14 ,, GroBte Breite des Tegmens 2,8 ,, Lange der Vorderschenkel 6,8 ,, Lange der Mittelschenkel 7,2 ,, Lange der Hinterschenkel 16,5 ,, Lange des Ovipositors 5,8 ,, Die Type dieser Species ist einzig. Es ist uns ein besonderes Vergniigen, diese interessante Form dem Herrn R. GRAUER zu widmen, der die Type dieser und der vorhergehenden Species ge- sammelt hat. 176 Arantia Sta1. Arantia ugandana n. sp. Type: 9, Britisch-Uganda (GRAUER) [Deutsches Entomologisches Natio- nalmuseum]. Verwandt mit A. spinulosa Brunner 1 ) von Port Natal, mit der sie in dem unbedornten AuBenrande der Hinterschenkel iibereinstimmt, jedoch von ihr ab- weicht durch die bedeutend geringere GroBe, den nicht gebuchteten Sutural- rand der Tegmina, den buchtig abgestutzten Ventralrand der Lateralloben des Pronotums, der verschiedenen Anordnung der Hauptadern der Tegmina, der mehr verlangerten Mittelbeine und einigen Verschiedenheiten in der Farbung. Von ansehnlicher GroBe; Habitus leicht zusammengedriickt. Occiput leicht geneigt; Fastigium spitz, lanzettlich, tief gefurcht, Apex beiiiahe kugelig, leicht getrennt vom frontalen Fastigium, Apex des letzteren gut gerundet; Gesicht leicht abgeflacht; Augen groB, sehr vorstehend; Antennen die Spitzen der Fliigel etwas iiberragend. Scheibe des Pronotums abgeflacht, caudad am breitesten, und einundeinviertelmal so lang als breit, die Seitenrander der Scheibe deutlich, aber durchaus nicht scharf, cephalad deutlich konvergierend, am ab- gestutzten Cephalrande sich beinahe beriihrend, Caudalrand der Scheibe stark bogenformig, mit einer leichten, aber deutlichen mittleren Abstutzung; Ouer- furche leicht cephalad von der Mitte eingesetzt, V-formig; Lateralloben beinahe quadratisch, groBte Breite etwas groBer als die groBte ventrale Lange, Cephal- rand sehr stark doppelbuchtig, Ventrocephalecke abgerundet, Ventralrand buchtig abgestutzt, Ventrocaudalecke breit abgerundet, Caudalrand buchtig bogenformig, Humeralausbuchtung flach, aber deutlich, stumpfwinklig. Textur der Tegmina wie bei den iibrigen Species des Genus, sehr breit, die Spitzen der Hinterschenkel um drei Fiinftel der Schenkellange iiberragend, distomesad am breitesten, und ein- undeindrittelmal solang als ihre groBte Breite; Costalrand in etwas mehr als der proximalen Halfte schief gerichtet und zum Distalteil abgerundet, der proximo-distad gestreckt ist; Suturalrand geracle, ausgenommen im distalen Viertel, w r o er mit einem breit bogenformigen Winkel schief abgestutzt in den schmal rundlich rechtwinkligen Apex iibergeht; breitester Teil des Marginal- feldes etwas mehr als em Drittel von der groBten Breite des Tegmens; Radial- adern fiir den groBten Teil ihrer Lange einander sehr nahe, Ast der hinteren Radialader in einer Entfernung von zwei Fiinftel der Lange von der Basis an diver- gierend, fiir einen guten Teil ihrer Lange bogig, beinahe parallel zur hinteren Radialader, claim in stumpfwinkliger, beinahe S-formiger Art den schief ab- gestutzten Teil des Suturalraiides erreichend, ein einzelner Supplementiirast der hinteren Radialader sie erreichend, kurz ehe sie den Rand erreicht, eine schiefe Kreuzader kurz distad von der Divergenz des Radialastes divergierend und ihn mit der vorderen Ulnarader verbindend, eine andere kurze, fast longi- Monogr. Phaneropt. p. 137 pi. II, Fig. 32. tudinale Supplementarader dieselben Adern verbindend und so eine elliptische Area an den Extremitaten scharf auspragend; vordere Ulnarader proximad bogig ausgebuchtet, distad leicht zickzackartig, den Suturalrand an der Bogung erreichend, mil vier gegabelten Asten zum Suturalrande hin. Spitzen der Fliigel die Spitzen der Tegmiiia um ungefahr die Lange des Pronotums iiberragend, spitzig. Prosternum unbewaffnet, mil einem stark queren kreuzformigen Eindruck; Mesosternalloben laterad nicht vorgezogen, caudad gut abgerundet; Metasternalloben caudo-laterad beinahe schief abgestutzt, caudad rundlich abgestutzt. Supraanalplatte dreieckig vorgezogen; Cerci kurz, walzenformig, eingebogen, Apices schadhaft; Ovipositor sehr kurz und breit, bogig zuriick- gebogen, etwas weniger als zweimal so lang als breit, Dorsalrand bogig-konkav, Ventralrand stark bogig, Apex schmal gerundet, nur das Distalende fein gesagt. Lange der Vorderschenkel gleich der Lange des Kopfes und des Pronotums, disto- dorsad leicht blasig aufgetrieben und am Ende distad von der blasigen Auf- treibung leicht zusammengedriickt, Ventrocephalrand mit fiinf Dornen, Ventro- caudalrand unbewaffnet; Foramina der Vordertibien cephalad rimato-conchat, caudad of fen, Dorsaloberflache distad von der tympanalen Auftreibung gefurcht. Mittelschenkel etwas mehr als ein Drittel langer als das vordere Paar, in ahnlicher Weise blasig aufgetrieben und disto-dorsad gekielt, Ventrocephalrand mit zwei bis fiinf Dornen, Ventrocaudalrand unbewaffnet. Hinterschenkel beinahe so lang wie die Korperlange, proximad maBig und beinahe parallel blasig aufgetrieben, AuBenrand unbewaffnet, Innenrand mit sieben fast parallelen Dornen, Ende der Schenkel beinahe zusammengedriickt wie bei den iibrigen Beinen, samt- liche Genicularloben zweidornig; Caudaltibien von der Seite gesehen maBig bogenformig, etwas langer als die Schenkel. Hauptfarbe nach Farbenspuren auf den Tegmina und den Spitzen der Fliigel urspriinglich apfelgriin, im jetzigen Zustande des Stiickes sind Kopf, Thorax, Abdomen und Marginalareae der Tegmina dunkel lederfarbig, Augen gebrannte Umbra; Antennen zum groBten Teile apfelgriin, unregelmaBig aber dicht schwarzlich geringelt, die Ringelung distad breiter werdend, bis schlieBlich die Hauptfarbe schwarz ist mit schmalen Ringeln. Abdomen dorsad rostrotfarben. Vorder- und Mittelbeine an den Schenkeln schwach und die Tibien stark van- dyckbraun geringelt. Hinterschenkel lederfarbig, die Dornen schwarzlich mit blassen Spitzen; Hintertibien lederfarbig, an der AuBenflache stark und dicht, an den anderen Flachen schwach vandyckbraun klecksen und verwaschen. MaBe. Lange des Korpers 26,5 mm Lange des Pronotums 6 GroBte dorsale Breite der pronotalenScheibe 4,5 ,, Lange der Tegmen 67,5 GroBte Breite der Tegmen 14 Deutsche Zentralafrika-Expedition. V. 12 178 Lange der Vorderschenkel 8,5 mm Lange der Mittelschenkel 11,2 ,, Lange der Hinterschenkel 27 Lange des Ovipositors 3,8 ,, Die einzige Type dieser Species tragt em Paar Samensacke, deren jeder fast zweimal so groi3 ist wie das Auge. Eurycorypha Stal. 1 ) Eurycorypha sp. \Vald, fiinfzig Kilometer ostlich von Kasongo, Lualaba-Congo, Congo- staat, Januar 1909 (R. GRAUER), I Nymphe in Alkohol. Dieses Stuck stimmt genau uberein mit der Beschreibung und Abbildung von BRUNNERS Myrmecophana fallax, die von VOSSELER 2 ) als ein unentwickelter Zustand einer Species von Eurycorypha hingestellt worden ist. Tetraconcha Karsch. 3 ) Tetraconcha banzyvilliana Griffini. 1909. Tetraconcha (Tellidia) banzyvilliana Griffini. Ann. Soc. Entom. Belg. LIU p. 1 1 [Banzyville, Congostaat]. Mboga, Westabhang des Semliki-Tales, Congostaat, Marz 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Avakubi, Aruwimi- Flul3, Congostaat, 22. April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Diese Stiicke ergeben eine betrachtlich weitere Ausdehnung des Verbrei- tungsgebietes dieser schonen Species ostwarts vom Fundorte der Type. Die Stiicke von Avakubi und Beni sind von annahernd derselben GroBe und beinahe gleich der Type, der Kopf des ersteren ist mehr schwarz markiert als der des Beni-Stiickes. Das Stuck von Mboga ist merklich kleiner als die anderen und mehr wie das Avakubi-9 gefarbt. Der Ovipositor aller Stiicke unterscheidet sich von der Originalbeschreibung dadurch, daB er bei den Stiicken aus Mboga und Avakubi an beiden Randern des Apex fein aber deutlich gesagt ist, bei dem vStiick aus Beni weniger deutlich. Der Dorsocaudalrand der Vordertibien ist der Beschreibung nach eindornig, wahrend bei den vorliegenden Stiicken die Zahl der Dornen von zwei bis fiinf variiert (den Apicaldorn nicht mitgezahlt). Die Dorsalrander der Mitteltibien l ) Eurycorypha rclicunda Karsch. Berichtet aus Mitiana und Kaibo, Uganda (GlGLIO-Tos, in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 312). ' 2 ) Zool. Jahrb., Abt. Syst. XXVII p. 157210 pi. 8. 3 ) Thaumotoxenia leggei Kirby, Trans. Linn. Soc. XIX pt. i p. 65 [Mubuku-Tal, 6000 FuB, Ost-Ruwenzoril. sine! als zweidornig beschrieben, wahrend die vorliegende Serie nachstehende Bedornung (ausgenommen den Apicaldorn) aufweist: Mboga Beni Avakubi Rechts 26 i ii 3 9 Links 37 38 39 Zeuneria Karsch. Zeuneria centralis n. sp. Type: a 1 , FuB des Ruwenzori, Westseite, Februar 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit Z. melanopeza Karsch aus Kamerun 1 ), jedoch davon abweichend durch die etwas geringere GroBe, das kiirzere Pronotum, dessen groBte dorsale Lange nicht groBer ist als seine caudale Breite, anstatt urn ein Drittel groBer wie bei melanopeza, und dadurch, daB die Infracercalplatte wenig ent- \vickelt, grob eiformig und gar nicht vorragend ist, wahrend sie bei melanopeza betrachtlich entwickelt, ohrformig und deutlich vorragend ist. GroBe betrachtlich (etwas kleiner als melanopeza}] Habitus clem der Type ahiilich. Augen beinahe kugelformig, vorstehend. Pronotum beinahe sattel- formig, kurz flaumhaarig wie bei melanopeza, groBte caudale Breite des Dorsums gleich seiner Lange ; Cephalrand derScheibe abgestutzt, Caudalrand bogig, mesad sehr leicht abgeflacht, Lateralecken an der Scheibe nicht vorhanden, das Dorsum in die Lateralloben breit abgerundet; Ouerfurche mesad U-formig, caudad von diesem verlauft eine deutliche, quer, beinahe gerade Vertiefung iiber das Dorsum; groBte Breite der Lateralloben beinahe gleich der Lange, Cephalrand leicht buchtig ausgerandet, Ventrocephalecke abgerundet; Ventralrand schief bogig abgestutzt, Ventrocaudalecke abgerundet, Caudalrand mit der Humeralausbuch- tung die ganze dorsale Halfte einnehmend, eher flach bogenformig. Tegmina um ein Drittel ihrer Lange die Spitzen des Ovipositors iiberragend, Gestalt und Bau genau wie bei melanopeza. Fliigel die Spitzen der Tegmina um fast die halbe Lange der pronotalen Scheibe iiberragend, Apex beinahe rechtwinklig. Sternalplatten wie bei melanopeza. Supraanalplatte und Cerci wie bei mclanopeza; Ovipositor etwas kiirzer als bei melanopeza, aber von ahnlicher Gestalt; Subgenitalplatte wie bei den alteren Species; Infracercalplatten an der Seitenflache beinahe eiformig, austerartig, wenig entwickelt, die Area des abgeflachten Seiten- teiles kleiner als die des Auges. Vorder- und Mittelbeine ahnlich wie bei melano- peza, der Ventrocephalrand des Vorderschenkels mit vier bis fiinf Dornen statt acht, wie bei melanopeza. Hinterbeine wie bei mclanopeza. Farbung zweifellos wie bei mclanopeza, jedoch ist das Grim durch die \Vir- ] ) Es wurde ein Vergleich mit zwei Mfinnchen und cinem Weibchen von mclanopeza aus Kame- run angestellt. 12* i8o kung des Alkohols fast ganzlich verandert. Schwarzliche Areae an den Tibien weniger ausgedehnt als bei melanopeza. MaBe. Lange des Korpers 32 mm Lange des Pronotums 5,2 ,, GroBte Breite des pronotalen Dorsums . 5,2 ,, Lange der Tegmen 48,5 ,, GroBte Breite der Tegmen 14 ,, Lange der Vorderschenkel 11,2 ,, Lange der Mittelschenkel 14,5 ,, Lange der Hinterschenkel 32 ,, Lange des Ovipositors 10,5,, Die Type dieser Species ist einzig. Phaneroptera Serville. Phaneroptera nana Fieber. * 1853. Phaneroptera nana Fieber. Lotos III p. 173 [Portugal]. Bugoie-Wald, nordwestliches Ruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i o* in Alkohol. Kiwu-See, Dr. KANDT, i o* in Alkohol. Kwidschwi-Insel, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i a*, 2 99 in Alkohol. GiGLio-Tos (Iii Abruzzi, II Ruwenzori I p. 311) hat diese Species aus Entebbe, Bimbye und Kasende, Uganda und Ibanda, Toro erwahnt. Phaneroptera punctulata Burr. 1900. Phaneroptera punctulata Burr. Proc. Zool. Soc. London 1900 p. 41 [Whardi-Datal, nordwestliches Somali-Land]. Siidost-Ufer des Kiwu-Sees, August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i a*, 2 99 in Alkohol. Vulkanisches Gebiet nordwestlich vom Kiwu-See, Oktober 1907, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (VON RAVEN), i d* in Alkohol. Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Wald, nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 2 oV. Diese Stiicke sind dieser Species mit einigem Zweifel eingefiigt, da sie in den fur die Type angegebenen MaBen etwas abweichen, jedoch in der Haupt- sache stimmt die vorliegende Serie mit der Originalbeschreibung iiberein. Die OriginalmaBe, jene von SjOSTEDT 1 ) fiir das mannliche Geschlecht angegebenen und die MaBe einiger der vorliegenden Stiicke sind wie folgt: l ) Wissenschaftl. Ergebn. Schwed. Zool. Exped. Kilimandjaro XVII p. 133. Kiliman- Type (VON BURR) djaro-Meru (SJOSTEDT) 1 ) Yulkanisches Gebiet X\V. von Beni Lange des Korpers . . . 12,5 mm 2 ) mm 14 mm 16 mm Lange des Pronotums . . 4 *) 4 3>D " 3,8 Lange der Tegmen .... '14-75 .. 1617 - J 9 19.2 Lange der Hinterschenkel . 16 1314 l6 ,8 ,, 18 Aus diesen Zahlenangaben ist ersichtlich, daB die Tegmina langer sind als bei den anderen MaBen, wahrend der Unterschied in bezug auf die Hinterschenkel nicht so gro!3 ist. Die beiden trockenen Stxicke zeigen die charakteristischen Punk- tierungen, wie sie die Originalbeschreibung angibt, aber diese sind rotlich, wie SjOSTEDT 2 ) erwahnt, und nicht schwarz, wie in der Originalbeschreibung. Bei den Stiicken, die in Alkohol aufgehoben sind, fehlen diese Punktierungen ganz- lich bei alien Exemplaren mit Ausnahme eines einzigen, und bei diesem sind sie von auBerst schwacher Art. Die einzigen friiheren Berichte iiber diese Species sind vom Typus aus dem nordwestlichen Somali-Land und von SjOSTEDTs Stiicken vom Kilimandjaro und Meru. Phaneroptera attenuata Walker. 1869. Phaneroptera attenuata Walker. Catal. Derm. Salt. Brit. Mus. II p. 338 [Siid-Afrika]. Steppe bei Kasindi, Nordufer des Albert-Edward-Nyanza, Januar 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i a", 2 99 in Alkohol. Wir kb'nnen der von GRIFFINI 3 ) gegebenen ausgezeichneten Beschreibung dieser Species nichts hinzufiigen. Der vorliegende Bericht vergroBert das Ver- breitungsgebiet der Species betrachtlich nordostlich von friiheren Fundorten. Tylopsis Fieber. 4 ) Tylopsis bilineolata (Serville) ? 1839. Phaneroptera bilineolata Serville. Hist. Nat. Ins. Orthopt. p. 419 [Kap der Guten Hoffnung]. FuB des Ruwenzori, Westseite, Februar 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i d" in Alkohol. Wir erwahnen dieses Stuck hier mit einigem Zweifel, da seine Tegmina etwas langer und die Hinterschenkel deutlich kiirzer sind als die von BRUNNER 5 ) 1 ) Wissenschaftl. Ergebn. Schwed. Zool. Exped. Kilimandjaro XVII p. 133. 2 ) In den Originalmafien ist die Lange des Pronotums mit 12,5 und die des Korpers mit 4 mm angegeben, offenbar eine Versetzung, da die Zahlen eine unter der anderen stehen. 3 ) Mem. Soc. Entom. Belg. XV p. 202. 4 ) Tylopsis ditbia GlGLIO-TOS, Bollett. Mus. Zool. Anat. Comp., Torino XXII Xo. 556 p. 3 [Mitiana, Uganda; Ibanda, Toro; Ruwenzori]. 5 ) Monogr. der Phaneropt. p. 228. 182 angegebenen MaBe. Der Suturalrand der Tegmina 1st dunkelbraun gesaumt, wahrend von pronotalen Bandern keine Spur vorhanden ist, obgleich das wahr- scheinlich in der Aufbewahrungsmethode seinen Grand hat. Im ganzen Ban stimmen sonst die vorliegenden Stiicke mit der Originalbeschreibung vollig iiberein. Tylopsis sp. Kiwu-See (Dr. KANDT), i 9 in Alkohol. Dieses Stiick ist in schlimmer Weise entfarbt, und es fehlen ihm beicle Hiiiterbeine. Nach dem Aussehen der Tegmina ist es verwandt mit T. thy mi folia, aber das Pronotum ist nicht zusammengezogen und ventrad nicht buchtig wie jenes der Species. Mecopodinae. Leproscirtus Karsch. Leproscirtus granulosus (Karsch). 1886. Mecopoda (Euthypoda) granulosa Karsch. Entom. Nachr. XII p. 317 [Von Kuako bis Kimpoko, West-Afrika]. FuB des Ruwenzori, Westseite, Februar 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i 9 in Alkohol. Dieses Stiick wurde einer Vergleichung mit einem 9 aus Kamerun unter- zogen und stimmt mit diesem vollig iiberein. Diese Stiicke zeigen, daB die von KARSCH 1 ) gegebene Abbildung dieser Species, was die Breite des Ovipositors und der Vordertibien anbetrifft, auf einem Irrtum beruht. Die erstere ist um mindestens i mm zu stark angegeben, wahrend die letztere in Wirklichkeit nicht groBer als die der Mitteltibien ist, anstatt, wie gezeichnet, umgekehrt. Die einzige friihere Erwahnung kam aus dem Ostteile des Congostaates von Boko (GiGUO-Tos). Apteroscirtus Karsch. Apteroscirtus ruwenzoricus n. sp. Type: 9, FuB des Ruwenzori, Westseite, Februar 1908, Deutsche Zentr.- Afr.-Exp. (SCHUBOTZ) [Berliner Museum]. In Alkohol. Nahe verwandt mit .4. dcnudatus Karsch aus Kamerun 2 ), mit der sie durch das Fehlen der Tegmina und Fliigel iibereinstimmt, jedoch von ihr abweicht durch die betrachtlich geringere GroBe und durch die unbewaffneten Ventral- rander der Hinterschenkel. Die GroBe ist im allgemeinen nicht iiber zwei Drittel der alteren Species. Von mittlerer GroBe ; Habitus verlangert spindelformig, fliigellos; Oberflache mehr oder weniger punktiert. Kopf breit, Gesicht maBig abgeflacht; Occiput zum breiten, abgestutzten Fastigium sehr leicht abschiissig, letzterer etwas breiter als 1 ) Berl. Entom. Zeitschr. XXXVI p. 329, Fig. 4. 2 ) Ibidem p. 330, Fig. 5. die Augenbreite, ungeteilt, das Frontalfastigium breit beriihrend ; Augen beinahe eiformig, vorstehend; Antennen zum mindesten den Apex des Ovipositors erreichend. Pronotum am Dorsum cephalo-caudad leicht bogenformig, stark quer bogenformig, kerne Seitenecken, Dorsum in die Loben abgerundet, die Farbung alsScheibengrenze angenommen, ist dieScheibenlange sehr wenig mehr als einmal so lang \vie die groBte caudale Breite der Scheibe ; Cephalrand der Scheibe abgestutzt, Caudalrand derselben bogig abgestutzt mit einer sehr leichten medianen Ausrandung; Querfurche (zwei) mesad auf eine nur kurze Strecke gut entwickelt ; Lateralloben nahezu zweimal so lang als breit, Cephalrand gerade, Ventrc- cephalecke nahezu rechtwinklig, schmal abgerundet, Ventralrand beinahe ab- gestutzt, Ventralcaudalecke breit bogenformig, Caudalrand gerade mit einer auBerst schwachen Andeutung einer Humeralausbuchtung. Tegmina und Fliigel nicht vorhanden. Caudalrand des Mesonotums bogig abgestutzt; Caudalrand des Metanotums und Dorsalabdominalsegmente abgestutzt, die medio-longitudinale Linie vom Metanotum an caudad am Caudalteile jedes Segmentes leicht bis deutlich gekielt. Prosternum kurz zweidornig, die Dornen maBig divergierend, Mesosternum und Metasternum stark quer, Cephalrand des ersteren mesad abgestutzt und laterad schief, beinahe abgestutzt, Lateralrander stumpf\vinklig, Foramina gut getrennt, aber durch eine Querfurche verbunden, Cephalrand des Metasternums abgestutzt, Lateralrander stumpfwinklig, caudad merkbar konvergent, Caudalrand bogenformig ausgerandet, Foramina beide in einer einzigen Oueroffnung. Supraanalplatte beinahe dreieckig; Cerci kurz, aber den Apex der Supraanalplatte leicht iiberragend, eher plump, konisch und fast gleichmaBig in den proximalen zwei Dritteln, das distale Drittel deutlich konisch und leicht eingebogen; Ovipositor etwas mehr als halb so lang wie die Hinterschenkel, eher schlank, regelmaBig konisch, in der proximalen Halite gestreckt, in der distalen Halfte leicht bogig, Apex spitz, die Rander distad sehr kurz gekerbt; Subgenitalplatte quer, der Distalrand breit bogenformig. Yorder- und Mittelschenkel unbewaffnet; Foramina der Yordertibien an beiden Flachen offen, verlangert elliptisch. Hinterschenkel deutlich langer als der Korper, im Bau jenen von denudatus ahnlich, jedoch an den Yentralrandern unbewaff- net 1 ); Hintertibieii fast ebenso lang wie die Schenkel. MaBe. Lange des Korpers 25,5 mm Lange des Pronotums 5 ,, GroBte dorsale Breite der pronotalen Scheibe 4,8 ,, Lange. der Yorderschenkel 8 Lange der Mittelschenkel 9,3 ,, Lange der Hinterschenkel 25,5 ,, Lange des Ovipositors 15,8 ,, l ) Der Innenrar.d des linken Schenkels der Type tragt eine sehr rudimentare Tuberkel ax:f cinem distalen Teile; eiii deutlich ausgepragter Dorn ist das jedoch nicht. 1 84 Die Type dieser interessanten Species ist das einzige uns zu Gesicht gekom- mene Stiick. Anoedopoda Karsch. 1 ) * Anoedopoda lamellata (Linnaeus) . 1758. [Gryllus (Tettigonia)] lamellatus L. Syst. Nat. X ed. I p. 429 [,,Indiis"]. Kwidschwi-Inseln, Kiwu-See (R. GRAUER), I Q in Alkohol. Kissenji, Nordkiiste des Kiwu-Sees, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i 9 in Alkohol. Fort Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), I 9- Bataibo bis zum Duki-FluB, westlich des Albert-Nyanza, Congostaat, 10. November 1891 (STUHLMANN), i d*. Diese Fundorte sind die erstmalig bekannt gewordenen fiir das Vorkommen dieser Species zwischen Kamerun, Franzosisch-Congo, dem unteren Congogebiet, dem Kilimandscharo und der Kiiste von Zanzibar. Sthenaropoda Karsch. Sthenaropoda sp. Oberer Ituri, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes 9 in Alkohol. Wenn auch dieses Stiick nicht vollstandig erwachsen ist, so sind doch die Charaktere des Fastigiums, Pronotums und Beine deutlich genug, um uns in die Lage zu versetzen, die Stammverwandtschaft dieses Tieres festzustellen. Dieses bisher ausschlieBlich westafrikanische Genus scheint jetzt nun bis zum ostlichen Rand der Waldregion vorzukommen. Corycus Saussure. Corycus abruptus Krauss. 1890. C[orycus] abruptus Krauss. Zoolog. Jahrb., Abt. Syst. V p. 354 pi. XXX, fig. 2 [Gaboon]. Wald 50 km ostlich von Kasongo, Lualaba-Congo, Congostaat, Januar 1909 (R. GRAUER), i d* , i 9 in Alkohol. Wir stimmen mit GRIFFINI iiberein 2 ), der Corycus sicci folium Sjostedt 3 } zu abruptus zieht, da SjOSTEDTs Species auf dem Weibchen von abruptus zu basieren scheint. Das cf stimmt vollkommen mit der Originalbeschreibung 1 ) Anoedopoda latipenuis (Burmeister). Aus Uganda (KlRBY, in JOHNSTON, Uganda Protect. I p. 467) und aus dem Victoria-See- und Tanganjika-Seegebiet (KlRBY, Proc. Zool. Soc. London 1902, Vol. I p. 95). Anoedopoda erosa Karsch. Aus Mitiana und Kaibo, Uganda, von GlGLIO-TOS. (In Abruzzi, II Rmvenzori I p. 312.) 2 ) Ann. Mus. Civ. Stor. Nat., Genova XLII p. 379. 3 ) Bihang K. Svenska Vet.-Akad. Handl. XXVII afd. IV No. 3 p. 25. pi. I. fig 2 [Gaboon]. und den MaBen iiberein, wahrend das 9 etwas kleiner ist, als es SjOSTEDTs MaBe von sicci folium angeben, stimmt aber vollkommen mit den von GRIFFINI an- gefiihrten Zahlen iiberein. Alle friiheren Fundortangaben dieser Species stammen aus Kamerun, Spanisch-Guinea, Gaboon und Fernando-Po. Pseudophyllinae. Mustius Stal. Mustius eurypterus Karsch. 1896. Mustius eurypterus Karsch. Entom. Zeitung, Stettin LVII p. 347 [Lolodorf, siidliches Kamerun]. Wald zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Tal, Congostaat, April 1008 Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i 9 in Alkohol. Dieses Stiick stimmt mit der Beschreibung von eurypterus iiberein, wenn man davon absieht, daB die Oueradern der Analarea der Tegmina schwarzlich sind wie bei M. afzelii. Die Tegmina sind etwas weniger als 20 mm breit. Die Originalbeschreibung gibt 21 an. Yon afzelii jedoch kann dieses Stiick wegen der geringeren GroBe unterschieden werden, ebenso wie wegen der Farbung der Tarsen und der Tibialforamina und wegen einiger Details der Aderung. Die Oueradern zwischen der vorderen Radialadei und der hinteren Ulnarader sind beinahe alle breit schwarz gerandet. Zabalius Bolivar. Zabalius latipennis (Karsch) . 1891. Mataeus latipennis Karsch. Berlin. Entom. Zeitschr. XXXVI p. 84 [Kitah, Gviinea; West-Afrika; Gaboon]. Deutsch-Ostafrika (R. GRAUER), i 9 in Alkohol. Dieses Stiick ist deutlich groBer als die t} T pischen MaBe der Species angeben, aber es stimmt genau mit dem Exemplar iiberein, das aus Madagaskar stammen soil und von BRUNNER 1 ) gemessen wurde. In alien anderen Stiicken stimmt dieses Stiick vollkommen mit der Beschreibung iiberein. Zabalius casamancae (Pictet und Saussure). 2 ) 1892. M[ataeus] casamancae Pictet und Saussure. Iconogr. Saut. Vertes p. 22 pi. Ill, fig. 13, 133 c [Casamanca, Guinea]. Fort Beni (Buschsteppe), Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (SCHUBOTZ), i 9 in Alkohol. 1 ) Monogr. der Pseudophyll. p. 28. 2 ) Zabalius liiieolci/ns Stal. Aus Uganda (KlRBY in JOHNSTON, Uganda Protect I p. 467) und aus einem nicht naher bezeichneten Orte in Toro (GIGLIO-TOS, in Abruzzi, II Rmvenzori I p. 313) erwahnt. Letztgenannter Autor gibt an, dalJ sein Material gut mit casamancae iibereinstimme. i86 Dieses Stuck stimmt vollkommen mit der Beschreibung und den Figuren dieser Species iiberein, mit Ausnahme der mehr langlich-eiformigen statt drei- eckigen Gestalt der Supraanalplatte. Die nahe Verwandtschaft von casamancae und lineolatus Stal ist nicht sicher, da es moglich 1st, daB sie Synonyma sind und daB STALS Name die Prioritat hat. Aber es kann fur uns keinem Zweifel unterliegen, daB die Zusammenziehung von longipennis Karsch und guineensis Bolivar mit dieser Species falsch ist. BOLIVARS Beschreibung sagt deutlich, daB der Ursprung des Radialastes median ist, anstatt ein Drittel von der Basis sich befindet wie bei casamancae, wahrend die MaBe,. besonders die des Ovi- positors, vollstandig verschieden sind. Die Lange des Ovipositors wird in der Originalbeschreibung BOLIVARS und von BRUNNER auf 25 mm angegeben, bei STAL (lineolatus), bei PICTET und SAUSSURE und dem uns vorliegenden Stiick auf 16 18,5 mm. Der Unterschied in der Form der Supraanalplatte in der Originalabbildung und dem vorliegenden Stiick mag einem Irrtum des Kiinstlers zugeschrieben werden. Zabalius orientalis (Karsch). 1891. Mataeus orientalis Karsch. Berl. Entom. Zeitschr. XXXVI p. 85 [Usambara; Kawende, Tanganyika; Zanzibar]. Nyamagotso, Usindja, Siidwest-Kiiste des Yictoria-Nyanza, 26. Februar 1902 (STUHLMANN), I O*. AuBer den oben angegebenen Fundorten sind noch zu nennen Angola und Deutsch-Siidwest-Afrika. Chondrodera Karsch. 1 ) Chondrodera notatipes Karsch. 1890. Chondrodera notatipes Karsch. Entom. Xachrichten XVI p. 267 [Kribi, Kamerun].-) 90 km westlich des Albert-Edward-Nyanza, in einer Hohe von 1600 m (R. GRAUER), i 9, Dieses Stiick stimmt vollstandig mit der Beschreibung der Species iiberein, mit Ausnahme einiger Farbungsdetails. Der am meisten in die Augen fallende F'arbungsunterschied ist der, daB das in meiner Hand befindliche Individuum einen kreisrunden weiBen rotgerandeten Flecken an der Basis der vorderen Ulnarader aufweist, wahrend die allgemeine Farbung der Tegmina blaBgriinlich ist und wie eine Anzahl der Oueradern dicht mit braunlichen Flecken besetzt. Die ocellenformigen Flecken an der Basis der Tegmina sind weder im Original noch in einer folgenden Beschreibung 3 ) erwahnt. Sie sind auch nicht durch die Zeichnung, welche der letzteren beigegeben ist, verbildlicht. 1 ) Cymatomera spilophora Walker. Aus Uganda (KIRBV , in JOHNSTON, Uganda Protect I p. 467). 2 ) In der Originalbeschreibung ausgelasseii, aber in der nachherig hierin verzeichneten Ab- handlung angezeigt. 3 ) Berlin. Entom. Zeitschr. XXXVI p. 94 pi. Ill, fig. 8, 'P e ) inseln) Korperlange . . n m 14,8 mm Lange des Pronotums 4,2 ,, 4,3 ,, GroBte Breite des Pronotums 3,2 ,, 3,8 ,, Lange der Tegmen 3,8 GroBte Breite der Tegmina in ihrer normalen Lage 3,5 ,, Lange der Vorderschenkel 3,8 ,, 4,2 ,, Lange der Mittelschenkel '..... 3,8 ,, 4,5 ,, Lange der Hinterschenkel 10,2 12,8 ,, Lange des Ovipositors ,, 9,2 ,, AuBer der Type haben wir die folgenden Stiicke, alle in Alkohol, vor uns: Kissenje, Nordkiiste des Kiwu-Sees, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), i d*. Bugoie-Wald, Nordwestruanda, Februar bis November 1908 (VON STEGMANN und STEIN), 2 0*0*. Kwidsclnvi- Inseln, Kiwu-See, September 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i ?, 2 99 (eines derselben ist obeii beschrieben). Siidostkiiste des Kiwu-Sees, August 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), 7 99. Isalinia, in einer Hohe von ungefahr 3000 m, November 1907 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i un- reifes 9- Die Mannchen variieren betrachtlich in der GroCe, aber das ist scheinbar individual, da die beiden Bugoie-o 71 in dieser Hinsicht betrachtlich variieren. Die 0*0* sind vollstandig einfarben. Die 99 variieren in der GroBe nur wenig, und in der Farbung variiert hauptsachlich die Breite des lateralen Abdominal- bandes. Die Extreme in der Reihe der Mannchen zeigen folgende MaCe: (Kissenje) (Kwidschwi- mseln) Kdrperlange 9 mm Lange des Pronotums 3,5 ,, Lange der Tegmen 3,2 ,, Lange der Hinterschenkel ... 9 ,, Orchelimum Serville. Orchelimurn senegalense Krauss. 1877. 0[rchelimum] senegalense Krauss. Sitzungsber. d. K. Akad. Wissensch., Wien, Math. -Nat. Cl. LXXVI p. 60 pi. i, Figuren 12, I2a [Bakel, Senegal]. Walcl zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congo- staat, April 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. SCHUBOTZ), i a* in Alkohol. Wald nordwestlich von Beni, Semliki-Tal, Congostaat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i unreifes 9- Das entwickelte Stiick stimmt in alien Hauptdetails mit dem einzigen < aus Kamerun iiberein, die Tegmina und Hinterschenkel jedoch zeigen in denMaft- angaben Verschiedenheiten, da die Tegmina etwas langer und die Schenkel etwas kiirzer sind; die ersteren sind 29 mm, die letzteren 15,5 mm lang. Es scheint uns sehr wahrscheinlich, daB die vorliegende Species wenigstens als Subgenus von den iibrigen ausschlieBlich amerikanischen Species des Genus Orchelimum getrennt werden mui3. Gewisse Unterschiede in der Form der Teg- mina, des Dorsums des Pronotums und der mannlichen Cerci scheinen von erheblicher Bedeutung. Furs erste mochten wir jedoch von einer derartigen Trennung absehen, da das ausgewachsene 9 der Species nicht erhaltlich ist. 20O Der vorliegende Bericht enveitert den Verbreituiigsbezirk dieser Species ostwarts von friiher erwahnten Fundstellen, deren ostlichster Libenghi am Ubangi 1st. Conocephalus Thunberg (Xiphidium der Autoren). Conocephalus conocephalus (Linne). 1767. [Qryllus (Tettigonia)] conocephalus Linne. Syst. Nat., XII. Ed. p. 696 [Afrika]. Steppe bei Kasindi, Nordufer des Albert-Edward-N3*anza, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i 9 in Alkohol. Beni, Semliki-Tal, Congo- staat, Januar 1908 (Deutsche Zentr.-Afr.-Exp.), i cf in Alkohol. Wald zwischen Irumu und Mawambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1908, Deutsche Zentr.-Afr.-Exp. (ScnuBOTz), i 9 in Alkohol. Avakubi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, 22. April 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i c? in Alkohol. GiGUO-Tos hat mit Vorbehalt diese Species (in Abruzzi, II Ruwenzori I p. 313) aus Entebbe, Uganda erwahnt. Conocephalus maculatus (Le Guillou). 1841. Xiphidion maculatum Le Guillou. Revue zoolog. 1841, p. 294 [Mankassar]. Kiwu-See (Dr. KANDT), 3 a", i reifes 9, i unreifes 9 in Alkohol. Usum- bura, Nordende des Tanganjika-Sees, November bis Dezember 1907 (VON STEGMANN und STEIN), i a* in Alkohol. Wald zwischen Irumu und Ma- . wambi, Ituri-Aruwimi-Becken, Congostaat, April 1908 (Deutsche Zentr.- Afr.-Exp.), i d* in Alkohol. Conocephalus iris 1839. Xiphidion iris Serville. Hist. Nat. Ins., Orthopt. p. 5